Lies, welche Erfahrung unsere Teilnehmenden mit Ayahuasca gemacht haben

Zeremonien mit Ayahuasca in Deutschland: Erfahrungen unserer Teilnehmenden

Du möchtest dich genaustens über unsere Zeremonien mit der Heilpflanze Ayahuasca informieren? In den Erfahrungsberichten unserer ehemaligen Teilnehmenden bekommst du einen Einblick, was dich während deines Retreats erwartet. Wir freuen uns, wenn du auch deine Erfahrung mit Ayahuasca teilen möchtest.

Erfahrungsbericht (Juni 2024, Maurice): „Ich kann dank Ayahuasca endlich meinen inneren Schmerz gehen lassen“

Als Sohn einer Borderlinerin und eines narzisstischen Vaters habe ich als Kind und Jugendlicher sehr gelitten. Ich konnte weder Wurzeln noch Flügel entwickeln – hatte sowohl eine unsichere Bindung, keinen sicheres Zuhause und keine Möglichkeit mich zu befreien. Statt wie mein älterer Bruder zu rebellieren und damit viel Gewalt und Ablehnung meiner Eltern zu erfahren, habe ich die Anpassung und die Erduldung als Überlebensstrategie gewählt. Ich wurde nur von meinen Eltern gesehen, akzeptiert und „geliebt“ wenn ich mich ihnen so gezeigt habe, wie sie mich wollten. Fröhlich, strahlend, lieb, angepasst, Ihnen die ganze Aufmerksamkeit schenkend. Trauer und Wut durfte ich nicht zeigen. Dann wurde ich bestraft durch Ignorieren, Lächerlichmachen oder Abwertung. Es wurden mir auch meine Gefühle abgesprochen. „Du bist traurig? Nein, das bildest du dir nur ein. Du bist eigentlich fröhlich. Ich bin Deine Mutter, ich kenne dich besser als du selbst. Wir sind ja noch immer mit der Nabelschnur verbunden.“

Meine Mutter war sehr stimmungsschwankend – in einem Moment war ich ihr Liebling, fast der Messias selbst, der alles richtig macht, sie rettet und so toll ist. Im nächsten Moment wurde ich abgewertet und komplett fallen gelassen. „Jetzt habe ich dein wahres Gesicht gesehen. So mag ich dich nicht. So bist du nicht mehr mein Sohn!“ Oder wenn sie mal wieder sehr traurig war und ich sie trösten wollte und ihr sagte, wie sehr ich sie doch liebe. „Wie kannst du so ein wertloses Stück Scheiße wie mich lieben? Dann kann doch nicht stimmen. Du lügst mich an!“  Meiner Lieblingsoma, der Mutter meine Mutter, hatte ich schon als Grundschulkind versprochen, dass ich mich um meine Mama kümmern würde. „Maurice bitte kümmere dich doch um die Mama. Sie ist so schwach und labil. Ich habe Angst um sie. Und du bist schon so vernünftig für dein Alter. Verbringe Zeit mit ihr und sei für sie da. Beschütze sie vor deinem Vater. Er ist ein gefährlicher Mann.“

Mein Vater war emotional sehr distanziert und kühl. Er hat nie mit mir gespielt, nicht mit mir gekuschelt oder mich mal ins Bett gebracht oder vorgelesen. Mich gefragt, wie es mir geht, hat er auch nie. Stattdessen hat er mir und der Familie Monologe vorgetragen. Zu unterschiedlichen Themen: Die Völkerwanderung, die Unterschiede zwischen Otto- und Wankelmotor oder die Funktionsweise des menschlichen Herzens. Am Wochenende war es am schlimmsten. Das gemeinsame Frühstück im Esszimmer war eine Pflicht. Über 3-4 Stunden musste ich am Tisch sitzen, wurde von meiner Mutter mit Essen vollgestopft und musste den Vorträgen meines Vaters lauschen. Mit voller Aufmerksamkeit. Manchmal habe ich mich noch nicht einmal getraut auf Toilette zu gehen, weil ich Angst hatte ihn zu unterbrechen. Ich hatte Angst, dass ich ihn verletzen könnte und er dann wütend und aggressiv wird. Kam ich von der Toilette wieder, gab ich ihm das Stichwort, wo er stehengeblieben war, damit er weitererzählen konnte. Er hat mich bei seinen Monologen zwar angeschaut aber mich eigentlich nicht gesehen. Mich hat er nichts gefragt. Im Teeniealter saß ich dann oft mit Tränen in den Augen da und habe mich völlig allein, fast unsichtbar gefühlt. Ich habe alle Körperempfindungen ausgeschaltet, habe mich nur noch dumpf und leer gefühlt.

Mein Coming-Out mit 17 und dann nochmal mit 19 war ein Alptraum. Beim ersten Mal hatte ich mich mit Alkohol und Tabletten weggeschossen. Ein eigentlicher Suizid war das nicht – ich wollte eher Aufmerksamkeit. Meine Mutter hat das auch immer so gemacht und deshalb habe ich es mir glaube ich von ihr abgeschaut. Ich kam für eine Nacht auf die geschlossene Abteilung einer Psychiatrie. Als ich dann wieder zu Hause war, haben sich meine Eltern schnell auf die Version geeinigt, dass das nur eine Phase bei mir sei und ich einfach nur noch nicht die richtige Frau gefunden hätte. Und ich tat ihnen den Gefallen. Dachte, ich probiere es nochmal mit einer Freundin. Es hat natürlich nicht funktioniert. Mit 19 habe ich mir dann die Haare beim Friseur blondieren lassen. Das war damals in den 90er Jahren total in.

Als ich dann nach Hause kam fing meine Mutter an zu weinen und mein Vater wurde furchtbar wütend. „Warum willst du uns so demütigen? Sollen alle Leute sehen, dass du schwul bist? Du willst uns vernichten. Aber warte, das treiben wir dir schon aus.“ Ich durfte dann für eine Woche nicht mehr die Dusche benutzen und mit meinen Eltern an einem Tisch sitzen oder zusammen essen. Mir wurde angedroht, mich vom Gymnasium zu nehmen. Abi sollte ich nicht machen dürften. Meine Vater würde mir eine Lehrstelle suchen. Ich habe mich damals wie ein Aussätziger gefühlt. Ausgestoßen aus der Familie, minderwertig – fast dreckig. Außerdem würde ich im Leben als „Homosexueller“ alleine sein und niemanden haben im Leben. Nach einiger Zeit haben sie sich dann wieder beruhigt und mein Vater hat sich sogar bei mir entschuldigt. Im Gespräch mit meiner Mutter, wo es hauptsächlich darum ging, dass sie ja keine Enkel zu erwarten hat und darüber so traurig ist kam dann noch dieser Satz: „Warum hast du nicht früher was gesagt. Dann hätte man vielleicht noch etwas mit Hormonspritzen machen können.“

Das alles ist schon sehr lange her (fast 30 Jahre) und ich habe längst mein eigenes Leben. Trotzdem habe ih mich im Inneren immer noch falsch, schlecht und minderwertig gefühlt. Ich dachte immer, wenn die Leute mich erst richtig kennen würden, würden sie mich ablehnen und verlassen. Deshalb habe ich eine ziemlich perfekte Fassade aufgebaut, ein falsches Selbst, von dem ich glaube, dass mich die Mensch so mögen würden. Immer fröhlich, strahlend, zugewandt und interessiert. Ich habe mir verboten Trauer und Wut zu zeigen. Was auch dazu geführt hat, dass ich keine Grenzen aufgezeigt habe. Ich ließ alle über meine Grenzen gehen. Habe es nicht gespürt oder gedacht ich müsste es so machen. Mit Anfang 20 fing ich an, mir selbst die Haare auszureißen – Trichotillomanie – eine Form von selbstverletzendem Verhalten. Die Wut richtete sich gegen mich. In Zuständen innerer Anspannung oder innerer Leere riss ich mir die Haare aus, nahm sie in den Mund, zerkaute sie ganz fein und schluckte sie herunter. Ich begann eine Verhaltenstherapie, später eine psychologische Psychotherapie mit Schwerpunkt EMDR. Es wurde eine posttraumatische Belastungsstörung diagnostiziert. Ich dachte eigentlich, dass ich  Depressionen hätte. Aber es war das Trauma meiner Kindheit und Jugend, das mich fertig machte.

Dann erzählte mir eine Freundin vor einem halben Jahr das erste mal von Ayahuasca. Sie war sehr begeistert von dem Retreat und seiner Wirkung. Vor 2 Monaten machte ich dann meine eigene Erfahrungen mit dieser mysteriösen Heilpflanze. Ich war sehr skeptisch und hatte auch Angst vor diesem Wochenende. Christian und Anna haben sich unglaublich herzlich und warm empfangen und mich direkt in den Arm genommen. Sie haben mir das Gefühl gegeben sehr willkommen zu sein. Alles war perfekt organisiert und mit so viel Liebe zum Detail. Große Wertschätzung und Mitgefühl habe ich von Christian und Anna gespürt. Da war auch dieser Optimismus und die Gelassenheit, dass alles was passieren wird, irgendwie gut ist und am Ende Freiheit und Glück stehen werden. Beim ersten Retreat im April war bei mir aber davon gar nichts zu spüren. Im Gegenteil. Beim Rapé: nichts. Beim Ayahuasca: nur Leere, Einsamkeit, Schindel, Ohrensausen, Verzweiflung, Dunkelheit, Hoffnungslosigkeit. Ich dachte ich würde es nicht überstehen. Auch beim Sharing am Tag danach habe ich mich noch orientierungslos gefühlt. Ich war so verwirrt, dass ich keinen klaren Gedanken fassen konnte. Dann aber am nächsten Morgen zu Hause plötzlich so etwas wie Frieden. Innere Ruhe. Die Anspannung in mir war weg. Es hat sich wie Frieden nach einem langen Krieg angefühlt. Ich wachte auf und es war der 8. Mai 1945. Ich hatte das Schlachtfeld verlassen und ich nahm Wärme, Licht und Frieden wahr. Ich war auf einmal ganz klar im Kopf und nahm meine Umwelt ganz intensiv wahr. Die folgenden Tage und Woche waren Akte der inneren Befreiung. Quantensprünge.

Nach anfänglichem Zögern teilte ich meine Geschichten und Erfahrungen mit den anderen in der Chat-Gruppe. Ich hatte mich erst nicht getraut. Alte Glaubenssätze wie „Ich bin nicht so wichtig, wie die anderen. Wer interessiert sich schon für mich.?“ waren wieder aktiv. Aber ich habe dann nach Christians Ermutigung doch Dinge geteilt. Und siehe da: die Gruppe hat mir zugehört, mir geglaubt und sehr viel Mitgefühl gezeigt, mich getröstet und wieder aufgebaut. Wir uns gegenseitig. Diese Austausch war über 2-3 Wochen so intensiv und bereichernd, wie die beste Gruppentherapie. Dafür bin ich so dankbar!  Es war für mich so unglaublich wichtig, dass ich mal in meinem Leid gesehen werde, dass andere Menschen sehen, was ich erduldet und mitgemacht habe. Weil ich eben auch Außen immer so getan habe, als würde es mir gut gehen und als wäre alles in Ordnung.

Vor 2 Wochen habe ich mein 2. Ayahuasca-Retreat gehabt. Nach anfänglichem Zögern hatte ich mich nach Christians Empfehlung dann doch dafür entschieden, es noch einmal zu machen, um den Prozess der Selbstermächtigung, der Befreiung und der Heilung zu vertiefen. Ich hatte schon große Fortschritte gemacht, merkte aber auch, dass die Klarheit anfing, sich wieder einzutrüben. Die Kraft ließ nach, alte Strukturen und Muster überdeckten wieder die neuen Erfolge. Das zweite Mal war ganz anders. Kurz vor dem Rapé spürte ich große Aufregung und auch Angst. Ich wusste, dass dieses Mal etwas kommen würde, nachdem ich beim ersten Mal gar nichts gespürt hatte. Und tatsächlich sah ich meinen Vater. Er hatte ein Buch in der Hand und ich könnte sein Gesicht nicht richtig sehen, weil er hinter dem Buch versteckt war. Ein typische Situation von früher. Ich sprach ihn an. „Papa, guck mich doch mal an bitte. Ich würde gerne mit dir reden. Vielleicht können wir die Zeit, die uns  noch zusammenbleibt (er wird dieses Jahr 80.) dazu nutzen, um uns zu versöhnen.“ „Warum sollte ich das wollen? Warum soll ich dich anschauen? Ich wollte doch nie Kinder. Dass ich 2 Söhne habe, war der große Fehler meines Lebens. Lass mich in Ruhe.“ Das hat unfassbar weh getan und tut es auch immer noch, wenn ich es hier schreibe. Aber ich habe in dem Moment wirklich begriffen, dass es keinen Sinn hat auf meinen Vater zu warten. Da wird nichts kommen. Er möchte nicht und hat auch kein Interesse an mir. Hat es wahrscheinlich nie gehabt. Er ist nicht fähig zu lieben.

Befreit von dieser unerfüllbaren Hoffnung nach Nähe zu meinem Vater, veränderte sich meine Intention für die zweite Ayahuasca Zeremonie. Hatte ich mir beim ersten Retreat insgeheim gewünscht, meine Eltern zu sehen (meine Mutter ist vor 2,5 Jahren gestorben und den Kontakt zu meinem Vater habe ich abgebrochen) mich ihnen nahe zu fühlen und mich sogar vielleicht mit ihnen zu versöhnen, würde ich sie diesmal nicht zum Thema machen. Das hatte ja beim letzten Mal schon nicht funktioniert. Da war ja nichts außer Leere und Einsamkeit und aus dem Schock darüber wurde mir damals Schwindelig und schlecht, hatte ich mich ohnmächtig und orientierungslos gefühlt. Also entschloss ich mich dazu diesmal mich mit mir selbst zu verbinden. Vielleicht würde das ja besser funktionieren. Ich wurde ganz ruhig und war bei mir. Und plötzlich schaute ich nach oben und sah eine steile Felswand. Darüber zwei kleine Bäche goldenen Wassers, die ineinander flossen und dann in Zeitlupe über die Klippe nach unten flossen. Auf mich. Ich stand nackt und stand unter diesem Wasserfall des Lichts. Ganz weich und warm berührte das Wasser meine Haut und wusch meinen Schmerz, die Scham und die Angst Stück für Stück weg. Ich spürte die göttliche Kraft – diese Liebe und Fürsorge, die plötzlich in mir waren; und das Gefühl, endlich den Schmerz und die offene Wunde hinter mir zu lassen. Dann sah ich einen anderen Mann, der plötzlich neben mir unter dem Wasserfall stand. Wir waren beide nackt und ich schaute aus einer Außenperspektive auf uns beide. Szenenwechsel. Ich saß plötzlich in einem kleinen Flugzeug, einer Cessna.

Ich flog über den Atlantik und sah vor mir die Weite des Himmels unter mir das Wasser des Ozeans. Ein unbeschreibliches Gefühl der Freiheit und Schwerelosigkeit. Mit den Transportmitteln und dem Reisen ging es weiter. Auf einmal stand ich als Kreuzfahrtkapitän auf der Brücke des Traumschiffs. Ich trug eine schicke weiße Uniform mit Messingknöpfen und schaute wieder auf den Horizont vor mir, wo Luft und Wasser sich berühren. Am Schluss sah ich noch alle meine lieben Freunde vor mir – einer nach dem anderen. Dann sah ich alle auf einmal und wir tanzten zusammen. Alle lachten mir zu und freuten sich für mich. Wir feierten meine neue Freiheit, meine neue Leichtigkeit und einfach das Leben.

Ich erkannte, dass meine Eltern mich trotz emotionaler und körperlicher Misshandlung nicht zerstören konnten. Ich habe Wunden davon getragen – das ist klar. Und diese Wunden waren lange offen und konnten nicht verheilen, weil ich sie nicht sehen wollte. Ayahuasca hat mir schonungslos diese Wunden gezeigt, den Schmerz und die Einsamkeit meiner Kindheit. Das innere Kind hat geweint, dann haben wir zusammen geweint. Ich bin immer noch in diesem Heilungsprozess. Ich gebe mir Zeit und bin sanft und gut zu mir. Narben werden bleiben. Das ist aber nicht schlimm. Sie erinnern mich daran, dass es meine Eltern nicht geschafft haben, meinen inneren Kern zu zerstören. Sie waren selber traumatisierte Kinder und haben vieles von ihrem Trauma an mich weitergegeben. Doch jetzt sage ich: stopp! Das hat nichts mit mir zu tun! Sie meinten eigentlich nicht mich. Ich glaube diese kranken Sachen über mich nicht mehr. Ich weiß jetzt, dass ich ein wertvoller und liebenswerter Mensch bin. Heute werde ich den ersten Geburtstag in meiner neuen Freiheit mit einen Freunden feiern. Und einmal Kreuzfahrtkapitän sein – das schaffe ich bestimmt auch noch.

Erfahrungsbericht (April 2024, Manfred): „Meine ursprüngliche Lebensfreude ist wieder zum Vorschein gekommen“

Lieber Christian, liebe Anna, liebe Anika,

Ihr hört es ja oft, aber ich muss es wiederholen, Ihr macht eine unglaublich, ja, man muss es so sagen, wunderbare Arbeit. Und Ihr leitet uns mit großer Fürsorge und Umsicht durch den ganzen Prozess, sodass ich mich immer sicher und verstanden gefühlt habe. Ayahuasca ist eine so mächtige Heilpflanze, wie ich es für nicht möglich gehalten habe.

Nach dem Retreat war es, als ob ein grauer Schleier aus meinem Leben (nach 74 Jahren!) entfernt worden und meine ursprüngliche Lebensfreude wieder zum Vorschein gekommen ist. Auch jetzt im anschließenden Gruppensharing passiert noch so vieles. Ich erkenne zurzeit, wie ich zeitlebens jeden unbewältigten Schmerz in meinem Leben tief in mir eingebunkert und weggesperrt habe. Aber die Mauern sind brüchig geworden, und immer wieder bricht ein alter Schmerz aus mir heraus – und ich kann weinen.

Es ist eine Befreiung, auch wenn sicher noch einiges im „Bunker“ liegt.

Großen Dank an Euch und an Mama Ayahuasca.

Erfahrungsbericht (April 2024, Ela): „Ayahuasca ist eine Heilpflanze, die alles verändern kann“

Es war das schönste Geburtstagsgeschenk, das ich mir je hätte erträumen können. Ich bin ohne Erwartung hingefahren. Der ganze Aufenthalt war perfekt organisiert und durch ganz tolle liebevolle Menschen betreut. Die Zeremonie hat mir die letzte Kraft geraubt, aber 24 Stunden später habe ich mich wie nach einem Urlaub gefühlt. Ich würde jedem zutiefst wünschen, so eine Erfahrung machen zu können. Ayahuasca ist eine Heilpflanze, die alles verändern kann. Ich bin dankbar, dass ich so tolle Menschen kennenlernen durfte.

Christian, Anna, Iuliia, Ihr seid das Herz für den Ort, wo Unmögliches möglich wird. Ich weiß, dass es erst der Anfang ist. Ich bin mir auch sicher, dass wir uns bald wiedersehen. 😊 Danke dafür.

Erfahrungsbericht (April 2024, Katja): „Das Ayahuasca-Retreat war eine der beeindruckendsten Erfahrungen in meinem Leben“

Von der Anmeldung, über das Vorgespräch, den vorbereitenden Informationen, über den Empfang vor Ort, die Begleitung während des Retreats und danach, ich habe mich liebevoll von Christian und seinem Team begleitet gefühlt. Ich lerne dabei immer noch, wie es ist, nicht zu viel zu sein (was meine Grundprägung ist), sondern willkommen zu sein. Ich erfahre, wie es ist, wenn mein Gegenüber mit mir spricht und auf mich eingeht (statt mich zu ignorieren, warten zu lassen, zu versetzen).

Meine Intention war es, von meinem Partner loszulassen. Wir haben uns vor 3 Monaten getrennt, woraufhin mein Partner nicht mehr mit mir gesprochen hat. Das hat mir einen solchen Schrecken eingejagt, dass ich wochenlang angstgeflutet war, die Beziehung retten wollte (was ihn nicht mehr umstimmen konnte) und pausenlos über diese 11 Jahre Beziehung nachdachte (von der ich gehofft hatte, sie hält bis an mein Lebensende).

In den beiden einleitenden Zeremonien (Kakao & Rape) habe ich viel geweint und getrauert. In der Gruppenübung weinte ich immer noch und dann wurde es langsam etwas ruhiger in mir. Die Ayahuasca-Zeremonie hatte eine viel heftigere und tiefgreifende Wirkung auf mich: Zunächst konnte ich die veränderte Wahrnehmung und den Krampf, der sich durch meinen Körper abwärts bewegte, gut veratmen. Doch irgendwann bahnte sich alles, was raus musste, einen Weg und ich war nur noch Zittern und Schwitzen. In den Morgenstunden hatte ich das Gefühl, mit dem zittrigen kleinen Wesen zu sein, das da irgendwann in den 70ern isoliert im Brutkasten lag.

Nach dem Retreat war ich endlich mal wieder gelöst, befreit, hatte das Gefühl, ich habe wirklich von meinem Partner losgelassen, grübelte nicht mehr über das Wieso und Weshalb und war zuversichtlich, dass ich meinen Lebensweg nun wieder allein (und mit meinen Kindern) fortsetzen kann und wir auch weiterhin noch Familienmomente pflegen können. Inzwischen gab es auch Rückschläge, doch Christian, Anna und die Gruppe helfen, um die wellenartigen Gefühle zu verarbeiten und sich weiter mit der Intention und dem, wohin ich wachsen will, zu verbinden.

Ich bin tief dankbar für diese Begleitung und Unterstützung in diesem riesigen Veränderungsprozess, in dem ich mich befinde. Ich verneige mich vor Christian und seinem Team.

Erfahrungsbericht (April 2024, Dorothea): „Ich habe das Gefühl, in einer Nacht mehr verarbeitet und losgelassen zu haben als in den letzten 10 Jahren Therapie.“

Ich bin sehr dankbar, mich für das Ayahuasca Retreat in St. Augustin entschieden zu haben. Nach anfänglicher Reizüberflutung durch die lange Anreise und die ganzen fremden Menschen, die aufeinander treffen, hab ich mich dann doch für meine Verhältnisse sehr schnell wohl gefühlt. Und auch als sehr sensible und eher introvertierte Person kann ich ehrlich sagen, dass ich mich zu jeder Zeit begleitet gefühlt habe. Ich wurde gesehen, konnte sehr schöne und interessante Gespräche führen und hatte auch kein Problem, mir Zeit für mich zu nehmen. Verrückt, wie verschieden die Menschen sind, die hier zusammenkamen, um Heilung zu erfahren. Und wie bewegend jede einzelne Geschichte ist. Das war sehr faszinierend.

Der Ablauf ist einfach perfekt strukturiert – am Freitag die herzöffnende Cacao Zeremonie mit Ecstatic Dance, am Samstag startet man vor dem Frühstück mit der Rapé Zeremonie, die schon ein bisschen auf das Highlight der abendlichen Ayahuasca Zeremonie einstimmt. Nicht zu vergessen die tiefgehende Gruppenübung im Garten, bei der man jedem Teilnehmer für 90 sek. in die Augen sieht. Die Gruppendynamik wird ganz unscheinbar im Hintergrund aufgebaut, ohne dass man es so richtig merkt. Die Führung ist sehr familiär und liebevoll.

Besonders schön fand ich die Rapé Zeremonie von Anna. Ich habe vorher schon Erfahrungen mit Rapé gemacht, die waren jedoch eher mäßig gut. Das ausgewählte Rapé und die Art wie Anna die Zeremonie leitet und das Rapé verabreicht, waren für mich persönlich einfach nur inspirierend. Da ist bei mir so der erste Damm gebrochen. Ich habe mich von meinen männlichen Ahnen getragen und begleitet gefühlt. Mein Opa, der immer sehr liebevoll zu mir war, kam mir in den Sinn – und es war einfach eine warme Umarmung, die mich zu Tränen gerührt hat.

Abends vor der Aya Zeremonie waren alle schon so aufgeregt, dass manch einer fast von Stuhl gekippt wäre. Es ist völlig normal, dass man aufgeregt ist. Oder sogar Angst bekommt. Aber bei der Einleitung der Zeremonie hat Christian alle unsere Fragen beantwortet und uns die Angst genommen. Man hat sich sehr sicher und behütet gefühlt.

Was genau während der Aya Zeremonie in mir alles passiert ist, kann ich gar nicht mehr komplett in Worte fassen. Das ist unmöglich. Es war unfassbar viel und vieles war mit dem Verstand nicht greifbar. Immer wenn ich was greifen wollte, ist es zerrieselt oder zerflossen. Waren es Stunden oder Tage? Ich weiß es nicht. Ich habe alte Muster wie Seifenblasen zerplatzen lassen. Bei jedem Sichübergeben äußerte ich innerlich „ich bin dankbar“ – weil ich es loslassen durfte. Mein Körper hat gezittert, im Takt der Musik gezittert und optisch hat alles dazu gewackelt. Ähnlich wie bei zu viel MDMA. Es war kaum möglich irgendwas richtig zu fokussieren. Immer wieder habe ich losgelassen, um in den Prozess zu kommen.

Immer wieder musste ich eingreifen mit meinem Atem, um nicht in Panik zu verfallen, weil mein Verstand nicht greifen konnte, was gerade passiert. Hinlegen. Hinsetzen. Übergeben. Doch nicht? Hinlegen. Schwindel. Wieder hinsetzen. Das wiederholte sich oft.

Die Musik, das Erbrechen der anderen Teilnehmer und meine Gedanken verschmolzen zu einem Strudel aus Farben, Formen und Tönen. Vogelgesang, Tierstimmen, Klopfen, Kichern, alles war irgendwie dabei. Sowas Schräges habe ich vorher noch nie im Leben gehört. Mich in einer Vision bildlich von außen zu sehen, wie ich den Menschen, die ich liebe, Leid zufüge, war der härteste Teil. Aber ich hab es mir angesehen, weil es die Wahrheit ist. Und zu jeder Situation habe ich den passenden Spruch für den Alltag zum Umsetzen bekommen – der dann, als ich es mit dem Verstand fassen wollte, zerflossen ist. Den (Leidens-)Weg meines Vaters, vor allem als Kind, zu sehen war die Hölle. Da fehlen mir einfach die Worte dazu. Wieviel Gewalt und Kälte kann ein Mensch ertragen? Das war ja unter anderem meine Intention, meine Vaterwunde zu heilen. Ich kann es jetzt noch besser verstehen, warum er so war und ist. Und mir wurde gezeigt, dass es keine Schuld gibt. Er ist nicht schuld und ich bin nicht schuld – es ist die Fehlprogrammierung, die uns so handeln lässt, weil wir es nicht anders kennen.

Wie diese Fehlprogrammierung entsteht und wie wir Menschen funktionieren, wurde mir skurril und ausführlich gezeigt, aber das in Worte zu fassen sprengt den Rahmen. Mama Ayahuasca hat mir gesagt, dass ich es anders machen kann und den Kreislauf brechen darf. Das ist meine Aufgabe. Eine Maschine hat sich gedreht (Drehmaschine?) und ein Block ist reingefallen – den musste ich entfernen, weil ich sonst im Trip stecken bleibe. Das war super crazy, aber ich hab den Block da rausbekommen und es lief weiter. Gesichter. Farben. Klänge. Bitterer Ayahuasca Geschmack. An Schlaf war auch nach dem Trip nicht zu denken. Ich war super neidisch auf alle, die geschlafen haben, habe insgesamt vielleicht 4 Stunden geschlafen. Aber das ist nur mein persönlicher kleiner Ausschnitt von einem Erlebnis, das so individuell wie jeder einzelne Mensch ist.

Nachdem ich viel gelegen bin und versucht habe zu schlafen, wieder bei Sinnen war, merkte ich, dass ich von Mama Aya diesen Raum für mich bekommen hatte. Den Raum der nur mir gehört, der leer ist und wo nur ich in reiner Klarheit und direkter Anbindung zu meinem höheren Selbst (Seele) bin. Was für ein unglaublich entspanntes und gutes Gefühl! Dieses Gefühl war wie ein Reset – so fühlt es sich also an, wenn alles abfällt. Das bin ICH in reinster Form. Absolute Klarheit. Natürlich habe ich das schnell angezweifelt das es auf Dauer so kristallklar und weit bleibt. Ich wusste das Aya mein Ego nicht gesprengt hat sondern nur kurz aufgehoben. Bzw habe ich viele negative Anteile loslassen dürfen. Dafür bin ich zutiefst dankbar. Ich hatte das Gefühl, in einer Nacht mehr verarbeitet und losgelassen zu haben als in den letzten 10 Jahren Therapie. Aber die Vorarbeit war natürlich wichtig und nötig. Es ist sinnvoll, Pflanzenmedizin in diesem Kontext zu nutzen. Diese hat wirklich sehr viel Power und wirkt auf allen Ebenen gleichzeitig. Es schreit förmlich nach einer Wiederholung.

Zuhause bemerkte ich viele kleine positive Veränderungen. Ich konnte wieder schlafen. So gut und lange wie schon Monate nicht mehr. Ich wurde viel ruhiger und meine Gedanken waren strukturierter. Viele sabotierende Stimmen im Kopf sind seither verschwunden. Ich bin präsenter im Moment und weiß intuitiv, wie ich meine Kraft am besten so einteile, dass es MIR gut geht. Mit 3 Kindern gar nicht so einfach. Ich erlebe mich und meinen Alltag wieder lebendiger. Habe die Energie und auch die Motivation, meinen Alltag zu wuppen. Ernähre mich nun noch gesünder und das ganz ohne Stress und Druck. Mehr im Einklang irgendwie. Nach einer sehr langen depressiven Phase ist das ein riesiges Aufatmen.

Ein großer Wunsch war, meinem Vater zu verzeihen. Das kann ich aber (noch) nicht und es ist okay für mich. Ich habe das Gefühl, dass ich das auch überhaupt nicht muss. Ayahuasca hat jedenfalls einen sehr tiefen Eindruck hinterlassen und ich habe sehr großen Respekt vor Christian, Anna und Iulia, die das Retreat wirklich mit ganz viel Herz, Verstand und ein bisschen Magie leiten. AHO.

Erfahrungsbericht (Ostern 2024, Alexandra): „Es war meine beste Entscheidung, am Ayahuasca-Retreat teilzunehmen“

Es brauchte ein Jahr für die Entscheidung, war doch der mögliche Kontrollverlust eine große Herausforderung für mich. Einmal eingenommen würde es kein Ausweichen geben.

Auslöser war der Film „Ayahuasca“. Sicherlich, wie man oft so sagt, zeigte sich damit der nächste Schritt auf dem Weg der Arbeit an mir selbst – nun mit einer Pflanzenmedizin.

Dieses Mal hatte ich das große Bedürfnis, meinen Mann an meiner Seite zu haben und auch, weil vielleicht manches nicht nachvollziehbar bleiben würde bei meinen späteren Berichten. Abenteuerliche und teilweise skurrile Erfahrungsberichte auf der Seite „ayahuasca- in-deutschland.de“ zeigten, dass wir diese Welt noch nie betreten hatten. Organisator und Leiter dieses Retreats ein Mann, dessen Leben durch Ayahuasca entscheidend verändert wurde. Wer heilt, hat recht! Oder in diesem Falle auch: Was heilt, hat recht!

Es sollten gleich ein 5-Tage-Retreat für uns sein. Der gesamte Ablauf war absolut reibungslos, alles griff ineinander, war sehr gut organisiert und durchdacht, es gab weder Eile noch Druck. Anna, Iuliia und Christian blieben über den gesamten Zeitraum ruhig und ausgleichend.

Wir – mein Mann und ich – waren 5 Tage im Moment, bei uns selbst und auch im schönen Miteinander, weg von allen Alltagsthemen. Das bei-uns-Bleiben forderte auch Ayahuasca ein, wir waren ja völlig ahnungslos angereist.

Mit dem Kakao am ersten Abend kam die Weiblichkeit. Wärmend, behütend, verstehend und kraftvoll. Das Liegen und Entspannen bei schöner Musik und die Gnadenfrist vor morgen taten gut. Mutter Erde als sehr alte Frau und ich begegneten uns. Eine Mutter. Oder besser: die Mutter. Sie verstand mich mit meinem Leben in ihrem eigenen Abstand von jeglichen Geschichten dieser Welt. Und sie verstand den Schmerz, von dem ich dachte, dass er an diesem Wochenende aufbrechen und sich in Tränen verwandeln würde. Doch dazu kam es nicht. Ich solle mich nicht von meinem Schmerz aufhalten lassen, so ihre Aussage.

Es war bereits dunkel draußen, Kerzen gaben ihr warmes Licht. Herzrasen, Herzstolpern und ziemlicher Stress in mir. Es würde keinen Weg zurück geben. Wir sollten uns nicht von unseren Nachbarn ablenken lassen, kein Gespräch mit ihnen suchen, jeder habe seinen individuellen Prozess und solle darin nicht gestört werden.

Anna räucherte uns mit achtsamen und respektvollen Bewegungen ab. Dafür trat jede und jeder einzeln nach vorn, zum Herzstück des Raumes. Stille. Erneut einzeln und nacheinander erhielten wir nun von Christian die Pflanze, ein Sud von Christian wenige Tage zuvor frisch gebraut. Ungewissheit beim Trinken. Zunächst lagen wir alle ruhig, bis sich die ersten hörbaren körperlichen Reaktionen hier und dort zeigten. Jemand eröffnete den Reigen des Übergebens. Letzteres würde mich sicherlich nicht betreffen, mein Körper blieb ruhig. Transportfahrzeuge, wie ein Holzwagen, zogen in blauer Farbe von rechts nach links an der Raumdecke entlang. Portraits wechselten sich rasch ab, Erwachsene und Kinder – keines zu erkennen. Der Mann zwei Matten weiter sang eine der Stimmen aus dem Lautsprecher mit, jedoch schnarchte er doch. Mein Gehirn war zu träge, sich über diese Verwirrung zu wundern. Ein bisschen Bewunderung kam aber schon, wie er so entspannt da liegen und schlafen konnte. Sicherlich weil er bereits das dritte Mal dabei war.

Ein Tunnel erschien mehrere Male, mit gelb-orangen Rechtecken ausgekleidet, er machte eine Linkskurve. Mal war ich im Tunnel und raste in diese Kurve, deren Ende nicht zu sehen war. Mal sah ich mich im Tunnel. Ich habe es ja nicht so mit Geschwindigkeiten. Das war zu schnell und irgendwie beängstigend, nicht wissend, wohin der Weg führen würde. War es die Angst, war ich nicht bereit weiter zu schauen? Der Tunnel flachte sich immer wieder ab, übrig blieb ein sich drehendes, gelb-orange kariertes Rechteck in einer Fläche mit einem ebensolchen Muster.

Und dann lag da der tote König. In einem rubinroten Gewand. Ich sah ihm über die linke Schulter. Die Krone hatte sich nur etwas vom Kopf gelöst, lag nicht etwa – ihn entthronend – flach neben seinem Kopf. Ein kräftiger Mann. Würde strahlte er aus. Er war ermordet worden, er hatte „ihnen“ nicht gepasst. Es kam dieses nicht-annehmen-wollende Gefühl der Ahnung – ich neigte mich so, dass ich sein Gesicht sehen konnte. Da lag ich… War das eine Bestätigung dessen, was eine Heilerin wenige Wochen zuvor geäußert hatte – es würde hier zu weit führen, jedoch kommen wir ja alle mitnichten als leeres Blatt und ohne Erfahrungen auf die Erde.

Dann die Begegnung mit Johanna. Schon als Päpstin, mit Herz und Verstand jedoch noch immer auch die Kräuterfrau. Berührend diese Vertrautheit und ihr Lachen. Eine Ermutigung, ein Hinweis, mich intensiver den heilenden Kräften der Pflanzen zu widmen.

Schließlich reagierte mein Körper auf Ayahuasca. Zu groß dadurch die Ablenkung, es gab für die nächsten Stunden keine Bilder mehr. Ayahuasca forderte mich auf ihre Art wie noch nie etwas mich gefordert hatte. War es mir jemals so schlecht ergangen? War ich jemals so schwach und kraftlos gewesen? Immer und immer wieder musste ich mich aufsetzen, anstrengend war das, und den Spuckbecher nehmen. In den wenigen körperlich ruhigen Minuten kam die Einsicht, dass mir Ayahuasca nun auch zeigte, wie erschöpft ich eigentlich im Alltag bin. Und möglicherweise wies sie mich darauf hin zu überdenken, was ich nicht mehr haben oder tun möchte.

Die Musik war intensiv, laut und nah, teilte sich, brachte teilweise bedrohliche Stimmen hervor. Neben mir sprach immer wieder jemand, obwohl niemand dort stand. Stimmen im Raum, nicht zu verstehen… Zum Glück blieb mir ein Gang zur Toilette erspart, denn ich sah andere Teilnehmer, wie sie nur mit Unterstützung aufstehen und vorsichtig die Schritte setzen konnten.
Unvorstellbar, eine solche Prozedur jemals freiwillig zu wiederholen. Meinem Mann war es körperlich mindestens genauso schlecht, wenn nicht schlechter ergangen. Dieser kräftige, ewig leistungsstarke, geduldige und niemals sich beschwerende Mensch war von ein Bisschen flüssiger Pflanzenmedizin umgeworfen worden.

Im nach dem Frühstück folgenden Austausch kam die Erleichterung: vielen war es so ergangen, dass sie ein nochmaliges Ayahuasca-Retreat zunächst nicht für wiederholbar hielten. Berührende, sehr ergreifende und bereichernde Erfahrungen wurden geteilt. Ein wenig Neid-erweckend war die Geschichte des Mannes, der körperlich durchgehend bei Wohlsein geblieben war und farbenfrohe Reisen durch das Universum und andere Sphären erlebt hatte. Jedoch jeder Weg ist einzigartig und niemals grund- oder sinnlos.
Noch im Laufe des Tages begann die Erinnerung an die körperlichen Befindlichkeiten zu verblassen, auch wenn die Schwäche eher langsam wich.
Am dritten Abend gab es die Rapé-Zeremonie, die mir zeigte, dass das Zulassen und Sein-Lassen einer kaum spürbaren Reaktion und die Anerkennung dessen, was ist – ohne schon wieder mehr und weiter zu wollen – genauso wichtig sind und ein Stückchen zu mir selbst führen. Eine zweite Dosis wollte ich mir nicht geben lassen, ich glaube, es war ein bisschen Selbstfürsorge, der Abend zuvor war recht anstrengend gewesen. Die Rapé-Zeremonie als solche, mit Anna, die sie einleitete, bleibt unvergessen.

Vor der zweiten Ayahuasca-Zeremonie hatte ich mich durch das Trinken von viel Wasser besser vorbereitet. Wieder zeigte sich mein Herz mit Rasen und Stolpen, trotz der entstandenen Neugier und eines gewissen Soges, was Ayahuasca Weiteres vermitteln oder zeigen würde. Ich hatte die Pflanze gebeten Milde walten zu lassen. So kam es auch, vielleicht reichte die Dosis aber nicht. Als Christian uns eine weitere Portion anbot – dazu musste man in der Lage sein, allein nach vorn zu gehen – war das eine Überlegung wert. Aber unmittelbar nach dem Angebot musste ich den Spuckbecher, viel moderater als vorgestern, wieder benutzen, also blieb es dabei. Es gab keine Bilder an diesem Abend – ich weiß, dass ich mich im Zulassen dessen, was ist, auch hier üben durfte – und wollte.
Das Teilen aller Erfahrungen dieses 5 -Tage-Retreats untereinander war wiederum ein Geschenk – das ehrliche Begegnen und Erleben der individuellen Lebenswege mit ihren jeweiligen Aufgaben und Herausforderungen. Und alle Teilnehmer waren bis zum Ende geblieben, das war gut so.
Ich bedanke mich sehr herzlich bei Iuliia, Anna und Christian und bei allen für ein außergewöhnliches Miteinander und für wichtige Erfahrungen über Ostern 2024.

Meinem Mann war es mit Ayahuasca erneut sehr schlecht gegangen. Wir werden aufgefordert zu schauen, wie wir tagtäglich mit uns umgehen. Die Pflanze hat mehr Kraft als ich, dies meinem Mann und mir vor Augen zu führen. Was sich bis heute im Alltag zeigt, erfreut mich unverändert. Es war die beste Entscheidung gemeinsam am Retreat teilzunehmen. Unser Austausch ist besser geworden, wir sind wahrhaftiger im Umgang miteinander und jeder von uns ist mehr bei sich angekommen. Wir ernähren uns bis heute noch achtsamer als schon zuvor. Ich zeige mich ein bisschen mehr. Und ich habe trotz ausführlicher Erklärung eine langjährige Bekannte verloren, der ich auf ihre Bitte um ein Telefonat eine bewusste Absage erteilt hatte. Wie sehr wir doch immer wieder Dinge persönlich nehmen, auf uns beziehen und am Verhalten der anderen unser Verhältnis zu ihnen ausrichten. Wenn ich die Kraft habe, bemühe ich mich von Herzen ehrlich mit meinem Gegenüber zu sein.

Der Weg wirklich zu verinnerlichen, dass es nicht um das Außen geht, will gegangen werden. Die Selbstverantwortung tatsächlich zu leben ist herausfordernd. Ayahuasca hat mir dabei eine unschätzbare Unterstützung gegeben und wir werden ihre Hilfe erneut noch in diesem Jahr in Anspruch nehmen.
Vor ein paar Tagen hörte ich, dass es eine Art kollektive Ausschüttung von DMT geben könnte, wenn (wir) Menschen dazu bereit sind. Vielleicht gehen wir dann endgültig in unsere eigentliche Kraft und in das Miteinander, dessen wir wirklich würdig und wozu wir als geistige Wesen hier auf dem Planeten reinkarniert sind.

Erfahrungsbericht (April 2024, Christian): „Rückkehr zu emotionaler Verbundenheit, geistiger Klarheit und innerer Freiheit“

 

Ich kam mit schweren Belastungen aus Kindheit und Jugend (Geburtstrauma,
Broken Home, Mobbing) u. diversen Diagnosen (Autismus, ADS, soziale Ängste,
Sucht/Abhängigkeit) erst mit 40 Jahren ins Retreat. Zuvor jahrelang
Kassen-Psychotherapie ohne Fortschritte, schädliche Beziehungen mit
katastrophalen Abbrüchen, keine Kraft für positive Veränderung, kein Glaube
mehr an mich selbst.

Kürzlich fasste ich Mut, es mit Psycholyse zu versuchen und meldete mich
bei Christian Kelly. Schon die erste Kontaktaufnahme war super. Christian
hört sehr genau zu, er löste mit seiner respektvollen und geerdeten Art
meine Unsicherheit vor dem Gruppensetting auf. Ich entschied mich also
dafür, mit dem Wunsch, das Geburtstrauma zu bearbeiten.

Bei der Ankunft war schon die Begrüßung so liebevoll und wertschätzend, sie
wird mir immer in Erinnerung bleiben – dabei waren mir Begrüßungen im
Allgemeinen (und Gruppensituationen erst recht) immer unangenehm.
Christian, Anna und Julia strahlen solche Natürlichkeit, Achtsamkeit,
Respekt und Frieden aus, dass meine Unsicherheit gleich verschwand.

Alle vorbereitenden Gespräche, gruppendynamischen Rituale und Zeremonien
waren zugleich strukturiert und lebendig, organisch. Das Team arbeitet
spürbar intuitiv und harmonisch zusammen. Sanfte Führung, frei von
Anmaßung. Trotz der über 20 Teilnehmer war die Begleitung höchst
individuell und vertrauensvoll, mit der Möglichkeit, sich auch in
Einzelgesprächen an eine*n der drei zu wenden.

Die Ayahuasca-Erfahrung an sich war wahrlich wunderbar. Natürlich auch
herausfordernd, aber Christian, Anna und Julia haben ein enorm starkes
Setting aufgebaut, in dem sich genau das vorbehaltlose Vertrauen
manifestiert, was für die Heilerfahrung notwendig ist. So konnte ich mich
einfach fallen lassen, mich ganz leicht an „Mama Ayahuasca“ übergeben.

Am nächsten Tag wurde mir klar: Das Geburtstrauma braucht noch einige
Schritte, um ganz aufgelöst zu werden. Doch soziale Ängste, Depressionen,
Schamgefühle und der Suchtdruck sind beinahe vollständig weg. Ich habe
meinen Konsum aktuell komplett beendet (vorher jahrelang mindestens ein
Gramm Gras am Tag plus meistens wenigstens ein bis zwei Gläser Alkohol) und
bleibe in Gruppensituationen auch nüchtern relaxed, ohne Furcht vor
Zurückweisung und Ausgrenzung, die zuvor permanent mein Leben
beeinträchtigt hatten.

Ich bin in dieser Nacht wieder innerlich frei geworden von dem zersetzenden
Zweifel, fühle mich wieder wertvoll, erfüllt von Dankbarkeit und kann mich
nun den verbleibenden Seelenschmerzen zuwenden. Die kosmische Natur meiner
Seele war als Konzept immer in meinem Kopf, doch ohne mein Herzensgefühl
eben nur ein kaltes Etwas. Nun fühle ich mich wieder verbunden.

Die Heilung geht nach der Erfahrung erst so richtig los und auch das wird
vom Team aktiv begleitet und gefördert. Ich danke Mama Ayahuasca und dem
Team von Ayahuasca in Deutschland aus tiefstem Herzen! Mein hier begonnener
Weg wird weitergehen, ich werde wieder im Sommer wieder zum Retreat kommen.

Erfahrungsbericht (April 2024, Nina): „Wie Ayahuasca mein Leben verändert hat“

Ich bin mit einer riesigen Hoffnung ins Retreat gefahren. Nach jahrelanger
Therapie jeglicher Form, war ich an dem Punkt, an dem ich mich sicher fühlte
ganz tief in mich hinabzusteigen und dem traurigen Kind begegnen zu können,
ohne vor ihm davon laufen zu wollen.

Wir wurden total herzlich empfangen,
lernten uns zunächst einmal alle kennen und teilen unsere Geschichten, bevor
wir in der Kakao Zeremonie das erste Mal die großartige Wirkung von
Heilpflanzen erleben durften. Die „Crew“ hatte über das ganze Retreat immer
ein offenes Ohr, hat sich auf jeden individuell eingestellt. Man hat sich
sehr schnell wie in einer großen Familie gefühlt, umarmt und willkommen.
Das Gruppengefühl war ungeheuer stark.

Ayahuasca selbst erschien mir als eine Urkraft, eine schwarze Frau, die mich
in ein Paralleluniversum zog. Ich bekam wunderschöne Bilder zu
sehen in prächtigsten Farben, flog durch die Stände Thailands, fuhr durch den
Sunset Boulevard, durfte Fragen stellen, bekam gnadenlose Antworten und
bedankte mich dafür bei Mama Ayahuasca. Das Klangerlebnis war
unbeschreiblich, ich war eins mit der Musik, die Musik trieb mich durch die
Stunden. Ein Trip wie aus dem Bilderbuch, mit nur ein paar wenigen schönen
Sequenzen aus der Kindheit.

Jetzt, ein paar Tage später, wache ich auf und
hab den Missing Link nachträglich bekommen, ich hab Zugang erhalten zu
einem Gefühl der Trauer, zu einem alten verborgenen Gefühl, auf das ich
zuvor keinen Zugriff hatte; es wurde eine Tür geöffnet in der Zeremonie und
ich kann nun mit diesem Gefühl arbeiten, dafür werde ich der Pflanze auf
ewig dankbar sein. Ich werde so schnell wie möglich wiederkommen.

Erfahrungsbericht (April 2024, Michael): „Wie Ayahuasca mein Leben verändert hat“

Meine Frau und ich haben nacheinander, im Abstand von zwei Monaten den
Ayahuasca Retreat besucht. Mit durchschlagendem Erfolg. Was dort mit einem
persönlich geschieht, lässt sich überhaupt nicht so leicht in Worte fassen.
Jemand, der nicht selbst da gewesen ist, ist nicht gänzlich in der Lage zu
begreifen, welche heilsamen Prozesse diese heilige Medizin in uns Menschen
auslösen kann.

Ich für meinen Teil – und da spreche ich auch für meine
geliebte Ehefrau – kann nur sagen, dass dieses Wochenende mit Christian Kelly
und seinen wundervollen Unterstützerinnen Anna und Julia, unser Leben und
unser Bewusstsein für immer verändert hat.

Wir haben uns jahrelang mit Gesprächstherapien durchs Leben gekämpft. Immer wieder gegen unsere eigenen
Störgefühle aufgrund der Misshandlungen, die wir in unseren Elternhäusern
erfahren mussten. Aber irgendwie sind wir niemals über einen bestimmten
Punkt hinausgekommen. Wir haben es nie geschafft, unsere Wut, unseren (Selbst-)Hass,
unsere Trauer und die unendlich große Scham ein für alle Mal aufzulösen. Nein, es
gelang immer nur über eine kurze Zeit.

Und dann kam das Retreat. Aufgrund
der jahrelangen Therapie sind wir uns unserer Störgefühle durchaus bewusst.
Somit hatten wir beide eine klar gerichtete Intention. Ich denke, dass je
klarer das Ziel vor so einem Retreat gesetzt wird, umso präziser kann die
Pflanze helfen, das Problem zu lösen. Und was soll ich sagen? Es kann niemand
verstehen, der nicht da gewesen ist, aber wir haben es geschafft, uns von
diesen quälenden Gefühlen zu befreien und echten Frieden mit den Menschen,
die uns das Unverzeihliche angetan haben, zu finden. Mutter Ayahuasca hat uns
einen Weg gezeigt aus einer unlösbaren Situation. Dafür sind wir auf ewig
dankbar; und wir wurden mit Freiheit und Selbstliebe dafür belohnt, diesen
Schritt gegangen zu sein – und es war nicht das letzte Mal, dass wir diesen
Weg gegangen sind. Denn der Prozess geht weiter, und neue Themen und Gefühle
kommen ans Licht, die bearbeitet werden wollen.

Ich möchte nicht viel über den Ablauf verraten, außer dass jede einzelne
Zeremonie mit einer unglaublichen Liebe und Fürsorge durchgeführt wird. Und
alles einen tiefen Sinn und seine Wichtigkeit hat, um hervorragend auf den
kommenden Prozess vorbereitet zu werden. Schon bei der Ankunft und der so
überaus herzlichen Begrüßung von Christian, Julia und Anna wusste ich
bereits, dass ich hier am richtigen Ort und mit den richtigen Menschen
angekommen bin. Ich habe mich noch nie in meinem Leben in so kurzer Zeit an
einem fremden Ort mit 21 völlig fremden Menschen so wohl gefühlt. Und am
Ende bin ich als neuer Mensch, mit 21 Gleichgesinnten und der Befreiung von
den Dämonen aus meiner Kindheit heimgekehrt. Ich kann nicht oft genug
wiederholen, wie dankbar ich für diese Erfahrung bin und bedanke mich hiermit
nochmal herzlichst bei Christian und seinem wundervollen Team.

Erfahrungsbericht (April 2024, Slawek): „Es war die schönste Reise, die ich je erleben durfte und die immer noch andauert“

Meine bisherige Erfahrung mit Heilpflanzen: keine. Meine Lust auf Gruppentherapie: keine. Der Wunsch, die Träume meiner Frau zu erfüllen: sehr stark. Wo soll ich anfangen? Die Idee eines Ayahuasca Retreats kam von meiner Frau . Sie hatte sich für ihren Geburtstag ein Retreat gewünscht und noch dazu zusammen mit mir. Ich wollte eigentlich nicht teilnehmen, aber Geschenk ist Geschenk. Ich habe mich in Vorfeld  über Ayahuasca-Retreats nicht informiert und auch nichts gelesen. Ich wollte mich nicht beeinflussen lassen und dachte, dass  einfach ein Wellness Wochenende mit Meditieren und Entspannen vor mir stünde. Und so bin ich vorgegangen. Ich habe Züge reserviert, Bahnkarten gekauft und alles war vorgeplant.

Christian hat sich bei mir gemeldet, wollte eine Intention von mir wissen. Die habe ich ihm gesagt .Ich habe die Entgiftungsvorgaben beachtet und bin mit guter Laune nach Sankt Augustin gefahren. Da traf ich viele Menschen, die einer nach dem anderen eintrafen. Alle waren freundlich und nett. Als wir am Abend zusammen saßen, habe ich sehr viele traurige Geschichten erfahren und von mir aber nichts erzählen wollen. Das war nicht mein Ziel. Am Abend hatten wir Kakao Zeremonie, etwas Tanzen und so entspannt ging ich ins Bett. Am nächsten Tag ging’s mir sehr gut, Wir hatten eine Rapé-Zeremonie. Dann haben wir uns in die Augen geschaut, sehr tief und intensiv. Kurz davor habe ich sehr viele persönliche Gespräche geführt und es hat sich innerlich etwas in mir geändert. Ich habe plötzlich eine Verbindung mit vielen Teilnehmern gespürt und dieses Gefühl wurde stärker. Mir wurde langsam klar, dass ich hier viele unglaublich wertvolle, aber verlorene und verletzte Menschen kennen gelernt habe. Mit sehr große Vorfreude und schon ein bisschen Respekt (weil einige Berichte nicht immer positiv durchgesickert sind) bereitete ich mich auf die Ayahuasca Zeremonie vor.

Um 20 Uhr war es so weit. Wir haben das Getränk einer nach dem andern getrunken und warteten, was passiert würde.. Wunderbare Bilder erschienen, Farben und kosmische Sterne. Ich habe mich als ungeborenes Kind gesehen, meine Mutter, Vater, Schwester und alle waren glücklich, ich auch. Neben mir hat sich jemand übergeben, aber ich war fest davon überzeugt, dass ich verschont bleiben würde. Und habe ich mich gewaltig geirrt! Die Bilder waren anders und mir war schlecht, sehr schlecht . Ich habe mich übergeben – stundenlang, mir war schlecht die Bilder waren grausam und ich spürte Wut und Hass, mir war schlecht, habe Durchfall bekommen. Konnte nicht aufstehen. Das war grausam. Nach paar Stunden habe ich aufgegeben alles und alle zu hassen und meinen Schmerz und mein Leid zu akzeptieren und alles anzunehmen. Alles ist rausgekommen, alles was sich jahrelang gesammelt hat. Die Nacht war lang und schmerzhaft.

Am Morgen ging es mir immer noch schlecht und ich wollte nur noch schlafen. Nach paar Stunden konnte ich langsam aufstehen und wir haben uns nochmal zum Sharing getroffen, um zu berichten, was mir uns passiert ist. Einer nach dem anderen hat erzählt und die Berichte konnten nicht unterschiedlicher werden. Als ich nach Hause kam, spürte ich nur noch Erleichterung und Liebe. Ich habe eine innere Reinigung gespürt und wieder viel Platz für neue Gedanken und eine starke Verbindung mit Menschen, die mit mir  gelitten haben. Es ist jetzt eine Woche hier und ich habe etwas erlebt, was ich nicht für möglich gehalten habe: Ich habe meine Kindheit nochmal erlebt und durchgearbeitet. Lust auf Leben und Arbeit wieder bekommen. Ich habe meine Allergie immer noch, fühle aber, dass sie verschwindet. Es geht mir wirklich viel besser. Ich spüre eine sehr starke Bindung mit lieben leidenden Menschen, die ich kennengelernt habe; und ich bin gespannt, was die Pflanze noch in mir bewirkt und bewegt.

Danke Christian, Anna und Iuliia, die das Ganze perfekt organisiert haben und uns durch die Reise begleitet haben.

Danke Christian für deine Weisheit. Die Begleitung von Christian, der das alles leitet, finde ich unersetzlich. Seine sanfte und heilende Stimme erklärt jedem, der fragt und um Hilfe bittet, sehr freundlich, langsam und professionell, woher die Probleme kommen und wie wir mit Geduld und Hilfe von Ayahuasca diese heilen können. Ich könnte ihm stundenlang zuhören und bin ein Fan von ihm geworden. So einen wunderbaren Menschen erleben wir alle (ich denke, dass ich nicht alleine bin) in unserem Leben viel zu selten. Wenn man keine Lust auf Ayahuasca hat und nur eine Begegnung mit Christian plant, hat man schon gewonnen. Die Reise nach Sankt Augustin ist die Mühe wert. Es war die schönste Reise, die ich je erleben durfte und die immer noch andauert.

Danke Ayahuasca, Danke Christian, Danke euch allen!

Erfahrungsbericht (Ostern 2024, Dominik): „Ayahuasca war die herausforderndste und zugleich schönste und tiefgründigste Erfahrung in meinem Leben“

Ich habe lange mit dem Gedanken gespielt, ganze 3 Jahre um genau zu sein, an einem Ayahuasca Retreat teilzunehmen. Ich, also eher mein höheres ich, wusste es geht genau an die Wurzel meines frühkindlichen Bindungstrauma und das war ja das wovor mein Ego mich all die Jahre beschützt hat, in dem es all das verdrängt hat. Und dann soll ich da jetzt bewusst reingehen? Also so richtig dem vermeintlichen Monster ins Auge blicken; inmitten das Auge des Orkans gehen!? Am Ende war der Leidensdruck größer als die Angst und es war die beste Entscheidung, die ich treffen konnte, hier mitzumachen. Am Anfang war ich sehr skeptisch was mich erwartet und dazu habe ich mir direkt das volle 5 Tage Retreat „gegönnt“ – wenn schon, denn schon dachte ich mir. Alleine die Tatsache, dass ich mich vor 25 fremden Leuten öffnen muss und mich dann auch noch auf engstem und intimsten Raum mit ihnen befinde, hat mich hart aus der Komfortzone geschossen. Normalerweise war ich der Spießer, der lieber ein Hotelzimmer nimmt, als bei Freunden auf Couch schläft. Aber auch das ist Teil des Prozesses. Auf engsten Raum gibt kein Ausweichen, weil es das nicht muss. Du merkst schnell der Andere bist du und umgekehrt, jeder hat seine eigene Story, aber ich habe mich in jedem wiedererkannt. Es entsteht eine Art Symbiose aus allen Teilnehmer und dieser einzigartige Circle ist Heilung pur. Um chronologisch zu bleiben fange ich jetzt mal mit der Erfahrung der Kakao-Zeremonie an. Kurz zusammengefasst, es ist ein guter Start um anzukommen, loszulassen und sich mit der Gruppe zu verbinden. Die Atemübung hätte ich mir etwas länger gewünscht, mache seit Jahren schon Breathwork, aber ich denke diese richtet sich auch eher an die, die das zum Ersten mal machen. Am nächsten Tag ging es dann auch schon zur ersten Aya-Session über. Wovor natürlich alle Respekt hatten – ich natürlich besonders eingeschlossen. Es schießen einem Gedanken durch den Kopf: „was wird wohl mit mir passieren“, „hoffentlich werde ich keine schlechte Erfahrung haben“, usw…. jetzt bin ich schlauer und kann jedem hier mitteilen, der die gleichen Sorgen hat: Mama Aya gibt dir genau das was du brauchst. Und egal wie schlimm es sich anfühlen wird, du wirst es „überleben“ und es ist Teil deines Heilungsprozesses!

Heilung= heilig= holy= whole= ganz. Es geht darum wieder -ganz- zu werden. Und dazu gehört eben auch der Schmerz. Diesen habe ich während meiner ersten Session erfahren, nach dem ich diese wirklich scheußlich bitterschmeckende Wundermedizin hintergeschluckt habe. Die Wirkung würde ich so beschreiben, dass es sich bei mir angefühlt hat, als wäre ich richtig „stoned“. Ich konnte mich kaum bewegen und war sehr, sehr müde. Man sieht viele Muster/Blitze, hört viele Geräusche. Ich hatte auch Angst vor einem vermeintlichen Kontrollverlust, aber ich kann jetzt aus meiner erfahrenen Sicherheit vermitteln, dass ich zu keinem Zeitpunkt den Eindruck hatte, egal wie schlecht es mir ging, die Kontrolle zu verlieren. Auch dank des sicheren Settings und Betreuung von Christian, Anna und Julia.

Ich durfte auch eine Art Chakra/Kundalini Reinigung erfahren, die durch meinen ganzen energetischen Körper gewandert ist. Ansonsten, neben den körperlichen Symptomen bzw. Reinigungsprozessen, hatte ich eine sehr schmerzhafte seelische Erfahrung. Ich habe wirklich fast nur Schmerz in meinem Herzen/Brustkorb gefühlt. Und dieses Gefühl wollte nicht aufhören – eine richtige Blockade. Gleichzeitig merkte ich, wie meine Ego permanent versuchte dagegen anzukämpfen und ich nur zuschauen konnte. Anscheinend das was normalerweise unbewusst passiert, nur das ich es jetzt 100% gespürt habe. Und dies hat mich wirklich fast an den Rand des Wahnsinns gebracht. Da war so viel Schmerz und es hat nicht mehr aufgehört. Ich habe mich gefragt, warum ich mir das freiwillig antue. Das war natürlich mein Ego, dass im wahrsten Sinne des Wortes die Schnauze voll hatte. Verständlicherweise. Schlafen konnte ich nicht und während ich da lag in meiner Qual, dachte ich mir, dass ich das definitiv nicht nochmal erleben will und kann. Ich war richtig enttäuscht, da ich davon ausgegangen bin, es würde sich zumindest etwas auflösen. Die Erlösung kam, als ich mich entschied nach dieser Tortur duschen zu gehen. Als ich das Wasser ohne Erwartung anmachte, kam bei mir eine tiefe Trauer hoch und so wie das Wasser floss, flossen bei mir die Tränen. Es war so eine tiefgreifend und alte Trauer die da hochkam. Ich musste richtig schluchzen und es war eine totale Erleichterung. Mit der Trauer kam Dankbarkeit dazu: für mich, das Leben, diese heilige Pflanze, das Team, für die Teilnehmer, für die Erfahrung, einfach alles ergab auf einmal Sinn. Und ob ich es dann nochmal mache, gab es dann nicht mehr zu hinterfragen. Nachdem Christian mir nochmals Mut gemacht hatte, war ich auch bereit für die zweite Session, die dann etwas angenehmer verlief. Ich würde beschreiben, dass ich die erste Hälfte wirklich im Flow war, wie „up in Space.“ Ich habe meinen verstorbenen Vater gesehen, der mir zulächelte, bin durchs Universum geflogen und hab auch sehr viel weibliche Liebe/Energie erfahren dürfen. Und die zweite Hälfte bestand dann wieder aus dem Schmerz der ersten Session. Diesen konnte ich schon etwas besser annehmen und dachte irgendwann kommt schon die Erlösung. Diese kam dann erst bei der gemeinsamen Verabschiedungszeremonie. Die Stories der anderen Teilnehmer haben mich tief berührt und dadurch konnte ich loslassen und es kullerten stille Tränen und  gleichzeitig war wieder diese allumfassende Dankbarkeit präsent.

Abschließen kann ich sagen es war die herausforderndste und zugleich schönstes sowie tiefgründigste Erfahrung in meinem Leben von der ich, vier Wochen danach, immer noch zehre. Mein aufrichtiger Dank geht an Christian, Anna und Julia, dass ihr Menschen ermöglicht zur Heilung zu finden. Und das auf eine authentische, sichere, inspirierende und selbstlose Art. Wir sehen uns wieder!  🙏

Erfahrungsbericht (Ostern 2024, Nadine): „Ich empfinde seit langem wieder eine liebevolle Zuneigung für mich selbst“

Ich möchte gerne teilen, wie es mir seit dem Retreat ergangen ist.

Es sind so viele innere Dämme bei mir durch die Pflanze gebrochen. Hierbei
möchte ich mich gerne bei allen bedanken, dass Ihr einen so sicheren Rahmen
geboten habt, um Gefühle zu zeigen und die “Retreat-Heulsuse” zu sein

Das bedeutet mir unglaublich viel; und es ist mir bis heute möglich die
“Tränen-Schleuse” innerhalb von Sekunden zu öffnen, sobald ich an ein
Erlebnis denke, welches mich traurig gemacht oder verletzt hat, und somit
schnell in das Loslassen und die Verarbeitung zu gehen. Nachdem ich wirklich
eine lange Zeit eine riesige Blockade hatte, was dieses Thema anbelangt, ist
das ein unglaublich heilsames und vor allem befreiendes Gefühl. Auch
körperlich macht es sich durch die „befreite Brust“ bemerkbar. Die
Pflanze hat mir dies ermöglicht, und ich bin unfassbar dankbar dafür.

Meine Intention für dieses Jahr ist es, endlich weit voranzuschreiten in
meinem Heilungsprozess, alten Ballast ein für alle mal loszulassen und somit
hoffentlich eine größere Bereicherung für meine Mitmenschen und potentielle
Partner zu werden. Ich merke nämlich, wie ich seit zig Jahren ähnliche
Muster lebe und durch alte ungeheilte Wunden immer wieder selbstsabotierende
Verhaltensweisen an den Tag lege oder Menschen anziehe, die genau diese Punkte
hart triggern oder mich schmerzliche Erfahrungen wiederholen lassen.

Eben ein Zeichen des Universums, dass hier noch Arbeit geleistet werden darf –
und dafür bin ich mehr als bereit

Vor allem die letzten 1,5 Jahre habe ich einige Erfahrungen
„wiedererlebt“, welche einige Erlebnisse der dunkelsten Zeit meiner
Jugend/frühen 20er getriggert und vor allem meinen Selbstwert stark
angegriffen haben.

Da ich mental unfassbar ausgelaugt und müde war von Jahren des
„Kämpfens“, des „Wiederaufstehens“, des „Ausprobierens“ von
verschiedensten Techniken/Therapieformen und viel innerer Arbeit, gepaart mit
einer Opfer-Mentalität im Sinne von: „es hat ja doch nichts gebracht, wenn
sich solche schmerzhaften Erfahrungen wiederholen“, habe ich mich einfach
aufgegeben und bin vor einigen Monaten zurückgefallen in die
„junge/hilflose“ Nadine, die damit begann sich mit sehr ungesunden
Verhaltensweisen selbst zu zerstören, so auch !!extremen!! Kettenrauchen, das
absolutes Gift für meinen Geist, Körper und die Seele war. Das hatte nichts
mit Genuss oder einem Kippchen zwischendurch zu tun. Es war ein starker
Copingmechanismus, um Gefühle zu unterdrücken und vielleicht – aus Mangel an
Selbstwert – mir selbst zu schaden. Ich habe eine unschöne Veränderung in
jeder Zelle meines Körpers, gepaart mit unfassbar viel Scham in mir gespürt
und es trotzdem nicht geschafft aufzuhören.

Genauso habe ich früher mit unschönen Gefühlen „gecoped“. Ich hatte
allerdings vor 10 Jahren komplett mit dem Rauchen aufgehört und auch 6 Jahre
die Finger von Alkohol gelassen. Sport und gesunde Ernährung wurden zu einem
wichtigen Begleiter.

Nun hat mich die Pflanze sehr dabei unterstützt, wieder dorthin
zurückzufinden.

Ich habe die letzte Zigarette vor der ersten Zeremonie geraucht und seitdem
kein Verlangen mehr gehabt. Ich bin fast täglich im Fitness-Studio gewesen
und habe richtig Lust mich wieder um meine Gesundheit zu kümmern und achte
sehr darauf was ich konsumiere und mir zuführe. Ich empfinde seit langem
wieder eine liebevolle Zuneigung für mich selbst, ein großer Stück in
Richtung Wiederaufbau meiner Selbstliebe. Auch durch das „Leiden“ – vor
allem während der ersten Zeremonie – wurde mir bewusst, wie viel tiefen
Schmerz ich schon erlebt, aber eben auch überlebt habe, weil da eine tiefe
Kraft und Stärke in mir schlummert. Ich habe das Gefühl, dass diese durch
den Retreat reaktiviert wurde und mich zum Glück aus der „Selbstaufgabe“
heraus katapultiert hat.

Alles in allem, bin ich innerlich viel ruhiger und klarer.

Ich habe wieder mit EMDR Trauma-Therapie begonnen, die mir auch sehr hilft,
und dort konnte ich direkt und viel schneller als sonst meine Gefühle
anzapfen.

Auch habe ich während des Retreats viel Vergebungsarbeit in Bezug auf meine
Familie leisten und erfahren dürfen. Ich möchte gerne mit einem offenen
Herzen und Liebe voranschreiten und versuche mit viel Bewusstsein im Umgang
mit meinen Eltern zu agieren. Verständnisvoller und liebevoller zu handeln
und die Vergangenheit ruhen zu lassen, denn alles was zählt ist das Jetzt und
die Zukunft. Diese darf selbst kreiert werden.

Ich habe noch einen weiten Weg zu gehen, aber mich durchflutet eine Welle der
Dankbarkeit für die Erfahrung und die Auswirkungen des Retreats. Danke
Ayahuasca, danke Christian, danke Anna, danke Julia und danke allen
Teilnehmer*innen! So viele von ihnen haben mich wirklich inspiriert und etwas
in mir bewirkt und berührt. Das ist der tolle Gruppenspirit gewesen!

Ich schicke allen Teilnehmern und dem Team Licht, Liebe und eine virtuelle
Umarmung!

PS.: Das wird mit Sicherheit nicht meine letzte Begegnung mit der
Pflanzenmagie gewesen sein.

Erfahrungsbericht (Februar 2024, Josefine): „Der Ayahuasca-Retreat war am Ende das Beste und Schönste, was ich je erleben durfte“

Ayahuasca zeigte mir meine tiefsten Ängste, die nicht mal zu mir gehörten. Denn
meine tiefste Angst übernahm ich von meinem Opa mütterlicherseits.
Viele Jahre liefen meine Liebesbeziehungen immer nach einem bestimmten Muster ab.
Ich kämpfte um Anerkennung und Liebe. Am Ende jeder Beziehung kämpfte ich noch
mehr, um die Liebe zu retten. Da war sie wieder, diese Ohnmacht. Ich besuchte
Hypnosen, Coachings und vieles mehr. Nichts half so richtig. Dann las ich erneut
von Ayahuasca. Dieses Mal wusste ich, dass es an der Zeit, ist Ayahuasca zu
vertrauen und diesen Schritt zu wagen. Ich hatte von Beginn an das tiefe
Vertrauen, dass ich im Retreat den Ursprung meiner Angst finden werde. Dass es
schmerzhaft werden würde, war mir bewusst.

Für mich war meine erste Begegnung mit Ayahuasca ein Höllentrip. Ich habe über Stunden körperlich und emotional so
fürchterlich gelitten. Doch ich wusste auch während dieser extremen Belastung,
dass Ayahuasca mir helfen will. Ich sah alles. Ich wusste plötzlich, warum ich
mir einen gewissen Männertyp immer wieder gesucht habe. Ich verstand, wen ich durch
meine Handlungen heilen und beschützen wollte und dass alles auf die männliche
Ahnenreihe meiner Mama zurückzuführen war. Es war eine der emotinal und
körperlich extremsten Erfahrungen meines Lebens, doch es war auch das Beste und
Schönste, was ich je erleben durfte.

Ich bin so dankbar, dass ich mich meinen Ängsten gestellt habe. Nachdem ich am Sonntag nach dem Frühstück wieder voll in
meiner Kraft war, wurde mir bewusst, wie wertvoll dieses Erlebnis für mich war.
Seitdem fühle ich mich so voller Liebe! Ich bin jeden Tag so dankbar für mein
Sein und voller Lebensfreude. Ich habe ein tiefes Urvertrauen, dass meine alten
Blockaden für immer aufgelöst wurden. Ich würde es immer wieder tun – und eins
weiß ich sicher, ich werde Ayahuasca wieder besuchen. Denn es war und ist so
heilsam.

Ich bin Christian und seinem Team so dankbar. Ich habe mich von der
ersten bis zur letzten Minute des Retreats umsorgt gefühlt, und noch nie habe ich
eine so tiefe Verbindung zu Menschen gefühlt. Danke für alles.

Erfahrungsbericht (Februar 2024, Bärbel): „Ein kompletter Reset meines Selbst“

Ich bin erst eine Woche nach Ende des Retreats von meiner Ayahuasca-Reise zurückgekommen. Ich danke Mutter Ayahuasca für die Hilfe und Unterstützung, um die ich gebeten habe und die ich erhalten habe. Ich bin demütig vor der ihr innewohnenden Kraft und der schier unendlichen, bedingungslosen Heilung, die ich durch sie erfahren darf. Ich danke Euch, Ihr wundervollen, liebevollen und höchst professionellen ‚Reiseleiter‘, für die Begleitung und Unterstützung.

Ich bedanke mich ganz besonders bei Dir, Christian, dass Du Deine Seelenaufgabe gefunden hast und lebst und durch deren Verwirklichung uns allen diese Möglichkeit zur Heilung, zur Selbstverwirklichung gibst. Ich bin unendlich dankbar für diese Erfahrung – ein kompletter Reset – meine Festplatte wurde formatiert und mein System kann endlich auf alles zugreifen,  was vorher durch 50 Jahre falsche Programmierung nicht möglich war.  Ich danke allen Müttern, Lichtarbeitern und Seelen, die mich auf dieser Reise begleitet, geführt und gehalten haben.

Erfahrungsbericht (Februar 2024, Bernd): „Die Steppenraute war der Gamechanger für mein Leben“

Ich bin sehr froh und dankbar, dass ich mich nach meinem ersten Ayahuasca-Retreat, das überwiegend sehr düstere und schmerzhafte Erfahrungen beinhaltete, noch einmal entschlossen habe, diesen Höllenritt zu wagen, und es war sehr schön, das mit euch zusammen in dem wunderbaren Rahmen dieses Retreats zu tun. Schade, dass sich unsere kleine Gemeinschaft so schnell wieder auflösen musste … ich hätte das noch eine ganze Weile so weitermachen können (wenn vielleicht auch nicht jeden Abend mit einem derart heftigen Schlaftrunk).

Das erste, was ich am Montag festgestellt habe, war, dass ich ziemlich viel Energie hatte und in einer Auseinandersetzung mit meiner Ex-Frau sehr viel konfliktbereiter war als sonst. Zuerst hatte ich Sorge, dass ich noch high sein könnte oder dass durch den Einfluss der Medizin unterdrückte Aggressionen herauskämen. Dann habe ich aber gemerkt, dass es nicht so sehr Aggression war, sondern eher eine neue Standfestigkeit und Ehrlichkeit … oder Einfachheit. Es ist ein Gefühl von innerer Kongruenz – „hier stehe ich, ich weiß was ich will und mache was ich will“ — ohne mir tausend Alternativszenarien zu überlegen und mich selbst tausendmal zu hinterfragen.

Das ist für mich etwas sehr Besonderes, da ich normalerweise nicht nur in Bezug auf die größeren Fragen im Leben mit jeder Entscheidung hadere und nie weiß, ob ich A oder B wählen soll. Es kann so weit gehen, dass ich an einem ganz normalen Tag kaum etwas auf die Reihe bekomme, weil ich mich auf nichts einlassen kann aus dem Gedanken heraus, dass wenn ich als nächste A mache, ich mich ja der Möglichkeit beraube, B zu machen. So brauche ich normalerweise sehr viel Zeit zum Planen und Priorisieren, weil alles immer so unglaublich kompliziert ist.

Und das scheint jetzt alles wie weggeblasen zu sein! Auch was meine berufliche Zukunft angeht, sind alle Zweifel in Bezug auf den richtigen Weg verschwunden — ich habe direkt am Montagmorgen angefangen, mich zu bewerben. Aber ich habe es nicht nur gemacht, ich habe es auch gefühlt, es kam von innen heraus, die Energie ist ganz natürlich geflossen.

Ich habe das Gefühl, dass die Medizin eine innere Zerrissenheit beseitigt hat bzw. in mir etwas kaputtgeschlagen hat, das verhindert hat, dass ich eins werde. Ich fühle mich sehr zufrieden und zu Hause in meinem Körper, in meinem Gedanken und Gefühlen und in meinem Leben. Es ist ein Gefühl von grundsätzlicher Zufriedenheit und grundsätzlicher Zuversicht und grundsätzlichem Einssein mit mir selbst. Und tatsächlich – es hört sich fast zu schön an, um wahr zu sein – wache ich morgens auf mit Lust auf den neuen Tag und was er bereithält. Wohingegen es in meinem alten, durch Stress und Unentschiedenheit geprägter Geisteszustand immer eine Hintergrundangst gab, die hinter jeder Handlung und Entscheidung lauerte.

Während des Trips habe ich ja der Medizin (oder meinem höheren Selbst) Fragen gestellt und Antworten erhalten. Und ich weiß noch, dass ich dachte, schön und gut, aber diese Kalendersprüche werden mir im Alltag nichts bringen. „Liebe, Glück und Freiheit sind innen“, „Du musst dich nicht rückversichern“, „Dein Maßstab genügt“ … Jetzt merke ich, dass es nicht darum geht, abstraktes Wissen umzusetzen. Das scheint eher ein erläuternder Kommentar gewesen zu sein, auf welche Weise Ayahuasca mein Gehirn oder mein Herz neu verkabelt hat. Es war ein sehr gründlicher Frühjahrsputz, alles ist so frisch, wenn ich Musikstücke höre, die ich gut kenne, klingen sie, als wären sie abgestaubt worden und emotionalisieren mich viel mehr als früher, wenn ich meditiere, habe ich das Gefühl, mit meinem ganzen Körper zu sitzen und nicht nur mit dem Kopf. Es ist unglaublich, und ich hoffe, es hält noch lange an.

Sicherlich haben auch andere Dinge, die ich in letzter Zeit getan und intensiviert habe, zu dieser neuen Frische, Klarheit und Einfachheit beigetragen — z. B. Yoga, Coaching und der Verzicht auf Koffein (ich habe nach dem Retreat nicht wieder angefangen). Aber die Steppenraute war der Gamechanger.

Danke Christian, danke euch allen!

Erfahrungsbericht (Januar 2024, Linda): „Es ist ein Wunder, wie kraftvoll die Medizin – wie eine Urgewalt – auf mich gewirkt hat“

Ich habe mich sehr intuitiv dafür entschieden, mich für das Retreat
anzumelden. Viele Erfahrungen der letzten Jahre, die ich im Bereich
Spiritualität und Bewusstseinserweiterung gemacht habe, haben mir zuletzt
sehr offensichtlich den Weg zu Mama Ayahuasca gewiesen. Ich war letztendlich
an einem Punkt in meinem Leben, an dem ich diesen Teil meiner
Persönlichkeit noch einmal aus einer anderen Perspektive betrachten und
integrieren wollte. Vor allem nachdem 2023 ein Jahr war, an dem ich nicht
mehr weit davon entfernt war, an dieser Welt und an den Anforderungen des
Lebens zu zerbrechen. Aber ich habe nicht aufgegeben und mir ist klar
geworden: Ich bin nicht gestorben, sondern neu geboren worden, auch wenn
es eine sehr schmerzhafte Geburt war. Ayahuasca erschien mir wie ein
Übergangsritual, um dieses Kapitel abschließen zu können und dem Rest
meines Lebens entgegenzugehen.

Auch wenn das sehr nach einer Intention klingt, habe ich versucht, ganz
ohne Intentionen in die Erfahrung zu gehen. Das war eine ziemliche
Herausforderung für mich. Aber ich war bereit loszulassen und gehen zu
lassen und willkommen zu heißen, was immer kommen mag. Viele Menschen, die
bereits an einer Ayahuasca-Erfahrung teilgenommen haben, erzählen, dass
Ayahuasca ein Prozess ist und man nicht beschreiben kann, was Ayahuasca mit
einem macht. Das habe ich auch erst als sehr unbefriedigende Information
empfunden. Aber jetzt fällt es mir auch tatsächlich sehr schwer, über
meine Erfahrung zu reden, weil ich nicht annähernd das Gefühl habe, dass
ein Bericht im Internet oder Smalltalk diesem Erlebnis gerecht werden kann.
Ich empfinde mich als sehr gefestigt in meiner Persönlichkeit, übe mich
schon viele Jahre in spiritueller Praxis und habe schon einige
psychedelische Reisen ins Bewusstsein unternommen. Aber selbst ich bin im
Nachhinein verwundert darüber, wie kraftvoll die Pflanzenmedizin auf mich
gewirkt hat – obwohl ich bei der Zeremonie selber fast traurig darüber war,
dass eigentlich gar nicht so viel passiert ist. Ich habe erst im Nachhinein
verstanden, was da passiert ist und ich glaube deshalb fällt es mir auch
schwer, darüber zu reden. Weil der Prozess, das zu verstehen, noch lange
nicht abgeschlossen ist. Aber ich verstehe jeden Tag ein bisschen mehr.
Ayahuasca ist nicht irgendein cooler bunter psychedelischer Trip, den man
mal erlebt haben will. Ayahuasca nur als irgendeine andere Droge zu
sehen, die man von seiner Liste abhaken will, erscheint mir tatsächlich als
eine sehr krasse Beleidigung für die Pflanze. Ich habe die Wirkung der
Pflanze als eine Urgewalt wahrgenommen, die über dich kommt und die
einzelnen Stücke deines Ichs auseinandernimmt, nur um sie mit dir gemeinsam
wieder zusammenzubauen und dich mit jedem Stück mehr an dieser so simpel
erscheinenden Erfahrung teilhaben zu lassen was es bedeutet ein Mensch zu
sein, Seele zu sein, du zu sein. Es ist tatsächlich schwer in allgemeinen
Worten zu fassen, wie diese Pflanze persönlich für dich wirkt. Stelle dir
vor, dass jeder Mensch und jedes Leben ein einzigartiges Puzzle ist, was
sich mit den Jahren zusammensetzt. Deine Ayahuasca-Erfahrung ist wie ein
weiteres Puzzleteil, was sich in dieses Bild einfügt. Es kann und wird nur
in dein Puzzle passen, und deshalb kannst nur du im Nachhinein beschreiben,
was Ayahuasca mit dir gemacht hat.
Ich möchte dir nun ein bisschen beschreiben, wie mein Puzzleteil aussieht:

Erinnerst du dich an meine Intention, ohne Intention in die Zeremonie zu
gehen? Mein Geist und meine Gedanken haben sich mit aller Kraft dagegen
gewehrt, das auch wirklich zu tun, als die Wirkung von Ayahuasca eingesetzt
hat. Ich hatte Angst, es war, als würden in meinem Inneren 100 Radiosender
laufen in der Hoffnung, dass einer mit klarer Frequenz durchkommt und ich
meine Aufmerksamkeit an irgendetwas festklammern kann, irgendwas leichtes.
Vielleicht den Wetterbericht oder so. Kontrollverlust, Verantwortung
abgeben, das konnte ich noch nie. Das hat mich letztendlich in eine tiefe
Lebenskrise getrieben, und das obwohl ich erst 30 bin. Doch dann kam eine
Stimme in mir hoch, die gesagt hat: „Atme ein, Atme aus. Und egal was
passiert, ich helfe dir.“ Das habe ich getan. Ich bin emotional an viele,
viele Momente meines Lebens gereist, die von einer ähnlichen Angst und
einer ähnlichen Verwirrung geprägt waren: von dem Schmerz und dieser
Verlorenheit, von der ich mich immer gefragt habe, wo sie herkommt. Und
warum mich diese Gefühle so oft in meinem Leben wie ein Dämon umgetrieben
haben. Ich habe diese Emotionen in diesen Erinnerungen gespürt, die in mir
aufkamen: diese Verlorenheit, diese Rastlosigkeit. Aber ich habe weiter
geatmet, ich habe auf die Stimme gehört. Und mit jedem Atemzug hat sich das
Gefühl an einer Stelle meines Körpers weiter verdichtet, bis es kaum noch
auszuhalten war. Aber ich habe weiter geatmet und vertraut, habe
losgelassen, und dann habe ich diesen Schmerz im wahrsten Sinne des Wortes
herausgekotzt. Mama Ayahuasca ist mit mir durch mein Leben gereist, durch
jede Ebene dieser Gefühle gereist und am Ende der Reise stand ich nicht dem
Dämon gegenüber, der mich heimsucht. Am Ende der Reise stand ein hilfloses,
kleines Mädchen. Ich habe sie in den Arm genommen, ich habe ihre Hand
seitdem nicht mehr losgelassen. Wir gehen seitdem zusammen durch dieses
wunderschöne, verrückte Leben und wir haben so viel Freude daran. Es gibt
so viele Abenteuer zu erleben. Ihr Name ist Linda, und egal was passiert –
Ich helfe ihr.

Christian, Anna und Anika sind ein tolles Team. Es war so schön, wie ihr
die Gemeinschaft zu diesem ganz, ganz wertvollen und essentiellen Teil
dieser Erfahrung gemacht habt. So unterschiedliche Menschen an so vielen
verschiedenen Punkten auf ihrer Reise durch dieses Leben und zu sich selbst
– und doch haben wir es alle zur selben Zeit an diesen Ort geschafft, um
dieses Erlebnis miteinander zu teilen. Christian, ich danke dir für dein
ruhiges, rationales Wesen, mit dem du das Wochenende geleitet hast und
Anna, ich danke für die Wärme und Leidenschaft, die du mit uns geteilt
hast. Annika, danke dir für dein Lächeln und deine Unbeschwertheit, mit der
du uns begleitet hast. Ich trage die Erinnerung an dieses Wochenende und an
die anderen Teilnehmenden wie einen kleinen Schatz in meinem Herzen. Ich
danke euch dafür.

In Liebe und Dankbarkeit,
eure Linda

Erfahrungsbericht (Silvester 2023/24, Stephanie): „Meine Erfahrung mit der Pflanzenmedizin Ayahuasca, der „Ranke der Seele““

Erst einmal möchte ich mich bei euch als Team bedanken, dass ihr diesen heiligen Raum der Verbindung, des Wachstums, der Liebe, der Heilung und des Sich-wieder-Erinnerns kreiert habt.

Ich möchte nun meine Erfahrungen und Eindrücke dieser unvergesslichen Heilungsreise mit euch und anderen Menschen teilen. Das freistehende Haus umgeben von weitsichtiger Landschaft und einem nahegelegenen Wald war für mich der ideale Ort, um mich wieder mit meiner eigenen Natur zu verbinden. Ich wurde sehr freundlich in Empfang genommen, liebevoll umarmt und fühlte mich direkt wohl, angekommen und wie zu Hause. Es wurde eine Atmosphäre geschaffen, die dazu einlädt, seine Masken fallen zu lassen, seine Gefühle zu zeigen und sich dem Heilungsprozess offen hinzugeben mit der Sicherheit, gehalten zu werden. Durch den Austausch über unsere Intentionen bekam ich das Gefühl, dass ich nicht alleine bin. Dieses Gefühl der Verbundenheit, das mir im Alltag oft fehlt, spürte ich hier vom ersten Augenblick an. Ich konnte aussprechen, was mir auf dem Herzen liegt und sein wie ich bin, ohne dafür verurteilt zu werden.

Den ersten Abend zelebrierten wir mit einer herzöffnenden Kakaozeremonie, unterstützt durch die kräftigende und berauschende Wirkung des holotropen Atmens. Unsere Körper bewegten sich zu wunderbarer Musik. Das war für die Gruppe genau richtig. Die Stimmung lockerte sich endgültig. Wir wurden alle Eins und unsere Seelen tanzten miteinander. In dem Raum waren so viel Liebe, Freude, Feuer, Freiheit und pure Energie. In diesem Moment spürte ich sehr stark das Gefühl der Verbindung und der Selbstannahme. Ich liebe es zu tanzen. Ich bin da. ICH BIN.

Den nächsten Morgen starteten wir mit einer Meditation, um uns für den Geist der Rapé Medizin zu öffnen. Rapé wird auch als männliches Pendant zur weiblichen Ayahuasca-Pflanze betrachtet. Liebevoll verabreichte Anna uns die Asche des Rapé-Tabaks in beide Nasenlöcher. Dies war erstmal sehr ungewohnt für mich, da es das erste Mal für mich war. Meine Augen fingen an zu tränen, ein leichtes Lächeln auf den Lippen. Ruhig, stark, ausgeglichen. Das Gedankenkarussel hält abrupt an. Ich verspüre Erdung. Ich wünsche mir mich mit meinen Gefühlen zu verbinden. Trauer und Wut tauchen auf. Ich frage „Woher kommt das Leid?“. Als Antwort erhalte ich: „Frag deine Mutter.“ Ein Gefühl von Widerstand kommt hoch, dann erneut Wut. Wut auf die Menschen, die mich in meiner Kindheit körperlich und emotional misshandelt haben. „Lass es los. Es ist vorbei. Du bist JETZT in Sicherheit.“ Soll ich Mama Aya fragen, woher das Leid kommt?

Bin ich bereit, das Leid loszulassen?

Meine Intention änderte sich im Laufe des Retreats. Und dafür sorgten auch die vielen Gespräche mit den anderen TeilnehmerInnen, der Austausch mit Gleichgesinnten, mit Menschen, die ähnlich denken und fühlen wie ich. Der Gruppenspirit trägt ebenfalls zur Heilung bei. Deswegen waren auch die gruppenstärkenden Übungen, die wir nachmittags vor der Zeremonie machten, sehr wertvoll. Besonders die Übung, bei der wir uns intensiv in die Augen geschaut haben. Für mich sind die Augen immer irgendwie ein Spiegel der Seele, nicht nur Gefühle, die momentane Stimmung oder den Gesundheitsstand lassen sich in den Augen erkennen, sondern auch den Grad des Bewusstseins oder vielleicht auch das Alter der Seele? Es waren auf jeden Fall im wahrsten Sinne des Wortes „atemberaubende“ Momente für mich, Momente außerhalb von Zeit und Raum, Momente der Einheit und der Verschmelzung der Seelen. Schön, die TeilnehmerInnen auch auf diese Art kennenzulernen. Den Rest des Nachmittags hatten wir dann noch Zeit, um uns in Ruhe auf die „eigentliche“ Zeremonie vorzubereiten. Manche TeilnehmerInnen schliefen, andere unterhielten sich oder gingen hinaus in die Natur und in den Wald. Und dann war sie auch schon da: die Ruhe vor dem Sturm.

Ich fühle mich bereit. Ich fühle mich bereit dazu, dort hinzuschauen, wo es am meisten wehtut, dort wo ich als Kind am stärksten verletzt wurde. Ich möchte das Gefühl, das Leid bewusst spüren, das Leid, das mich mein Leben lang schon begleitet. Diese Opferhaltung, in der ich mein Leben lang war. Ich möchte mich nicht länger betäuben durch ungesunde Konditionierungen wie Rauchen, Alkohol, Drogen oder Sex. Mein Leben lang habe ich üble Gefühle weggedrängt, um zu funktionieren in dem System Familie, in dem ich aufgewachsen bin. Sie dürfen nun da sein und gefühlt werden. Liebevoll möchte ich sie umarmen, wie eine Mutter ihre Kinder in den Arm nimmt und sich um sie kümmert. Ich darf mich schwach und verletzlich zeigen.

Sei vorsichtig, was du dir wünscht, es könnte in Erfüllung gehen.

Dieser Spruch kam mir in den Sinn. Ich spürte instinktiv, dass die Nacht nicht einfach wird. Dazu muss ich sagen, dass ich bereits zwei Mal die Ehre hatte, mich in die liebevollen Hände von Madre Ayahuasca zu geben. Die ersten Male jedoch nicht mit Hilfe der Heilpflanze Syrische Steppenraute, sondern mit Hilfe von Chacruna und Banisteriopsis Caapi. Da die Steppenraute die Ausschüttung des körpereigenen DMT hervorruft, war ich ehrlicherweise anfangs eher skeptisch. Anders als bei Chacruna, diese Pflanze enthält von Natur aus DMT und ist deshalb nicht Deutschland nicht erlaubt. Mir war es sehr wichtig, mich diesmal in meiner Muttersprache austauschen zu können, weshalb ich mich für das Retreat hier in Deutschland entschied. Erst im Nachhinein wurde mir bewusst, dass Alles schon In uns Vorhanden ist. Es geht um das Erinnern. Wir sind die Natur. Und die Pflanzengeister oder -medizin helfen uns, unsere eigenen Heilungskräfte zu aktivieren. Uns fehlt nur oft der Zugang zu unserer wahren Natur, zu unserem Sein. Bei den letzten Malen war mein Unterbewusstsein noch nicht bereit dazu, sich die Verletzungen meiner Kindheit anzuschauen, die Gefühle zu fühlen. Zu sehr war ich noch in der Kontrolle bzw. es waren gerade in meinem Leben andere Dinge wichtig. Ich glaube daran, dass alles zur richtigen Zeit kommt. Die Steppenraute hatte eine viel stärkere Wirkung auf mich als Chacruna und Caapi.

Nachdem wir alle das Zaubergebräu getrunken hatten, legten wir uns alle in Stille hin, damit die Pflanze die Ruhe und Zeit hatte, mit uns in Verbindung zu treten und zu wirken. Ich blieb im Vertrauen, denn ich weiß, dass die Pflanze dir das gibt, was du brauchst im Moment in deinem Leben. Nicht mehr und nicht weniger. Es ist egal mit welcher Intention du kommst, dein Unterbewusstsein weiß es besser. Lass das Ego draußen, wenn du kommst. Mit dem Lied „Weaving of the Spirit“ fing meine Reise an. Ich fühlte Energie in meinem Körper pulsieren, es strömte durch die Musik in mich hinein. Ich setzte mich in den Schneidersitz und war bereit, einfach nur zu empfangen. Ich sah Feuer, Bilder, Tiere, die Musik, die um mich herumtanzt. Alles eins – und wenn ich es begreifen möchte, ist es auch schon wieder weg. Ein permanenter Dialog zwischen meinem Verstand und Ayahuasca. Ich möchte alles analysieren, verstehen, erläutern. Aya sagt mir „Lass los, lass los, lass los.“ Ich fühlte mich rastlos. So unendlich rastlos. Ständig am Analysieren. Noch ein Gedanke und noch einer. Ich versuche meine Konzentration auf meinen Atem zu lenken. Empfangen und Loslassen.

Ich höre einen ersten Teilnehmer sich übergeben. Mir wird ebenfalls übel. Instinktiv möchte ich die Kontrolle beibehalten. Widerstand kommt in mir hoch. Lass los. Ich bin bereit, das Leid loszulassen. Ich fühle mich bereit dazu, es zu über-geben. Doch es kommt nichts. Ich versuche es, es kommt nichts. Ich fühle mich elendig. Ich möchte, dass es raus ist. Verdammt. Ich lasse los. Desto mehr ich im Vertrauen bleibe und einfach nur versuche zu beobachten und die Kontrolle abgebe, desto mehr merke ich, dass es gleich so weit ist und der Entgiftungsprozess startet. Ich fange an, mich zu über-geben. Es wollte jedoch nicht mehr aufhören. Es kam immer mehr und mehr, so als wenn alles Gift aus meinem Körper möchte. Und da war es: das Leid! Ich fühlte mich Hilflos und Ohnmächtig. Die Gefühle meiner Kindheit kamen hoch. Ich wusste, dass ich es durchstehen muss und im Vertrauen bleiben muss. Mein Körper entgiftet. Du schaffst das. Ich musste dringend auf die Toilette und schaffte es irgendwie. Auf Toilette spülte ich mein Erbrochenes die Toilette herunter. Es waren in dem Moment schwarze Würmer, die sich bewegten. Ekelig, was da alles in meinem Körper, in meinem Sein war. Erleichterung kam hoch: es ist raus!

Die Nacht war ein permanenter Wechsel zwischen mich Über-Geben, Schwitzen und Schüttelfrost. Mir kam in den Sinn, dass ich mir nun selbst helfen kann! Ich bin nicht mehr die kleine hilflose und ohnmächtige Stephanie. Ich rief meinen inneren Helfer herbei, er sollte liebevoll eine warme Decke um mich legen. Er kam mit der Decke. Dann kam das Gefühl hoch, dass es nicht so wichtig ist und ich dem nicht so viel Aufmerksamkeit schenken soll. Dass ich nicht so wichtig bin! Dass ich es nicht verdient habe. Schwachsinn! Alles Glaubenssätze aus der Vergangenheit. Ich nahm mir die Zeit, mich zeremoniell von meinem Helfer zudecken zu lassen – und dies tat gut. Dann kam die Angst vor Ablehnung hoch, die ich auch als Kind empfunden habe und ich mich deshalb immer angepasst habe, immer bedacht, nicht aufzufallen, nicht zu nerven, nicht frech zu sein. Als ich mich über-geben habe, dachte ich, dass ich dadurch andere TeilnehmerInnen störe. Es war so, als wenn ich deren Gedanken lesen konnte. Ob dies nun real war oder nur eine Vorstellung, weiß ich nicht. Ich war, so wie man das in dysfunktionalen Familien lernt, wieder sehr im Außen. Was passiert um mich herum? Wer könnte mir etwas antun? Ich rief meinen schwarzen Kater zur Hilfe. Er kam, tanzte und wedelte fremde Gedanken, Energien mit seinem Schwanz weg. Ich bin in Sicherheit. Und so versuchte ich die Nacht zu überstehen. Irgendwann schlief ich ein. Als ich am nächsten Morgen aufwachte und sehr stolz war, nach Hilfe zu fragen (das hätte ich mich vor wenigen Jahren nicht getraut), bemerkte ich, dass ich nicht die Einzige bin, die so eine stürmische Nacht hatte. Bei uns allen ist etwas passiert und auch in diesem verletzten, schambehafteten Zustand konnte ich mich zeigen.

Ich habe das Leid über-geben. Es wurde transformiert in tiefe Empfindungen der Einheit, Dankbarkeit, Liebe, Verbundenheit und Mitgefühl, die ich bereits in mir trage. Der Weg nach Hause, zur totalen Erinnerung geht übers Loslassen. Das loszulassen, wovon wir dachten, wer wir sind. Auch das loszulassen, was uns eines Tages mal gerettet hat und an das wir uns bis heute klammern, weil wir denken, dass es uns auch heute noch rettet. Ayahuasca hat mir geholfen, mich zu reinigen und meinen Körper von Leid, Krankheit wie Entzündungen in den Fingern, vom Selbstmitleid, Selbstsabotage und toxischen Giften zu befreien. Ich war bereit, mir das Elend anzuschauen, zu umarmen, es liebevoll zuzudecken und dann loszulassen. Jeder Widerstand war zwecklos.

Die Steppenraute zeigte mir ihr enormes Reinigungspotenzial. Es ist ein Geschenk, am Leben zu sein. Ich bin in der Nacht gestorben und wurde wieder geboren. Nun ist es an der Zeit, in die Veränderung und in die Integration des Gelernten zu gehen, denn wie einmal ein weiser Mann sagte: „Eine Pflanze ist immer eine Erinnerung an das, was wir zu tun haben.“ (Christian).

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass wenn ich nach Hilfe frage, auch Hilfe kommt. Ich bin nicht allein und ich muss nicht alles alleine schaffen. Ich kann andere Seelen durch meine Taten und Worte berühren. Ich darf mich und meine individuellen Gaben der Welt zeigen. Es ist wichtig, dass ich mich selbst an erster Stelle in meinem Leben stelle. Viel zu oft habe ich mich um andere gekümmert, anderen geholfen. Doch nur wenn ich selbst genährt und zufrieden bin, kann ich eine Bereicherung für andere sein. Deshalb möchte ich mehr in die Selbstbeobachtung und Selbstannahme gehen. Wie fühle ich mich im Moment? Wie spreche ich mit mir selbst? Ich möchte raus aus dem fremdbestimmten Leben, aus der Opferhaltung, rein in ein selbstbestimmtes Leben, in dem ich die Verantwortung für mich, meine Glaubenssätze, Gedanken und mein Handeln übernehme, als Schöpferin meiner Realität. Denn wenn ich mich im Hier & Jetzt schon in Freude und Fülle fühle und mich jetzt schon geliebt fühle, dann kann das Außen nachziehen. Denn: Wie im Innern – so im Außen. Es ist wichtig, dass ich mich nun um mich kümmere und die liebevollen Elternteile für mich bin, die ich als Kind nicht hatte. Ich bin bereit zuzuhören, achtsam zu sein, mich selbst wert-zu-schätzen und diszipliniert dranzubleiben, um klar zu sehen und weiterhin den Weg meiner Seele zu verfolgen.

Erfahrungsbericht (Silvester 2023/24, Olga): „Ayahuasca hat alles verändert: Jetzt fühle ich die Einheit von meinem Körper und meiner Seele und spüre innere Freiheit“

Folgende Gefühle habe ich vor meiner Ayahuaca-Erfahrung intensiv durchlebt:
Wut, Eifersucht, Hass, Neid, Ablehnung, Trauer, Sorge, Angst. Vor allem
Gefühle der Sinnlosigkeit, Scham und Schuld waren intensive Begleiter.
Ich habe mich an Psychotherapeuten gewandt. Litt an Schlafstörungen, innerer
Unruhe, Bluthochdruck, Depressionen, Panikattacken. Dieses Verhalten wurde als
pathologisch eingestuft!
Ich habe mich der Schulmedizin anvertraut. Antidepressiva, Neuroleptika,
Betablocker… Alles half nichts. Es wurde schlimmer.
Vor 6 Jahren der Persönlichkeitsentwicklung gewidmet. Viel gelesen. Meinen
kompletten Lifestyle geändert: Kein Alkohol, kein Nikotin, mein Umfeld
verändert, mich mit positiven Menschen umgeben, kein TV, keine Nachrichten,
ich habe mich viel in die Stille begeben, Energiearbeit gemacht, ich habe den
Schmerz zugelassen. Gefühle nicht mehr betäubt.

Jetzt, im Rückblick nach dem Retreat, hat Ayahuasca, Gott, die höhere Kraft,
nenn es wie du willst, mir die Erklärungen gebracht. Ich werde ruhig und
stelle nun fest, dass alles irgendwie „richtig“ war, dass ich richtig bin. Und
ich erkenne den tieferen Sinn in dieser Erfahrung.

2023 habe ich die Welt, meine Realität anders erlebt. Ich habe mich in meinem
Körper als Seele wahrgenommen jedoch nicht wohlgefühlt. Ich fühlte
plötzlich so viel und versuchte, es irgendwie in Worte zu fassen. Doch ich
schaffte es nicht. Vor allem schaltet sich der Verstand ein. Für andere
Menschen waren meine Erlebnisse völlig unverständlich.

Ich verstand: Das was ich erlebte, wirkt sich weit über „reines“ Kopfverstehen
hinaus. Deshalb nahm ich die Art, wie ich anderen Menschen begegnete anders
wahr.

Meine Erkenntnis nach dem Retreat: Diese Seelengefühle durchlebt jeder Mensch
im Laufe seines irdischen Lebens
Einsamkeit:
Das Gefühl der Einsamkeit wurde immer stärker. Die Grundlage einer Depression
war gelegt. Ich bin davongelaufen, habe mich abgelenkt und mich ständig
beschäftigt. Ich habe mich trotz dessen als Außenseiterin empfunden.  Auch
wenn ich unter Menschen war, innerlich fühlte ich mich immer alleine. Die
Idee, dass andere Menschen mich mögen könnten, erschien mir abwegig. Ganz
gleich wie sehr man mich gelobt hat. Ich fühlte mich oft abgelehnt und
nirgends dazugehörig.
Liebe:  Ich hatte alles: Einen Ehemann, eine wunderbare Tochter. Warum fühle
ich mich einsam?
Heute verstehe ich: Es gibt den Unterschied zwischen „Menschen-Liebe“ und
„Gottes-Liebe“. Die Liebe zu einem Menschen ist die Sehnsucht nach menschlicher
Nähe, Sicherheit, Zuwendung, Wärme und Geborgenheit.
Sie wird aber die eine Sehnsucht niemals stillen. Deshalb fühlen sich so viele
Menschen, trotz neben ihrem Partner einsam. Dies ist die Sehnsucht nach Gott.
Meine Erkenntnis: Seele sein und Mensch sein: Beides muss gleichzeitig
geschehen. Ich liebe Menschen, und sehne mich gleichzeitig nach der Einheit mit
dem Höheren.
Schwere, Leid: Ich fühlte Schwere. Ich fühlte mich an einen Körper gebunden.
Es war schrecklich. Ein spürbares Druckgefühl auf dem Brustbein, als wollte
mich das Leben mit all seinen Problemen erdrücken. Es ist das Leid, dass so
viele Menschen verspüren. Eine gefühlte Depression: Man empfindet
Sinnlosigkeit und hat Angst, die Last nicht mehr tragen zu können.  Ich war an
der Belastungsgrenze angekommen. Ich konnte oft kaum noch „zusätzliches“ Leben
tragen und war mit allem überfordert. Mir wurden Kleinigkeiten zu viel.
Doch nun weiß ich: Es ist kein Fehler, Unwille oder mangelnde Kompetenz wie so
viele Menschen mir vermitteln wollten. Es ist ein Echo meiner Seele, die sich
an Gott erinnert. Und nach dem Durchbruch eines Leids bin ich als Mensch erst
richtig gewachsen, nicht dadurch, dass alles immer schön war. Leid zu
durchlaufen bedeutet, Wachstum zu erfahren. Den Schmerz, den wir fühlen, nennt
man auch „Wachstumsschmerz“.
Nach viel innerer Arbeit fing ich an Freude zu empfinden.
Freude: Es war eine innere Ruhelosigkeit, die sich gleichzeitig so schön und
aufregend anfühlt. Dieses Gefühl war mir neu. Ich habe so viel Energie,
manchmal kaum noch zu ertragen, ich kann fast explodieren.
Ein Gefühl von Leichtigkeit und Unbeschwertheit. Ich hatte das Bedürfnis zu
schweben, ich wollte mich ausdehnen und weit und leicht werden. Mein Herz
könnte vor Glück fast explodieren. Im Alltag muss ich oft feststellen, dass
meine Mitmenschen mit dem Energieüberschuss von Freude auf andere oft nervend
wirkt. Ich habe meine Energie meinen Mitmenschen angepasst um nicht
aufzufallen, habe ich mich verstellt.
Heute weiß ich: Leichtigkeit, Freude und Glückseligkeit ist die Erinnerung
daran, dass wir als Seele im feinstofflichen Himmel eigentlich sind. Vom
Standpunkt der Schwere aus hat die Seele die Möglichkeit, sich zu erinnern,
wie es vorher war.
Ayahuasca hat mich geerdet und mich in die Klarheit geführt.
Nach großen Gefühlen, nach vielen Missverständnissen und Diskrepanzen
zwischen meinem Körper, meinem Geist und meiner Seele als Einheit weiß ich:
Ich kenne nun die Wahrheit. Ich spüre Freiheit als Mensch. Es ist wie ein
inneres Lächeln. Ich fühle mich einfach nur leise, mit erfüllender Freude
über das Dasein als Mensch.

Erfahrungsbericht (Silvester 2023/24, Andreas): „Der innerliche Konflikt zwischen dem Schrei nach Liebe und der Angst, es zu zeigen“

Ich möchte zu Beginn kur auf mich selber einzugehen, um dann der eigentlichen Erfahrung einen Kontext zu verleihen.
Meine Kindheit war mit Gewalt und Alkohol verbunden. Bei meiner Erziehung sind Teile der „kalten“ russischen Erziehung mit eingeflossen.
Heute kann ich sagen, ich war ein bindungstraumatisiertes und entwicklungsgestörtes Kind. Der Vater keine männliche Vorbildfigur, die Mutter komplett überfordert. Daraus resultierte für mich eine Orientierung an Gleichaltrigen, bzw. den „coolen“ älteren Jungs, Rappern und den Gangstern in den Filmen. In meiner Schullaufbahn habe ich so ziemlich alles „falsch“ gemacht was man falsch machen konnte, ich wollte nie besonders gerne in die Schule. Nach der Schule irgendeine Ausbildung gemacht, weil man das ja so machen „muss“. 8 Jahre in meinem monotonen Job in einem Schichtbetrieb in der Industrie gefangen, und am Wochenende endlich Zeit zum „leben“. Dieses sogenannte „leben“ war nur eine Flucht vor meiner Innenwelt, eine Flucht in Partys, Substanzen und kriminellen Kreisen. Vor etwas länger als einem Jahr kam ich an meinen Tiefpunkt, meine Seele hat mir signalisiert das dieser Weg optional ist. Ich bin mir bewusst darüber geworden, dass ich die Macht über mein Leben habe und habe mich so angefangen mit tiefgründigen Fragen zu beschäftigen. Ich bin quer durch so viele Bereiche gegangen, sei es Psychologie, Spiritualität, Biologie, Wirtschaft usw. Ich habe mich rückblickend betrachtet wirklich ziemlich schnell entwickelt und kam immer mehr und mehr an meinen Kern. Der, der ich eigentlich bin. Nicht die Form in die man mich gepresst hat. Das hat sich dann natürlich auch in meinem Leben, sei es die Kommunikation, die Beziehungen zu anderen Menschen oder meinen Interessen positiv bemerkbar gemacht.

Dann kam irgendwann der Ruf der Pflanze.
Ich war bestimmt 20 mal auf dieser Website, meine Gedanken sagten mir „kann nicht sein, irgendwas stimmt da doch nicht“.
Aber die Zeichen der Pflanze wurden immer mehr, immer klarer. So bin ich wieder auf dieser Seite gelandet. Es gab einen sehr langen Erfahrungsbericht (der einzige den ich noch nicht gelesen hatte, weil er mir zu lang gewesen war), der mir genau das Zeichen dafür gegeben hatte, mich bei dem Silvester – Retreat anzumelden. Ich habe tief in mir gespürt, dass das jetzt der nächste Schritt ist für meine weitere Entwicklung.
Ich bin in diesem einen Jahr schon sehr tief gekommen, bezüglich meinem inneren Kind, wusste aber ab dem Moment in dem ich mich für das Retreat angemeldet habe, die Pflanze wird mir jetzt nochmal eine andere Sicht auf mein inneres Kind geben, sie wird mich noch um einiges tiefer führen. Und genauso war es!

Dieses ganze Wochenende habe ich einen innerlichen Kampf gespürt. Meine Seele gegen meinen Schutzpanzer, der mir in meiner Kindheit das Überleben ermöglicht hat.
Bei der Vorstellungsrunde hat der Schutzpanzer mein eigentliches Selbst komplett umhüllt, ich war so sauer und gleichzeitig traurig darüber. Ich hatte das doch so gut im Griff gehabt die letzten Wochen. Aber naja, so viele „fremde“ Menschen und ich, der sich öffnen möchte, es aber nicht konnte. Ich habe gezweifelt, war ich hier doch falsch? Vereinzelt hatte ich aber dann wieder super, in die Tiefe gehende Gespräche, der Schutzpanzer war wieder abgelegt. Ich möchte jetzt nicht so sehr auf die einzelnen Zeremonien, Gefühle und Visionen eingehen, denn sie waren bei jedem sehr sehr individuell. Das Mitteilen am letzten Tag war mein persönlicher Höhepunkt von dem Retreat. Die Pflanze hat mir auf verschiedenen Ebenen gezeigt, was für mich zu tun ist. Ich konnte endlich diesen Schutzpanzer, der mich in meinem Leben so oft blockiert hat fallen lassen. Ich habe so viel Trauer durchfühlt, so viele Tränen geweint, ich konnte und wollte es nicht mehr zurück halten. Und plötzliche waren da diese „fremden“ Menschen, die mich in den Arm genommen haben. Einfach so wie ich gerade bin, ohne zu urteilen. Ich konnte mich einfach fallen lassen, ich konnte so viele Altlasten loslassen. Es war unbeschreiblich schön und befreiend! Ich bin unendlich dankbar für jeden einzelnen dieser wundervollen Menschen!

Trotz meines innerlichen Konfliktes habe ich mich sehr wohl gefühlt.
Der gesamte Aufbau war wunderbar aufeinander abgestimmt!
Christian, Anna und Iuliia haben einen so friedvollen und harmonischen Raum für uns alle geschaffen. Man spürt, dass sie das aus ganzem Herzen heraus machen!

Ich möchte mich nochmals von ganzem Herzen bei allen, die Teil meiner ganz persönlichen Reise waren, bedanken!
Ich spüre eine tiefe Verbundenheit zu diesen wundervollen Menschen.

Erfahrungsbericht (November 2023, Phillipp): „Meine innere Reise mit Ayahuasca“

Plötzlich bin ich sehr aufgeregt und nervös. Eine Angst steigt mir aus dem Bauch in den Kopf, vor allem die Sorge vor der möglichen großen Übelkeit.

Wir haben uns alle versammelt, sitzen auf unseren Matten, Christian heißt uns willkommen zur Ayahuasca-Zeremonie, erläutert das genaue Prozedere, beantwortet letzte Fragen.

Einzeln kommen die Teilnehmer nach vorne, Christian fragt sie noch einmal nach ihrer Intention, schenkt dann das dunkle Gebräu in die bereitgestellten Ramazottigläser ein.

Ich wiederhole kurz meinen Beweggrund für die bevorstehende Reise: Ich möchte mein Herz wieder öffnen, die Verhärtungen verflüssigen, da wäre noch viel mehr zu sagen. Nehme das Glas mit beiden Händen entgegen, führe es ans Herz und kippe es in einem schnellen Schwung hinunter. Gute Reise!

Wider Erwarten schmeckt es mir vorzüglich, ich spüre mit der Zunge der stechenden Bitterkeit des Suds hinterher, denke mir: das ist ein gutes Omen, es schmeckt mir gut, es wird mir bekommen, vielleicht wird’s schon nicht so schlimm werden…

Sitzend an die Wand gelehnt atme ich tief ein und aus, versuche ruhig und entspannt in den Abend zu gleiten. Die Ayahuasca-Musik wummert laut aus der Box, die gegenüber an der Wand hängt. Den ersten Mitreisenden steigt die Pflanze bereits hoch, müssen sie loswerden. Wie eine Lunte, denke ich, die sich dort von links nähert und bald auch bei mir zündeln wird. Mir wird leicht schwindelig, lege mich flach hin, schiebe mir die Schlafmaske vor die Augen, rolle mich in die Decken ein. Mein Herz fängt an zu pochen, immer schneller und höher. Es wummert mit den Bässen, schlägt mir im Bauch, im Hals, im ganzen Körper. Beängstigend und lebendig. Immer höher und härter klopft das Herz, wie die bebende Membran des Lautsprechers. Es öffnet sich mein Brustkorb, als würden sich die Rippen beider Seiten nach außen schieben und Platz machen für diese riesige vulkanische Blase, die aufsteigen will zur Decke, zum Himmel. Mein Körper zieht sich in die länge, überspannt nur noch von einer feinen, transparenten Haut. Gucke auf mich herab, ein großer, durchsichtiger Gecko, dem man ins Innere sehen kann, die Säfte pulsieren durch ihn durch. Unter dem hammernden Herz Magen und Speiseröhre. Dort schwappt das Gebräu, steigt auf, senkt sich wieder. Wie an einem Wasserstandsanzeiger sehe und spüre ich meine Füllmenge. Ich schwanke zwischen Widerstand, Kontrolle, Hingabe. Wird die Lunte bei mir etwa nicht zünden? Kann ich mit tiefen, ruhigen Atemzügen die Pflanze beruhigen und sie dort unten behalten? Aber was wird sie dort treiben, wenn ich ihr keinen Ausgang biete? Und will ich denn nicht diese breiige, blutige, rote Suppe loswerden, sie übergeben, an die Luft setzen, um selber wieder Luft zum Atmen zu haben?

Vor meinen geschlossenen Augen schwarzes, wirbeliges Nichts mit Sog nach vorne, wie eine Lockung, der ich erst folge, dann zögere ich. Mir kommt ein Fetzen aus dem Meditationstext, den wir zum Beginn der Zeremonie hörten in den Sinn: “Look into the abyss”. Das Schwarz löst sich auf in ein dunkelrotes Geflimmer, Millionen von winzigen Poren, Einzellern, Punkten pulsieren an mir vorbei – ein Spiegelbild der archaischen Flüssigkeit in meinem System, deren Pegel ich immer noch ab und zu observiere, halb auf die Bremse tretend, halb das Überschwappen herbeisehnend.

Das dichte Netz von Flimmerteilchen lichtet sich, ich werde in einen endlos weiten Weltraum gesogen, spärlich bestückt mit Planeten und Brocken. Ich weiß, daß ich Kurs auf die Sonne nehme. Und ruck-zuck bin ich auch schon da. Doch die Sonne ist ein schwarzes Loch, umgeben von einem böse-rot züngelndem Feuersaum, a Ring of Fire. Da will ich nicht hin, ich sperre mich, kann der Anziehungskraft entkommen, sause vorbei, liege wieder auf der Matratze, die Bässe branden tiefer und wuchtiger an meinen schwindeligen Kopf, lassen die Suppe in mir hin und her schwappen und höher steigen, der Wellengang wird kabbelig, ich zunehmend seekrank. Ich stelle mir vor, das Gebräu nähme die Form einer Schlange an, zusammengerollt wie ein Lasso, der Kopf nach oben aufgerichtet, züngelt sie manchmal meinem Hals entgegen. Mittlerweile weiß ich, sie wird kommen, bald. Nervös wie sie ist, drängt es sie nach draußen. Ich ergebe mich dieser Erkenntnis, hoffe sie herbei.

Um mich herum viel Gemurmel, Stimmen, Geflüster – öffne ich die Augen, ist da nichts. Menschen kommen mir nahe, dunkle Gestalten, auch lustige Gesellen, Musikanten. Sie spielen auf wie Gypsies aus dem vorletzten Jahrhundert. Jemand greift mir hinters Ohr, ein anderer zwickt und piesackt mich, meistens freundlich und im Scherz. Dann reise ich einen langen dunklen Tunnel entlang, der ins Innere der Pyramide führt, die Wände überzogen mit goldenen ägyptischen Hieroglyphen, eine Biegung nach links, der ich aus Angst davor, was mich dort erwarten könnte, nicht folge. Unzählige goldene und bronzene Schilder passieren mein Blickfeld, die Beschriftungen unscharf und übermäßig hell schimmernd, so dass ich keines davon entziffern kann, so sehr ich mich auch anstrenge.

Das Gesicht meiner Mutter als junge Frau, sie lacht mich höhnisch aus. Dann das Bild meines Vaters, abgemagert, fragil, dem Tode nahe. Ich zoome ran an sein Gesicht, eingefallen und grau, er schließt die Augen, stirbt. Das Gesicht meiner Mutter, eine wächserne Totenmaske, ich weine vor Trauer und Schmerz und weiß, wir müssen diese Trauer, die Angst und den Schmerz teilen, uns mitteilen. Ich sehe meine Eltern ganz vorurteils- und vorwurfsfrei – mit ihren eigenen Ängsten und Sehnsüchten, ohne dass ich irgendetwas davon auf mich beziehe, ohne meine Wut, meine Anspannung, meine Verhärtung. Ganz sie ohne mich; eine liebende, friedliche Erleichterung. Viele Freunde, frühere Bekanntschaften, vergangene Liebespartnerinnen kommen des Weges nun. Ich spüre Liebe, Dankbarkeit, Versöhnung und den Wunsch, das ihnen allen mitzuteilen.

Zwei Schriftbanner flattern in der Luft an mir vorüber. Eines sagt: Nicht immer wollen, wollen, wollen. Das andere: Ständig müde und angestrengt, aber kein Schlaf. Ich denke über diese ständige Angespanntheit nach, die selten von mir abfällt und mich bis in den zu kurzen Schlaf begleitet.

Jetzt schlängelt sich die Ayahuasca-Schlange zügig meinen Hals empor, endlich! Ich stehe das erste Mal am Abend auf, wackelig und schwindelig. Christian hilft mir bei meinem Schlingerkurs zum Klo. Dort brechen alle Dämme, mir ist plötzlich sehr sehr elend, kann meine Bewegungen kaum koordinieren, versuche mich ganz langsam zu bewegen, alles dreht sich, Blitze an der Peripherie meines Sichtfeldes. Der ganze Toilettenakt eine riesige kippelige Herausforderung. Gleichzeitig das Gefühl, daß da etwas durch mich hindurchlaufe, ich nur eine Zwischenstation bin, eine Leseapparatur, die versucht einen glitschigen Lochstreifen zu dekodieren. Diese technische Vision fällt in sich zusammen, die Körperflüssigkeiten außen und innen werden zur Ursuppe, zum Urschleim des Lebens, in dem wir alle schwimmen, der gar nicht getrennt ist von uns, aus dem ich, wir, alles besteht.

Ich parke meinen schwachen, wunden Körper auf der Treppe in unmittelbarer Klonähe. Es ist noch nicht vorbei – die Mutterschlange hat meinen Körper verlassen, ich stelle mir vor, ihre Brut wimmelt noch umher in dem Nest, das ich bin. Irgendwann, nach Stunden (?) habe ich auch diese an die freie Wildbahn übergeben und kehre mit Annas Hilfe zu meiner Matte zurück. Mir ist kaum mehr übel, welch eine Erleichterung. Was ich nun noch an Resten im Körper habe, kann ich behalten und integrieren. Nun lausche ich in den Raum, wo geseufzt, gestöhnt, gemurmelt, geweint, gewürgt wird. Eine Symphonie des Schmerzes, menschliches Leid aus tiefen Tiefen, ein kehliger Chor aus dem Dunkel der Zeit, seit der Mensch Mensch ist – aus noch viel älteren Urzeiten. Ich fühle mich verbunden mit meinen Liegenachbarn, mit der Gruppe, mit der Menschheit und ihren im Nebel liegenden Ursprüngen. Emilia spielt nun auf ihrem Harfeninstrument streichelnde, versöhnliche Töne, die sich wie ein warmes, weiches Tuch über mich legen. Kurz schrecke ich noch einmal auf, als ich das rotierende Wummern eines Helikopters zu hören meine – und tatsächlich, hinter meiner rechten Nachbarin fällt gerade ein Hubschrauber hinab und sinkt durch den Boden.

Die Musik endet. Mit Frieden im Herzen, Dankbarkeit und Bewunderung für meine Mitreisenden und für unsere ruhigen, liebevollen Begleiter*innen, die während des Sturms über uns gewacht haben, sinke ich in einen dunklen, bilderlosen Schlaf.

Die Sharing-Runde am Nachmittag des nächsten Tages ist eine riesige Aufgabe für mich. Wie so oft packt mich die Angst vor dem Reden in einer größeren Gruppe, davor, im Mittelpunkt zu stehen, alle Augen auf mich gerichtet. Vergangene Angsterfahrungen reichen vom völligem Zugeschnürtsein übers Zittern bis hin zu annähernder Bewusstlosigkeit. Auch jetzt, da ich erst zum Ende an der Reihe bin, fühle ich, wie mir das Blut aus dem Kopf in die Beine sackt, meine Körper zu kribbeln anfängt. Angst vor der Angst vor der Angst…

Erst als mir Florian den hölzernen Redestab übergibt, kann die Endlosgedankenschleife, was ich nun wie sagen soll/kann/muss und die ganze beklemmende Furcht enden. Ich kann einfach genau das mitteilen: wie ich erst jetzt, in meiner momentanen Angst bemerke, mit welcher Anspannung, welcher Zittrigkeit ich zu diesem Wochenende aufgebrochen bin. Lucia aus Basel hatte es kurz vorher unter Tränen der Trauer und Erleichterung gesagt, die ständige Beobachtung des als ungenügend und falsch empfundenen Selbst: Sage ich das Richtige, bewege ich mich merkwürdig, was denken die anderen? Das häufige Gefühl, ein Mängelwesen zu sein, awkward, abgetrennt, verpanzert, unreif, ungelenk, bis zum Platzen (des roten Kopfes) mit Scham gefüllt.

Das Schwerste scheint auf einmal das Einfachste zu sein, auch wenn das Einfachste das Schwerste ist. Öffne Dich, versteck Deine Wunden nicht, teile Deine Angst und nehme dadurch auch den anderen die Angst, so wie sie es mutig für Dich getan haben. Der Krampf löst sich, der Brustpanzer schmilzt, ich kann wieder frei atmen. So wie in der Verbundenheit mit Schmerz und Erleichterung meiner Mitreisenden während der zurückliegenden Nacht, fühle ich mich nun verbunden mit den Ängsten und Nöten der anderen, aber auch mit ihrem vorsichtigem Glück der Befreiung, dem Glücksgefühl über den eigenen Mut. Bin fast stolz auf mich und diese Gruppe ganz unterschiedlicher Menschen, die in nur knapp drei Tagen sich so einander zugewandt haben.

Eine Woche später. Es ist eisig kalt geworden. Der Regen hat sich ausgeregnet. Nachts schleicht der kühle Dunst in die Kölner Straßen. Die große alte Pappel, deren Blätterrauschen wir im lauen Sommer auf dem Balkon sitzend lauschen, steht schwarz und kahl vor dem Saturnhochhaus. Ich frage mich, wann sie dort wohl aus der Erde gekeimt ist und wer genau hier auf dem alten Balkon saß, vor über 100 Jahren. Ein Amselpärchen hüpft die Feuerleiter im Hinterhof hinauf, spricht miteinander und verschwindet überm Dach. Maisen erkunden aufgeregt die bröseligen Fensterbänke, eine Taube blickt vom oberen Stockwerk auf mich hinab. Hinter der Pappel ziehen Schwärme von Krähenvögel ihre magischen Formationen und krächzen in die Dämmerung. Es ist still und friedlich, nur in der Ferne quietschen die rangierenden Züge, ab und zu ein Horn wie von einfahrenden Dampfschiffen, in dem die Ahnung eines anderen Ufers liegt.

Ich bin glücklich. Ich denke, die Katze auf meinem Schoß ist es auch.

Aho…

Erfahrungsbericht (Oktober 2023, Marlon): „Ich habe durch Ayahuasca eine innere Transformation erfahren“

Ich hatte mich bereits Ende des Jahres 2022 für ein Retreat bei Christian entschieden. Die Entscheidung dazu traf ich, weil in einem der Bücher von David Ickes Ayahuasca-Erfahrung gelesen habe, gerade in einer Phase, wo ich an Corona erkrankt zuhause in Quarantäne lag und viel Zeit zum Lesen hatte. Dass ich dafür ins Ausland fliegen müsste, war mir zunächst bewusst, wollte aber ehrlich gesagt nicht allzu weit dafür reisen. Ich recherchierte also ein wenig herum und fand, wie sollte es anders sein, „Ayahuasca in Deutschland“ bei Google, nur einige wenige Scroller mit der Computermaus nach unten: eine völlig legale Variante die auch hier Deutschland erlaubt ist. Das Ayahuasca des Nordens, die Syrische Steppenraute (im Übrigen eine sehr schöne Pflanze), die Pflanze mit Bewusstsein ohne zugesetztes DMT. Lediglich wird hier das körpereigne DMT aus der Zirbeldrüse ausgeschüttet, was es somit zu einer absoluten legalen Komponente hier in Deutschland macht. Somit war klar, ich muss dafür nicht allzu weit reisen, um eine solche psychedelische Erfahrung machen zu dürfen. Noch dazu habe ich mich gleich, aufgrund des therapeutisch angelegten Ansatzes „Seelische Selbstheilung“, für das 5-Tage-Retreat entschieden. Hier konnte nach der ersten Ayahuasca-Erfahrung und gleichzeitigen Heilung gleich mit der zweiten Session an die erste angeknüpft werden. Ich muss dazu sagen, dass ich das Motto des Retreats in erster Linie „nur“ interessant gefunden habe. Damals wusste ich noch nicht um die Auswirkungen von Psychedelika auf die Psyche des Menschen bzw. was dies in den Menschen freisetzen kann und was man an Heilung erfahren kann. Ich war da völlig unwissend in dieser Hinsicht. Ich dachte da eher an eine Erfahrung, die mir u.a. Wissen über interessante Verschwörungstheorien liefern sollte (was natürlich auch möglich ist, wenn man die Intention dazu hat).

Als ich mich für das Herbstretreat entschieden hatte und alles in trockenen Tüchern war, verspürte ich plötzlich den starken Drang, mir alle möglichen Dokumentationen und Berichte über Ayahuasca und andere Psychedelika anzusehen. Ich stieß immer mehr auf Erfahrungsberichte und Dokus, die sich auf den therapeutischen Ansatz von Psychedelika konzentrierten. Offenbar hatte Ayahuasca schon seit der Anmeldung zum Retreat einen starken Einfluss auf mich, obwohl noch fast ein Jahr vergehen sollte. Ich stieß auf Themen, die für mich sehr relevant waren und geheilt werden mochten. Unter anderem das Thema „No Fap“ (Verzicht auf Masturbation) und „Pornokonsum“ waren für mich Themen, die mich auf einmal sehr stark triggerten. Ich muss dazu kurz ausholen:

Ich hatte es in Beziehungsthemen mit Frauen nicht immer leicht. Es kam immer zu kurzfristigen Beziehungen oder Affären, die schnell wieder endeten, entweder weil ich nicht zufrieden gewesen bin, zu viel nach Fehlern bei meinen gegenüber gesucht habe oder diese einfach zu sexlastig waren, wo man nach wenigen Wochen schon die Lust am Gegenüber verloren hat oder es zum Verlieben einfach nicht gereicht hat. Andersrum habe ich ebenfalls Frauen angezogen, die ähnlich wie ich getickt haben, so dass auch ich die selbigen Erfahrungen, die ich selbst anderen bereitet habe, angezogen habe. Ich brauche mich, rückblickend gesehen, überhaupt nicht wundern, warum mein Leben hinsichtlich von Beziehungen immer wieder von Enttäuschungen geprägt war. Andererseits war da noch die kindliche Komponente.

In den ersten drei Jahren des Lebens entscheidet sich, wie der Einfluss dieser Jahre unser Leben entscheidend prägen wird.

Noch vor meiner Geburt wurde ich, laut Erzählungen, bereits mit allen möglichen Drogen (Alkohol und Rauchen ist da wohl noch das Harmloseste gewesen) konfrontiert. Ich bin mit FASD (Fetale Alkoholspektrum-Störung) auf die Welt gekommen. Die Ärzte haben mich bereits als Krüppel abgestempelt und dachten, ich würde niemals ein normales Leben führen können.

In erster Linie kann ich über sowas lachen. Auch wenn es nicht immer perfekt lief und ich immer etwas anders gewesen bin als die anderen Kinder, Lernschwächen und weitere Fehler hatte die FASD so mit sich bringt (was mir u.a. sehr viele Mobbingerfahrungen eingebracht hat), stehe ich heute mit beiden Beinen fest im Leben. Leider habe ich erst gegen Ende meiner ersten 30 Lebensjahre erfahren, dass ich FASD habe. Das hat dann so einiges erklärt, warum ich so war, wie ich eben war. Mir ist es dann wie Schuppen von den Augen gefallen. Meine Pflegeeltern haben es nie zum Thema gemacht, dass das was ich habe, tatsächlich eine Art Krankheit ist, die mir bis heute sogar aus dem Gesicht geschnitten anzusehen ist (Google: FASD Gesicht). Ich hatte nicht einen blassen Schimmer davon, wobei heutzutage natürlich deutlich besser darüber aufgeklärt wird als noch in den 80 er / 90 er Jahren. Lediglich hatte ich früher viele Krankenhausaufenthalte, musste des Öfteren zu Ärzten und Wachstumshormone spritzen lassen.  Ich wusste tatsächlich nie warum. Lediglich hat man mir immer nur erzählt, meine Mutter hätte „viel geraucht“ (deswegen sei ich so klein und bräuchte diese Wachstumshormone), als ich noch im Bauch meiner Mutter gewesen bin. Mehr kam da nicht zur Sprache. Erst Jahre später erfuhr ich z.B. über meinen verwandten Opa, was da noch alles an Drogen im Spiel gewesen ist. Nur über die Krankheit selbst hat man mich nie aufgeklärt, so dass ich über mein persönliches Wesen, wie ich eben war, mit all meinen Fehlern und Schwächen hier echte Aufklärung erhielt.

Nun trage ich das, was in den ersten 3 Jahren der Kindheit sowie in der Schwangerschaft geschehen ist, mein Leben lang „unterbewusst“ mit mir herum. Ich wurde herumgereicht, immer wieder ein Umgebungswechsel, nach der Geburt ins Mutter-Kind-Heim nach Kiel, raus aus meiner Geburtsstadt Berlin, dann in eine Kurzpflegefamilie, anschließend ins Kinderheim und dann wieder in eine Pflegefamilie, wo ich dann 15 Jahre meines Lebens ohne Liebe und Geschwistern (die deren eigene Kinder waren), als fünftes Rad am Wagen (u.a. mit viel Gewalterfahrung) aufgewachsen bin. Als ich 18 Jahre alt war, hatte ich sofort die Chance genutzt, aus der Familie raus zu gehen und ins betreute Wohnen zu gehen. Abgehakt, abgestempelt als Erfahrung dachte ich mir. Ich war glücklich, endlich wieder fast auf eigenen Beinen zu stehen zu können. Ich habe es verdrängt, darüber nachzudenken, die Gefühle runter geschluckt und mein Herz „hart“ gemacht. Ich wollte partout nicht alles noch einmal reflektieren, wie all die Jahre mit mir umgegangen worden ist. Es war vorbei und damit war die Sache für mich geritzt. Ich wollte nicht mehr darüber sprechen oder darüber nachdenken, wollte einfach meinen Weg weitergehen.

Nun zurück zu Ayahuasca: Wie ich bereits erwähnte, habe ich wie Magie, die Themen die für mich wichtig waren und sind, automatisch das ganze Jahr über für mich angezogen. Ich habe mir Tripreports von allen möglichen Psychedelika angesehen, mich aus therapeutischer Sicht damit beschäftigt, zudem „No Fap“ Berichte und deren Auswirkung auf die menschliche Psyche angesehen.  Zudem habe ich auch angefangen „No Fap“ zu praktizieren und auf Pornokonsum verzichtet. Das ganze lief merkwürdigerweise sehr erfolgreich für mich, den bis heute habe ich nicht einmal mehr in dieser Richtung konsumiert und auch meine Lebensenergie verschwende ich nicht mehr unnötig, fühlte mich (auch heute noch) mit „No Fap“ energetischer und fitter im  Alltag. Tatsächlich ist dies eines meiner vielen Probleme in Beziehungen zu Frauen gewesen. All diese Dinge habe ich vor meiner Anmeldung zu Ayahuasca nie so gesehen und auch nie hinterfragt. Das ganze Jahr war für mich vollkommen auf die Ayahuasca-Session ausgerichtet. Es gab keine Woche, wo ich einmal nicht an Ayahuasca gedacht habe, bin immer wieder intuitiv in das „Feld“ eingetaucht, um zu erspüren was da so auf mich zukommen wird. So konnte ich auch schon leichter für mich die Themen anziehen, die für mich wichtig gewesen sind.

Kommen wir nun zum Retreat selbst:

Am 18.10.2023 bin ich nun, voller Vorfreude, nach Sankt Augustin gefahren. Ich war so gespannt auf die Tage und mega-neugierig darauf, was mich erwarten würde. Ich wurde sehr herzlich und mit einer Umarmung von Anna, Annika (den liebevollen Helfern) und Christian (ein sehr liebevoller Mensch und Leiter des Retreats) empfangen. Mir wurde zuerst das ganze Haus von unten bis oben vorgestellt, und man ist gleich mit einigen Teilnehmern ins Gespräch gekommen.

Nachdem alle angekommen waren, gab es eine offizielle Vorstellungsrunde und jeder konnte ein paar Worte über sich erzählen. Anschließend gab es am noch am selben Abend die Kakao-Session mit dem Holotropen Atmen und Tanzen zu psychedelischer Musik (wenn ich das mal so nennen darf). Da ich, bereits vor Ayahuasca bzw. in der Vorbereitung zu den Sessions im Laufe des Jahres an einigen Kakao-Zeremonien teilgenommen hatte (aus Neugier hatte ich es unbedingt schon vorher ausprobieren wollen), kannte ich bereits die Wirkung des Kakaos. Es erfolgt nach Einnahme des flüssigwarmen Kakaos, der leicht bitter schmeckt, eine sehr warme herzöffnende Wirkung. Beim holotropen Atmen verstärkt das noch die Wirkung. Manch einer, so wie ich, konnte dadurch ein elektromagnetisches Feld um sich herum spüren, was ich wiederum sehr spannend und als eine coole Erfahrung empfand.

Am selben Abend noch, nach der Kakao-Session, bin ich dort noch mit einigen Teilnehmern tiefgründiger ins Gespräch gekommen. Es gab sehr interessante Gespräche. Mit meiner Resonanz habe ich natürlich gleich die richtigen Freigeister angezogen. Da ging es dann gleich um Themen wie die Flache Erde und andere spirituelle Dinge, die nicht für jeden in Frage gekommen wären. Wenn Ihr euch dafür entscheidet, solch ein Retreat mitzumachen, müsst Ihr 100 Prozent damit rechnen, dass Ihr dort auch auf Menschen treffen werdet, die Euer eigenes Weltbild stark in Frage stellen, wenn Ihr nicht schon selber so tickt wie ich, da ich ja selber so einiges hinterfrage. Aber keine Angst. Niemand wird von euch verlangen, dass ihr dieselben Ansichten haben müsst. Jeder zieht das an, was seiner Resonanz entspricht. Manch einer hat sich auch mit jemanden zusammen gefunden, die eher so mit Business und Karriere machen beschäftigt waren und sich darüber ausgetauscht haben. Also alles in Ordnung. Ihr trefft dort auch auf „normale“ Menschen.

Am nächsten Tag, den 19.10.23, haben wir dann die erste Ayahuasca-Session abgehalten. Noch bevor die Session überhaupt begonnen hat, fühlte ich schon eine Emotionalität in mir, wie ich sie noch nie zuvor in meinem Leben gespürt hatte. Es war, als hätte Mama Ayahuasca bereits ihre Finger im Spiel. Ich hab einfach so, aus heiterem Himmel angefangen zu weinen. Ich hatte es noch ein wenig verbergen können und hatte mich nach Ende der Meditation, die vor der ersten Session abgehalten wurde, ins 5-Bett-Zimmer zurückgezogen. Bis zum Beginn der Session fing ich weiterhin immer wieder aus heiterem Himmel an zu weinen, so dass an Meditation oder gar Schlaf überhaupt nicht zu denken war.

Und dann ging es endlich los. Die Session wurde eröffnet, und wir durften endlich trinken. Das Zeug schmeckt echt stark bitter. Kein Wunder, dass das Zeug nicht süchtig macht. Es erfordert echt viel Mut und Hingabe, solch eine Session durchzuziehen.

Es dauerte eine Weile, bis die Wirkung einsetzte und das DMT aus der Zirbeldrüse ausgeschüttet wurde. Mindestens eine Stunde musste ich warten. Es passierte in dieser Zeit auch nicht viel. Lediglich mein Gefühl sagte mir, dass gerade an mir „gearbeitet“ wird. Die inneren Worte wie „so viele unterdrückte Emotionen“ riefen immer wieder Reaktionen wie kurzes „Weinen“ und leichtes Hyperventilieren in mir hervor. Ich hatte einige Bilder aus meiner Kindheit vor Augen. Einige Bilder von mir selbst, wie ich z.B. am Zeitung lesen war oder sonst irgendwas gemacht habe. Keine Visionen oder so. Lediglich das Gefühl, dass da gerade ganz viel in mir aufgebrochen wird, was an die Oberfläche gespült werden wollte. Auch spürte ich ganz stark meine eigene Aura um mich herum. Als ich dachte, ich müsste mir noch ein zweites Glas holen, hob ich meinen Oberkörper hoch und musste mich auf einmal sofort übergeben. Die Schreie, die ich dabei von mir gab, klangen, als wäre der Teufel höchstpersönlich aus mir ausgetrieben worden. Es war schrecklich anstrengend für mich, aber ich wusste, es ist zu meinem Besten. Ich zitterte wie Espenlaub und nahm immer wieder Lichtblitze um mich herum im Raum wahr. Auch im Spuckbecher konnte ich immer wieder feinstoffliche Tierwesen oder Fratzen ausmachen. Leider habe ich darauf nicht so stark den Fokus drauf gelegt. Ich habe leider viele Tiere vergessen. Ein Vogel und eine Art Büffel konnte ich zumindest wahrnehmen. Ich hing die ganze Nacht über den Eimer, habe schrecklich gezittert, hatte Wahrnehmungsverzerrungen und immer wenn ich den Eimer abstellen wollte, kam es mir vor, als würden es tausende Meter bis zum Boden sein, um ihn endlich abstellen zu können. Alles in allem war die erste Session sehr emotional aufwühlend, habe vieles an unterdrückten Emotionen und Glaubenssätzen hochgeholt und mich die ganze Nacht über gefühlt, als hätte ich zu viel Energydrinks getrunken. An Schlafen konnte ich anschließend nicht ansatzweise denken. Am nächsten Morgen fühlte ich mich immer noch wie in Trance. Ich konnte nichts trinken (das Wasser kam sofort wieder in den Spuckeimer) und auch nicht groß essen. Zudem hatte ich immer noch das starke Gefühl, dass da immer noch ein wenig von dem Trank in meinen Magen steckte. Im Übrigen war die ganze Emotionalität nach der ersten Session noch überhaupt nicht vorüber. Im Gegenteil. Da ging es erst beim Frühstück richtig los. Ich weinte, heulte Rotz und Wasser und weinte. Ich wurde von den Menschen dort liebevoll in den Arm genommen, man hielt meine Hand, fühlte mit mir und redete mir gut zu.

Dann kam es nach dem Frühstück zum anschließenden Sharing, wo jeder seine Erfahrungen teilen konnte und durfte. Jede für sich, war wahnsinnig spannend und gleichzeitig berührend. Ich fühlte jedes Wort von den anderen Teilnehmern, während ich mich weiterhin den Tränen hingab und diese auch nicht zurückhalten konnte. Als ich dann an die Reihe kam, ahnte ich nicht, dass der stärkste Gefühlsausbruch meines Lebens über mich hereinbrechen sollte. Ich fing an zu erzählen, und die Worte sprudelten nur so aus mir heraus, obwohl ich erst nicht wusste, wo ich zunächst anfangen sollte. Meine Kindheit, die ersten 3 Jahre, das FASD, die Zeit in der Pflegefamilie. All dies habe ich, vor völlig fremden Menschen, frei heraus erzählen können und ich war dabei so stark emotional, dass ich noch weitaus stärker Rotz und Wasser weinen musste, wie ich noch nie zuvor geweint habe. Christian hat mir dabei immer gut zugesprochen. Es hat sich laut seiner Wahrnehmung und Erfahrung sehr viel in mir aufgelöst. Ich konnte gleichzeitig auch wieder lachen – totales Gefühlschaos eben. Ich fühlte ebenfalls, dass ganz viel an unterdrückten Emotionen an die Oberfläche gespült worden war, was jetzt aufgelöst werden wollte. Ich bin heute sehr froh und dankbar für diese Erfahrung. Sie war längst überfällig. Nicht einmal der beste Psychologe dieser Welt hätte das auflösen können, was ich alles so mit mir herum geschleppt habe. Ayahuasca hat es geschafft!!! Danke dafür!!!

Kommen wir nun zur zweiten Session. Hier ging es lediglich um das Thema Hingabe, da ja in der ersten Session schon so einiges in mir aufgebrochen und aufgelöst worden war, was ich an Heilung angestrebt habe. Diesmal war die Wirkung weniger stark und ich hätte durchaus auch noch ein zweites Glas trinken können. Allerdings habe ich mich ehrlich gesagt nicht so getraut, als Christian nach dem zweiten Glas fragte. Ich habe mich dennoch übergeben müssen, habe aber keine feinstofflichen Bilder im Eimer vorgefunden und auch keine Lichtblitze durch den Raum flitzen sehen, lediglich nur ein verstärktes Kriseln vor meinen geistigen Auge wahrgenommen und natürlich wieder die typischen Entgiftungserscheinungen (das Zittern) gehabt. Ich sah dann aber doch noch einige Bilder und Visionen vor meinem geistigen Auge. Unter anderem sah ich einen Indianerstamm mit Häuptling und Tipis und ich habe mich gesehen, wie ich mit meiner (wahrscheinlich) zukünftigen Freundin den Geburtstag meines einjährigen Kindes gefeiert habe. Zumindest habe ich dies so als Zukunftsvision wahrgenommen. Gerade weil sich das ganze Retreat für mich um das Thema Beziehungen zu Frauen  drehte, denke ich, dass mir Ayahuasca zeigen wollte, was alles möglich sein wird, wenn ich all die Dinge voll verarbeitet habe, dass sich dann so einiges für mich in meinem Leben ändern wird, wenn ich weiterhin an mir arbeite. Auch konnte ich noch spüren, dass „ein unsichtbares Wesen“ an meinem Herzen (Herzchakra) operierte. Es wurde also noch weiter in meinem Geist, an und mit mir, gearbeitet, trotz der eher nicht so starken Wirkung wie noch bei der ersten Session.

Das anschließende Sharing war weniger emotional für mich, aber dennoch interessant für mich und ich habe gerne andächtig und aufmerksam den anderen zugehört. Es war wie immer bei jedem und jeder Einzelnen sehr spannend. Ich habe wieder jedes Wort gefühlt.

Nun ja, die Abreise war sehr emotional. Man hat geweint, sich in den Armen gelegen, sich gegenseitig nochmal Komplimente gemacht. Es war einfach traurig und schön zugleich. Ich habe den ein oder anderen wirklich noch so gerne in Erinnerung. Ich bin übrigens anschließend direkt zwei Wochen in die Türkei geflogen, da auf der Webseite stand, dass man nicht unbedingt gleich nach dem Retreat zur Arbeit gehen sollte. Das habe ich irgendwie total ernst genommen und gleich überlegt, ob ich das nicht mit einem anschließenden Cluburlaub verknüpfen soll. Ich hab`s dann einfach, drei Tage nach der Anmeldung zum Retreat gebucht.

Ich hatte im Übrigen auch kein Bock mehr auf Medienkonsum, keine Lust auf Social Media und wollte am liebsten mein Handy ins Nirwana schmeißen (gut, dass ich das nicht getan habe). Ich wollte einfach auch mehr in Präsenz mit mir selbst sein, meditieren und mich einfach entspannen. Ich habe auch gemerkt, dass ich trotz all dem ganzen Trubel des Urlaubsortes um mich herum völlig tiefenentspannt gewesen bin. Ich war immer total im Moment, so wie ich es, auch heute noch, bin. Gleichzeitig habe ich mich innerlich total befreit gefühlt. Ich fühle seither ein ganz neues Lebensgefühl in mir. Im Urlaub habe ich einige Menschen kennen lernen dürfen, die für mich sehr interessant gewesen sind. Ich bin dort auf Menschen getroffen, die mir zugehört haben, mich und meine Erfahrung ernst genommen haben, denen ich mich öffnen konnte und die mir gleichzeitig, trotz des eher frischen Kennlernens, mir ebenfalls ihre tiefgründigen Geschichten erzählt haben. Das kenne ich so von meinen Freunden z.B. nicht. Die sind da eher oberflächlich unterwegs, hören auch nicht immer richtig zu und sind mit den Gedanken auch immer wieder woanders unterwegs, wenn ich mich mit Ihnen unterhalte. Ich habe für mich daraus meine Konsequenzen gezogen, werde einige meiner Freundschaften überdenken. Christian sagte auch, sobald sich Dinge in dir gelöst haben bzw. verarbeitet worden sind, wird man auch wieder ganz andere Menschen in sein Leben ziehen, die mehr mit einem selbst in Resonanz gehen. Im Urlaub hatte ich damit definitiv schon die ersten Erfolge gehabt.

Gegenüber Frauen, so habe ich im Urlaub festgestellt, trete ich neuerdings ganz anders auf. Viel lockerer als vorher, kann auf Augenhöhe mit ihnen interagieren und irgendwie fühlt es sich immer total geil an, den Frauen beim Sprechen ganz tief in die Augen zu sehen. Das ist mir vorher immer etwas schwer gefallen, und anscheinend fühlten sich auch die Frauen deutlich wohler mit mir zu interagieren, auch wenn ich jetzt nicht unbedingt mit jeder Dame auf einen Nenner gekommen bin.

Jetzt wo ich wieder zuhause bin, im Alltag angekommen, spüre ich immer noch eine starke innere entspannte Haltung in mir. Ich fühle mich u.a. auch selbstbewusster, wortgewandter und habe auch keine Angst mehr, meine Meinung zu sagen. Ich fühle auch, dass es mir egal ist, nicht von jedem gemocht zu werden. Vorher wollte ich es immer jedem versuchen, recht zu machen, bzw. ich wollte ich auch nicht groß andocken, um Konflikte zu vermeiden. Die hat sich auch jetzt um 180 Grad geändert. Ich gebe jetzt auch mal Kontra und sage auch Nein, wenn mir etwas nicht passt oder ich mich ungerecht behandelt fühle, bin deutlich mutiger, wenn es darum geht, Paroli zu bieten.

Bei der Arbeit bin ich viel entspannter, und auch beim Autofahren, bin neuerdings viel entspannter, bleibe mehr bei mir, auch wenn ein Raser mal wieder mit gefühlt 80 Sachen in einer 50er km/h Zone an mir vorbezieht. Ich habe das Gefühl, das alles nicht mehr bewerten zu müssen. Das gilt auch für viele andere Dinge im Alltag. Ich kann eh nichts dran ändern oder rückgängig machen. Es ist so wie es ist – und gut ist.

Alles in allem war das Ganze eine tiefe und heilsame Erfahrung für mich. Ich bin sehr dankbar dafür, dies alles durch einen spontanen Geistesblitz beim Lesen, auf mich genommen zu haben und werde es sehr wahrscheinlich wieder tun. Ich hoffe, das mein langer Bericht den ein oder anderen erreicht und ermutig,  ebenfalls diese Erfahrung zu durchleben. Alleine, dass Ihr es hier bereits auf die Seite geschafft habt, zeigt, dass Ihr bereits ganz nah dran seid, Eure eigene innere Transformation zu durchleben. Ich wünsche euch dafür viel Erfolg und eine „gute Reise“!!!

Erfahrungsbericht (September 2023, Shirley): „Die heilige Pflanzenmutter hält mich geborgen in ihren Blättern voller Liebe“

Lieber Christian, liebe Anna und liebe Annika,
Ich danke euch von Herzen für eure liebevoller Begleitung, ich habe mich vom ersten Moment an sehr wohl und sicher gefühlt. Es war eine tolle Atmosphäre sehr ruhig, schön gestaltete Räume mit Garten und Wald in Nähe, ich konnte sehr gut schlafen und war begeistert vom tollen veganen Essen, vor allem die Suppe.

Am ersten Abend gab es nach einer Mediation und Vorstellungsrunde eine Kakaozeremonie, die mir sehr gefallen hat, wir haben gemeinsam zu der wunderbaren Musik getanzt und auch holotropes Atmen durchgeführt. Am nächsten Tag gab es eine Rapé-Zeremonie, davon habe ich leider Kopfschmerzen bekommen, ich finde es aber immer interessant etwas neues auszuprobieren, auch wenn es nicht das richtige für mich ist und vielen von unserer tollen Gruppe hat es sehr gut getan. In der freien Zeit war ich mit meiner Freundin im Wald spazieren und Fluss baden, was wirklich schön und kraftspendend war.

Am Nachmittag haben wir uns im Garten versammelt, wir haben im Kreis gestanden und die Hände gehalten zu einer traumhaften Musik, es war sehr verbindend. Anschließend kam die Eye-to-eye-Übung, diese hat meine soziale Phobie stark herausgefordert, es war eine gute Übung, um meine Ängste abzubauen, und hat mich mit den anderen Teilnehmern verbunden.

Nun zu meiner Ayahuasca Erfahrung: ich hatte meine anfangs großen Zweifel überwunden und mich auf die Syrische Steppenraute eingelassen. Zur Erklärung: mein Traum ist es schon seit Jahren nach Südamerika zu reisen und an einer Ayahuasca Zeremonie in einem indigenen Stamm mit der heiligen Liane teilzunehmen, leider hat das mein Leben bisher noch nicht zu gelassen. Daher war ich etwas skeptisch, ob das dann mit einer anderen Pflanze überhaupt vergleichbar ist. Vor allem geholfen haben mir dann jedoch Christians Erzählungen vor der Zeremonie über die Syrische Steppenraute und das eigentlich viel ältere Ayahuasca des Nordens, was mich auch an meine nordafrikanischen Wurzeln erinnerte, sodass ich mich letztendlich voll und ganz darauf einlassen konnte und schnell merkte, dass es genau das richtige war.

Ich hatte ein absolut magisches Erlebnis, begleitet von starken Visionen. Mit der heiligen Pflanzenmutter habe ich über meine Gedanken kommuniziert. Wenn ich meine Augen öffnete, habe ich blaue Lichter gesehen. Einmal habe mich mich stark übergeben, das war sehr befreiend. Die schöne Musik hat mich begleitet und das liebe Ayahuasca Team ein Gefühl von Sicherheit gegeben. Ein kleiner Einblick in mein Erlebtes: Ich habe mich selbst als Baby im Krankenhaus gesehen alleine auf der Säuglingsstation. Letztes Jahr habe ich in einer schamanischen Behandlung meine innere Leere, meinen Seelenschmerz aufgestellt und durch mich sprechen lassen, wobei dasselbe festgestellt würde. Die Erkenntnis hat jedoch zu keiner Verbessung dieses Zustandes gefühlt, auch nicht die Wurzelübungen und Meditationen. Doch die heilige Pflanzenmutter hat mir genau dieses Gefühl gegeben, was ich damals, als ich auf die Welt gekommen bin und während meiner Kindheit gebraucht hätte, um mich zu einem gesunden erwachsenen Menschen zu entwickeln. Sie hat mich gehalten, geborgen mit ihren heiligen Blättern, ich war durchströmt von Liebe und Wärme, mein ganzer Körper hat gekribbelt. Ich glaube, ich habe mich das erste Mal selbst gespürt. Es war unglaublich, das erste Mal das Gefühl zu haben, es ist jemand, der mich hält, der für mich da ist, ich konnte es kaum fassen, so schön war es. Die heilige Pflanzenmutter hat mich mit diesem Gefühl liebevoll begleitet und auf eine sanfte mütterlich fürsorgliche Weise die Themen gezeigt, die für mich gerade wichtig sind. Zuerst die Treppe, die ich hinaufrenne, bei der umso schneller ich werde, alles dunkler um mich wird und ich immer mehr verblasse – die Entschleunigung. Interessanterweise hat das mir ein Heiler schon vor Jahren genau so gesagt, dass ich gerne schon ganz oben wäre, aber akzeptieren muss, wo ich jetzt gerade stehe.

Auch ging es darum, meine Familie loszulassen, was auch das Resultat meiner schamanischen Aufstellung letztes Jahr war. Auch dies konnte ich jedoch erst durch die Ayahuasca Zeremonie voll und ganz begreifen. Vertieft wurde auch meine Angststörung bzw. ihre Ursache, dass meine Familie, wenn ich als Kind nicht angepasst genug war, schnell sehr aggressiv und gewalttätig wurde. Dabei wurden jedoch nur kurze Bilder gezeigt, ich musste die traumatischen Erlebnisse nicht nochmal durchleben. Genauso mit den traumatischen Erlebnissen in meinem späteren Leben, die heilige Pflanzenmutter wollte mir nur zeigen und sagen, was ich schon alles geschafft habe und hinter mir lassen konnte.

Nachdem diese wichtigen Dinge geklärt waren, war die klare Botschaft, dass ich nun meine Gedanken loslassen soll und mich voll hingeben möge. Das habe ich getan und mich noch nie so frei gefühlt. Es war, als würde ich durch die bunten Bilder und Muster fliegen, vollkommen entspannt und gedankenleer. Ich habe von oben meinen Körper gesehen, er war voller blauer geometrischer Muster, die sich aus ihm herausgelöst haben und zu einem größeren Muster der Unendlichkeit verbunden haben. Dies geschah während einer besonderen Musik, mein ganzer Körper vibrierte dabei, danach war mein ich nicht mehr da, es war ein wunderschöner Traumzustand, der irgendwann in Schlaf überging.

Am nächsten Tag teilten wir unsere Erfahrungen und genossen den letzten gemeinsamen Tag, ich fühlte mich stark verbunden zu den wundervollen Menschen meiner Ayahuasca-Gruppe.  Mittlerweile ist eine Woche vergangen seit der Ayahuasca Zeremonie, der Stress des Alltags hat mich wieder eingeholt, auch wenn ich jedoch oft zu kämpfen habe, in meiner Negativspirale versinke, erinnere ich mich immer wieder daran, dass mein Prozess Zeit braucht und ich dem Universum Vertrauen schenken darf und sich nach und nach alles lösen und richten wird. Wenn ich meine Augen schließe, kann ich die heilige Pflanzenmutter immer noch spüren, wie ihre Blätter mich halten, das ist unbeschreiblich. Ich fühle zum ersten Mal nach jahrelanger Wurzelmediationsübungen, wie zarte Wurzeln aus meinen Füßen wachsen, jeden Tag etwas mehr.

Außerdem kam am ersten Tag zu Hause auch die Botschaft: Jetzt bist du dran, und ich wusste, was zu tun war, die heilige Pflanzenmutter hat mir alles gezeigt. Abschließend kann ich sagen, dass ich diese Ayahuasca Zeremonie mit der Syrischen Steppenraute von Christian und dem wunderbaren Ayahuasca in Deutschland Team jedem empfehlen kann und auch schon empfohlen habe. Gerne würde ich diese heilige Zeremonie wiederholen, jedoch erst nach einiger Zeit, da ich der heiligen Pflanzenmutter wie vereinbart dann zeigen möchte, was ich weiter geschafft habe, um von ihr zu erfahren was weiter notwendig ist für meine Entwicklung.

Bis dahin werde ich genährt sein von ihrer Liebe und mich freuen für alle, die auch das große Glück haben eine Zeremonie bei Christian zu erleben. Mit tiefstem Dank – Shirley

Erfahrungsbericht (September 2023, Verena): „Die Intelligenz des Pflanzengeistes“

Die Kakaozeremonie:
öffnete mein Herz.

Die Rapé Zeremonie:
ließ mich voll konzentriert mit stillen Geist die Schönheit und Lebendigkeit des Waldes genießen.
Ich sah vor meinem inneren Auge einen menschlichen Fötus in fruchtbarer Mutter Erde liegen, mit der Nabelschnur an die Erde angeschlossen, rundum versorgt.
Dann sah ich mich in diesem Moment, fühlte, wie ich bis zum Bauchnabel in der Erde steckte und mein Kopf erblühte. Ich war eine Mensch-Blume.
Meine verstorbene Mutter kniete als Lichtengel vor mir. Ihre Hand auf meinem Herz, ließ sie Liebe hinein strömen.
Ich ließ mich nähren.
Dann legte sie ihre andere Hand auf das Herz meines Bruders und liebte auch ihn.

Die Ayahuasca Zeremonie:
Der Ritus ist so stark! So alt! Abgeräuchert werden, meine Intention mitteilen, den Zaubertrank dankend annehmen und trinken.
Dann fühlte ich eine liebevolle und kraftvolle Energie, die mich langsam durchdrang.
Ich flog durch einen langen schwarzen Tunnel. So schnell, dass meine Augenlieder zitterten. Dann Puff… war ich in einem Raum der Stille.
Mein Energiekörper wurde von Grund auf gereinigt. Aus meinen Fußsohlen strömte Energie wie Feuer tief in die Erde hinein.
Meine Erkenntnis: Ich habe doch tiefe Wurzeln, entgegen meiner Überzeugung.
Langsam und mit System arbeitete sich die ehrwürdige Medizin entlang meiner Wirbelsäule hinauf. Ich spürte, wie Chakren am Rücken aktiviert wurden.
Aus meinem Kopf strömte dann die Energie kraftvoll ins Universum.
Mein Herz fühle bei all dem mit.

Ich empfing den Satz: „Meine Wurzel ist die Kultur der Meditation!“ Und ich sah Bilder von alten Kulturen, die sich ihrer Anbindung an das große Ganze bewusst waren und die Natur pflegten.

Meine Mutter erschien und bat mich um Verzeihung für ihren Selbstmord. Sie sagte sie habe deswegen schon genug gelitten.
Ich sah meinen Vater und die Liebe in seinen Augen. Mir wurde klar, wie sehr ich ihn liebe. Ich sah Meschen aus meinem Umfeld und was ich ihnen sagen möchte, um die Beziehungen zu bereinigen oder zu stärken.

Ich schaute mir das Thema meiner Angst, Unsicherheit und chronischer Anspannung an. Ich habe gesehen, dass sehr viele Gedanken enthalten: „… darfst du nicht, weil es anderen Menschen ein unangenehmes Gefühl machen könnte!“
„… darfst du nicht, weil andere Menschen sonst deine Angst oder Unsicherheit sehen könnten!“
Ich habe tief erkannt, dass ich es selbst bin, die sich dieses Gefängnis erschafft.
Ich habe den Wunsch, ganz ich selbst zu sein. „Ich will ich sein!“ Und dass die oben genannten Glaubenssätze nicht wahr sind, weil sie mich davon abhalten frei zu sein/ich zu sein/echt zu sein.
Um frei zu sein muss ich loslassen von meinen unzähligen Regeln, die ich selbst übernommen und/oder mir auferlegt habe.

Ich habe gesehen, dass ein Umzug in eine Wohnung in der Natur für mich notwendig ist!

Ich habe gesehen, dass ich die Beziehung mit dem Vater unserer Kinder doch nicht
aufgeben möchte. Mir kam der Satz:“Bleib dabei!“

Ich bin erstaunt, wie präzise die Pflanzenmedizin wirkt; und besonders beeindruckt mich die Intelligenz des Pflanzengeistes. Mir wurde gezeigt, was ich sehen musste. Wenn ich nicht verstand, fragte ich nach und bekam Antwort.

Ich gab mich Mutter Ayahuasca von Anfang an hin. Ließ alles los. Sobald ich den geringsten inneren Widerstand spürte, sagte ich mir: „Du entscheidest, ich lasse geschehen. Es ist mir eine Ehre, dich durch mich wirken zu lassen.“ Jedes Mal, wenn ich mich wieder hingegeben habe, konnte die Pflanze weiter arbeiten. Einmal bedankte sie sich sogar bei mir dafür. Wow.

Jetzt, einige Tage nach der Zeremonie fühle ich eine tiefe, kontinuierliche innere Ruhe. Ein Getragensein in stiller Freude. Mein Herz fühlt wieder intensiver Liebe und Schmerz. Es tut unendlich gut und ist das einzige, das ich wirklich brauche:
meinen inneren Frieden.

DANKE DANKE DANKE.

Erfahrungsbericht (September 2023, Ines): „Zurück zu mir“

Von der ersten bis zur letzten Minute habe ich wohl gefühlt, in einer fremden Umgebung mit völlig fremden Menschen.❤️ Danke Christian, Anna und Anika: Ihr seid wunderbar ❤️

Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal so viel Liebe und Verständnis für mich bekommen habe.

Meine Intention „Zurück zu mir“ kam mir spontan auf der Zugfahrt zum Retreat. Ich habe schon jahrelang das Gefühl, mich im Alltagsstress verloren zu haben. Ich wusste gar nicht mehr, wer ich wirklich bin.
Durch Aya ist mir bewusst geworden, dass ich zu viel im außen bin und stattdessen lieber den Fokus auf mich richten soll.
Ich habe viel zu wenig Selbstliebe.
Mir ist aufgefallen, dass ich durch die ganzen Enttäuschungen in den letzten Jahren gar keine Liebe mehr in mein Leben kommen lasse.
Für alle funktioniere ich immer, und ich bleibe dabei außen vor.
Dank Aya habe ich mich von meinen Fäden gelöst und bin keine Marionette mehr!!

Ich bin froh, diese positive Erfahrung in meinem Leben gemacht zu haben!

Erfahrungsbericht (September 2023): „Die beste Entscheidung meines Lebens“

Ich möchte gerne meine Erfahrung vom Ayahuasca Retreat im September 2023 mit euch teilen.
Ich muss gestehen, dass ich mit wirklich starken körperlichen Beschwerden (Rücken-, Kopf- und Magen-Darm) zu dem Retreat angereist bin. Ich glaube, dass diese Schmerzen jedoch so verstärkt auftraten, da mein Geist in einer Art Widerstand war und sich irgendwie dagegen gewehrt hat, was da so kommen wird. Nun gut – als ich dann eingetroffen bin, habe ich das tolle Team (Christian, Anna und Anika) sowie die anderen Gruppenmitglieder, welche an diesem Wochenende an dem Retreat teilgenommen haben, kennengelernt und wurde von allen wirklich herzlich empfangen und aufgenommen.

Das erste, was dann stattfand, war die Kakao-Zeremonie zusammen mit dem holotropen Atmen. Ich bin da mit keinen großen Erwartungen reingegangen, zumal ich auch starke Kopfschmerzen hatte. Nach den ersten Schlückchen Kakao dachte ich nur, „das schmeckt aber widerlich“, jedoch war das Ergebnis dann eine wahre Überraschung. Nachdem ich mich nach dem Atmen hingestellt habe und zu der tollen Musik bewegt habe, fühlte ich mich so leicht und befreit wie schon seit Ewigkeiten nicht mehr alleine. Das war es schon wert, diese Reise unternommen zu haben. Das Einschlafen waren etwas schwierig, nachdem ich jedoch eingeschlafen war, konnte ich gut schlafen, ohne jegliche Schmerzen zu spüren.

Am nächsten Morgen ging es dann mit der Rapé-Zeremonie weiter. Anna hat sich ganz liebevoll darum gekümmert diese Zeremonie zu einem Ereignis zu machen, wie ich es nicht für möglich gehalten hätte. Auch hier wurde ich wieder von einer innerlichen Ruhe, Ausgeglichenheit und Glückseligkeit überschüttet. Nach dieser Zeremonie hatten wir etwas Zeit für uns und haben diese genutzt, um im Wald etwas spazieren zu gehen.

Nach dem Mittagessen, der letzten Mahlzeit vor der Ayahuasca-Zeremonie, gab es dann noch die Eye-to-eye-Challenge im Garten, bei der man sich mit jedem Gruppen- und Team-Mitglied für eineinhalb Minuten in die Augen schaute. Für mich war das tatsächlich das Highlight des Wochenendes, denn ich hätte niemals gedacht, dass man so viel in den Augen eines Menschen lesen kann, das fasziniert mich weiterhin Tag für Tag.

Zu guter Letzt kommen wir jetzt zur Ayahuasca Zeremonie. Nachdem sich alle in etwas hellere Kleidung geworfen hatten, gingen wir in den Zeremonieraum und haben darauf gewartet, dass man an der Reihe ist, um sein Ayahuasca Glas in Empfang zu nehmen und es dann zu trinken. Ich war als zweiter dran und ich habe es voller Freude, aber auch mit einer ordentlichen Portion Respekt zu mir genommen. Es dauerte gefühlt keine 5 Minuten, da hatte ich das Gefühl, dass ich auf Toilette musste. Es fing erst an, dass mein Darm anfängt zu arbeiten wie verrückt, und dann kam noch die Übelkeit dazu. Zu allem Überfluss spürte ich auch meine körperlichen Probleme wie Kopfschmerzen und Rückenschmerzen. Ich wollte jedoch nicht zu früh „ aufgeben“ und die gute Medizin wieder loswerden, sondern ich wartete. Ich weiß nicht, wie viel Zeit verging, aber plötzlich zeigten sich mir Visionen. Ich möchte jetzt nicht zu sehr ins Detail gehen, jedoch war ich anfangs etwas enttäuscht über die Visionen, die mir aufgezeigt wurden, da es nicht die Fragen waren, die ich gerne beantwortet gehabt hätte. Der Rest der Zeit, wo keine Visionen waren, war für mich tatsächlich ein Kampf mit meinem Körper und meinen Beschwerden. Natürlich habe auch ich mich übergeben, aber letztendlich war’s das alles wert.

Auch wenn ich wirklich gelitten habe, kann ich für mich sagen, dass es die beste Erfahrung und Entscheidung meines Lebens war, an diesem Retreat teilzunehmen. Ich habe seitdem eine absolute Ruhe und Ausgeglichenheit in mir, die ich von mir überhaupt nicht kenne. Ich ärgere mich nicht mehr so schnell über andere Sachen und gehe auch nicht so schnell in die Luft, wie ich es sonst gemacht habe. Ich merke auch, dass die Pflanze noch weiter arbeitet und ich noch nicht am Ende meiner Reise angelangt bin. Ich weiß auch, dass es nicht das letzte Mal gewesen sein wird, dass ich Mama Aya aufgesucht habe, denn ich denke all die Fragen, die ich Ihr gestellt hatte und die mir nicht beantwortet wurden, wurden mir aus einem guten Grund nicht beantwortet. Ich war einfach noch nicht bereit dazu.

Also jeder, der das Gefühl hat, von Ayahuasca gerufen zu werden, dem kann ich nur ans Herz legen, diesem Ruf zu folgen und sich auf die Reise zu begeben.

In Liebe und tiefster Dankbarkeit an das tolle Team und natürlich an Mama Aya!🙏🏽❤️

Erfahrungsbericht (Juni 2023, Romy): „Wunderschönes Erlebnis“

Das 3-tägige Retreat hat etwas ganz kraftvolles in mir bewirkt. Ich trete mir und meinen Mitmenschen seitdem viel verständnisvoller und liebevoller entgegen. Grundsätzlich habe ich das Gefühl, ich stehe meinem Inneren näher und habe ein besseren Zugang zu meinen Gefühlen gewinnen können. Ich bin sehr dankbar für diese Erfahrung.
Das ganze Team von Ayahuasca in Deutschland ist wirklich wundervoll! In bessere Hände hätte ich mich nicht begeben können. Ich habe mich von Anfang bis Ende super aufgehoben gefühlt und alle Drei waren sehr aufmerksam und hatten immer ein Auge für dein Wohlergehen.
Ich kann diese Erfahrung mit reinstem Gewissen jedem empfehlen der noch am Überlegen ist. Es ist eine einmalige Erfahrung, die ganz viel bewirken kann. Und wer weiß, vielleicht war es für mich auch nicht das letzte Mal 🙂

Danke Christian, Anika und Anna – ihr seid wundervoll!

Erfahrungsbericht (Juni 2023, Sybille): „Tiefe Dankbarkeit“

Was ich dieses gesamte Wochenende empfunden habe war Liebe und Dankbarkeit und auch jetzt wirkt diese Zeit in mir nach. ❤️
Wir alle wurden warmherzig empfangen, nein, wir waren nicht irgendwo in der Fremde, es war, als würden wir nach Hause kommen. Dieses Gefühl hat sich das gesamte Wochenende, sowohl mit unseren wundervollen Betreuern als auch mit der gesamten Gruppe fortgesetzt.

Alle Pflanzenzeremonien wurden in tiefem Respekt und Würde für die Energien und das Wesen der Pflanzen und unserer Mutter Erde vollzogen. Wir wurden sanft, verständnisvoll und mit höchster Kompetenz durch die Interaktionen mit den Pflanzenenergien begleitet.

Wir bekamen genug Zeit zur Ruhe zu kommen, in uns selbst zu gehen, unsere Intentionen zu überdenken.

Obwohl mir Madre Aya einige schöne Bilder gezeigt hat, hatte ich die erhofften stark bebilderten Visionen nicht. Aber wie sagte Christian lächelnd zu uns „Ayahuasca beginnt für euch ab morgen“. Was soll ich sagen, er hatte recht!  Schon auf dem Weg nach Hause fühlte ich eine große innere Ruhe, keine Gedanken die in meinem Kopf kreisten, eine innere Zufriedenheit, ein inneres Lächeln. Ich hatte Aya nach meinem Weg gefragt und anstatt ihn mir in Visionen zu zeigen, begann sie diesen Weg direkt unter meinen Füßen zu pflastern. Und dies geschieht bis heute und ich fühle, daß die Pflanzenenergie noch in mir ist und mich sanft leitet. Ich weiß nicht wohin mich dieser Weg führen wird, aber ich weiß, er wird mich zu Glück und Liebe führen.

Ich werde wieder kommen, eines Tages, wenn ich darf … und wenn Großmutter Aya mich wieder zu sich ruft.

Meine tief empfundene Dankbarkeit für alle Beteiligten und all die großen und kleinen Dinge, die das Team für uns getan hat. 🙏❤️

Erfahrungsbericht (April 2023, Michaela): „Mutter Aya hat mir weitere Pforten zu mir selbst geöffnet!!“

Mutter Aya hat mich tiefer in meinen Prozess gebracht und mir weitere Pforten zu mir selbst geöffnet. Habt Vertrauen Mutter Aya gibt euch das was ihr für euren Lebensweg braucht!

Mittlerweile sind jetzt schon einige Wochen vergangen und doch möchte ich noch von meiner sehr tiefgreifenden und sehr intensiven Erfahrung über Ostern 2023 mit Mutter Aya erzählen. Um auch andere dazu zu ermutigen sich auf die Reise ihres Lebens zu begeben!

Auch wenn ich zu Beginn die Gruppengröße von 24 Menschen als sehr groß empfand, so entwickelte sich an diesem Wochenende so ein wundervoller Gruppenspirit. Jede Begegnung, jeder Austausch war eine absolute Bereicherung. Manche dieser tollen Menschen begleiten mich sogar bis heute noch.

Christian, Anna und Erhan haben uns direkt zu Beginn sehr herzlich empfangen und einen Raum der Sicherheit und des Vertrauens geschaffen. Das Ankommen, Kennenlernen, die Kakao Zeremonie, die am nächsten Tag folgende Rapé-Zeremonie, die Augenübung, die Begegnung mit Mutter Aya, die Begleitung während dessen sowie das Sharing am folgenden Tag, zusammen mit der wundervollen Musik, alles war sehr stimmig und harmonisch aufeinander abgestimmt!!! Es hat den Raum geöffnet für diese einizigartige Erfahrung!

Meine Intention war es mehr über meine karmischen Verbindungen herauszufinden, da ich das Gefühl habe, dass es Energien in mir gibt, die mich daran hindern in meine wahre Kraft zu kommen. Das was ich erfahren durfte, war sehr  intensiv, seelisch sowie auch körperlich! Nicht in Form von Erbrechen oder Durchfall, nein, ich habe immer wieder stark gezittert, eisige Kälte wechselten mit dem Gefühl der Wärme und Erkenntnis. Ich bin meinem verletzten inneren Kind begegnet, habe Szenen gesehen, die nicht aus diesem Leben waren, Bilder die mich sehr schockierten, Bilder die Tage und Wochen nacharbeiten, bis jetzt…Ich konnte durch diese Bilder, einige meiner Gefühle im JETZT besser verstehen, verstehen warum einige Dinge im Hier und Jetzt passieren.

Mutter Aya hat mich körperlich wesentlich sensitiver gemacht. Über viele Jahre hinweg bin ich permanent über meine Grenzen gegangen. Mutter Aya hat mich in die Knie gezwungen und mich in die Schranken gewiesen. Mir bleibt jetzt gar keine andere Wahl mehr auf dem Weg umzukehren, der mir nicht gut tut, da es sich mir sofort auf körperlicher Ebene zeigt. Die Strukturen aufzulösen, weshalb ich permanent über meine Grenzen gegangen bin ist jetzt der nächste Schritt und auch nicht mal eben so gemacht. Aber es ist schon mal ein riesen großer Schritt in die richtige Richtung!

Immer wieder passieren teils kleine und subtile Dinge, gibt es Impulse, die mir Wege und Möglichkeiten aufzeigen, die mich auf meiner Reise durchs Leben weiter bringen. Ein Vortrag auf You Tube, eine Aussage eines Menschen, eine Szene in einem Film, der Text eines Liedes, Träume, die jetzt vermehrt auftreten.

Für mich war die Aussage eines Therapeuten vor ein paar Tagen der Schlüssel dafür, die Bilder aus meiner Erfahrung mit Aya, nun integrieren zu können. Manchmal müssen die Schattenseiten einfach nur angenommen werden um Frieden zu schliessen.

Ich begegne seither immer mehr Menschen, die mich mit ihrem Tun und Werken inspirieren, die mich begleiten, auch wenn es mal nicht so einfach ist. Menschen, die mich weiter bringen auf der Reise zu mir selbst. Das ist wirklich eine wundervolle Erfahrung!

Ich DANKE Mutter Aya dafür und allen Menschen, die mir auf dieser Reise begenet sind und noch begegnen werden!!!

Erfahrungsbericht (April 2023, Johanna): „Mein Mut zum NEIN-Sagen und meine neue innere Stärke“

Ich bin Johanna, 27 Jahre alt und habe mich für meine erste Ayahuasca-Erfahrung in Deutschland (Oktober 2022 war das) entschieden. Ab dem ersten Kontakt fühlte ich mich wundervoll aufgehoben.
Für mich war es besonders entscheidend und schön, dass mit so viel Mühe und Liebe alles vorbereitet wurde. Nicht jeder hat die Möglichkeit, sich im Alltag auf die Zeremonie „perfekt“ vorzubereiten; und der Ablauf war genau hierfür ausgelegt. Ein Kennenlernen, damit jeder sich sicher und aufgehoben fühlt in der Gruppe und die Kakao-Zeremonie. Diese ging sehr viel tiefer, als ich dachte, und brachte vieles zum Vorschein. Am Ende tanzte ich weinend, fast lautlos durch den Raum und war dankbar, ich selbst sein zu können. Der folgende Tag war gefüllt mit wunderschönen Erlebnissen und Vorbereitung auf die bevorstehende Zeremonie.
Ich möchte mich bei meinem Erfahrungsbericht direkt auf das Wesentliche konzentrieren, sonst wird es zu lang. Außerdem direkt darauf hinweisen, dass es für den ein oder Anderen schwer sein könnte zu lesen. Das Hauptthema meiner Ayahuasca-Erfahrung war die Konfrontation mit meiner sexuellen Missbrauchserfahrung als 12-jähriges Mädchen.
Für mich war die gesamte Zeremonie ein gigantisches Loslassen und Ergeben. Ich wiederholte etliche Male: „Ich bin bereit zu sehen, was ich sehen soll.“ Dieses Mantra half mir durch die Nacht. Die Übelkeit konnte ich bei dem ersten Glas noch in Zaum halten, jedoch packte sie mich beim Zweiten. Der Ablauf war für mich, dass, wann auch immer ich ein Thema „durchkaute“ mit der heiligen Pflanze und sie es für beendet hielt, ich mich abschließend übergab. Ein direktes Reinigen der Energie.
So landete ich dann bei meiner Missbrauchserinnerung. Ich stand in einem roten Raum, gefüllt mit Büchern an jeder Wand. Der Täter stand mir gegenüber und meinte, er wisse, was er mir angetan hätte. Ich fragte daraufhin, was genau. „Ich habe dich missbraucht.“ Für mich war diese Aussage eine sehr schlechte Zusammenfassung der Situation und beinhaltete nicht einmal annähernd, was diese Erfahrung in meinem Leben bewirkt hat. Ich fasste also all meine Kraft zusammen und sprach: „Du hast mir nicht nur meine Unschuld genommen, sondern auch meine Lebensfreude, meine Kindheit, meine Lust und vor allem meine Grenzen. Vor allem meine Grenzen.“ Ich war stolz auf mich, dass ich ihm das ins Gesicht sagen konnte.
Er kam auf mich zu und legte seine Hand auf meine Schulter. Ein kolossaler Wutausbruch fand in mir statt. Eine Explosion and Stärke und der größten Grenze, die ich jemals ziehen konnte. Das war zu weit. Das ließ ich nicht mit mir machen und hierzu hat er niemals ein Recht. Er hatte es nie und wird es niemals haben. Es war das größte NEIN, das ich jemals aussprach.
Das Bild wandelte sich, und er war wieder von mir entfernt. Kam auf mich zu und mit der geballten Stärke, die ich nun in mir trug, dank des Neins, ging ich einen Schritt auf ihn zu. Er war bestimmt, sicher gesetzt und ein klares Zeichen sowie eine Kampfansage. Ich bin nicht mehr das schwache junge Mädchen, das sich nicht wehren konnte. Ich lasse mich nicht weiter missbrauchen und du hast keine Macht mehr über mich. Er blieb stehen. Verdutzt und etwas eingeschüchtert. Ich erinnere mich vage an ein „Entschuldige“, aber ich war schon wieder auf dem Weg zu meinem Spuckeimerchen. Die Pflanze hatte wieder entschieden, wir sind durch mit dem Thema. Mein rationales Hirn wollte vieles weiter erfragen und analysieren, aber Mutter Ayahuasca gab mir alles, was ich brauchte. Die Entscheidung für mich selbst, die Zurückeroberung meiner Macht und meine Selbstständigkeit. Auch wenn ich dachte, die Entschuldigung sei mir wichtig, merkte ich, dass sie mir egal war. Ich bin für mich eingestanden und das übertrifft alles.
Am Morgen danach, als jeder berichtete, erzählte ich das erste Mal 26 Fremden von meiner Missbrauchserfahrung. Dank Christian, der mich ermutigte, dass genau dieser Raum für mich geschützt ist. Ich wurde noch nie so wundervoll aufgefangen in meinem Leben, wie von all den Kursteilnehmern. Bis heute bin ich immens dankbar für seine aufmunternden Worte.
Ich erzähle diese Erinnerung so genau, weil es für mich ein wahrhaft tiefgründiges Ereignis war. Nie zuvor hatte ich die Kraft, NEIN zu sagen. Nie zuvor wusste ich, wie stark ich bin. Außerdem war ich zutiefst traurig, weil ich spürte, wie sehr ich noch von dieser Erinnerung verletzt war.
Die Monate danach verbrachte ich viel mit der Aufarbeitung des Traumas. Ayahuasca war weiterhin in meinem Leben. Man sagt, sie beginne schon vorher und auch danach zu arbeiten und auszusortieren. Das tat sie auch bei mir. Innerhalb von sechs Monaten (drei Monate vorher und drei Monate danach), hat sich mein gesamtes Leben verändert. Alles, was nicht passte, ließ ich los.
Auch wenn die Veränderungen nicht immer leicht waren, würde ich die Zeit nicht zurückdrehen. Ich bin immens dankbar für die Hilfe und Unterstützung, die sie mich gelehrt hat.
Es war eine wundervolle Erfahrung und ich bin dankbar, diese mit so einem erfahrenen und abgestimmten Team zu erleben. Ich kann es von Herzen nur empfehlen. Jeder hört den Ruf der Pflanze und wenn er da ist, folge ihm gern. Ich kann aus Erfahrung sprechen, dass es schwer ist, aber absolut möglich und sehr lohnend.
Danke Mutter-Aya. Danke liebes Team.
Auf bald.
Johanna

Erfahrungsbericht (April 2023, Jivane): „Tiefe Bereitschaft zu heilen“

Irgendwie geht es bei mir genau darum: meine innerste Erlaubnis, endlich heilen zu dürfen.

Ich fühle noch immer diese tiefe Dankbarkeit, die mir jedes Mal wieder Tränen in meine Augen bringt.

Dieses Wochenende war eines der tiefgreifendsten Erlebnisse, die ich je erfahren durfte.

Ich habe die letzten Jahre mehrmals weitläufige Rufe oder eher ein Anstubsen von Mama Aya bekommen.
Der Hinweis, Ayahuasca in Deutschland erfahren zu können, war dann der sofortige Entschluss, das auch zu tun.
So bin ich zu Christian, Erhan, Anna und Claudia gekommen.
Es war, als ich ankam, als ob ich „nach Hause“ komme.
Wir wurden liebevoll willkommen geheißen und angenommen mit all unseren Ängsten und unserer Vorsicht.

Unsere Gruppe war grandios! Unglaublich, WIE schnell unser Gruppen-Spirit entstanden ist.
Das haben wir diesem wunderbaren Team zu verdanken.

Der erste Abend mit der Kakao-Zeremonie war sehr herzöffnend!
Es war sehr schön und einfach, mit den Menschen und der Musik verbunden zu werden/ zu sein.

Die Rapé-Zeremonie hat mir ein Gefühl von reiner Klarheit im Kopf gegeben – eine unglaubliche Präsenz.

Und abends gingen wir zur Ayahuasca-Zeremonie.
Ich empfand eine Dankbarkeit und Feierlichkeit in mir, dass ich würdig war, diese besondere Pflanze in mir aufnehmen zu dürfen.

Allerdings hat Aya dann auch ziemlich gut „zugeschlagen“. Ich hatte so etwas wie eine „Komplettreinigung“ mit allem Drum und Dran.

Aber ich hatte dennoch in keinem Moment das Gefühl, dass ich das doch lieber hätte bleiben lassen.
Im Gegenteil, für mich war die Reinigung sehr Tiefgreifendes!
Aya hat mir meine Angstgefühle, die in meiner Magengegend/Solarplexus saßen,
komplett genommen und aufgelöst.

Und nun muss ich einmal eine riesige Lobeshymne auf dieses tolle Team (Christian, Erhan, Anna und Claudia) singen!!!
Zu jeder Zeit, in jedem Moment war immer jemand bereit, an meiner Seite zu sein und mir zu helfen!
Und glaubt mir, ich brauchte eine Menge Hilfe, allein schon um mich irgendwie fortzubewegen.

Jetzt nach etwas über einer Woche nach dem Aya-Retreat bin ich sehr bewusst, sehr in mir ruhend,
meine Ängste, (die immer nochmal versuchen anzudocken) sind weg.

So sage ich einen Riesen-Dank an dieses Oberklasse-Team!!!
Einen Riesen-Dank an unsere wunderbare Gruppe!!!
Es war einfach ein ganz besonderes Geschenk für mich, ein Teil davon zu sein.

Ja, und im Oktober bin ich „Wiederholungstäterin“. Da bin ich dann wieder dabei, beim 5-Tage-Retreat!

Erfahrungsbericht (April 2023, Anika): „Ayahuasca – meine Reise zu mir selbst“

Zuallererst möchte ich mich nochmal für die unglaublich tolle Begleitung und Betreuung durch Christian, Erhan, Anna und Claudia bedanken!
Ich habe das Ayahuasca Retreat vom 7.-9.4.23 erleben dürfen – und es war durchweg perfekt organisiert, strukturiert, und ich war das gesamte Wochenende komplett im Vertrauen. Das Team hat von Anfang an dafür gesorgt, dass ein Gruppenspirit, eine Einheit entsteht, was meiner Meinung nach voll gelungen ist.
Unsere Gruppe war einfach unglaublich toll, super harmonisch und es konnte jeder sein wie er ist und das ohne, dass jemand dafür verurteilt wurde. Ich habe so wunderbare Menschen kennenlernen dürfen, dass mir noch viel bewusster geworden ist, dass wir Menschen viel zu schnell anhand von kurzen Momenten vorverurteilen, ohne dessen Geschichte dahinter zu kennen, oder jemals in seinen Schuhen gelaufen zu sein!
Die einzelnen Zeremonien, ob die Kakao-Zeremonie, die Rapé-Zeremonie oder Ayahuasca-Zeremonie selbst: alle waren perfekt aufeinander abgestimmt und ich fühlte mich noch immer sehr geerdet. Die Ayahuasca Zeremonie klingt seit der Abreise nach, was ich sehr bewusst wahrnehme und mich super gut damit fühle. Eine tiefe Dankbarkeit durchdringt mich seitdem und es ist mir noch nie so viel Liebe entgegengebracht worden wie an diesem Wochenende!
Gleich am Montag danach habe ich meine eigene kleine Zeremonie in Form von Meditation und Rapé zu Hause fortgeführt und bereits ein tolles Erlebnis mit mir selbst gehabt. Ich war fähig, mich selbst für 5 min im Spiegel anzusehen und mir zu sagen, dass ich mich liebe. Es kamen sofort Freudentränen und eine Stimme fragte mich: Wo warst du so lange? Seitdem spüre ich, dass ich meine Verbindung zu mir selbst wieder gefunden habe! Ich stelle seitdem ebenfalls fest, dass ich im Moment gar keine Lust mehr auf verarbeitete Lebensmittel habe. Dinge, die ich tue, tue ich bewusster und ich habe eine solch angenehme Ruhe in mir, dass ich mich von gar nichts stressen lasse. Ebenfalls ist es bei mir so, dass ich beim Philosophieren mit mir selbst oder bei Situationen, die entstehen, neue Erkenntnisse bekomme, alte Muster erkenne, durchbrechen kann und vor allem zu mir selbst stehen und mir treu bleiben kann, anstelle es wie vorher allen Anderen recht machen zu wollen und mich damit selbst zu verraten und zu verletzen, so wie ich es immer und immer wieder getan habe. Jetzt erkenne ich das Muster dahinter, nehme meine Intuition noch viel bewusster wahr und kann es – und das ist das Wichtigste – umsetzen!
Ich kann es fast gar nicht alles in Worte fassen, was die Pflanze mit mir macht, aber eines kann ich sicher sagen: Es war die beste Entscheidung meines Lebens, um meinen Weg in die richtige Richtung zu gehen! Ich fühle mich sehr gut, gereinigt, geerdet, verbunden, bin im Vertrauen, in meiner Mitte, einer unglaublichen Ruhe und einfach voller Liebe.
Ayahuasca hat mich gerufen und ich bin unendlich dankbar dafür!

Erfahrungsbericht (April 2023, I.S.): „Ich fühle meine Emotionen viel stärker und habe das Zepter in der Hand in meinem Leben!“

Ich nahm am Retreat vor 6 Wochen teil.
Davor hatte ich eine schwere depressive Episode durchlebt und habe entgegen meinem bis dahin starken selbstregenerativem Willen nicht geschafft, mich daraus zu bringen. Ich habe mich und all das, was mich spirituell ausmacht, mehrere Jahre verleugnet und die Spirale aus Überforderung, Unzufriedenheit und Selbstaufgabe drehte sich immer weiter. Nach außen war ich immer noch stark und selbstbewusst, im Inneren war alles leer und leblos. Ich resignierte vor mich hin, bis mein Körper mir so eindeutige Zeichen gab, dass ich sie nicht mehr ignorieren konnte.
Durch einen Zufall sah ich einen Film über den Einsatz von Psychedelics in der Traumatherapie. Intuitiv spürte ich, dass es was für mich sein könnte. Ich recherchierte und fand schnell heraus, dass man so ohne Weiteres in D. nicht legal rankommt. Parallel kam die Erkenntnis, dass ich mich mal trotz meiner beruflichen Voreingenommenheit einem Therapeuten stellte sollte. Was könnte da noch schiefgehen?!
Ab da ergab sich eins nach dem anderen, wie Puzzle fügte sich alles zusammen. Ich fand einen aufgeschlossenen Therapeuten, der mir nicht übers Köpfchen streichelte, sondern mir auch mal Kontra gab und klare Ansagen machte. Und vor allem, all das aus mir rauskitzelte, von dem ich glaubte, es längst erfolgreich verdrängt und vergessen zu haben. Wegen der anderen Sache konnte er mir allerdings nach eigenen Recherchen auch nicht helfen, denn für die wissenschaftlichen Studien hierzulande war ich schlicht und einfach nicht „krank“ genug. Er erzählte mir aber von seinen eigenen früheren Erfahrungen mit Aya und so kamen wir auf die Idee, dass es auch für mich was sein könnte. Durch Recherchen kam ich auf die Seite von Ayahuasca in D. von Christian und hatte wieder dieses gute Gefühl. Spontan fragte ich wg. der Teilnahme am Retreat im März an und wusste, dass es trotz des Platzes auf der Warteliste klappen würde. Was soll sagen: das war goldrichtig!
Wie von Christian angekündigt, fing die Aya schon vorher an zu wirken, dezent aber spürbar. Auf einmal fiel auch der vorherige Entzug nicht allzu schwer und schien tatsächlich Sinn zu machen. Ich bin herzlich empfangen worden und lernte so viele tolle Menschen kennen. Es fühlte sich am bisschen wie heimkommen an. Die Gespräche und der Austausch unter Gleichgesinnten fühlten meine Tanks wieder auf. Ich fühlte mich pudelwohl und gut aufgehoben. Und das trotz einfacher Unterbringung auf einer dünnen Matratze im Zeremonieraum (wo ich doch sonst, was mein Schlafgemach angeht, Prinzessin auf der Erbse bin;-)
Christian und sein Team haben uns gut umsorgt und waren stets für uns da. Die ganze Organisation war gut strukturiert, nahm einem die Bedenken und der Ablauf macht im Nachhinein betrachtet als schonend vorbereitende Heranführung viel Sinn. Schon die ersten Versuche mit Kakao und Rapé machten mir klar, dass ich bei allem weiterhin auf mein Bauchgefühl hören soll. Und so nahm ich syrische Steppenraute pur ohne Begleitung von Rapé 2x mit ordentlich Zeit dazwischen ein. Es kamen keine bunten Bilder, aber alles was passierte, machte Sinn (die Erkenntnis kommt allerdings erst später nach und nach).
Die Zeremonie hat mich nicht so gebeutelt, wie manch andere in der Gruppe und sogar das Brechen fühlte sich als befreiende Notwenigkeit an. Ich hatte sicher auch den Vorteil, dass ich mich schon vorher mit meinen Abgründen in Therapie auseinandergesetzt habe und die Aya deshalb anders in mir arbeitete. Ich spürte auch, dass es noch nicht das Ende war und die Wirkung sich noch weiter entfalten würde. Was soll ich sagen?! Der Christian verabschiedete mich mit dem Satz „du bist das Feuer“🔥 und ja, da ist er wieder. Jeder um mich herum nimmt meine Veränderung wahr, ich sehe wie gut es meiner Familie tut, dass die Mama wieder „Bäume ausreißen“ kann. Es ist so, als ob die Energie und die Aya-Magie als überschwappt und auch auf die Menschen in meiner Umgebung abfärbt. Mein bis dahin teils schon verhasster Job fühlt sich auf einmal ganz anders an. Und das Geheimnis ist der Perspektivenwechsel.

Auf einmal sehe ich nicht die Grenzen, sondern die Möglichkeiten. So wie aktuell in meinem privaten Leben fühle ich mich auch im beruflichen wieder als Hauptakteur und habe das Zepter in der Hand. Ich sehe klar, was ich bewegen kann und ärgere mich nicht mehr übermäßig über die, die nicht bewegt werden wollen. Ich erkenne, dass es ihre Entscheidung ist und wenn sie nicht so weit sind, macht es auch gar keinen Sinn.
Es gibt natürlich auch andere Momente, die in denen ich traurig, erledigt und manchmal auch wütend bin, aber es ist ok. Es gehört dazu und es ist schön auch diese Emotionen wieder „richtig“ fühlen zu können. Mir geht es gut!

Erfahrungsbericht (März 2023, Katja): „Die Suche nach meiner wahren Kraft“

„Die Suche nach meiner wahren Kraft“ – Mit dieser Intention war ich Anfang März
voller Vorfreude angereist. Die 2 Wochen zuvor spürte ich schon, dass der
Spirit der Pflanze sich angedockt hatte an mein System und mich beim Fasten
unterstützt hatte.  – Zuckersucht- Im Nachhinein war mir bewusst, ich hätte
mehr aufs Fasten achten müssen, um  eine noch  intensivere Verbindung zu
meinem SEIN zu bekommen).

Ich wurde sehr herzlich von Anna und Christian
empfangen und habe mich direkt sehr wohlgefühlt.

In Worte zu fassen, was während und im Grunde genommen erst nach der
Zeremonie mit mir passiert ist, fällt mir 4 Wochen nach dem Retreat immer
noch schwer.

Freitag: Einstieg mit der Cacao Ceremony war super easy für mich, Mama
Cacao mit ihrer liebevollen, herzerwärmenden Energie kenne ich schon seit
1,5 Jahren, ich liebe den Rohkakao.

Am Samstag spürte ich, dass es schon brodelte in mir, ich hatte Respekt,
Angst, ich weiß es nicht mehr, die Pflanze hatte mich zu sich gerufen, so
wie der Cacao auch, also wollte ich da durch.

Aya zeigte sich mir sofort mit ihrer, ich nenne es mal, gnadenloser Härte.
Ich war die erste in der Gruppe, die mit Übelkeit zu kämpfen hatte. Angst, ja
ein wenig Panik stieg in mir auf, als ich spürte, dass der Spirit der Pflanze
sich mir als Schlange zeigt: groß, bedrohlich, unfreundlich. Ich hatte
das Gefühl, sie war verärgert über meine Opferhaltung. Dabei wollte ich
doch in meine Kraft finden.
Sie saß mitten in meinem Herz-Chakra…..ich hatte so sehr mit meiner
Übelkeit zu kämpfen, dass ich sie erstmal ignorierte.

Das Sonntags Sharing habe ich nicht mehr klar wahrgenommen, weil ich zu sehr in
meinem Prozess war.
Ich habe noch 1 Woche mit Übelkeit und Schwindel zu kämpfen gehabt. Im
Nachhinein war mir auch bewusst, warum. Ich habe Aya keine Aufmerksamkeit
gegeben, ich spürte immer noch diesen Druck im Herz-Chakra, empfand sie
immer noch als unfreundlich.
Sie hat regelrecht gewartet, dass ich meine Themen loslasse und sie zur
Hilfe hole, was sie dann auch gemacht hat an der Tag & Nachtgleiche.

Christian war mir in der ganzen Zeit nach dem Retreat eine große
Unterstützung, er hat mir mit seinem Rat und offenem Ohr sehr geholfen.

Es gibt bisher keinen Tag, an dem ich nicht an Aya denke……es ist ein
Prozess der Zeit braucht. Ich fühle mich angekommen, geerdet, beschenkt
durch Aya , die weiterhin in meinem Herz-Chakra  (freundlich :-))) wohnt.

Für mich persönlich war es die beste Entscheidung, die ich treffen konnte.
Dies hätte ich am Sonntag des Retreats zwar noch nicht gesagt ….aber mit ein paar Wochen
Abstand würde ich sogar sagen, dass ich nochmals Ayahuasca trinken werde.

Ich bin in eine Kraft gekommen, die ich so gar nicht erwartet hätte, und
die täglich wächst.

Ich kann nur jedem empfehlen: Sei mutig und geh diesen Weg, hör auf deine
innere Stimme, halte das Fasten gut ein und gib Aya Zeit.
Bei Christian Kelly und seinem Team bist du wunderbar aufgehoben.
Aho Katja

Erfahrungsbericht (März 2023, Alex): „Die Zeremonie hat etwas in meinem Leben verändert“

Die Zeremonie hat etwas in meinem Leben verändert. Ich war mit der
Intuition Sicherheit zu finden angereist.

Schon durch das Vorbereiten und das Fasten habe ich eine andere Wahrnehmung
für mein Umfeld bekommen. Die Ernährung hat einen sehr großen Einfluss auf
unser gesamtes Leben. Dies war die erste Erkenntnis.

Das ganze Wochenende war sehr herzlich organisiert. Von der Begrüßung bis
zum Sharing habe ich mich sehr gut aufgehoben gefühlt. Neben der
eigentlichen Hauptzeremonie hat mir vor allen Dingen auch die Kakao-Zeremonie sehr gut gefallen.

Es war meine erste Erfahrung mit richtigen (!) = reinem, rohem
Kakao und habe diesen nun zu einem festen Bestandteil in meinem Leben
gemacht. Allein für diese Erfahrung hat sich das Wochenende schon gelohnt.

Was den zweiten Tag angeht, habe ich die Zeit intensiv für mich genutzt und
bin in der Natur in mich gegangen. Während der Zeremonie habe ich erst nicht
alles verstanden, was ich gesehen und gefühlt habe.

Allerdings konnte ich zwei weitere Erkenntnisse für mich mitnehmen: Zum
einen entscheidet die eigene Wahrnehmung über alles, was uns im Leben
passiert. Somit hängt alles davon ab, wie ich meine Situation bewerte und was
ich daraus mache.

Die letzte Erkenntnis war, dass ich bereits jetzt schon alle Sicherheit
habe, um meinen Weg zu gehen. Mit dieser Erkenntnis habe ich das
Ritualzimmer verlassen und setze seit dem kontinuierlich diese Lehre um.

Mittlerweile habe ich meinen Job als Produktionsleiter gekündigt und starte
meine Selbstständigkeit, welche ich bereits seit 3 Jahren vor mir her
schiebe. Ich habe kaum noch Angst vor der Zukunft und ich fühle mich
getragen.

Abschließend kann man sagen, dass diese Erfahrung für mich einen großen
Mehrwert gebracht hat. Nun bin ich gespannt, wohin mich die Reise die
nächsten Jahre führen wird.

Nochmal vielen Dank für Deine Unterstützung und Deine sehr liebevolle
Betreuung.

Wahrscheinlich wird es hierzu eine Fortsetzung geben.

Erfahrungsbericht (Januar 2023, Cathrin): „Mein Erwachen und die Selbstverantwortung“

Es fällt mir gar nicht leicht, meine Erfahrungen in Worte zu verpacken. Dieses warme, herzliche Gefühl schwingt auch noch einige Wochen nach dem Retreat in mir. Während der Zeremonie habe ich nur Sterne gesehen und mich überkam ein Gefühl von Übelkeit. Ich war schon fast enttäuscht, keine Antwort auf meine zuvor gestellten Fragen erhalten zu haben. Doch bereits am Montag nach dem Wochenende spürte ich ein Gefühl von Selbstverantwortung und verlassener Opferhaltung. Mir fiel es plötzlich leicht, Handlungen auszuführen, die ich zuvor nicht bewältigen konnte. Am Montagabend begegnete ich der Aussage von Christian Kelly, dem Leiter von Ayahuasca in Deutschland: „Ayahuasca duldet keine Opferhaltung, sondern fördert in Dir in eine konsequente Haltung der Selbstverantwortung und eigenen Schöpferkraft“. Zack! GENAU! Seitdem fühle ich mich wie in einem geschützten Raum, den ich mir selbst erschaffen habe. Plötzlich sind Dinge in mein Leben getreten, die alles leicht fließen lassen. Nicht nur der Pflanzensaft steigt derzeit in den Pflanzen auf, sondern auch immer mehr Selbsterkenntnis in mir. Ich danke allen Beteiligten für die liebevolle Begleitung und den respektvollen Umgang miteinander. Es wird nicht meine letzte Zeremonie gewesen sein.

Erfahrungsbericht (Januar 2023, Natalja): „Auf dem Weg zu mir selbst!“

Alltag. Welche Bedeutung beinhaltet er eigentlich? So wie wir es gewohnt haben zu glauben, sind es Mischungen aus Verpflichtungen, Entscheidungen, Erwartungen, Enttäuschungen, Ängsten und auch Freude. Aber was geschieht eigentlich im Hintergrund, wie fühlen wir uns eigentlich dabei? Oft bleibt es uns verborgen, unbemerkbar.

An den Alltag angekettet, musste ich mich oft anpassen. Nur war die bestimmte Rolle im Leben für mich wirklich angemessen? War es wirklich das, was ich wollte? Eltern, Schule, Freundeskreis, Karriere, alles treibt uns oft dahin, wo wir nicht wirklich erfüllt und uns glücklich fühlen. So war es bei mir. Daher oft schlechte Laune, Nervosität, Kraftlosigkeit und zum Schluss Burnout. Eine Sackgasse. Alles ist stehen geblieben und ich wusste nicht mehr weiter. Affirmationen, Antidepressiva usw. hatten bei mir keine dauerhafte Wirkung.

Glücklicherweise kam ich zu Ayahuasca, die mich wieder ins Leben gerufen hat, die mich zu MIR geführt hat. Vieles ist offensichtlich geworden und ich mein Leben wieder genieße. Und wenn es Dir genauso geht, wie es mir damals, dann empfehle ich Dir Ayahuasca kennenzulernen. Ich hatte als erste die klassische Ayahuasca probiert, bis ich die Syrische Steppenraute beim Christian genommen habe, die mein Zustand enorm gebessert hat. An seinem Retreat war ich durch Christian und sein Team sehr gut aufgehoben, sie kümmerten sich wirklich um jeden Teilnehmer. Alles war perfekt organisiert, die Atmosphäre hat mich zu tiefer Entspannung veranlasst und in einen Innenraum der Gelassenheit mitgenommen. Selbst nach dem Retreat, wenn es manche Fragen oder Zweifel auftauchten, hat das Team die Möglichkeit gegeben, sich an sie zu wenden, um eine Rücksprache zu bekommen.

Ich bin unendlich dankbar der Medizin, auch Christian sowie Erhan und Claudia für Euren Beitrag auf meinem Wege zu MIR selbst!

Erfahrungsbericht (Januar 2023, Christina): „Der bester Start ins neue Jahr“

Mit einer herzlichen Begrüßung und einem kleinen Rundgang durchs Haus wurden wir von Christian in Empfang genommen. Die Energie in den Räumlichkeiten war sehr angenehm, so konnte ich mich direkt wohlfühlen.

Die erste Zeremonie war die Kakao-Zeremonie. Sie unterstützt bei der Herzöffnung, wie ich finde, ein perfekter Start, um diese besondere Reise anzutreten. Am nächsten Tag folgte die Rapé-Zeremonie. Es war eine sehr intensive körperliche Erfahrung und gleichzeitig fühlte ich mich auch extrem befreit, so als würde ich durch meinen ganzen Körper atmen können. Durch Erhans feinfühlige Art wurde ich gut durch diesen Prozess geleitet. Während einige der anderen Teilnehmer sich stark übergeben mussten, fühlte ich mich nach wie vor sehr gut und dachte, so kann es weitergehen, doch Madre Aya gibt dir nicht das, was du willst, sondern das, was du brauchst. Und so kam es, dass ich mich nach der Einnahme der bitteren Medizin ebenfalls sehr lange übergeben musste. Die Übelkeit machte mir zu schaffen, dennoch oder gerade deshalb versuchte ich weiterhin in tiefer Dankbarkeit zu bleiben. Ich hatte viele visuelle Erfahrungen, Filme, die in meinem Kopf abliefen. Ja, ich kann sagen, das Madre Aya meine Ängste und Sorgen bis in die tiefe erkannte und ich durch diesen Prozess durch musste, denn Heilung geschieht, wenn man sich seinen Schatten stellt. Auch erblickte ich immer wieder den Kopf eines Tigers. Ich empfand ihn sehr unterstützend, vielleicht als mein persönliches Krafttier, das mich auffordert, mutiger durchs Leben zu gehen.

Definitiv war dieses Wochenende eine Bereicherung in meinem Leben. Ein großes Kompliment möchte ich noch an Christian und das ganze Team aussprechen. Sie begegneten uns stets offen, liebevoll und empathisch. Sollte ich mich für eine „zweite Runde“ entscheiden, dann gerne wieder bei Ayahuasca in Deutschland.

Erfahrungsbericht (November 2022, Manuel): „Ich kann wieder Liebe spüren!“

Das Wochenende war von Anfang bis Ende ein magisches Erlebnis, ich war sehr ungeduldig die Wochen vor dem Retreat, ich konnte es nur schwer abwarten, bis es endlich so weit war, denn für mich gab es nur noch das eine Ziel, nämlich endlich mit Mutter Aya in Kontakt zu kommen.

Dann war es endlich so weit, angefangen hat das Wochenende mit der Kakao Zeremonie, Sinn und Zweck ist es das Herz zu öffnen, was eine sehr gute Einleitung für das anstehende Ritual war. Schon bei der Zeremonie sind in mir einige Schranken aufgegangen und man hat sich verbundener gefühlt, es war eine großartige Wärme und ich konnte mich spürbar gehen lassen.

Am 2. Tag wurde mit der Gruppe meditiert und man hat für den Gruppen Spirit einige Übungen zusammen durchgeführt, dazu gehörte es auch jeden der Teilnehmer für 1.5 Minuten in die Augen zu schauen.

Anfangs, als ich das gehört habe, dachte ich ohoo … das wird evtl. unangenehm. ich bin niemand, der Probleme hat, Menschen in die Augen zu schauen, aber bis dato völlig fremden Menschen für diese Zeit in die Augen zu schauen, war für mich einfach ein befremdliches Gefühl.

Ich muss sagen dass es dann ganz anders kam: Als ich der 1. Person in die Augen schaute, konnte ich eine Verbindung zu dieser Person spüren – und ab da war es nicht mehr negativ, sondern ein warmes wohliges Gefühl, so habe ich die ganze Gruppe kennenlernen können auf eine nonverbale Art.

Mir hat es sehr gut gefallen und ab da waren wir ein Kollektiv, der Gruppenspirit war voll zu spüren. Einige haben das Weinen angefangen und konnten sich öffnen, weil dazu auch eine ordentliche Portion an Intimität gefragt ist. Man gibt sich völlig dem anderen hin und man lässt die Person tief in einen hineinschauen.

Am selben Tag ein bisschen später wurde dann das Rapé Ritual eingeleitet, anfangs war ich etwas gehemmt… ich bin kein Fan von Sachen durch meine Nase zu ziehen… ich habe schon mit Schnupftabak so meine Probleme… das Gefühl als ich es mal probiert habe war einfach Eklig

Aber dann habe ich mich doch dazu entschieden das Rapé Ritual mitzumachen und ich wurde überrascht, es war gar nicht so schlimm, wie anfangs von mir erwartet, im Gegenteil es war ein super angenehmes Gefühl das sich von Nase bis Nacken durch meinen Kopf gebuddelt hat.

Ich konnte mein Gehirn spüren, es hat alles so gekribbelt und das auf eine subtile angenehme wohlige Art und Weise. Als die Initialwirkung von Rapé nachließ, durchflutete mich ein wohliges Gefühl und mein Kopf fühlte sich ein bisschen schwer an, und ich war etwas benommen, wie gesagt alles sehr subtil und angenehm.

Anna war der Ritual Meister (Rapé) und hat das super gemacht.

Dann war kurz vor 15:00 und es ging auf die Ziel gerade wir haben ein letztes kleines Mahl (Gemüsesuppe) zu uns genommen und ich habe meine letzte Zigarette geraucht, zu dem Zeitpunkt waren es dann noch 6 Stunden bis zum Ayahuasca Ritual, in der Zeit konnten wir uns frei bewegen, also spazieren gehen oder schlafen oder uns gegenseitig mit unseren Eindrücken austauschen. Die Zeit ging einfach nicht schnell genug für mich rum, ich konnte es nicht erwarten.

Irgendwann war dann 20:00 und wir haben uns alle im Zeremonieraum eingefunden, uns allen wurde dann erklärt, wie Ayahuasca wirkt und was es mit einen macht, im Grunde reinigt es Körper und Geist, die eigentliche Arbeit der Pflanze beginnt dann in den Wochen danach. (Das war mir vorher nicht wirklich bewusst) auf jeden fall wurden alle Fragen beantwortet und es wurde gut und ausführlich erklärt, was auf uns zukommt.

Dann war es endlich soweit, es war kurz vor 21:00 und wir konnten uns alle einzeln unser Glas mit Ayahuasca abholen, davor wurden wir noch eingeräuchert und sollten uns dann auf unseren Platz begeben.

Ich hielt das Glas mit größter Ungeduld in den Händen und habe dran gerochen und es mir angeschaut und dachte mir nur jetzt ist es endlich soweit ich halte es in meinen Händen. Wir sollten warten bis jeder sein Glas hat um es dann gemeinsam zu Trinken. (war nochmal leichte Folter für mich persönlich)

Dann war es soweit, ich hielt das Glas vor mein Herz Chakra und äußerte meinen Wunsch an Mutter Aya dann nahm ich es und hab es mit einen Rutsch hinter geschüttet. Es schmeckte wirklich sehr bitter, mir kamen noch andere Eindrücke dazu aber Bitter trifft es wohl ganz gut… so einen Geschmack hatte ich noch nie vorher gekostet, ich würde es bestenfalls noch als sehr sehr bittere Medizin beschreiben.

Nach 10 Minuten fingen bereits die ersten Teilnehmer an sich zu übergeben, ich lag da mit so gut wie noch garkeiner Spürbaren Wirkung, ich dachte mir sei geduldig, LSD hat bei mir auch erst nach 3 Stunden gewirkt also könnte sein dass ich mich hier auf eine ähnliche Zeitspanne einstellen müsste… aber irgendwie habe ich gehofft dass es diesmal doch mal anders kommen könnte und ich nicht die Ausnahme bin…

Nun gut, nach 1,5 Stunden spürte ich bis auf eine leichte Sedierung noch keinerlei Wirkung, inzwischen hat sich fast der ganze Raum gut hörbar übergeben müssen und war voll im Prozess.. einige haben geweint andere haben mit etwas gesprochen ich konnte zu dem Zeitpunkt noch sehr gut alles wahrnehmen und habe mich so bisschen umgehört um die Eindrücke auf mich wirken zu lassen, dann dachte ich mir hmmmmm bei mir kommt da noch nichts an so wirklich..

Wie gesagt es waren 1,5 Stunden rum und ich spürte quasi nichts, es wurde zur 2. Runde aufgerufen und davor hat man mir gesagt wenn ich nach dem 1. Glas und der Vergangen Zeit von 1,5 Stunden noch selbstständig laufen kann könne ich mir ruhigen Gewissens noch ein 2. Glas holen. Gesagt getan! Ich und 3 weitere Teilnehmer holten uns Nachschub und ich trank mein 2. Glas, wieder hielt ich es mir vor meine Brust und äußerte den selben Wunsch erneut, ich wartete kurz noch mit dem hinlegen und kurz darauf habe ich mich wieder flach hingelegt und die Augen zugemacht, ich wartete wieder geduldig auf die Wirkung des Gebräus, doch nichts großartiges passierte… außer dass ich 3 mal aufs Klo gegangen bin war ich quasi wie nüchtern…

Ich war gefrustet und irgendwie traurig, ich dachte mir nur, wieso? Wieso kann es nicht einmal glatt gehen… ich hab mich so vorbereitet wie die wenigsten aus meiner Gruppe, ich hab das so ernst genommen und wollte das Bestmögliche Ergebnis erzielen. Aber anscheinend bleibt mir das verwehrt.

Inzwischen sind 3 Stunden vergangen und es wurde zur 3. Runde aufgerufen, keiner meldete sich, auch ich nicht… ich dachte wenn 2 nichts bringen kann ich mir die 3. Dosis sparen… also hab ich meine Hand nicht gehoben und bin in Seitenlage liegen geblieben und hab in meiner Frustration vor mich hin geschmort, ich dachte mir das lohnt sich jetzt dann auch nicht mehr. Für mich war das echt hart…. alle um mich herum voll im Prozess und ich bin als Beobachter dabei.. so kam es mir vor…

Plötzlich berührte mich eine Hand.. ich schreckte leicht auf und dachte WTF ? Dann war es aber Christian der sich neben mich gesetzt hatte, er sagte zu mir * Manuel, möchtest du nicht lieber noch ein 3. Glas haben? * Als würde er wissen was ich gerade durchmache und ich nicht wirklich eine Wirkung spüre.. ich sagte zu ihm dass ich schon 2 getrunken habe und ich nicht wirklich glaube dass ein 3. Glas was verbessern würde.. Er meinte daraufhin, dass er es schon für nötig hielte, daraufhin sagte ich zu ihm, * okay dann nehme ich noch ein 3. Glas so auf die Art was kann schon schief gehen… * mir war es echt egal zu dem Zeitpunkt ich war einfach frustriert und mir war es dann auch egal. *

Er brachte mir das 3. Glas und ich trank es ohne mir irgendwas zu wünschen oder sonstige Gestiken zu vollführen, so auf die Art * her mit dem Zeug* stellte das Glas weg und lag mich wieder hin. (Ich war mal wieder die Ausnahme und der einzige der ein 3. Glas gebraucht hat )

Nach einer gefühlt halben Stunde machte ich die Augen auf, plötzlich sah ich Stroboskopartige Lichtpunkte im ganzen Raum (Grün Blau Rot) ich dachte mir nur … ist hier irgendwo ein Laser aus der Disko ? Und dann auf einmal ging alles ganz schnell… ich musste mich urplötzlich übergeben… das Gefühl kam wie aus dem Nichts… in meinen ganzen Bauch grummelte und blubberte es, ich fragte mich … da ist doch nichts mehr drin, die Diät das wenige aber dafür Gesunde essen und die bereits 3 Sitzungen auf der Toilette sollten alles aus mir rausgeholt haben.

Ich beugte mich über den Eimer und kotze eine Pechschwarze aber klare (nicht schäumige) Flüssigkeit aus, Ach du Scheisse hat das widerlich geschmeckt und gerochen…. ich kann es nicht mit Worten beschreiben, was das für eine Abgrundwiderliche Plörre war, es war Pechschwarze Brühe die aus mir rauskam… Dagegen hat Ayahuasca wie ein Cocktail mit Zucker am Rand geschmeckt.

Dann legte ich mich hin mit der inneren Vorsicht, dass da evtl. noch was kommen könnte… ein paar Minuten darauf habe ich dann nochmal das Gefühl bekommen aufs Klo zu gehen, als ich die Augen aufmachte war der ganze Raum Blau…. Blaue lichter die die Wände beleuchteten, ich fragte dann die Person die mir aufs Klo helfen musste (konnte nicht mehr selbständig laufen) ob die Polizei vor der Tür wäre… denn genauso hat es ausgehen als wär das Haus umzingelt von Blaulicht… (leicht scherzhaft sagte sie zu mir, Nein da ist keine Polizei vor der Tür) dann musste ich kurz grinsen und ich hab realisiert was hier grad abgeht.

Nachdem ich auf dem Klo war (insgesamt 6 mal an diesem Abend) und wieder zu meinen Platz zurückgebracht wurde sind mir diese Blauen Lichter aufgefallen wie bereits zuvor, nur diesmal waren Muster in diesen Blauen Lichtern zu erkennen… der Mäander also der Laufende Hund.

Ich legte mich hin und schloss die Augen, während die Augen geschlossen waren habe ich nicht soviel Lichtsprektrum erlebt wie bei geöffneten Augen.. doch plötzlich erschien ein Bild vor mir … Es war meine Mama und sie schaute mich an, ich konnte sie klar erkennen, plötzlich veränderte sich das Bild … aus meiner Mama wurde eine Alte Indianerfrau mit Federschmuck und allen drum und dran, deren Blick mich traf, ich zuckte irgendwie zusammen und öffnete die Augen, das Bild kam dann nicht mehr und hinterlässt mich bis jetzt mit Fragenzeichen, ich kann mir zu dem Zeitpunkt noch keine wirkliche Erklärung dazu bilden.

Ich vermute, dass es Mutter Aya war, denn ich sah meine Mutter und dann eine völlig andere Person (Indianische alte Frau)

Aber vielleicht bekomme ich dazu noch mehr Info, denn es kommen gerade täglich neue Eindrücke und Veränderungen in mein Leben.

Nachts um 02:00 war dann mit der offiziellen Zeremonie Schluss und die Musik wurde ausgeschaltet, ich lag dann noch bis 03:00 da und habe mich treiben lassen.

Bereits am Sonntag kurz vor der Abfahrt und nach dem gemeinsamen Gruppensharing haben wir uns dann auf den Heimweg gemacht und ich muss immer dazu den Zustand davor beschreiben damit ihr verstehen könnt was und wie es sich für mich geändert hat.

Ich bin ein Überdenker und kann mich nur schwer konzentrieren bei so Gruppen Aktivitäten, ich bin schnell gelangweilt und drifte in Gedanken ab… wie das eben so ist als Überdenker.. aber als die Menschen Ihre Erfahrungen erzählt haben konnte ich erstaunlicherweise sehr gut zuhören und es gab nicht einen Moment wo ich gedanklich abgedriftet bin, ich war voll und ganz bei der Sache. Ich fühlte bereits da eine Ordnung und Stille in meinem Kopf… der sonst nur so qualmt vor lauter Gedankengängen. Das war das 1. was mir aufgefallen ist.

Ich bin ein sehr aggressiver Autofahrer, auch wenn ich nicht in Zeitdruck bin fahre ich wie die letzte Sau, was das Auto hergibt eben… wenn jemand vor mir auf der Linken Spur fährt und mich ausbremst dann nötige ich diese Person so lange bis er platz macht… ich fahr dann bis auf einen halben Meter an seine Stoßstange ran und ja … gibt nur wenige die das mit sich dann machen lassen und weichen dann aus..

Bei der Heimfahrt merkte ich schon dass in mir eine tiefe Gelassenheit breit macht und ich für mich das 1. mal ganz entspannt fahren kann. Ich hatte kein Verlangen mehr danach Grundlos die Menschen zu nötigen. Meinen Beifahrer ist es auch aufgefallen dass ich viel entspannter bin als noch auf der Hinfahrt.. Ich hatte einfach keinen Druck mehr, es war okay für mich wenn jemand vor mir war, dann habe ich eben gewartet bis ich er von selbst platz gemacht hat ganz ohne Stress.

Das war das zweite was mir auffiel, ich hatte es auf einmal aus dem Blickwinkel betrachtet dass es gut ist, keine Menschen mehr unnötig zu gefährden inklusive mich und meiner Beifahrer.

Es war bereits davor ausgemacht, dass ich am Montag zu meiner Mama zum Frühstück komme, ganz besonders gefreut habe ich mich auf eine Tasse Kaffee, (stand Sonntag)

Als ich Montag dann aufgewacht bin fuhr ich gleich Frühs zu meiner Mama um zu Frühstücken, das 1. was meine Mama mir angeboten hat war eine Tasse Kaffee ^^ und ich fand es zu dem Zeitpunkt schon bemerkenswert da ich irgendwie keine Lust mehr auf Kaffee hatte, ich hab sie dennoch mir eine machen lassen und hab einen Schluck getrunken, mir hat es nicht wirklich geschmeckt, nach zwei weiteren Schlückchen habe ich dann die Tasse weggeschüttet, ich wollte einfach keinen Kaffee mehr trinken, als würde etwas in mir das nicht mehr wollen. Und ich weiß nicht ob man es dadurch nachvollziehen kann, aber für mich war das ganz klar zu erkennen, dass hier was anders ist, man kennt sich ja selbst ganz gut und ich hab auch noch zu den anderen Teilnehmern gesagt dass ich mich auf die Tasse Kaffee am Montag freue.

Nachdem wir gefrühstückt haben sind wir eine Rauchen gegangen und ich hab meiner Mutter von meinen Wochenende erzählt, als ich zu dem Teil kam wo es um das Retreat selbst ging (Samstag) musste ich auf einmal fürchterlich das weinen anfangen

(Vorgeschichte dazu)

Ich habe viel in meinem Leben erleben und durchleben müssen, vor allem die letzten Jahre ganz besonders viel, ich hab fast alles absorbieret und das meiste davon gar nicht erst bewertet, wie als würde man etwas nehmen und in eine Schublade stecken. Ich hab mich selbst immer als hart und kühl wahrgenommen so auf die Art nichts kann mich irgendwie runterziehen oder überhaupt erreichen.

Die letzten Jahre das gleiche, mich kann nichts aus der Ruhe bringen und Emotionen sind was für Schwächlinge, ich aber bin stark.

Auf jeden fall habe ich dann meiner Mama davon erzählt und in mir ist in dem Moment was aufgegangen, es war keine Traurigkeit, es war wie Erlösung von mir selbst. Kurz darauf bin ich dann gegangen und habe mich ins Auto gesetzt um noch ein wenig herum zu fahren, es war wunderschönes Wetter, das wollte ich nutzen.

Ich fuhr aus der Ortschaft raus und blickte in den Himmel zur Sonne, es waren die wunderschönsten Gigantischsten Wolken die ich seit langem gesehen habe, und der Anblick hat mich getroffen wie eine Bombe… plötzlich war so eine extreme Wärme in mir und besonders in meiner Herz Chakra Region… ich musste wieder das Weinen anfangen, es hat mich sooo extrem berührt dieser schiere Anblick der Wolken und die Berührung der Sonne.. dass ich für eine geschlagene halbe Stunde intensiv geweint habe, ich bin mit 60kmh durch die Gegend gefahren und immer wieder der Blick zur Sonne und den Wolken, das Gefühl, das ich dabei empfand war, dass die Sonne mir sagt, dass sie auch für mich scheint und es okay ist, wenn ich meine Emotionen zulasse und zeige. Das tat so gut, irgendwann bin ich dann heimgefahren und mir ging es super gut, erlöst, befreit von gefühlt allem, was ich die letzten Jahre und der frühen Jugend erleben musste. Alle Dämme in mir sind gebrochen und ich konnte das rauslassen.

Ich wollte unbedingt in die Natur dann, mir kam sofort mein Lieblings-Wald in den Kopf, also da gehe ich nun hin, die gefühlte Verbundenheit zur Natur war viel stärker als sonst, ich bin ja ein echter Waldgänger und liebe es da meine Zeit zu verbringen, das Gefühl war 100x Stärker als sonst, ich habe alles viel genauer betrachtet und wahrgenommen, ich hab mich verbunden gefühlt und hab den Wald und die Natur mit einer noch viel Stärkeren Bewusstheit wahrgenommen.. alles lebt und ist verbunden und für mich da wenn ich es brauche.

Auch da sind mir immer wieder die Tränen gekommen und ich musste weinen, dabei war mein Kopf klar und nicht von alten oder unnötigen Gedanken durchflutet wie es sonst der Fall war.

Ich habe vor dem Retreat gesagt dass ich mit dem Kiffen wieder anfange, sobald ich daheim bin… weil ich das nicht aufgeben möchte, weil es mir A gut tut und ich es einfach mag. Wie jemand halt sein Bier am Abend genießt .. genieße ich abends meinen Joint… Und eigentlich dachte ich dass ich direkt am Sonntagabend oder dann Montag eben mir wieder einen Joint gönne… bis jetzt war das nicht der Fall, ich möchte es aktuell nicht, ich hab kein Verlangen dazu. Das heißt nicht dass ich es nie wieder machen werde, aber aktuell möchte ich das einfach nicht, um auf Empfang zu bleiben … ich möchte mich jetzt nicht abdichten und so wie davor meine Abende verbringen. Viel lieber gehe ich raus in die Natur oder treffe mich mit Menschen, die mir gut tun.

Ich hatte vor dem Retreat noch eine Tiefkühlpizza im Gefrierschrank und wollte mir die eigentlich am Montag Abend machen weil die einfach Lecker ist… als es dann soweit war, fühlte ich wieder was in mir… eigentlich möchte ich das gar nicht. Viel lieber würde ich mir was gesundes kochen, kaum war der Gedanke durch meinen Kopf, fuhr ich zum Supermarkt und hab mir frisches Gemüse gekauft und mir einen Reis gemacht der suuuuper geschmeckt hat… Die Pizza liegt jetzt noch im Gefrierschrank und ich habe einfach keine Lust darauf… egal wie schmackhaft ich sie mir geredet habe davor.

Es reizt mich kein bisschen mehr…

Gestern war ich wieder einkaufen und ich bin wie von Magischer Hand an allen vorbeigeführt worden was ich mir sonst so gekauft habe, viel lieber wollte ich mir wieder was gesundes für meinen Kühlschrank holen und ich habe mir gestern meinen 1. Salat gemacht… ich hab mich so drauf gefreut einen Salat zu machen… ich gehe jetzt viel bewusster durch die Regale und kaufe mir nur noch das wo ich ein Gefühl dazu habe dass es mir auch gut tut… Als würde mir Aya sagen, vergeude es nicht, das was ich aus dir Rausgeholt habe war der Grund für deine Körperlichen Probleme… ernähre dich von mir von Mutter Natur…

Ich habe seitdem auch noch keine Lust auf Fleisch… überhaupt nicht.

Das sind die Eindrücke und Veränderungen, die ich am eigenen Leib verspüre… ich fühle in mir so einen Art Sensor, der mir sagt, was ich lassen sollte und was gut für mich ist.

Das macht mich so glücklich, weil ich jetzt einen Plan habe, was ich tun kann und was nicht.

Ich bin sehr dankbar für mich und mein Leben und kann wieder Liebe spüren…

Wenn das nicht etwas großartiges ist!

Erfahrungsbericht (November 2022, Stefan): „Innerer Frieden und Gelassenheit und mein Glaube an das Menschliche wurden mir zurückgegeben“

Zum ersten Mal hörte ich von Ayahuasca von einem Freund, der einen Teil vom Jakobsweg entlanggelaufen ist und seine Tour mit einer Ayahuasca Zeremonie abgeschlossen hat. Ich fand es sehr interessant, was er erzählt hat und ich habe mich etwas mit der Thematik beschäftigt. Als dann ein paar Jahre später noch ein Freund von so einer Zeremonie erzählt hat, war es für mich klar- das möchte ich auch machen. Er hat mir dann auch den Link geschickt und mir Christian und sein Team empfohlen. Ich bin und war nie der Typ für Meditation oder Ähnliches. Aber der Fakt, dass man etwas zu sich nimmt, was etwas in einem bewirkt – das schien mir plausibel. Ich habe mich also angemeldet. Ich versuchte so gut wie möglich, wie in der Empfehlung auf der Webseite, mich darauf vorzubereiten. Meine Intention war es, wieder zu mir selbst zu finden, da ich mich über die letzten Jahre und vor allem in meiner letzten Beziehung verloren habe. Dann war es soweit, Freitag war Anreise. Als ich angekommen bin, habe ich mich sofort sehr wohl gefühlt. Es war eine sehr tolle Gruppe mit sehr interessanten Menschen. Mir war damals noch nicht bewusst, wie wichtig auch dieser Faktor für mich sein würde. An dem Wochenende gab es auch eine Kakao Zeremonie und unser Schamane Erhan hat, denen die es wollten, Rape verabreicht. Schon das waren tolle Erfahrungen. Bei der Kakao Zeremonie musste ich plötzlich angefangen zu lachen. Dies war, verbunden mit spezifischen Atemübungen, die absolute und pure Freude die auf einmal in mir war und raus wollte. Es war ein unglaubliches Erlebnis. Dann war es soweit, die Ayahuasca Zeremonie stand an. Ich war nicht aufgeregt, ich habe mich eher darauf gefreut. Es ging dann los, die Gruppe hat gemeinsam Ayahuasca getrunken. Nach etwa 15 Minuten ging bei einigen der Prozess los, man hörte Geräusche von Personen die sich übergeben haben. Ich habe mich auf mich konzentriert und weiterhin mit Freude gewartet auf das was mich erwartet. Als nach etwa 1,5 Std bei mir nichts passierte bekam ich eine zweite Portion. Aber auch nach weiteren 1,5 Std passierte bei mir nichts. Ich bekam dann eine dritte. Nach weiterer längerer Wartezeit ging es dann auch bei mir los. Ich habe Blitze und Lichter gesehen, hatte das Gefühl auf einem Trampolin zu sein, was sich irgendwann in ein sehr angenehmes Wiegen umwandelte. Ich habe keine Bilder oder Visionen gehabt. Als die Zeremonie vorbei war, war ich etwas enttäuscht. Am Sonntag haben wir uns alle über unsere Erfahrungen ausgetauscht. Viele Teilnehmer haben von unglaublichen Erlebnisse erzählt. Es war toll, wie offen die Gruppe über alles gesprochen hat. Christian hat aber immer wieder betont – auch wenn nichts passiert bei der Zeremonie, arbeitet die Pflanze weiter und es kann sein, dass man sogar Wochen danach Veränderungen merkt. Und tatsächlich war es so. Ich fühle mich so entspannt und ruhig wie schon lange nicht mehr. Sachen die mich früher gestresst haben, begegne ich jetzt mit mehr Ruhe und Gelassenheit. Insgesamt bin ich viel zufriedener geworden, ohne bewusst etwas bei der Zeremonie erlebt zu haben. Ich denke mir, dann ist das mein Prozess, es ist das, was für mich aktuell gut ist und was mir die Pflanze zutraut. Es war für mich sicher nicht das letzte Mal, ich möchte mich weiterhin besser kennenlernen und wissen was mein Unterbewusstsein mir zu sagen hat. Das Wochenende hat mir sehr viel Kraft gegeben, nicht nur das Team, auch die Teilnehmer. Mir ist im Nachhinein aufgefallen, dass ich von keinem wusste, was sie oder er beruflich macht. Es ging nämlich nie um diese Oberflächlichkeiten in den Gesprächen. Es war unglaublich und unvergesslich, dass es immer nur um das Wesentliche ging, um die wichtigen Sachen. Es hat keinem interessiert, wie man aussieht, was man für Klamotten trägt, was man beruflich macht usw.; diese Oberflächlichkeiten, die heute unser Leben leider prägen, waren nicht da. Dies hat mir wieder etwas den Glauben an die Menschheit und an das Menschliche zurückgegeben, was heutzutage leider verloren scheint. Danke an das Team und an die Teilnehmer aber auch an die Pflanze, dass ich Teil davon sein durfte, und die Erinnerungen und der Prozess mich auf meinem zukünftigen Lebensweg begleiten werden.

Erfahrungsbericht (Oktober 2022, Laura): „(k)ein feelgood Retreat“

Christian und das tolle Team um ihn herum haben es geschafft, uns an einem Wochenende vom Alltag und dem ganzen Stress zu erden, zur Ruhe zu bringen und bestens auf die Zeremonie mit der Steppenraute vorzubereiten.
Es war ein sehr herzlicher Empfang am Freitag Nachmittag, und spätestens nach der Kakao-Zeremonie am Abend war man angekommen und hat sich sehr wohl gefühlt.
Am Samstag hatten wir dann alle Zeit für uns und konnten uns durch langes und bewusstes Meditieren mit sehr anregender Musik auf die Zeremonie am Abend vorbereiten.
Das ganze Team hat es geschafft, eine tolle Atmosphäre zu schaffen, in der man sich vor allem sicher und geborgen gefühlt hat, was es einem ermöglichte, sich ganz auf die Steppenraute einzulassen und die Medizin auf sich und in sich wirken zu lassen.
Dieser Prozess des Wirkens geht über die Zeremonie am Samstag hinaus und erfordert auch nach dem Retreat eine Menge Arbeit mit sich selbst.

Sicher stellt man sich unter dem Wort Retreat etwas Heilsames und auch Entspannendes vor, doch körperlich war dieses Wochenende zumindest für mich sehr fordernd.
Trotzdem kann ich, nun 2 Wochen später, sagen es geht mir gut und ich fühle mich gut.

Ich möchte diese Erfahrung nicht missen und bin sehr dankbar für die Menschen, die ich während des Wochenendes näher kennenlernen durfte, und für die Erfahrungen, die wir geteilt haben.

Erfahrungsbericht (Oktober 2022, Patrick): „Die Zeitlose Atmosphäre“

Zuallererst möchte ich mich bei dem Ayahuasca-Team Anna, Mary, Erhan und Christian bedanken, denn zu einer gelungenen Zeremonie gehört auch eine gute Betreuung, bei euch hab ich mich zu jedem Zeitpunkt sicher gefühlt und habe so meine anfänglichen Sorgen oder gar Ängste komplett vergessen. Ihr habt es geschafft, dass sich das Wochenende im bestmöglichen Sinne wie eine Ewigkeit anfühlte, es war eine so zeitlose Atmosphäre, kein Alltagsstress, kein Berufsstress und ein überwältigender Gruppenspirit vorhanden, was dies zu einer unvergleichlichen Erfahrung machte. Nach dem Retreat hab ich mir schon fast gewünscht, nicht in meinen Alltag zurückzukehren, da ich mich schnell an die positiven Vibes während des Wochenendes gewöhnt habe.

Nun zur Pflanzenmedizin, man sagt, dass die Mutter Ayahuasca schon Tage oder Wochen vorher und auch noch nachher wirkt, das kann ich nur so unterschreiben, ich bin zufällig, dachte ich zumindest, auf Ayahuasca aufmerksam geworden, nachdem ich aufgrund von Symptomen recherchiert habe, aber nix passiert zufällig. Während der Zeremonie hatte ich am Anfang sehr zu kämpfen, da mein Reinigungsprozess wohl bitter nötig gewesen ist, denn das muss jedem Klar sein, es ist eine Form der Selbstheilung, das heißt, du wirst dazu gebracht, dich mit dir im inneren auseinanderzusetzen. Dabei nimmt dich die Pflanzenmedizin an die Hand, während du mit dir selbst konfrontiert wirst – das ist für jeden eine unterschiedliche Herausforderung, aber es lohnt sich.
Nach dem schweren Beginn, wo ich nicht mal wusste wer, was, oder wo ich war und einige Menschen habe reden gehört, begann die wohl beste Nacht meines Lebens: Das erste, woran ich mich erinnere, war, dass ich verschiedene Leute im Traum besucht habe und mit ihnen geredet habe, danach war ich im Weltall und bin umher geflogen, dann flog ich in eine Galaxy, ein Sternensystem und zur Erde, immer kleiner werdend, bis ich schließlich in der Zelle, dem Atom und noch kleineren Bestandteilen ankam. Da realisierte ich erstmal, dass sich die Welt im großen so wie im kleinen und sowohl im inneren als auch im äußeren angleichen. Im Mittelpunkt des Universums angekommen, hab ich eine Version von mir Selbst getroffen, die behauptete, das alles schon hinter sich zu haben. Wir haben die ganze Zeit geredet und zusammen Sachen wie Poker und so weiter gespielt. Zudem hab ich viel über mich als Person gelernt, wer ich eigentlich bin oder sein sollte. Danach habe ich ein paar Hausaufgaben bekommen, wie ich nicht in alte Muster zurückfalle, denn die Pflanze kann dir den Weg zeigen, den musst du aber Selber gehen. Ich kann nicht mal sagen, wie lange es gedauert hat: Wochen oder Jahre, aber dann aufzuwachen und zu begreifen, dass es nur eine Nacht war, ist der beste „Mindfuck“, den ich je hatte – so krass, dass ich noch Stunden gebraucht habe, richtig wach zu werden. Ich spüre noch über 2 Wochen danach, wie es einen positiven Einfluss auf mein Leben nimmt, seit dem Abend der Rückfahrt ist bei mir alles anders: eine neue Beziehung, neue berufliche Perspektive und so weiter, alles wird so, wie es sein soll, es ist wie immer größer werdende Dominosteine, die nach und nach fallen. Ich werde es wohl bald wiederholen, da ich weiß, dass die Pflanze noch mit mir arbeitet.

Vielen Dank Liebes AYAHUASCA IN DEUTSCHLAND Team, dass ihr euch so lieb um uns gekümmert habt.

Erfahrungsbericht (Oktober 2022, Thomas): „Ein wundervolles Wochenende“

Ein wunder-volles Wochenende!

Lieben Dank an euch, wundervolle Seelen, die den Prozess des Sich-nach-innen-Wendens unterstützen.
Für mich hat es Mut gebraucht, um zu diesem Retreat zu kommen. In mir waren (sind) Ängste, dem zu begegnen, was ich vor mir verstecke.
Ich hatte Angst, irgendwo „hängen zu bleiben“.
Was ich an diesem Wochenende erlebt habe, war echt, ehrlich und wundervoll.
Ich bin durch meinen Prozess gegangen und habe erfahren, dass ich von dem Team um Christian begleitet und jederzeit gehalten werde.
Ich durfte meine Erfahrungen machen und Erkenntnisse durch die Heilpflanze mit in mein Herz und meinen Geist nehmen.
Ich bin durch die Zeremonie an Anteile in mir gekommen, die mir bisher zwar irgendwie bekannt waren, aber sich noch sie so real und ehrlich dargestellt haben.
Herzlichen Dank für die Zeit, die Hingabe und Liebe von euch …

Erfahrungsbericht (September 2022, Carsten): „Wie ich zum Joker wurde“

Es dauerte etwa eine halbe Stunde.

Eine halbe Stunde nämlich, nachdem ich das nicht wirklich köstlich schmeckende Gebräu der heiligen Pflanze zu mir nahm, passierte es. Nun, dass es nicht unbedingt köstlich, aber durchaus kostbar sein kann – dazu später mehr.

Aber was passierte denn eine halbe Stunde später?
Um den Spannungsbogen nicht weiter zu strapazieren: Nichts!
Es passierte absolut gar nichts.

Nach diesen 30 Minuten beschloss ich für mich, dass einfach nichts weiter passieren würde. Meine Anspannung fiel ab und ich stellte mich auf einen genau so entspannenden und herzerwärmenden Abend wie tags zuvor in der Kakaozeremonie ein.

Und das war ein Fehler. Vielleicht?! Vielleicht war es aber auch die Initialzündung dessen, was nun doch zu beginnen schien.
Denn – wer weiß, ob durch genau dieses Loslassen meiner eigentlich schon niedrigen Erwartungshaltung an den Ayahuasca-Abend der Geist der Pflanze sich erst ermuntert gefühlt hat, loszulegen.
Genau das hat er nämlich dann ganz unvermittelt: Losgelegt.

Zweifellos! Mächtiger, intensiver und in emotionaler Hinsicht schmerzhafter, als ich es auch nur ansatzweise erwartet hätte.

Von einer Minute auf die andere wurde mir anders. Wie eine warme zähe Flüssigkeit ergoss sich in mir eine Art Lavastrom in alle Gliedmaßen. Ich schaute beispielsweise ungläubig auf meinen Unterarm, weil sich dort gerade dieses warme Gefühl ausbreitete – und mein Blick folgte diesem gefühlten Lavastrom weiter in meine Hand, und schließlich endete er in den Fingerspitzen. Aufgrund des großen Unbekannten in mir bekam ich es augenblicklich mit der Angst zu tun und mir wurde heiß. Extrem heiß. Innerhalb von Minuten war ich klitschnass geschwitzt und entledigte mich fieberhaft so vieler meiner Kleidungsstücke wie die gesellschaftlichen Konventionen es zuließen. Ich schwitzte wie in einer finnischen 100°-Sauna nach einem Aufguss.

Ich wusste nicht mehr, wohin mit mir. Ich drehte mich um alle Achsen. Ich setzte mich und legte mich wieder nieder. Ich konnte in diesem Moment nicht viel mehr tun. Aber all das was ich in meiner Verzweiflung zu tun vermochte, änderte schließlich und letztlich nichts an meiner Situation. Es fühlte sich so an, als ob eine andere Kraft nun Herr über meinen Körper werden würde und ich vor der Herausforderung stand, dieses zu zulassen. Aber ich wollte nicht. Ich ging in den Widerstand. Klar, ich hatte Angst und es war unbekanntes Terrain.
Dieses Szenario hieß der heiße Wüstenblizzard. Zumindest erschien mir dieser Name im Abspann meiner Rocky Horror Picture Show die noch folgen würde. Ich weiß – ein Blizzard ist ein Schneesturm und man könnte sich fragen, welcher Abspann hier gemeint sein soll. Nun, manche Aussagen und Erlebnisse im folgenden entbehren einfach jeder intellektuellen Grundlage. Es ist eben eine sehr mächtige und vor allem intuitive Erfahrung die mir Ayahuasca bescherte, welche ich eins zu eins wiederzugeben versuche – auch wenn der gewöhnliche Verstand meint, es besser zu wissen.

Ebenso hat nämlich genau jener Verstand gedacht, es wäre eine großartige Idee, bei meinem nun sehr stark einsetzenden Schwindelgefühl meine Beine hoch zu lagern und einen Schluck Wasser zu mir zu nehmen. So zumindest habe ich es zufälligerweise erst wenige Wochen zuvor bei einem ähnlichen Zustand mit durchaus beachtlichen Erfolg gemacht. Aber Ayahuasca scherte sich einen Dreck um meine vermeintlich geistreichen Einfälle.
Sie versandeten im Nu und nichts half. Ich bin niemand, der den Verstand verteufelt. Gewiss nicht. Er ist ein äußerst nützliches Werkzeug. Aber in dieser Situation – so hab ich gelernt – sollte er „seine Füße besser stillhalten“.

Alle Symptome wurden nämlich schlimmer. Und meine Angst – der zu begegnen nebenbei gesagt unter anderen meine Intention dieses Retreats war – schien das Ganze noch zu befeuern und wirkte gefühlt als Katalysator – oder vielmehr als Turbolader, um in der Metapher zu bleiben.
Aus dieser Angst heraus rief ich ein Teammitglied zu mir, teilte diesem meine immer größer werdenden Sorgen und Nöte mit und fragte, ob ich an die frische Luft geführt werden könnte. Allerdings wurde mir davon abgeraten und herzlich vermittelt, dass ich – um optimalen Nutzen aus dem Erleben zu ziehen – den Prozess weiter wirken lassen solle. Und das war absolut gut so, wie sich später herausstellte.
Im Vorfeld wurde nämlich gesagt, dass sich nach Einnahme des „Elexiers“ eine Pforte öffnen könnte, aber man müsse schon selber durch eben diese hindurchgehen. Wäre ich jetzt aus dem Zeremonieraum, hätte frische Luft geschnappt und wäre somit der Situation aus dem Weg gegangen, hätte sich diese Pforte womöglich wieder geschlossen. Also blieb ich und versuchte, so gut es in diesem Moment eben ging, Ruhe zu bewahren. Ich erinnerte mich ebenfalls an die vom Zeremonieleiter unmittelbar vor der Einnahme des Ayahuascas erwähnte Hilfestellung: Atmen! Ich wusste bereits, welch wunderbares und kraftvolles Werkzeug die bewusste Atmung sein kann. Aber nochmals die Erwähnung darüber – kurz vor Beginn – ließ mich dann in dieser „Notsituation“ auch tatsächlich daran denken und so atmete ich so kräftig wie noch nie. Und diese bewusste Vollatmung half mir auch ein Stück weit. Nicht in dem Sinn, dass ich ein fröhliches Liedchen hätte trällern wollen, aber ich hatte dadurch zumindest wieder das Gefühl, ein wenig Kontrolle über meinen Körper zu erlangen. Allein das war nach dem Lavastromerlebnis ein erleichterndes, aufmunterndes und beruhigendes Gefühl und verhalf mir in der Tat wieder meinen Parasympathikus vom Abstellgleis zu holen und ihn etwas arbeiten zu lassen.
Leider kam – womöglich durch die intensiven und starken Atemkontraktionen ausgelöst – nun ein starker Brechreiz hinzu, welcher bis in die frühen Morgenstunden anhielt, ich diesem aber nie nachgeben musste.
Der Glaube jedoch in diesem Moment daran mich übergeben zu müssen und gleichzeitig ohnmächtig zu werden, ließ wieder meine Ängste anschwellen. Ich begann – sehr ungewöhnlich für meine derzeitige Lebenssituation – äußerst destruktive Gedanken zu entwickeln. Denn ich hatte daraufhin die Befürchtung, infolge einer Ohnmacht an meinem Erbrochenen ersticken zu können. Also rief ich nochmals ein weiteres Teammitglied herbei. Auch ihm erklärte ich dringlich meine Symptomatik, inklusive einer subtil in mir schlummernden Angst vom Scheiden aus diesem mir doch sehr lieb gewonnenen Leben.
Auch dieses Teammitglied entschied, dass ich einen ganz normalen Prozess durchlebe und er vermochte außerdem mir intuitiv ein Vertrauen zu vermitteln. Ein Vertrauen, dass wirklich alles „nach Plan“ läuft und ich keiner unmittelbaren Gefahr ausgesetzt bin. Das ich hier in einem sicheren Raum bin und mein Bewusstsein einzig und allein darauf richten darf, kann und muss, dem Bösen nun ins Gesicht zu schauen. Dass es zwar verdammt hart werden könnte, aber keinesfalls und auch nicht ansatzweise Lebensgefahr herrscht.
Also gut. Geerdet durch dieses Vertrauen blieb ich ein weiteres Mal. Was blieb mir auch anderes übrig. Ich war mittlerweile in keinster Weise mehr Herr über die Lage, geschweige denn, über meine Sinne und konnte ohne fremde Hilfe keinen einzigen Schritt alleine machen.
Ich blieb also auf meiner Matratze und hoffte, das Schlimmste überstanden zu haben. Es blieb allerdings nur bei dieser Hoffnung – wie sich später noch zeigte.

Neben dem Brechreiz meinte nun als Nächstes auch mein Darm nicht ganz mit den Inhaltsstoffen der Syrischen Steppenraute einverstanden zu sein, und mein Bauch kündigte eine Intensive Reinigung an, welcher ich intuitiv spürend nicht zu verhindern in der Lage gewesen wäre. Außerdem empfand ich die Musik immer intensiver, betörender und unheimlicher. Ich fühlte mich mehr und mehr ausgeliefert, eingeengt und in eine Ecke gedrängt. Meine Matratze war zu allem Überfluss tatsächlich in einer Ecke des Raumes untergebracht, was das Gefühl gewiss noch verstärkt haben muss. Ich wollte eigentlich jetzt schon nicht mehr. Ich wollte einfach nur noch, dass es aufhört. Auch das waren „Prophezeiungen“ des Teams: „Wenn die Medizin richtig ihre Wirkung entfaltet und sie in einem wirkt, sie Dir Deine Schatten gnadenlos aufzeigt, dann möchtest Du, dass es aufhört.“ Ja. Genau so war es. Ich wollte, dass es aufhört. Jetzt! Sofort! Aber es wurde schlimmer.

Ich lag nassgeschwitzt und weitgehend orientierungslos in meiner Ecke. Jetzt wusste ich zum einen, dass ich in den nächsten fünf Minuten eine unangenehme Ladung in meiner Hose haben werde, wenn ich es nicht in die Keramikabteilung schaffen würde, und zum anderen, dass ich aus eigener Kraft kaum aufstehen und schon gar keinen Schritt vor den anderen setzen kann. Also erhob ich zum dritten Mal die Hand und teilte genau dieses einem Gott sei Dank sehr kräftigen Teammitglied mit. Dieser trug mich mehr oder weniger zur Toilette. Meine Beine nämlich machten nur Alibigehbewegungen, während ich eine tiefe Dankbarkeit empfand, einen starken Männerarm zu spüren, der es mir ermöglichte die Toilette zu erreichen, bevor es losging.
Dort blieb ich dann auch gefühlt eine halbe Ewigkeit und ähhhhh ja – reinigte mehrmals.
Immer wieder wässerte ich dort – sehr erschöpft und kaum fähig meine Hände zu heben – ein Handtuch und schmiss es kühlend auf meinen Kopf. Es war eine Wohltat. Wie ein Schirm. Es schirmte mich ab. Vor der Hitze. Vor der lauten Musik. Vor der unwirklichen Welt, die ich durchleben musste und scheinbar nichts Gutes mit mir vor hatte. Aber ich wusste, ich kann hier nicht ewig bleiben. Es war nur eine kleine Auszeit, die mir vergönnt wurde. Zeit durchzuatmen. Kraft zu tanken. Für das Finale, das mich noch unwissend erwartete. Erfreulicherweise unwissend. Weil, hätte ich gewusst, was mir noch bevorstand, ich hätte mich den Abfluss runtergespült. Als ich vollständig entleert war, sagte mir eine innere Stimme, dass es nun Zeit sei, wieder zurückzukehren. Und so wurde ich wieder an meinen Platz getragen, um das schreckliche Finale zu durchleben.

Und dieses sah vor, mir die abartigsten und schrecklichsten Fratzen, die ich jemals zu Gesicht bekommen habe zu zeigen. Nein –
nicht zeigen. Es war kein einfaches Visualisieren. Kein profanes optisches Zeigen vor dem inneren Auge. Es ist jener Moment, den man nicht in Worte fassen kann. Weil diese wiederum dem Intellekt entspringen. Mein Erleben war jedoch von etwas anderem – viel Mächtigeren – initiiert. Aber ich vermag es nur schwer zu definieren oder zu beschreiben. Außer, dass es die Hölle war.
Verschiedenartigste Fratzen zeigten sich. Teils menschlich, teils tierisch, teils beides, teils nicht definierbar. Nicht unbedingt bekannte Gesichter, aber Gesichter und Fratzen, die wiederum bekannte, bereits erlebte negative Gefühle zu Tage förderten. Fratzen in High Definition, in den prächtigsten und schillerndsten Farben, so groß und gewaltig, dass das innere Auge zur Großbildleinwand avancierte. Und diese Abscheulichkeiten waren zum Teil starr zu sehen und teils in Bewegung. Eine Fratze morphte sich zur Nächsten und aus dieser erwuchs wiederum die nächste noch hässlichere Kreatur, die sich mir alle wie in einem Höllenfeuer quälend offenbarten und wieder im Nichts verschwanden. Teils kaleidoskopartig änderten sich die Erscheinungen, teils in den grellsten Farben, kontrastreicher als es jeder Fernseher darstellen könnte. Dann glaubte ich mich an die Abartigkeiten „gewöhnt“ zu haben, und eine Stille kehrte ein. Und zwar lediglich deswegen, um die Bühne dafür zu schaffen, dass sich plötzlich eine einzige schwarz-weiße Riesenfratze, majestätisch und monströs inszenierte, von unten nach oben, ganz langsam kommend, ins Blickfeld schob. Alles schien plötzlich still zu stehen. Selbst die ohrenbetäubende Musik war nicht mehr zu hören. Stille!
Und nun blickte sie mir ganz tief in die „Augen“.
Zutiefst verachtend, verletzend und anschuldigend. Mir wurde keine Zeit gelassen, dieser ganzen Drohkulisse irgendwelche Gefühle zu zuordnen, weil es prompt weiter und weiter und immer weiter ging.

In meinem verzweifelten Versuch, dem ganzen Schauspiel zu entkommen, öffnete ich die Augen. Ich dachte mir: Wie könnte man vor dem inneren Auge etwas sehen, wenn man die wahrhaftigen Augen geöffnet hatte. Doch leider ging auch dieser Vorschlag meines Geistes nicht auf. Mit einem Mal nämlich begann die frenetische und ohrenbetäubende Musik wieder stärker ins Bewusstsein zu dringen und hinterließ ebenfalls ein beklemmendes Gefühl, welches auch die Übelkeit wieder anfachte.
Die Augen wieder geschlossen, empfingen mich wieder die teuflischen Fratzen. Und es waren keine Fremden. Also nicht, dass ich sie gekannt hätte – nein, aber ich wusste, sie sind alle nur meinetwegen hier. Ich hatte eine Art Verbindung. Sie kannten mich. Ich kannte sie. Obwohl wir einander noch nie gesehen hatten. Ich weiß nicht, wie ich es besser formulieren könnte. Jedenfalls war ich der Verzweiflung sehr nahe. Immer wieder die Decke über die Ohren gestülpt – der Musik zu entkommen. Immer wieder auf jede erdenkliche Art und Weise versucht den schrecklichen Figuren zu entkommen. Keine Chance.

Und wieder kamen mir hilfreiche Worte vor der Zeremonie in den Sinn: Nehmt alles dankbar an.
Ich behaupte selten etwas von mir. Aber bei einem bin ich bisweilen sehr stolz es behaupten zu können. Nämlich, dass ich versuche mein Leben mit sehr viel Bewusstheit zu führen. Diese Bewusstheit besteht zu einem großen Teil aus tiefer und wahrer Dankbarkeit. Aber in diesem Moment war es mir völlig fremd, Dankbarkeit zu empfinden. Wie könnte ich diesen abartigen, mir scheinbar böse gesinnten Monster dankbar sein?
Aber gut. Ich dachte mir wohl intuitiv: ich muss es gar nicht empfinden. Ich muss es erstmal nur aussprechen. Die Kraft der Worte im Hinterkopf wissend, begann ich also laut und immer lauter werdend zu sprechen:
Ich bin dankbar.
Ich bin dankbar!
Ich bin dankbar!!
Wie ein nasser Sack, elendig klamm an eine kalte Betonwand lehnend und von purer Angst durchschwemmt, betete ich also dieses Mantra wieder und immer wieder. Anfangs mir selber nicht glaubend wurde es nicht sofort, aber langsam, immer besser und besser. Nun verschmolzen und wandelten sich die Fratzen auch zu anderen undefinierbaren Formen, aber auch zu den prächtigsten Blüten – und Pflanzenformationen. Mal drehend. Mal wachsend. Mal gräulich. Mal bunt.
Weiter verstärkte die immer penetranter werdende Musik, lautes Trommeln und oftmals auftauchende mysteriöse Natur – und Tiergeräusche die heftig in mir wirkenden Bilder. Manchmal wusste ich nicht, was passiert in mir und was passiert im Außen. Welche Geräusche entstammten der Musikbox und welche der Pflanze in Verbindung mit meinem Erlebten der vergangenen Jahre, vielleicht der vergangenen Leben – wer weiß das schon?!

Jedenfalls schien die Dankbarkeit zu greifen. Meiner Empfindung nach war es die Tatsache, dass ich den Ängsten ganz tief ins Gesicht gesehen habe, dann aus dem Widerstand gegangen bin und schließlich in Demut und Dankbarkeit versucht habe, den Schmerz anzunehmen, sodass das Martyrium langsam sein Ende nehmen konnte. Immer wieder fiel ich vor Erschöpfung in einen Traum. Aus dem ich erschrocken aufzuwachen schien. Aber es war ein Gefühl, als ob man aus einem Traum den man wiederum in einem bereits bestehenden Alptraum träumt, aufwacht. Man sehnt sich nur noch danach, wieder einzuschlafen. Zwischendurch hatte ich immer wieder bizarre Erfahrungen wie auf einem psychedelischen Trip. So als ob meine Gliedmaßen aus Gummi wären und sie sich bewegen würden. Oder abstruse Visualisierungen wie z.B. dass ich auf einer riesigen leuchtenden Klaviatur umherspringe und ein Lied spiele.

Nach ca. 4-5 Stunden kehrte langsam Ruhe in mir ein. Ich fühlte mich benutzt. Wie ich anfänglich das Gefühl hatte, jemand hätte die Macht über mich ergriffen, so hatte ich jetzt das Gefühl, dass dieser Jemand mich lachend wieder ausspuckte und ich wehrlos da lag. Aber ich war wieder mir selbst überlassen. Die Kraft, die Magie, die Energie der Pflanzenmedizin war noch im Raum zu spüren. Sie hallte lange, mystisch und kräftig nach. Aber ich wusste, in mir ebbt langsam die Wirkung ab.

Die Angst wich allmählich aus meinem Körper und aus meinem Geist. Dann machte sich Erleichterung in mir breit. Ich spürte, ich habe es geschafft. Es war ein Glücksgefühl besonderer Art. Aber ich hatte nicht die Kraft, diesem Glückgefühl Ausdruck zu verleihen, jedoch kostete ich es in mir aus. Mehr brauchte ich in diesem Moment nicht.

Mein Körper aber fühlte sich weitere 3-4 Stunden sehr unwohl. Hätte ich
zu schnelle unbewusste Bewegungen gemacht – ich hätte mich übergeben. Daher bevorzugte ich weiter still zu liegen. Ich drehte mich lediglich manchmal vorsichtig zur Seite, beugte und streckte immer wieder meine Beine um meinen Körper zumindest eine Art von Entlastung zukommen zu lassen.

Unabhängig von den körperlichen Nachwirkungen fühlte ich mich aber zunehmend emotional wohler. Die Dankbarkeit die ich zuvor hauptsächlich ungläubig verbalisierte, ergriff mich nun ganzheitlich und ich war von extremer Demut und Dankbarkeit erfüllt. Ich fühlte mich wie im Mutterschoß. Geborgen und wohl behütet mit dem selbstverständlichen Gefühl, dass alles gut wird. Dadurch motiviert und ermuntert und weil ich schon viele Stunden lag, versuchte ich dann doch immer wieder aufzustehen. Aber sehr schnell wurde mir bei größeren Bewegungen klar, dass ich besser einfach liegen bleibe und es nachwirken lassen sollte. Also lag ich noch einige Stunden, in denen ich immer wieder in einen kurzen Schlaf fiel.
Solange, bis mich der Hahn mit seinem Kikeriki zu einen neuen Tag einlud.

Am darauffolgenden Montag spürte ich den ganzen Tag über eine große Euphorie.
Plötzlich, als mein Verstand vom intuitionsbetäubenden Systemjob zur Ruhe kam, sah ich wieder diese abartigen Fratzen. Diesmal jedoch mit einem einzigen Unterschied: Ich hatte keine Angst!
Nein, in diesem Moment lachte ich selbst wie die Fratzen.
Ich weinte wie die Fratzen.
Ich schrie wie die Fratzen.
Ich war diese Fratzen!
Nebenbei bemerkt, gut, dass ich noch die Fenster schließen und mir die Decke übers Gesicht ziehen konnte – hätte mich jemand gehört, er wäre auf sehr vielen Ebenen verstört gewesen.
Ich würde allerdings hierbei nicht von einer Nachwirkung sprechen – das würde der Situation nicht gerecht werden – es war vielmehr eine zweite, ebenso mächtige Wirkung. Nachdem ich am Samstag bei der eigentlichen Zeremonie den Ängsten tief in die Augen geschaut hatte, lösten sie sich nun auf oder besser gesagt:
Ich wurde Teil von Ihnen.
Ein Teil von diesen Fratzen.

Ich wurde …. zum Joker.

Ha! Und es war ein verdammt nochmal geiles Gefühl!

Ja! Wie jene vermaledeite Figur aus den Batman-Filmen fühlte ich mich in diesem Moment. Und wie gesagt, es
fühlte sich großartig an, genau solch eine Fratze zu sein, welche mir zwei Tage zuvor noch Angst eingejagt hatte.

Tja, wirkliche Freiheit erlangen wir erst dann, wenn wir uns erlauben alles zu sein.

Ich ging also erneut aus dem Widerstand und es war unglaublich befreiend und erlösend, aber es war auch körperlich anstrengend. Ich war extrem erschöpft und ließ das Gefühl noch sehr lange liegend, und Tränen übergossen, voller innerer Zufriedenheit nachwirken.

Somit war eines meiner größten Bestreben erreicht gewesen: Ich wollte meinen Ängsten begegnen und, wenn möglich, sie so gut es geht entmachten.

Darüber hinaus wollte ich meinem höheren Selbst begegnen und wissen, ob ich wegen meines Potenzials auf dem richtigen Weg bin. Auch diesbezüglich bekam ich an diesem Montag zwei eindeutige Antworten, welche mich extrem glücklich machten und mich in meinem Vorhaben wieder mal bestärkten.

Ich ging an diesem Tag meine Wege mit mehr Souveränität, Entschlossenheit, Mut und Sicherheit.

Des Weiteren empfand ich eine tiefe schwallartige Dankbarkeit allen Teilnehmern des Retreats, der heiligen Pflanze und vor allem dem Ayahuasca Team gegenüber.

Jetzt, wo der Geist der Pflanze stets in mir ist und mich auf immer begleiten wird, heißt es, diese Erfahrung mit Bewusstheit weiter zu tragen.

Ich wünsche Euch allen, dass Ihr Euer wahres Potenzial finden & leben könnt, mit Bewusstheit glückselig werdet und wir so alle einer neuen Erde wieder ein Stück näher kommen.

Liebe Grüße
Carsten

Erfahrungsbericht (September 2022, Isabella): „Eine unvergessliche, wertvolle Erfahrung“

Wir wurden sehr freundlich empfangen und in jeder Hinsicht bestens auf unsere
Reise mit der Syrischen Steppenraute vorbereitet! Das Team strahlte für mich eine tiefe Ruhe, Kraft und eine beeindruckende Präsenz aus.
Ich konnte vertrauen!

Der erste Abend mit der Kakao-Zeremonie mit der berührenden Musik brachte mich in eine tiefe Meditation. Am Samstag war Zeit für Gespräche, und eine gemeinsame schöne Übung brachte unsere Gruppe in eine schöne Harmonie!
Dann die Nacht mit der Medizin: Ich durfte von der Heilpflanze drei für mich wichtige Informationen erhalten.
Bis ich die Informationen ganz verstehen konnte, brauchte es dann aber eine weitere Nacht und eine tiefe Meditation.
Ich merke, wie die Heilpflanze weiter wirkt und mir aufzeigt, was im Moment wichtig
ist zu verstehen!

Diese erste Verbindung mit der Heilpflanze hat in mir meine Verbindung zur Spiritualität definitiv gestärkt und mir meinen Zugang zu mir selbst verbessert.
Ich bin glücklich und sehr dankbar für diese Erfahrung! Ich wünsche allen lieben Menschen, dass sie sich mit dem Spirit der
Heilpflanze verbinden können, denn wir werden genau dort berührt, wo es nötig ist!
Danke Dir Christian und Deinem lieben Team von Herzen, dass Ihr Eure
wertvollen Erfahrungen mit uns teilt!

Mein Respekt für Euren Prozess, was ihr schon alles durchgegangen seid.
Alles Liebe
Mit viel Dankbarkeit
Isabella

Erfahrungsbericht (August 2022, Radu): „Auf der Reise ins Innere

Von Anfang dieser Reise an, ich habe versucht, nichts zu bewerten, einfach
alles anzunehmen, was kommen wird –
Mit einer liebevollen mütterlichen Strenge hat sich das Team das ganze WE um
uns gekümmert, es hat uns sowohl wörtlich als auch auf einer feinen energetischen Art und
Weise begleitet.

Am Freitag Abend haben wir die Kakao Zeremonie gehabt, eine am Anfang
von mir unterschätzte Möglichkeit, unsere Herzen zu öffnen, eine Zelebrierung
unseres Seins und auch eine Vorbereitung für den Samstag Abend.
Ich glaube, niemand von uns konnte wirklich ahnen, was für eine Reise vor
uns stand. Und es ist gut so. Das Leben lebt sich selbst.

Am Sonntag Nachmittag, nach der Verabschiedung habe ich klarer gespürt,
dass sich etwas wie eine sehr feine undefinierte Energieschicht von mir
aufgelöst hat. Mein Ego wurde von einer Schicht abgeschält.

Am Abend ich war weiter erschöpft und später, als ich ins Bett gegangen
war, innerlich ich war bereit, dass diese Nacht, meine letzte Nacht sein
könnte. Kein Fatalismus, keine Opferrolle.
Am Montag als ich aufgestanden war, ah, ich bin noch da… es war eine
Stille und auch eine Friede. Aber als ich immer mehr im Alltag kam, hatte
mich davon immer mehr entfernt gespürt.

Am Nachmittag als ich in der Stadt, zum Einkaufen war, ich war weiter müde
und erschöpft , die Menschen und die Lärm, alles es war sehr schwer zu
ertragen, ich hatte Kopfschmerzen und jeden Moment wurde es  immer schwerer
zu ertragen.
Meine Wahrnehmungen haben bestimmten Emotionen ausgelöst und die Emotionen
haben mich weiter in diesem unwohlen Zustand gehalten. Plötzlich wurde ich
mir über meine Situation bewusst. Nein, habe mir gesagt, das will ich
nicht mehr, ich bin das nicht. Ich habe angefangen, alles zu lieben, meine
Kopfschmerzen, den Lärm, die Menschen, einfach alles. Ich habe mich auf
die Liebe konzentriert, dass sie in mir präsenter ist. Von einer Minute zu
anderen haben sich die Kopfschmerzen plötzlich aufgelöst, die Menschen haben mich
nicht mehr gestört, ich konnte sie friedlich anschauen, der Lärm war kein
Lärm mehr, er wurde vielmehr zu etwas Musikalischem.

Ja, das letzte WE hat etwas in mir breiter geöffnet, die Heiligkeit und die
Lebendigkeit des Lebens ist mir klarer geworden – und ich kann sie tiefer spüren,
es ist mehr Demut, auch wenn ich mir meinen Selleriesaft oder Tee oder einen Salat
zubereite, ich spüre irgendwie den Geist der Pflanze und bedanke mich dafür – aber
nicht aus einer Höflichkeit , es fließt tief aus meinem Herzen.

Die alten Strukturen sind zwar noch da, aber etwas was auch in Zusammenhang mit
anderen inneren Prozesse sind, hat sich verändert.

Ich erlebe gerade eine sehr intensive Transformation meines Wesens, sowohl
im Außen (meine Selbstständigkeit aufzugeben, neuen Job zu finden)
als auch im Innen (intensive Konfrontation mit meinen Glaubenssätzen,
Illusionen, Schatten, uralte Konditionierungen).

Ich spüre, dass in meinem Herzen die wunderbaren Menschen, mit denen ich am
WE zusammen war, mich weiterhin inspirieren, dass sie weiter in mir lebe – und ich bin mir
sicher, ich lebe weiter in ihnen. Das ist die unendliche Welt des Herzens.
In tiefer Dankbarkeit!

Erfahrungsbericht von Homa (August 2022): „Wer wirklich Veränderung wünscht, ist hier genau richtig!“

Ich habe ein ganzes Wochenende in dem Retreat-Haus verbracht und es war in jeder Hinsicht eine gute Entscheidung. Angefangen von dem wunderschönen Haus selber, dann die Natur, das Team, die Schamanen, die Organisation, die anderen Teilnehmer, die Mahlzeiten: Bis zu den beiden Zeremonien selber war alles sowohl liebevoll als auch absolut sicher. Sämtliche Bedenken meinerseits waren zum Glück dank eines kompetenten und fähigen und hingebungsvollen Teams umsonst. Die Zeremonien selber sind wunderbare Möglichkeiten, eine Reise zu beginnen, die anders nicht zugänglich ist. Wer wirklich Veränderung wünscht, ist hier genau richtig!!! Und die Veränderung wird getragen von einer unglaublich weisen, kraftvollen Heilpflanze, die alles in großer Liebe ummantelt.

Erfahrungsbericht von Marcel (August 2022): „Mama Ayahuasca“

Meinen Vorrednern kann ich mich  nur anschließen. Das Team, die Umgebung, die Stimmung, die Zeremonien, die Vorbereitung… alles passt perfekt zusammen und sorgt für ein gutes Set und Setting. Da hier in den Erfahrungsberichten schon sehr viel darauf eingegangen wurde, möchte ich eher von meiner persönlichen  Erfahrung während der Zeremonie und mit der Einnahme der Medizin erzählen.
Mit gewissem Respekt, aber ohne Angst… Mit klarer Intention, aber ohne überschwängliche Erwartung und einem kleinen Schwung Aufgeregtheit trank ich die Medizin. Sie schmeckte ein wenig wie kalte Linsensuppe mit komischem Beigeschmack, aber nicht so schlimm, wie ich es mir vorgestellt hatte. Ich saß einige Zeit, lauschte der Musik, legte mich dann hin und wartete gespannt auf die Wirkung. Es dauerte etwa eine halbe Stunde. Zuerst glaubte ich nichts zu merken, aber als ich mal kurz unter der Augenmaske hervorschielte, wurde ich eines Besseren belehrt. Meine optischen Reize waren irgendwie verzerrt und Schwindelgefühl trat ein. Ich schloss also lieber wieder die Augen und entspannte mich. Schon kurze Zeit später begann die Visualisierung meiner Gedanken. Das Gefühl, nach und nach ganz tief in die Matratze einzusinken, empfand ich noch als beängstigend, aber ließ mich drauf ein. Kurz darauf landete ich sanft in einem Lavendelfeld. Ich lag zwischen den Pflanzen und konnte die Farben und die Musik im Hintergrund so unfassbar intensiv wahrnehmen. Folgende Geschehnisse lassen sich dann mit Worten sehr schwer beschreiben… ich lag noch in diesem Farbenfeld, als hinter meinem Kopf ein Baum aus dem Boden wuchs. Er war riesig groß und während er immer weiter in den Himmel wuchs, trug mich ein Ast von ihm mit in die Höhe. Es tropfte goldene Flüssigkeit wie Sirup von den Blättern und Blüten. Der Ast, auf dem ich lag, öffnete sich und bildete eine Art Schale, in die der Sirup floss und ich darin trieb. Alle Töne und Farben verschmolzen miteinander und ich war sehr entspannt und glücklich. Vor meinem Gesicht materialisierten sich Farben, Töne und Energie zu einem weiblichen Gesicht. Stirn an Stirn. Der Rest ihres Körpers hatte keine feste Form, sondern erschien wie ein wallendes Gewand aus bunter Energie. Wir nannten sie später `Mama Ayahuasca`. Sie zog mich aus meinem Körper und ich sah aus wie sie. Meinen Körper sah ich weiterhin in dem Sirupschalen-Ast liegen. Wir flogen zusammen, tanzten, verschmolzen… Grenzen zwischen Zeit und Raum und Materie verschwanden und alles fühlte sich wie ein großes Ganzes an. Es war wunderschön. Irgendwann meldete sich mein Bewusstsein und sagte zu uns, dass wir uns doch um diesen Körper kümmern wollen, dass es eine Intention gibt. Wir kehrten also gemeinsam zurück zum Baum und  zurück in meinen Körper. Es fühlte sich an, als wäre ich gleichzeitig auf zwei Ebenen. Ich lag sowohl in meiner Sirupschale als auch im Zeremonieraum und konnte wahrnehmen, was um mich herum geschieht. Es erschienen Bilder vor mir… wie eine unglaublich schnelle Fotoshow… Bilder aus meinem Leben. Von Geburt an bis zum heutigen Tag. Und als wäre ein zweites Bewusstsein in mir, schauten wir uns die Bilder an. An gewissen Punkten in meinem Leben blieb ein Bild stehen. Ich erzählte innerlich etwas zu diesem Bild, zu dieser Situation, zu meinen Gefühlen diesbezüglich. Ich arbeitete meine Themen auf. Sobald ich mit einem Bild fertig war, wurde mir sehr übel und ich musste mich übergeben. Es war zwar nicht angenehm, aber es fühlte sich auch reinigend an. Dann legte ich mich wieder zurück, fand mein Bewusstsein wieder und die Fotoshow ging weiter zum nächsten Bild/Thema. Aufarbeiten, reinigen, nächstes Bild… so ging es eine ganze Zeit und es war sehr, sehr anstrengend. Laut Aussagen anderer Teilnehmer ging es wohl etwa 4-6 Stunden so weiter, bis mich  Mama Ayahuasca dann aus dem anderen Bewusstsein entließ und mich sanft in die Matratze zurück bettete.

Der nächste Morgen war noch schwer, mein Körper war geschwächt und gehorchte noch nicht so ganz, aber im Laufe des Nachmittags ging es mir dann wieder gut.
Es ist jetzt etwas mehr als einen Monat her und ich muss sagen, auch wenn es anstrengend war, würde ich es wieder machen. Ich fühle mich seit dem viel frischer, bewusster, wacher, verbundener, einfühlsamer. Auch meine Allergie, die sich vor 6 Jahren an einem Wendepunkt in meinem Leben entwickelte, ist plötzlich verschwunden. Es gab keine schweren Schicksalsschläge in meinem Leben und ich war nicht unglücklich oder depressiv. Und trotzdem gab es viele kleine Dinge, die ich aufarbeiten und loslassen konnte; und mir sind Dinge bewusst geworden, an denen es noch etwas zu tun gibt für mich.
Im Großen und Ganzen war es ein Erlebnis, das ich nicht mehr missen möchte und nur jedem ans Herz legen kann; und ich bin gespannt, wie es sich weiterhin auf mein Leben auswirkt.

Danke auf diesem Weg auch nochmal an das gesamte Team für diese tolle Erfahrung.

Erfahrungsbericht von Maren (Juli 2022): „Geerdeter und ausgeglichener als je zuvor“

Es war mein erster Kontakt mit Mama Aya. Auch eine Kakao Zeremonie, die wir

am Freitagabend zur spirituellen Einstimmung erleben durften, hatte ich

zuvor noch nicht gemacht.

Das gesamte Wochenende war eine ganz besondere Erfahrung. Ich habe mich

insgesamt sehr viel ausgeglichener, selbstbewusster und geerdeter als sonst

gefühlt – wie schon lange nicht mehr oder vielleicht noch nie. Die

professionelle, liebevolle und umfangreiche Betreuung im Vorfeld und

während des Wochenendes, das gesunde Essen, das gemütliche Haus inmitten

von Wald und Natur und der umsichtige Umgang in unserer Gruppe haben mir

von Anfang an ein Gefühl der Sicherheit gegeben, sodass ich mich auf diese

besondere Reise ohne Angst und Bedenken einlassen konnte. Es war auch sehr

hilfreich, am Samstag viel Zeit und Freiraum zu haben, um im Garten oder

auf einem Waldspaziergang für sich selbst zu sein, mit den anderen ins

Gespräch zu kommen, sich auszuruhen und mental auf die Ayahuasca-Zeremonie

vorzubereiten.

Mein spirituell intensivster Zeitpunkt war am Samstagmorgen nach der

Kakaozeremonie. Ich habe bei Sonnenaufgang einen langen Morgenspaziergang

gemacht und meditiert. Dabei habe ich mich der Natur und mir selbst sehr

verbunden gefühlt und Dinge intensiv wahrgenommen, die mir sonst nie so

aufgefallen sind. Dies war ein subtiles, schönes und leichtes Gefühl, dass

das ganze Wochenende und ein paar Tage darüber hinaus angehalten hat.

Das Betreuungsteam hat es durch die tolle Atmosphäre und die

Gruppengespräche und -übungen zudem geschafft, dass eine sehr besondere

Gruppendynamik entstanden ist. Obwohl wir alle sehr unterschiedlich waren

und die meisten sich nicht kannten, haben wir uns von Anfang an öffnen

können. Auch ich konnte mich damit auf sehr persönliche und ehrliche Weise

über meine Erwartungen, Intention, Ängste und durchlebten Erfahrungen

austauschen. Die sogenannte “Eye to Eye Meditation” am Samstagnachmittag,

bei der sich jeweils 2 Personen für 1,5 Minuten in die Augen schauen – mit

jedem einmal, also insgesamt fast 40 Minuten – hat meines Erachtens die

Gruppe noch sehr viel stärker zusammengeführt und sich positiv auf den

Gruppenzusammenhalt ausgewirkt; gerade weil es eine sehr intime, intensive

und für viele eine äußerst herausfordernde und mit Angst verbundene Übung

gewesen ist. Sich darauf einzulassen ist nicht einfach, dafür aber umso

belohnender und schöner, wenn man es macht. Für mich war es mit die beste

Erfahrung des Wochenendes. Sie hat mir sehr viel Stärke und Selbstvertrauen

gegeben.

Die Ayahuasca-Zeremonie am Samstagabend war für mich mehr körperlicher als

spiritueller und visueller Natur. Ich musste mehrmals erbrechen und habe

starken Durchfall bekommen. Wir wurden im Vorfeld aber mental gut darauf

vorbereitet und während des gesamten Abends sehr intensiv und liebevoll

betreut. Daher hat es mir keine Angst bereitet, die Kontrolle über den

Körper zu einem gewissen Grad abzugeben. Ich habe es als positiven

Reinigungsprozess wahrgenommen.

Klare Antworten auf meine Fragen und meine Intention habe ich nicht

bekommen. Obwohl ich dachte, bereit für Mama Aya zu sein, scheint eine

innere Blockade mich noch davon abgehalten zu haben, mich komplett auf sie

einzulassen. Ich bin aber keineswegs enttäuscht, sondern sehe es als einen

weiteren wichtigen Schritt auf meinem spirituellen Weg an. Ich denke, es

ist sehr wichtig, nicht mit zu großen Erwartungen in das Wochenende zu

gehen, sondern im Moment zu sein und die Erfahrungen so anzunehmen, wie sie

kommen. Ich konnte dies für mich jeweils so annehmen. Meine zuvor

vielleicht zu großen Erwartungen wurden nicht erfüllt, aber dafür habe ich

andere machen dürfen, an die ich zuvor gar nicht gedacht habe. Und ich habe

mich für die anderen Teilnehmer*innen gefreut, die eine sehr viel

intensivere und aufregendere Reise mit Mama Aya gehabt und teils auch sehr

klare Antworten auf ihre Fragen bekommen haben. Sich mit und für die

anderen zu freuen ohne selbst Reue für die nicht erfüllten eigenen

Erwartungen zu verspüren, war in sich ein bestärkender Lernprozess. Ganz

zum Schluss habe ich dann auch meinen Emotionen freien Lauf lassen und ohne

wirklichen Grund weinen können; etwas das mir in der Regel schwer fällt.

Das Wochenende war insgesamt sehr bereichernd und wertvoll. Es hat mir

gezeigt, mit noch mehr Bewusstheit durch das Leben zu gehen und viel mehr

auf mich und mein inneres Gefühl zu achten. Ich möchte es auf jeden Fall

wiederholen.

Erfahrungsbericht von Roman (Juli 2022): „Pure Lebensfreude“

Ich bin bereits Anfang letzten Jahres auf diese Homepage gestoßen. Seit dem hat mich der Gedanke bzw. der Wunsch an einem „Ayahuasca-Retreat teilzunehmen“ nicht mehr losgelassen.

Diesen Wunsch, der immer stärker wurde, konnte ich mir endlich an einem Wochenende im Juni erfüllen.

Meinen Vorfreude wurde immer grösser und wurde von der dreistündigen Anreise nicht getrübt.

Beim Betreten des Hauses habe ich eine angenehme Atmosphäre gespürt und wurde gleich vom Aya-Team freundlich begrüßt.

Nachdem ich meine Sachen im 5-Bett-Zimmer abgestellt hatte, begab ich mich in den Teeraum, wo bereits einige Teilnehmer saßen.

Nach einigen Tassen Tee und ersten Gesprächen, war für mich klar, dass ich an diesem Wochenende sehr interessante Menschen und Gleichgesinnte kennenlernen werde.

Die Vorstellungsrunde bestätigte meinen ersten Eindruck und die Intentionen / Beweggründe (für die Teilnahme) mancher Teilnehmer berührten mich tief. Es wurde offen aus dem Herzen gesprochen, sodass ein gewisses Vertrauen innerhalb der Gruppe entstehen konnte. Eine solche Offenheit erlebt man nur selten im Alltag, dafür möchte ich allen Teilnehmern danken.

Anschließend fand die Kakao-Zeremonie statt, bei der ich mein erstes Highlight erlebte.

Nach der gemeinsamen Einnahme des wohlschmeckenden und angenehm duftenden Kakaos folgte intensives Breath-Working, das meinen Körper zum Zittern brachte.

Danach drangen sanfte Klänge einer Klangschale tief in mein Herz und lösten einen inneren Befreiungsprozess aus. Ich fühlte, dass sich innere Blockaden lösten, und spürte in dem Moment eine unbeschreibliche Leichtigkeit und Freude. Vor meinem inneren Auge sah ich all die Menschen, die ich liebe – und große Dankbarkeit überkam mich, sodass ich meine Tränen nicht mehr halten konnte.

Allein diese herzöffnende Erfahrung war die Teilnahme an dem Retreat wert.

Die Nacht nach der Kakao-Zeremonie konnte ich kein Auge zumachen. Wahrscheinlich hat der Kakao bzw. die Energien, die in mir gelöst wurden, noch nachgewirkt.

Am nächsten Tag wurden am Vormittag zwei Übungen durchgeführt, die den Team-Spirit gestärkt haben. Hierbei gab es mehrere intensive Momente, in denen einige Teilnehmer zu Tränen gerührt waren.

Am Nachmittag wurde eine angenehme Gruppen-Meditation gemacht, die sehr entspannend war und die Gruppe auf den Abend einstimmen sollte.

Gegen 21:00 Uhr war es endlich so weit, die lang ersehnte Ayahuasca-Zeremonie stand bevor. Nach einer kurzen und informativen Einweisung zu der Syrischen Steppenraute und dem Verlauf der Zeremonie haben wir uns auf den Abend eingestimmt und gemeinsam die Medizin eingenommen.

Danach hieß es entspannen und der Medizin vertrauen.

Nach gefühlten zwei Stunden hat bei mir der energetische, mentale und körperliche Reinigungsprozess angefangen. Zudem haben sich bei mir intensive körperliche, sowie optische und akustische Wahrnehmungsveränderungen bemerkbar gemacht.

Im Laufe des Abends wurde mir dank Ayahuasca ( in Form von vielen Bildern) gezeigt, was mich innerlich blockiert und daran hindert, in Freude und Vertrauen zu leben.

Auch wenn viele der inneren Bilder wirr und zufällig schienen, habe ich die Botschaft der Medizin verstanden.

Nach der Zeremonie habe ich mich auf mein Zimmer zurückgezogen, um in Stille den eingeleiteten Veränderungsprozess wirken zu lassen.

Nach einer kurzen aber erholsamen Nacht, bin ich früh aufgestanden und fühlte eine deutliche Veränderung in mir.

Ich fühlte eine Erleichterung, als wäre etwas Schweres und Belastendes von mir abgefallen.

Mein Geist und meine Gedanken waren erstaunlich klar und strukturiert.

Ich fühlte mich glücklich, zufrieden und ausgeglichen.

Bei der großen Sharing-Runde haben alle Teilnehmer ihre Erlebnisse und Eindrücke, die sie über das Wochenende gesammelt haben, geteilt.

Die teilweise emotionalen Erfahrungsberichte zu hören, empfand ich als sehr interessant und inspirierend.

Mir wurde bewusst, dass Ayahuasca bei jedem Menschen auf verschiedene Art und Weise wirkt und jeder dadurch seinen individuellen Heilungsprozess durchlebt.

Ich fühle, dass bereits während dem Retreat-Wochenende in mir ein lebensverändernder Veränderungs- und Entwicklungsprozess angestoßen wurde.

Ich erlebe den Alltag mit mehr Leichtigkeit, innerer Ruhe und Freude.

Ich bin noch offener für neue Situationen und Menschen, und begegne diesen mit mehr Herz, Akzeptanz und Verständnis.

Ich bin noch mehr im Vertrauen, dass sich alles im Leben zu meinem Gunsten und zum höheren Wohl meiner Mitmenschen entwickelt.

Ich möchte mich auf diesem Weg noch einmal bei Christian, Mary, Anna und Diana für den herzlichen Umgang und die einfühlsame Betreuung bedanken.

Genauso möchte ich mich auch bei all den lieben Herzensmenschen bedanken, die mit mir vor Ort waren, mir mit offenem Herzen und Vertrauen begegnet sind und mir ihre Aufmerksamkeit und Zeit geschenkt haben.

Für mich war es eine der besten und „produktivsten“ Veranstaltungen, die ich je besucht habe.

Es bleibt ein „unvergessliches“ Wochenende in meiner Erinnerung.

Ich kann diesen Ayahuasca-Retreat aus dem Herzen heraus, wärmstens empfehlen und denke, dass sich für mich irgendwann eine erneute Gelegenheit ergeben wird, das Aya-Team wieder zu sehen.

Erfahrungsbericht von Olgi (Juli 2022): „Lebensfreude“

Ich bin ganz ohne Erwartung zum Retreat gefahren und bin überglücklich diese tolle Erfahrung gemacht zu haben.

Das Wochenende mit diesen wundervollen Menschen hat mir in vielen Hinsichten die Augen geöffnet. Schon bei der Vorstellungsrunde war es mir klar, das Wochenende wird magisch, emotional und befreiend. So war es auch. Tolle Menschen, intensive Gespräche, zwei sehr emotionale Zeremonien, die unterschiedlicher nicht sein konnten.

Ich habe innerhalb der kurzen Zeit gelernt, die Kontrolle abzugeben und zu vertrauen.

Nun zwei Wochen nach der Zeremonie fühle ich mich leichter, glücklicher, ausgeglichener.

Ich befinde mich noch im Prozess u d gebe meiner Seele die Zeit, die gebraucht wird.

Danke an Christian, Anna, Mary und Diana ❤️🙏🏽

Erfahrungsbericht von Julia (Juli 2022): „Einmalige lehrreiche Erfahrung“

Es war für mich ein sehr großer und wichtiger Schritt dieses Retreat mitzumachen! Ich möchte diese Erfahrung wirklich nicht mehr missen.

Ich konnte so viele wundervolle Menschen dort kennen lernen und habe mich sehr schnell, sehr wohl gefühlt.

Die Atmosphäre ist wirklich sehr besonders. Man kann sich mit so vielen Menschen und dem Team vor Ort über so tiefgründige Themen unterhalten, was im Alltag viel zu kurz kommt.

Das Team gibt sich wirklich viel Mühe, ein liebevolles Wochenende für alle zu gestalten.

Ich hatte das erste Mal Erfahrung sowohl mit Kakao als auch mit Ayahuasca. Ich konnte mich vorher noch nie so intensiv mit mir und meinen Themen auseinandersetzen. Wenn man in Vertrauen ist und es wirklich zu lässt, bringen die Heilpflanzen genau die Themen hoch die gerade wichtig für einen sind.

Einmalig besonders fand ich die gemeinsame Sharing Runde am Sonntag. Jeder hat die Zeit bekommen, die er benötigt, um seine Erlebnisse des Wochenendes zu teilen. Das war mit der wichtigste Teil des ganzen Wochenendes.

Ich würde mich immer wieder für dieses Erlebnis entscheiden!

Erfahrungsbericht von Matthias (Juni 2022): „Eine ekstatische Erfahrung des Einsseins“

Schon vor der Anreise gab es eine Telegrammgruppe, in der Informationen und Erwartungen ausgetauscht wurden. Im Vorfeld konnte ich schon Kontakte knüpfen zu Teilnehmern aus meiner Umgebung, mit denen ich dann gemeinsam anreiste.

Am ersten Tag gab es eine Kakaozeremonie, die den Prozess auf das Kommende einleitete und viele Herzen der Teilnehmer durchlässiger machte. Spielerisch begegneten wir uns am zweiten Tag untereinander. Die Teilnehmergruppe wurde enger und vertrauter. Die anfängliche Unsicherheit war verfolgen. Jetzt war ich bereit für die Steppenraute.

Am zweiten Abend schaute ich vermehrt nach mir. Ich schaute danach, dass ich mich wohl fühlte und ich mit meiner Aufmerksamkeit immer wieder zurückkehrte zu mir, um bei vollem Bewusstsein die Erfahrung mit der Steppenraute machen zu können. Es war eine höchst ekstatische Erfahrung, in der der Erfahrende und die Erfahrung eins wurden. In den darauffolgenden Nächten erlebte ich meine Erfahrung in meinen Träumen wieder. In diesen Träumen war der Träumer und das geträumte ebenfalls nicht voneinander getrennt.

Diese Einheitserfahrung von allem ist höchst beglückend und zeigt mir immer wieder meinen/unseren Urzustand auf, aus dem wir kommen und in den wir wieder zurückkehren können.

Erfahrungsbericht von Kerstin (Juni 2022): Alles fließt“

„Dieses wunderbare Retreat kam für mich genau zur richtigen Zeit.

Es war ein wahrer Segen!

Die Ayahuasca Zeremonie und die Steppenraute vollbrachte tiefe Heilung in mir und „machte Platz“ für ganz viele neue Erfahrungen.

Schon in der Zeremonie konnte mein altes Mutterthema tief heilen, danach entstand ein Gefühl von tiefem Vertrauen in mir.

Ich kam in den nächsten Tagen noch tiefer bei mir selbst an.

Die Erfahrung von „ich bin“ (verbunden und ein Teil vom großen Ganzen) konnte ich immer wieder tief erfahren ist dabei gerade das Schönste. Ich bin nicht allein. Alles ist da.

Herrlich!

Und, – etwas IN mir weiß.

Viele Synchronizitäten eröffnen sich mir gerade in meinem Leben,- je weniger „ich tue“, sprich im Widerstand bin (danke Steppenraute!) desto mehr fließt das Leben und alles ist immer richtig.

Ach ja, und die Steppenraute ist wirklich zu meiner Freundin geworden. 😊

Nochmals großen Dank an das Team, Ihr ward Alle wirklich großartig!

Ich fühlte mich jederzeit gut aufgehoben!“

Alles Liebe,

Kerstin

Erfahrungsbericht von Josephine (Juni 2022): Selbsterkenntnis der anderen Art“

Ich habe wirklich schon einige bewusstseinserweiternde Erfahrungen gemacht, aber diese war ein NACH HAUSE KOMMEN.

Endlich konnte ich das fühlen, womit ich mich solange schon theoretisch auseinandergesetzt habe im vollem Umfang.

ICH BIN. Das ist alles was es zu wissen gibt für mich. Das ist meine Essenz aus der Erfahrung. Klingt so banal und ist dennoch so groß für mich. Es ist mittlerweile meine Hauptaffirmation geworden, die mich den gesamten Tag über begleitet und mich immer wieder zu mir zurückführt.

Alles, was ich die Jahre zuvor gechannelt hatte wurde mir bestätigt. Ich konnte es oft nicht ganz greifen und durchdringen. Die Erfahrung mit dieser Pflanze hat mir einfach die Augen geöffnet. Sie hat mir gezeigt, dass ICH die Schöpferin meines Lebens bin und alles selbst entscheiden kann, wie ich es haben mag und was als nächstes in meinem Leben ansteht.

Ich beschäftige mich seit Anfang des Jahres intensiv mit dem Manifestieren und bastele schon an einem neuen Leben. Innerhalb dieser Erfahrung durfte ich meinen Geist schulen, wie ich immer wieder außerhalb des Egos bleibe. Es war wie ein Intensiv-Crashkurs. Und ich durfte mich auch nochmal aus den Augen anderer betrachten und konnte dadurch einen neuen Blick auf mich bekommen. Ich hab so vieles für Selbstverständlich gehalten, was ich tue, wie ich die Dinge tue, wieviel ich in Dinge hineingebe und wieviel Herz immer dabei war und ist. Das hat mich ganz tief berührt. und auch einige andere Aspekte, die ich hier nicht alle aufzählen möchte.

Ich durfte allerdings für mich begreifen, dass ich im Endeffekt schon von Anfang an im Beobachter im „Ich bin“ war, allerdings war mir nicht bewusst, dass es DAS ist. also wurden noch einmal die Restschleier gelüftet und ich durfte mich in meiner vollen Wahrheit einfach erkennen.

Diese Erkenntnisse und dieses Spüren sind für mich unbezahlbar. Ich weiß für mich, dass ich so vieles, wenn nicht sogar alles „richtig“ mache in meinem Leben und ich an einem krassen Punkt in meinem Leben, dank dieser Erfahrung nochmal verstärkt, stehe.

Ich bin dem gesamten Team aus ganzem Herzen tief dankbar! Ihr steckt soviel Herzblut in das ganze, das ist so spürbar und wertvoll, dass ich es in Worten nicht ausdrücken kann.

DANKE DANKE DANKE für ALLES!!!

Erfahrungsbericht von Christoph (März 2022): „In die Selbstliebe“

Das war meine erste Erfahrung mit Mutter Ayu.

Ich habe mich vor Ort sehr wohl gefühlt.

Das Team ist wundervoll!!!

Zu meiner Erfahrung:

Ich ging mit der Intention „Selbstliebe“ in die Zeremonie und sehr schnell wurde mir klar, dass ich Selbstliebe bin und das überhaupt nie lernen musste!

Auch durchflutete mich tiefe Liebe zu meinen Liebsten! Das hat mir gezeigt, wie unaufmerksam ich ihnen gegenüber bin und das ändern muss!

Ich hatte am Sonntag eine sehr herausfordernde Rückfahrt (stundenlang warten, körperlich mitgenommen, völlige Überforderung durch so viele Menschen um mich herum->musste lange Köln HBF warten) aber ich konnte leichter loslassen und die Situation einfach akzeptieren („Dauert jetzt eben lange und so ist das halt“).

Seit dem ich wieder zuhause bin, fühle ich mich offener und bin sehr emotional. Richtig gut so durch die Welt zu gehen! I LOVE IT!

Ich habe zwar schon wieder ein paar „Auseinandersetzungen“ mit meinem Ego gehabt aber so ist das halt. Ich bleibe so wach wie es geht.

Nun spüre ich schon den nächsten Call, weil ich merke, dass ich an andere Themen randarf ( Ängste, Traumata).

Mutter Ayu wird dann wahrscheinlich intensiver mit mir

Weitere learnings kamen dann auch noch. Ich habe meine Judgements gegenüber anderen Menschen noch viel tiefer gespürt und gemerkt wie sehr mir das leid tut. Niemand ist besser, wir alle wollen gesehen und geliebt werden.

Dieses verurteilen trennt mich nur und katapultiert mich in misery.

Das habe ich stark gemerkt!

Und auch denke ich oft an euch, höre die Musik und weine!!! Richtig hammer! Sowas kannte ich so von mir noch nicht.

Da ist ganz viele Liebe für euch!

Best

Christoph

Erfahrungsbericht von Mitra (März 2022): „Erste Ayahuasca-Erfahrung“

Letzten Monat beschloss ich, mit einer Freundin, die in Deutschland lebt, Ayahuasca zu nehmen. Sie fand das Zentrum und wir meldeten uns beide an. Ich war ein bisschen ängstlich wegen der ganzen Kräuterreise und dem psychedelischen Retreat in einer Gruppe von anderen Leuten, die ich nicht kannte.

Aber von der ersten Minute an, als ich im Zentrum ankam, fühlte ich mich sehr entspannt. Alle waren sehr nett. Voller positiver Energie. Das Retreat selbst ist ein wunderschöner Ort auf dem Lande, ideal für einen schönen Spaziergang.

Ich fühlte mich bei der Einnahme der Pflanzenheilkunde völlig sicher, da ich wusste, dass die Helfer mich anleiten würden. Sie haben mich nie allein gelassen, während ich während der Entschlackung gelitten habe.

Ich fand neue Freunde und fühlte mich sehr energiegeladen, als ich in mein normales Leben zurückkehrte. Ich würde wieder dorthin gehen, denn ich hatte eine wunderbare Erfahrung.

Vielen Dank an das großartige Team.

Ihr seid alle Superstars

Erfahrungsbericht von Borka (März 2022): „In Verbindung mit mir selbst getreten“

Ich habe mich für die Teilnahme an den Exerzitien entschieden, weil ich ängstlich, deprimiert und emotional einfach leer war. Ich hatte keine Erwartungen, ich wollte einfach meine eigene Wahrheit suchen und mich wieder mit mir selbst verbinden. Ich hatte gehofft, wieder fühlen, lieben und geben zu können.

Ich habe den Rat von Christian befolgt und mich vor dem Retreat an einen reinigenden Lebensstil gehalten, mit einer solchen Disziplin, die mich überraschte. Ich vermutete, dass Ayahuasca bereits wirkt 🙂

>Von dem Moment an, als ich ankam, war es eine Erfahrung des Flusses. Mit jeder einzelnen Zeremonie, jedem Gespräch, jeder Meditation, jeder Reflexion öffneten sich mein Herz und meine Seele. Es fühlte sich gut an, mir Zeit für meine eigene Heilung zu nehmen.

Während der Kakao-Zeremonie konnte ich die Tränen nicht zurückhalten, mein Schmerz hat seinen Weg nach draußen gefunden, gefolgt von einer zeitlosen Freude beim Hören der wunderschönen Musik.

Unmittelbar vor der Ayahuasca-Zeremonie begann ich mich ängstlich zu fühlen, während ich hoffte, dass diese heilige Pflanze mich ‚auseinandernehmen‘ und keine Gnade zeigen würde, egal wie viel Leid ich ertragen müsste. Mir wurde klar, dass das, wovor ich am meisten Angst habe, das Fallen ins Nichts ist. Das ist also genau das, was ich mir vorstellte, als ich anfing, die Veränderung in meinem Geist und Körper nach dem Trinken von Ayahuasca zu spüren. Obwohl sich mein Verstand anfangs sträubte, fiel und fiel und fiel ich, geleitet von der Musik… Genau in mich selbst. Meine Vision begann. Als ich ankam, sah ich ein kleines Mädchen. Sie drehte sich um und ich erkannte, dass ich es war. 8 Jahre alt. Ich fühlte einen immensen Schmerz und umarmte sie und hielt sie so fest, wie ich konnte. Dieses kleine Mädchen, das so mutig, gutherzig, klug, frech und neugierig war, wurde vor langer, langer Zeit allein gelassen. Es war so schmerzhaft. Wir hielten uns an den Händen und begannen, uns gegenseitig zu drehen. Dieses Drehen war das Rückgrat meiner Vision, zu dem ich immer wieder zurückkehrte, während Ayahuasca mir nach und nach meine Kindheitstraumata zeigte, den lange vergrabenen Schmerz meines kindlichen Selbst und mir half, sie an die Oberfläche zu bringen. Es tat so weh, dass ich nicht nur weinte, sondern körperliche Schmerzen hatte. Interessant war, dass ich meine Hände auf die Stirn legte und die Wärme und das Gewicht meiner Handflächen mein Anker zur Realität war und mir versicherte, dass ich da bin. Für mich selbst.

Nachdem ich den ganzen Schmerz loslassen konnte, fühlte ich mich so erschöpft. Ich hatte die Vision, dass dieses kleine Mädchen ein Teil von mir werden und als mein Kompass dienen wird. Jedes Mal, wenn ich gegen mein eigenes Wohl, gegen meine eigene Wahrheit handle, wird sie sich zu Wort melden. Und eines Tages wird sie sich in meine eigenen Zellen auflösen und erst dann werde ich als Mensch ganz sein.

Und so fing es an. Ein langer Tanz der Vereinigung begann, bis wir schließlich eins wurden. Es gibt keine Worte, um die Schönheit und Freude dieser Erfahrung zu beschreiben…

Nach dieser Vision konnte ich ziemlich gewissenhaft mit Ayahuasca arbeiten, indem ich mich mit verschiedenen Themen auseinandersetzte und Lösungen dafür suchte. (Ich bin gespannt, wie sich das langfristig auswirken wird.)

Und dann begannen die körperlichen Schmerzen und die psychische Reinigung, worüber ich nicht sehr glücklich war, da ich so erschöpft war, dass ich mich nicht bewegen konnte. Aber ich wusste, dass dies ein Teil der Heilung ist und ich musste es einfach durchstehen. Als die Musik zu Ende war, konnte ich ein wenig abschweifen.

Die Zeremonie und das ganze Retreat waren sehr gut vorbereitet, das Team wusste genau, worauf es zu achten hatte, wie es uns vorbereiten konnte, was wir brauchten, was passieren konnte. Der Rahmen, die Vorbereitung, das Ritual, die Musik (ich muss sagen, dass ich von der Musik tief berührt war und bin), das Licht, sie haben an alles gedacht. Es war ein sicherer Ort, um loszulassen und zu entdecken, und ich bin allen so dankbar. Ich danke euch!!

Ohne es zu merken, hat sich eine tiefe Verbindung mit der Gruppe gebildet, durch die verschiedenen Sitzungen und den Austausch, und diese Energien sind auch jetzt noch spürbar. Mit einigen Menschen gibt es ein Gefühl der tiefen Verbundenheit, obwohl wir uns eigentlich völlig fremd sind.

Das Geschenk von Ayahuasca war größer, als ich es je erwartet hätte, was sich als eines der größten Geschenke meines Lebens herausstellte. Die Angst, die Traurigkeit ist verschwunden. Ayahuasca hat mein Herz mit Dankbarkeit, Liebe und Frieden gefüllt, zu dem ich zurückkehren kann, wenn ich zur Ruhe komme und hineinschaue. Und mein kleines Ich ist bei mir: neugierig, frech, mutig und gutherzig. Wir sind vereint, wir sind eins, ich bin es. Ich habe mich seit meiner Kindheit nicht mehr so zufrieden, so mit mir selbst verbunden gefühlt.

Rückblickend war dies ein ganzer Heilungsprozess, seit ich mich entschlossen habe, Ayahuasca zu nehmen. Und ich weiß, dass es noch mehr Arbeit zu tun gibt. Ich lerne, diese Gefühle zu schätzen und zu nähren und mich um mich selbst zu kümmern. Ich bin so dankbar für diese Chance und nochmals ein riesiges Dankeschön an die Gruppe und das Team für diese wunderbare Heilung. Ich habe das starke Gefühl, dass ich wiederkommen werde 🙂

Erfahrungsbericht von Thyra (März 2022): „Die Erkennung meiner inneren Stärke“

Zu Beginn ging ich mit Angst in das Wochenende. Ein ganzes Wochenende mit so vielen fremden Menschen zu verbringen. Doch die Angst wurde mir schnell genommen, da ich dort viele Herzensmenschen getroffen habe.

Am Freitagabend fand eine Kakao-Zeremonie statt. Nach der Einnahme wurde ich auf einmal ganz traurig und spürte, wie sehr ich an mir zweifelte. Doch ich fand keine Lösung. Es wurde mir durch den Kakao nur sehr stark gezeigt.

Am Samstagnacht fand die Ayahuasca-Zeremonie statt. Etwa 20-30 Minuten nach der Einnahme nahm ich meinen Körper und die Lichter um mich herum anders wahr. Ich sah mich als kleines verletztes und trauriges Mädchen, wie schon in der Nacht zuvor. Ich spürte die ganze Traurigkeit. Plötzlich wuchs dieses kleine Mädchen und wurde ganz groß. Ich erkannte, dass ich viel stärker bin, als ich es von mir denke und dass ich meine wahre Stärke noch nicht lebe. Dann sah ich meine Mutter ganz traurig und ich saß ihr ebenfalls gegenüber, genauso traurig. Ich erkannte, dass sie selber so verletzt war und mir nicht die Liebe schenken konnte, die ein Kind von einer Mutter erhalten sollte. Keiner von uns kam aus der Situation heraus. Plötzlich sah ich meinen Partner, wie er zu mir kam und mich umarmte und mir zeigte, was wahre Liebe bedeutet. Während der gesamten Zeremonie sah ich mich immer mal wieder glücklich mit meinem Partner. Es war wunderschön zu sehen, wie er mir bedingungslose Liebe gibt. Ich wusste in dem Moment, er ist der Richtige für mich.

Jetzt ein paar Tage nach der Zeremonie bin ich unendlich dankbar, dass ich die Sachen fühlen konnte. Ich habe einen tollen Partner und zweifle nicht mehr daran, ob er der richtige für mich ist. Ich weiß es nun und spüre noch eine tiefere Verbindung zu ihm. Auch habe ich keine Wut mehr auf meine Mutter, dass sie mir nicht das als Kind geben konnte, was ich von ihr gebraucht hätte. Ich habe verstanden, dass sie selber so verletzt war und nicht anders konnte. Ich wusste das rein logisch zwar schon vorher. Nur in dieser Nacht konnte ich es spüren und das ist so wahnsinnig heilsam. Ich kann meiner Mutter jetzt viel mitfühlender und ohne Groll begegnen.

In dieser Nacht habe ich körperlich sehr gelitten. Ich habe mich nicht übergeben, jedoch nach unten hin gereinigt. Diese Nacht war eine der intensivsten Erfahrungen, die ich je gemacht habe. Ich habe auf einmal vieles verstanden. Ich habe Bilder von bekannten Menschen gesehen und ihre Ängste und/oder ihre Einsamkeit gesehen. Ich kann diese Menschen nun besser verstehen.

Das Team hat uns alle super gut betreut und uns aufgefangen, wenn wir Hilfe brauchten. Sie haben uns ein Gefühl von Geborgenheit und Annahme gegeben, was wunderschön ist.

Ich kann dieses Retreat nur jedem weiterempfehlen, der bereit ist, einen anderen Blickwinkel auf sich und auf seine nahestehenden Menschen zu bekommen.

Ich danke allen Menschen, die ich an dieses Wochenende kennenlernen durfte, ganz herzlich. Vielen Dank, dass wir diese Erfahrung zusammen erlebt haben und uns gegenseitig so bereichert haben!

Erfahrungsbericht von Anna (Februar 2022): „Nachwirkungen und Veränderungen“

Mein Retreat ist jetzt knapp zwei Wochen her. Ich habe am Morgen danach in der Sharing Runde gesagt, ich hätte gar nichts erlebt, mein Verstand hatte sich so gewehrt dass ich gar nicht richtig rein kam. Jetzt weiß ich, daß ich mich da total geirrt habe. An dem Morgen war das nur alles noch so frisch und ich war so erschöpft, dass ich es gar nicht begriffen habe. Wenn ich es jetzt beschreiben wollte, würde ich sagen: ‚während mein Ego mit Kämpfen auf Nebenkriegsschauplätzen beschäftigt war, hat die Pflanzenmedizin im Hintergrund freie Bahn gehabt um sich zu entfalten.‘ Die erste Erkenntnis, die ich mitnehme, ist, dass ich soo sehr in meinem Verstand war, dass ich nicht frei sein und nicht loslassen konnte. Kenn ich von mir… aber in dieser Nacht wurde es mir wirklich sehr schmerzhaft und sehr klar vor Augen geführt. Aber dann in den folgenden Tagen fühlte es (und fühlt sich immer noch) sich an, als würde sich in mir etwas neues entfalten. „to rewire“ beschreibt das was sich da tut am treffendsten. Ich beobachte voller Erstaunen und Dankbarkeit, dass sich etwas in mir ändert. Kleinigkeiten, wie z.B. dass ich einen Film nicht zu Ende schauen mag, weil es sich nicht ‚echt‘ anfühlt. Oder zum Beispiel (und das ist mächtig!), Begegnungen mit einem Menschen, der mich zutiefst verletzt und unrecht behandelt hat, dessen Gegenwart mich in der Vergangenheit stets mit Groll erfüllt hat; da konnte ich plötzlich loslassen. Wir haben stundenlang nebeneinander gearbeitet und ich war völlig im Moment und ich habe gar nicht innerlich in der Vergangenheit gewühlt und meine alten Narben neu aufgerissen. Das hat mich wirklich erstaunt! Ach, und die äußerlich sichtbarste Veränderung: ich habe plötzlich keine Freude mehr am Rauchen. Ich bin wirklich nicht mit der Intention gekommen, mir das Rauchen abzugewöhnen. Im Gegenteil, eigentlich fand ich das stets gesellig und angenehm. Aber irgendwie schmeckt es mir nicht mehr. Manchmal zünde ich mir aus Gewohnheit eine Zigarette an, aber nach 3-4 Zügen mache ich sie wieder aus. Ich denke es wird bald Zeit, mir einzugestehen, dass ich Nichtraucher bin. Danke an das Team für die schöne Zeit und die achtsame Betreuung, ich habe bei euch sehr sicher und geborgen gefühlt. Und ich freue mich schon auf mein nächstes Mal.

Erfahrungsbericht von Lisa (Februar 2022): „Meine Erfahrug mit Ayauasca“

Ich habe mich schon seit längerer Zeit mit Themen wie Spiritualität und höheres Bewusstsein beschäftigt. Durch Recherchen bin ich dann auf das Thema Ayahuasca gestoßen. Ich empfand die Vorstellung, sich mit seiner inneren Mitte zu befassen, sehr interessant, sodass ich im Internet auf Ayahuasca in Sankt Augustin gestoßen bin. Durch Zufall wohne ich im näheren Umfeld und freute mich über einen kurzen Anfahrtsweg .

Ich bereitete mich intensiv auf mein bevorstehendes Zusammentreffen mit Mutter Ayahuasca vor. Dafür meditierte ich täglich und änderte meine Gewohnheiten (nur biologische und unverarbeitete Lebensmittel in meinen Tagesablauf). Ich gebe zu, dass mich dies gerade zur Weihnachtszeit sehr herausforderte (um mich herum roch es nach Kuchen und Plätzchen sowie Kaffee). Jedoch spürte ich instinktiv, dass diese Art von Verzicht und Disziplin mich persönlich und spirituell bereichern würde.

1 Tag Ankunft : Ich wurde herzlich von den Anwesenden empfangen. Mary zeigte mir liebevoll und aufmerksam die entsprechenden Räumlichkeiten und lud mich auf einen Tee ein. Am Abend freute ich mich auf die Kakao – Zeremonie. Ich empfand den Geschmack des Kakaos als etwas bitter. Allerdings genoss ich das Zeremonielle — Menschen um mich herum, Musik, Meditation. Nach Beendigung der Zeremonie empfand ich eine Art von Wachheit, Gelassenheit und Ausgeglichenheit. Immer wenn ich mich einem Menschen zugewendet habe oder angesprochen wurde, musste ich sanft lächeln. Jetzt verstand ich das zuvor von Christian ausgesprochene Wort („Herzöffnung“) besser. Ich praktizierte diese Herzöffnung ohne darüber nachgedacht zu haben. Es fühlte sich befreiend und schön an. Abends schlief ich entspannt ein. Jedoch merkte ich hin und wieder meine Aufregung, gerade auch in intensiven Gesprächen mit anderen Teilnehmern/innen. Ich spürte, dass sich am nächsten Abend etwas Neues ergeben sollte. Ich spürte, dass dies meinem Ego (Falschem Ich) nicht unbedingt gefiel. Aber allein diese Einsicht beruhigte mich und die Freude auf die Erfahrung wuchs.

2. Tag Ayahuasca Zeremonie: Vorbereitung: Ich genoss die wunderschönen Spaziergänge in der Natur. Ich freute mich über das Leben. Ich bedankte mich (bei wem auch immer) über das für Anfang Januar schöne Frühlingswetter . Ich setzte mich an einen kleinen Teich und nahm einfach nur wahr (Sonne im Gesicht, Wind in den Haaren, Vögel zwitscherten). Am Nachmittag gab es für mich eine wunderschöne Erfahrung. Wir stellten uns paarweise gegenüber. Dann schauten wir uns für 1,5 min intensiv in die Augen (inkl. Musik). In meinen knapp 40 Jahren hatte ich noch nie so eine wunderschöne Erfahrung gemacht. Man spürte eine intensive Verbundenheit, die rational für mich nicht erklärbar war. Ich spürte eine übergeordnete Transzendenz zwischen unseren Seelen. Vielleicht würde ich sagen, eine Art von Kommunikation ohne Reden. Ich genoss die Vorstellung, dass es keine Rolle spielte, wem ich in die Augen sah (Geschlecht , Alter, Herkunft), sondern dass es nur um diese Seele ging. Dass ich auch nur eine Seele bin. Es ist egal — es existiert in diesem Moment kein Du und Ich. Jedoch spürte ich, dass der physische Mensch, der mir gegenüber stand, alle seine Erfahrungen in dem Blick manifestiert hatte. Dies war kein Sehen im Eigentlichen Sinne, sondern eine Art von Empfinden/Fühlen und Wahrnehmung. Ich werde versuchen, diese schöne Erfahrung in meinen täglichen Umgang mit meinen Mitmenschen zu integrieren .

Der Kontakt : Am Abend war die Aufregung bei mir — und ich glaube bei allen — Teilnehmern/ innen groß.

Nach Zeremonieller Einnahme der Pflanzenmedizin ging ich in mich und bemerkte nach ca. 30 bis 45 Minuten, dass meine Hände und Füße anfingen, zu kribbeln. Auch empfand ich ein angenehmes gedämpftes und wohlig warmes Gefühl meines Körpers. Ich würde es so beschreiben: dass Mutter Ayahuasca begann, von meinem Kopf aus in Richtung Bauch, später auch zu den Füßen, eine Art Auskundschaften (Prüfen; Reinigen) durchgeführt zu haben. Plötzlich fühlte sich der Stoff der Zudecke anders an. Irgendwie verbanden sich meine Finger mit dem Stoff der Decke. Ich empfand mich als Baby. Hilflos und verletzlich im Universum . Doch ich spürte jedesmal eine nicht in Worte zu fassende über alles Liebende Mutter. Ich nahm in meinem Herzen eine noch nie erlebte Liebe und bedingungslose Angenommenheit wahr. Im gleichen Augenblick weinte ich über den gesamten Prozess warme Tränen. Ich fragte: warum gibt es böse Menschen, wenn doch alles so liebevoll und göttlich ist? Und schon musste ich unmittelbar nach dem Weinen lachen. Kein normales Lachen wie ein Erwachsener lacht, sondern ein Lachen aus dem Herzen (wie ein Kind). Ich spürte ein absolutes, schönes, intensives Einheitsgefühl und musste wieder weinen wie ein Kind (aus einer Art Ehrfurcht, Bedauern, Mitgefühl) heraus. Jetzt streichelte mir die Mutter immer wieder übers Gesicht und gab mir das Gefühl, dass alles richtig ist wie es ist. Ich hatte so ein sicheres, entspanntes Gefühl. Ungefähr so wie ein Baby, was gerade von seiner Mutter genährt, geliebt, beschützt und liebevoll gebettet wurde. Unendliche Dankbarkeit machte sich in meinem Herzen breit.

Ich spürte die Musik so sehr in meinem Herzen, dass dies nicht in Worte auszudrücken ist. Ich hörte die Musik nicht nur — ich war ein Teil der Musik. Auch empfand ich immer wieder extreme Begeisterung; in etwa so, wie wenn ein Kleinkind etwas sieht oder wahrnimmt, was es noch nie im Leben gesehen hat und vor Begeisterung zerspringen möchte. Ich legte immer wieder (nicht bewusst) meine linke Hand auf mein Herz und die rechte oben drauf. Ich spürte diese Energie, diese Liebe in einer Art von Wellen. In der abgespielten Musik zwitscherte ein Vogel . Dieses Gezwitscher nahm ich im Herzen wahr. Das Wort Zwitschern fühlte sich in diesem Moment ausdruckslos und bedeutungslos an; denn dieser Vogel kommunizierte mit meinem Herzen. Man könnte meinen, ich war ein Teil von diesem Vogel. Ich verstand, dass wir Alle miteinander verbunden sind. Schon wieder musste ich vor Ehrfurcht weinen. Gleich darauf kam wieder diese unendliche Liebe und gab mir das Gefühl, es ist alles gut wie es ist (du bist wundervoll , du bist etwas Großes). Ich weinte wieder, weil ich so so im Herzen bedauerte, dass nicht alle Menschen (Jetzt!) dieses schöne Gefühl der Einheit empfangen und fühlen konnten. Dann kam wieder die Liebe und ich lächelte, wie nur ein unschuldiges Kind lacht. Immer wieder musste ich nach diesen Erkenntnissen mit dem Kopf nicken. Ich seufzte und stöhnte vor Freude, Verbundenheit, Liebe. In meinem Herzen manifestierten sich eine unendliche und tiefgründige Dankbarkeit.

Visuell: gegen Ende der Erfahrung öffnete ich die Augen. Ich lag direkt neben dem Musiker Seven (Vielen Dank an die die musikalische Begleitung!). Ich sah seltsame grüne Lichtpunkte/Lichtblitze. Aus der Musikbox sah ich eine Art verzerrte Wellen, die sich wie die Wellen im Meer im Takt der Musik nach vorn und hinten bewegten. Ich staunte; es war mir aber in diesem Augenblick bewusst, dass dies Auswirkung der Pflanzenmedizin sein musste.

Gegen Ende nahm ich ein Licht wahr. Ich streckte meine Hand nach diesem Licht aus. Mir kam Geburt, Tod in den Sinn und ich empfand dies als nicht elementar. Ich spürte einen Zusammenhang zwischen Tod und Geburt . Ein schönes und eindringliches Gefühl.

Reinigung : während des gesamten Prozess musste ich immer wieder leidenschaftlich Gähnen. Kein Gähnen wie wenn man müde ist, sondern eine Art von „etwas loswerden“. Nach dem Gähnen atmete ich leidenschaftlich aus. Dies gehörte wohl auch zum Reinigungsprozess. Gegend Ende musste ich mich auch nochmal heftig übergeben, unmittelbar danach hatte ich ein befreiendes Gefühl.

Eigentlich hatte ich eine Schlafmöglichkeit im Untergeschoss, aber entschied innerlich aus dem Herzen heraus, dass ich gern neben den Anderen einschlafen wollte. Am nächsten Morgen war ich noch voll im Prozess — Schwindel und Gähnen, sodass ich noch weiter schlief und auf das Frühstück verzichtete . Danke nochmal an Mary und Christian für die Unterstützung.

Nachbesprechung: 12Uhr konnte ich mich zur Nachbesprechung begeben.

Als Christian die Musik spielte (kurze Meditation) berührte diese mich noch immer so im Herzen, dass ich vor Freude weinen musste . Als sich jeder mitteilte (Erfahrung), empfand ich uneingeschränkte Empathie und musste hin und wieder auch weinen. Ich spürte das Gefühl von jedem/jeder, wie wenn es mein Erlebnis gewesen wäre. Gegen 14:00 Uhr war ich wieder komplett in meiner realen Welt zurück.

Ich bedanke mich bei allen Teilnehmer/innen, bei dem freundlichen Musikteam, bei Mary und Christian und insbesondere bei Mutter Aya für dieses unvergessliche Erlebnis.

Erfahrungsbericht von Steffen (Januar 2022): „Meine Erfahrung von bedingungsloser Liebe und Verbundenheit“

Mein Retreat ist jetzt knapp zwei Wochen her. Ich habe am Morgen danach in der Sharing Runde gesagt, ich hätte gar nichts erlebt, mein Verstand hatte sich so gewehrt dass ich gar nicht richtig rein kam. Jetzt weiß ich, daß ich mich da total geirrt habe. An dem Morgen war das nur alles noch so frisch und ich war so erschöpft, dass ich es gar nicht begriffen habe.
Wenn ich es jetzt beschreiben wollte, würde ich sagen: ‚während mein Ego mit Kämpfen auf Nebenkriegsschauplätzen beschäftigt war, hat die Pflanzenmedizin im Hintergrund freie Bahn gehabt um sich zu entfalten.‘ Die erste Erkenntnis, die ich mitnehme, ist, dass ich soo sehr in meinem Verstand war, dass ich nicht frei sein und nicht loslassen konnte. Kenn ich von mir… aber in dieser Nacht wurde es mir wirklich sehr schmerzhaft und sehr klar vor Augen geführt.

Aber dann in den folgenden Tagen fühlte es (und fühlt sich immer noch) sich an, als würde sich in mir etwas neues entfalten. „to rewire“ beschreibt das was sich da tut am treffendsten. Ich beobachte voller Erstaunen und Dankbarkeit, dass sich etwas in mir ändert.

Kleinigkeiten, wie z.B. dass ich einen Film nicht zu Ende schauen mag, weil es sich nicht ‚echt‘ anfühlt.
Oder zum Beispiel (und das ist mächtig!), Begegnungen mit einem Menschen, der mich zutiefst verletzt und unrecht behandelt hat, dessen Gegenwart mich in der Vergangenheit stets mit Groll erfüllt hat; da konnte ich plötzlich loslassen. Wir haben stundenlang nebeneinander gearbeitet und ich war völlig im Moment und ich habe gar nicht innerlich in der Vergangenheit gewühlt und meine alten Narben neu aufgerissen. Das hat mich wirklich erstaunt!
Ach, und die äußerlich sichtbarste Veränderung: ich habe plötzlich keine Freude mehr am Rauchen. Ich bin wirklich nicht mit der Intention gekommen, mir das Rauchen abzugewöhnen. Im Gegenteil, eigentlich fand ich das stets gesellig und angenehm. Aber irgendwie schmeckt es mir nicht mehr. Manchmal zünde ich mir aus Gewohnheit eine Zigarette an, aber nach 3-4 Zügen mache ich sie wieder aus. Ich denke es wird bald Zeit, mir einzugestehen, dass ich Nichtraucher bin.

Danke an das Team für die schöne Zeit und die achtsame Betreuung, ich habe bei euch sehr sicher und geborgen gefühlt. Und ich freue mich schon auf mein nächstes Mal.

Erfahrungsbericht von Brigitte (Dezember 2021): „Wunder gescheh’n“
Nun, nach einem Retreat glücklich und energetisch hoch schwingend nachhause zu kommen, ist nicht ungewöhnlich. Über Wochen in einer wunderbaren Schwingung zu bleiben, sehr wohl. Ich schreibe heute meinen kleinen Bericht zum Retreat im November 21. Vielleicht habe ich Lust nach den Rauhnächten nochmal was zu schreiben, denn dann habe ich Tage, Nächte und Triggerpunkte hinter mir, die mich oft an Grenzen gebracht haben. Und wenn ich dann immer noch in bester Verfassung bin, dann… ja dann ist das wirklich ein Wunder.

Ich kam zum Retreat, weil ich mich von der Pflanze gerufen fühlte. Das ganze Jahr 2021 schon befand ich mich in sehr heftigen inneren Befreiungsprozessen. Mein Körper reagierte ebenfalls heftig mit immer mehr Unverträglichkeiten. Mir schmeckte vieles nicht mehr, vor allem im übertragenen Sinne so mancher aufgedrückte Stempel, so manche Rollenzuschreibung, meine Reaktionsmuster, Mechanismen.. etc. Ich wollte wieder zu mir selbst kommen, wollte meine kindliche Unschuld zurück, hatte eine Erinnerung an eine innewohnende Würde und Stärke.

Das wollte ich zurück und habe es bekommen. Mir ist noch viel mehr geschenkt worden, als ich mir bewusst gewünscht habe. Ich bin sehr sehr dankbar für den gesamten Prozess mit der Steppenraute. Er begann mit dem Ruf, der Anmeldung und dauert noch an. Die Pflanze ist immer noch da und ich kann sie rufen. Wir sind verbunden.

Ich danke besonders Lorena und Mary. Sie haben mich unterstützt, denn ich erlebte einen völligen Kontrollverlust, brauchte körperliche Unterstützung, weil nichts mehr funktionierte. Nein, das war nicht angenehm, aber notwenig und auch nicht schlimm. Es ist doch klar, ich wollte kindliche Unschuld, die bekam ich, habe mich umsorgen lassen und wurde liebevoll behandelt. Ich bin zutiefst berührt, noch immer. Ich könnte einen Roman schreiben über meine Erlebnisse mit Aya. Wichtig ist vielleicht, was bleibt. Bleibend ist bis jetzt der tiefe Frieden in mir. Ich kannte ihn nicht. Unglaublich. Bei mir ist ein Knopf gedrückt – Reset. Alles an Schmerz, Enttäuschung, Hoffnung, Wut, Rebellion…ist weg. Ich fühle mich neutral, nicht stumpf oder gleichgültig, einfach neutral bei mir selbst. Die alten Programme laufen nicht mehr. Meine körperlichen Symptome sind weg, was meinen Verdacht bestätigt, sie waren prozessbedingt. Ich bin immer wieder dankbar, der Pflanze, dem Ayateam, Joels Musik und auch der Gruppe. Wir haben alle ein liebevolles, wertschätzendes Feld gewoben, das mich noch umfängt. Die Beziehung zur Steppenraute fließt geistig in meine schamanische Arbeit ein und ich ahne, dass ich bestimmt wieder mal zum Retreat komme.
Danke an alle 🙏.

Erfahrungsbericht von Paul (Dezember 2021): Anders als erwartet und doch alle Erwartungen übertroffen

Diese Erfahrung war für mich eine kopernikanische Wende.

Damit meine ich nicht nur das Wochenende, sondern die gesamte Zeit davor, die mich darauf vorbereitet hat.

Ich war allgemein ein recht materialistischer zynischer Mensch in vielen Dingen. Recht gebildet und hatte in der Gruppe recht schnell den Namen Wikipedia weg, weil ich mich in Gruppen über mein Wissen profilierte. Allgemein war ich ein wenig skeptisch und fühlte wie so oft in meinem Leben einen inneren Abstand, aber eben ein Interesse für die Erfahrung und etwas Hoffnung das es doch etwas bewegt.

Ich habe vorher das mit dem Kakao und der Musik abgetan als spirituelles Beiwerk und gewitzelt, dass da bestimmt ein Haufen Studenten mit Dreadlocks sind.

Ich bin ein recht erfahrener Psychonaut und habe schon einige Psychodelika ausprobiert, also dachte ich, ich habe eine Vorstellung.

Dann kam alles anders. Ich war schon im Vorlauf auf einer Art Heldenreise, die mit dem Tod meiner Mutter Ende 2020 begann. Ich habe danach viele Drogen genommen und mich in Zukunftsangst und Bedeutungslosigkeit verloren. Nach einer besonders ungesunden Beziehung stand ich Ende des Sommers da und hatte komplett meinen Kompass verloren und hatte eine riesige schwarze Wolke über mir; und trotz Meditation und Sport und all den Dingen, die man machen soll, wurde es nicht wirklich besser.

Mit dieser Wolke hatte ich schon seit meiner Anmeldung zum Retreat den Kampf aufgenommen und all meine Traumakisten und Unsicherheiten ans Tageslicht gezerrt, was aber nur bedingt half, da ich mich dann mit eben diesen identifiziert hatte.

Ich kam also komplett verwirrt, unsicher, skeptisch und voll Selbsthass an.

Ich wurde voller Wärme und mit einer Umarmung empfangen. Habe die anderen kennen gelernt und angefangen, mich auch in diesen zu erkennen. Sehr unterschiedliche Menschen zu mir und voneinander. Und ja auch jemand mit Dreadlocks. Ich habe mir vorgenommen, dieses Wochenende so offen und konsequent zu begehen, wie ich konnte, und alles zuzulassen.

Das Kakao-Ritual war sehr schön; mich hat es einfach sehr entspannt, und ich habe geschlafen wie ein Stein.

Am nächsten Tag habe ich mich viel und gut mit anderen unterhalten, die ich im normalen Leben vielleicht nie kennen gelernt hätte.

Es gab dann später am Tag eine Übung, sich gegenseitig in die Augen zu sehen, und ich war so voller Selbsthass, dass ich schon bei der ersten Partnerin angefangen habe zu heulen, weil ich niemandem in die Augen sehen konnte. Es war ein schwieriger und schöner Moment vor allem, da ich mich danach sofort erleichtert und aufgefangen von den anderen Teilnehmern gefühlt habe.

Dann ging es am Abend los mit dem Ayahuasca.

Ich hatte mich eingestellt auf eine wilde Reise durch all meine negativen Emotionen mit viel Purging und Schmerz und allgemein eine schwere Erfahrung.

Und dann war es einfach schön – also ja: ich habe mich auch ein-, zweimal erbrochen, aber das war gar nicht so wild für mich, auch der Geschmack nicht im Übrigen.

Ich habe auch nicht sehr viel gesehen außer ein paar sehr klare Visualisierungen mit geschlossenen Augen und … Lichtblitze mit der Musik, die ich jetzt als den Spirit des Rituals beschreiben würde.

Ich habe einfach losgelassen. Ich habe plötzlich intuitiv verstanden, dass ich ein Bewusstsein oder eine Seele bin, die Teil eines größeren Ganzen ist, und dass ich nicht meine Vergangenheit, Zukunft, Körper, Gefühle oder Gedanken bin. Ich bin der Beobachter und der Raum, in dem das stattfindet.

Der Rest ist schwer zu beschreiben. Vielleicht liebevolle Aufmerksamkeit oder unverbundenes Mitgefühl, um es in Worte zu packen. Und als ich dachte, ich habe eine Seele und alle anderen auch, hat sich meine Sicht auf eine ganze Menge Dinge verändert.

Meine Meditation ist um Jahre besser geworden, weil ich jetzt den Zustand kenne, in den ich will. Ich kann Dinge loslassen und mich stoppen vor Überidentifikation mit Gedanken. Ich habe ein ganz neues Verständnis für spirituelle Ideen und Religionen, mit denen ich mich vorher bloß akademisch beschäftigt habe.

Es ist nicht die Lösung aller Probleme – und auch wenn ich es als ein erleuchtendes Erlebnis bezeichnen würde, ist mir nun auch klar, dass Erleuchtung nur der erste Schritt einer neuen Reise ist.

Ich habe ein Gefühl von Abschluss eines Kapitels und dem aufregenden Anfang eines neuen, das nach anderen Regeln spielt.

Ich glaube wenn ich es in einem Wort beschreiben müsste, was dieses Retreat geben kann dann dieses: Wiedergeburt.

Erfahrungsbericht von Marion (November 2021): „Kakao- und Ayahuasca-Zeremonie – eine Heilung im Herzen!“

Ich bin ein eher ängstlicher, sensibler Mensch. Keinerlei Erfahrung in meinem Leben mit Substanzen, so gut wie nie Alkohol, keine Zigaretten, kaum Schmerzmittel usw. Entsprechend groß war meine Sorge, wie ich wohl diese Substanz vertragen würde. Ich würde mich nicht unbedingt als spirituelle Person bezeichnen, aber durchaus als nachdenklich und achtsam gegenüberanderen und deren Bedürfnissen/Gefühlen.

Meine letzten 2-3 Jahre waren durch Krankheit in der Familie stark gezeichnet und ich fühlte mich sehr erschöpft und emotional leer. Die Coronazeit mit ihrer absoluten Isolation und keinerlei Gemeinschaft hatte mich irgendwie endgültig umgeworfen.

Insbesondere die Entwicklungen im Jahr 2021, wo die Gesellschaft durch das Außen immer mehr gespalten wird, macht mich tieftraurig. Ich hatte schon zuvor immer eher Druck, Sorge, Überforderung und Selbstzweifel gespürt anstelle von Glück und Zufriedenheit. Es gab immer dieses Grundgefühl fehlender Nähe, zu wenig Liebe und mein eigenes Unverständnis, warum ich nicht dankbar bin für all die vielen wunderbaren Dinge in meinem Leben. Ich sehnte mich nach Entspannung und Glücklich sein.

Ich suchte mir Unterstützung von außen und konnte in den letzten Jahren einige Antworten finden und Dinge aufarbeiten. Dennoch fühlte ich mich weiterhin im Alltag von den alten Mustern gefangen. Dann war ich durch Zufall (oder auch nicht?) auf Ayahuasca aufmerksam

geworden. Mir hatte wenige Wochen zuvor eine Freundin von einer Zeremonie im Ausland berichtet. Ich habe gespannt gelauscht, aber ein riesengroßer Vernunftsteil in mir wäre am liebsten sofort aufgestanden und gegangen (nicht erlaubt in Deutschland, Kontrollverlust, etc.) Aber ich bin sehr froh und dankbar, dass ich inzwischen offener bin und zuhören konnte. Dabei half mir, dass ich großes Vertrauen in diese Person hatte und habe.

Zuhause ließ mich das Thema irgendwie nicht los. Ich schaute ins Internet und fand heraus, dass es auch anders geht. Mein Alltag lässt es eigentlich nicht zu, ein Wochenende für mich zu gestalten, aber ich fragte meine Familie und es war erstaunlich unproblematisch und so meldete ich mich wenige Tage danach einfach an. Inzwischen ist mir klar, dass alles absolut genauso sein sollte. Ich hatte in einer Art Sackgasse festgesteckt und brauchte eine Veränderung, Antworten auf meine inneren Fragen.

Das was am Wochenende geschah ist anders als alles was ich bisher erlebt hatte. Eine Heilung in viel größeren Schritten. Katapultiert in eine neue Ebene. Eine Heilung im Herzen. Weit entfernt von geheilt, fertig, zufrieden, aber definitiv auf meinem Weg so heilsam wie nichts jemals zuvor. Das sehe ich aber erst rückwirkend so. Man sieht die Dinge klarer und mit dem Herzen.

Der Verstand, der sich oft in immer gleichen Kreisbewegungen verliert, rückt in den Hintergrund. Vor Ort konnte ich in der Kakaozeremonie mit einem dunklen Kapitel meiner Jugend Frieden schließen und einen Verlust überwinden. Das war eine eher dunkle Nacht, aber heilsam. Dennoch war ich irritiert, da es heißt, dass Kakao ruhig ist und Dankbarkeit auslöst. Entsprechend ängstlich war ich dann vor der nächsten Nacht mit der Pflanze. Aber ich wollte es unbedingt versuchen und mich meinen Ängsten stellen. Ich würde so schnell keine nächste Gelegenheit bekommen.

Deshalb sagte ich das nicht und nahm das Gefühl einfach hin. Ich akzeptierte es, genauso wie die Enge, die ich im Haus durchaus immer wieder wahrnahm und durchaus als erdrückend empfand.

Aber ich fühlte, dass das alles so für mich sein soll und ich bereits mitten im Prozess bin. Die folgende Nacht war dann sehr heftig. Ich bereute stundenlang, dass ich hergekommen war. Ich wollte nur noch, dass es endlich aufhört. Aber eigentlich war nur die körperliche Erfahrung schwierig. Innerlich habe ich stundenlang helle, angenehme Bilder gesehen voller Liebe und Fröhlichkeit und wunderbaren Naturreisen und das Universum. Das hat mich überrascht. Aber ich hatte ja schon in der Nacht zuvor meine Erlebnisse gehabt.

Dennoch – körperlich war es eine Katastrophe, die Bilder waren zu schnell hintereinander und ich konnte sie absolut nicht genießen. Mir war furchtbar schwindelig und übel. Das Purging zog sich durch die ganze Nacht und ich fühlte mich unendlich schwach bis zum nächsten Tag sogar bis in den Nachmittag hinein. Aber ich bin 1000 % ig betreut worden. Ein Riesendank an dieser Stelle an Lorena, Mary, Christian und besonders an Joel!! Die Erfahrung mit ihm brachte mich nochmal einen Schritt weiter und näher zu mir selbst.

Ich könnte noch sehr viel mehr schreiben, aber es ist ohnehin zu schwierig in Worten zu erfassen und für Außenstehende wohl kaum zu verstehen. Da ich selbst andere Notizen aber hilfreich fand, war es mir wichtig, auch meine Erlebnisse zu teilen Hier noch einige Notizen:

Ich kann seitdem tiefer atmen. Nicht immer, aber oft und es erfüllt mich jedes Mal mit einer tiefen Freude. Ich weiß jetzt, was der Begriff Nächstenliebe bedeutet und habe ihn tatsächlich am eigenen Leib gespürt durch die wunderbare Gruppe und die Leitung.

Seelische und körperliche Fürsorge und Nähe, die ich nie mehr vergessen werde und mich noch jetzt zu Tränen rührt, wenn ich darüber schreibe Die Eye to eye Übung im Garten war überwältigend, genauso wie die Musik von Joel So wenig zu essen am ganzen Wochenende war für mich sehr ungewohnt, aber viel einfacher als ich dachte Das Haus ist teilweise zu eng für mich gewesen, aber durch die wunderbare Gemeinschaft war es kein Problem für mich Ich mochte, dass es feste Strukturen/Zeitabläufe gab.

Mir hat das gut getan. Tolle Natur in der Umgebung. Jetzt etwa 2 Wochen später bin ich wieder sehr im Alltag, aber es ist dennoch anders als vorher. Besser, liebevoller. Und ich kann mir tatsächlich vorstellen, dass ein 2. Mal geben wird.

Noch nicht jetzt, aber sicher irgendwann.

Erfahrungsbericht von Alisa (November 2021): „Mama Ayahuasca rief mich – ich antwortete – und Magie geschieht seitdem“

Ich hatte vorher bereits 2×2 Tage eine Ayahuasca Erfahrung mit dem Originalrezept des Tranks und muss im Vergleich zum Retreat mit dem „Ayahuasca in Deutschland“-Team sagen: Ich merkte keinen Unterschied, obwohl wir die pure Syrische Steppenraute getrunken hatten.

Der Grund, wieso ich den Ruf erhielt, war ein Verlust in der engen Familie, der mich für circa 1 Jahr paralysiert hat: ich hatte für diese Zeit meine intrinsische Motivation verloren, fragte mich ständig, warum ich dieses und jenes machen sollte, ich wollte meinen Körper kaum bewegen und meine Ziele waren irgendwie unwichtig geworden… bis ich in meiner eigenen Cacao Zeremonie circa 3 Monate zuvor dem Impuls bekam, endlich wieder Mama Aya aufzusuchen. Bei meiner Suche fand ich das Team von Christian & Mary und wollte der Rezeptur ohne zugesetztes DMT eine Chance geben und sehen, ob die Wirkung vergleichbar ist.

Auch wenn das Setting anders war, als ich das gewohnt war, und man einer größeren Gruppe begegnet, war es die Erfahrung allemal wert. Die zusätzlichen Übungen waren interessant und wir begegneten uns danach, trotz der kurzen gemeinsamen Verweildauer, intensiver. Ich war schon sehr gespannt auf die Aya Zeremonie, durfte aber auch in der Cacao Nacht einige wichtige Impulse aufschreiben und festigen.

Während meiner Aya Nacht wurde ich besonders von Lorena (danke dir dafür, du Engel!) fast durchgehend unterstützt, weil ich einen extrem schweren Prozess hatte und Mama Aya mir besonders viele verschiedene Dinge zeigte und mein Purging extrem anstrengend war (was da aus mir rauskam, war kein Essen, sondern, wie ich schön sage: Ängste, Blockaden, Dämonen). Die Nacht war extrem hart, ich war auch eine von nur 2 Teilnehmerinnen, die mit einer konkreten und nicht sehr einfachen Intention gekommen war. Ich habe es an sich schon erwartet, dass es kein Zuckerschlecken wird.

Nach der Ceremony musste ich mich erst eine Woche lang erholen (bin online selbstständig und kann mir zum Glück die Zeit nehmen), aber dann kam das Gefühl der Liebe, der Angebundenheit und auch Erkenntnisse, die ich vorher schon wusste, aber nicht FÜHLTE. Es war ein Unterschied von „etwas wissen“ und etwas „wirklich verstehen“ und besonders beim Thema Gewohnheiten wurde mir bewusst, wie ich mich selbst belogen hatte und ich sagte mir, ich verstand nicht, wieso Resultate kommen und gingen: weil ich immer irgendwann aufhörte mit den guten, neuen Gewohnheiten und das alte Denken zurück kam. Es war wirklich nichts „Neues“, aber erst da verstand ich, dass ich so tat, als würde ich nicht verstehen, wieso es kam und ging. Das weiß ich nun und ändere meine Gewohnheiten wieder aktiv, weil ich nicht mehr in dieser Opferrolle bin.

Außerdem war als Folge der Drang wieder größer, auszumisten. Und eins meiner Meerschweinchen ist gestorben. Ich bin froh, dass es nach der Zeremonie ging, denn ich fühlte mich tatsächlich vorbereitet und begleitete es in den Tod (ich setzte quasi sofort meine neuen Fähigkeiten beim Bewältigen von Verlust um), obwohl ich in meiner Jugend vor solchen Situationen gerne weg gelaufen bin… die Pflanze gab mir mein Selbstwertgefühl, das ich beim Tod meines Familienmitglieds für 1 Jahr eingebüßt hatte und ich hatte endlich das Gefühl, ich kann nun dort weitermachen, wo ich zuletzt stehen geblieben bin.

Danke an das Team von Ayahuasca in Deutschland für das Halten des Raumes und danke Mama Aya für die wundervolle Reinigung.

Erfahrungsbericht von Alina (November 2021): „Das herausforderndste und schönste was ich bisher gemacht habe!“

Die Pflanze Ayahuasca ist mir das erste Mal in Brasilien vor 2,5 Jahren begegnet. Damals hat es mich fasziniert, aber getraut habe ich mich nicht. Ich war nicht bereit! Und dann kam die Gelegenheit. Ich bin dieses Jahr eines Tages aufgewacht und wusste: „Die Pflanze ruft mich. Ayahuasca weiß, dass ich bereit bin!“ Und so buchte ich das Retreat. Ohne Erfahrungsberichte gelesen zu haben, machte ich mich auf den Weg und merkte schnell, dass jeder Teilnehmer des Retreats einen ganz eigenen und individuellen Weg geht und deswegen jedes Erlebnis mit der Pflanze ganz einzigartig und besonders ist.

Genau das war es auch für mich. Es war besonders, unbeschreiblich, intensiv, herausfordernd, schwierig, befreiend und vor allem wunderschön. Heute gehe ich mit viel mehr Leichtigkeit und Gelassenheit durchs Leben, ich begegne mir selbst und allen Mitmenschen mit mehr Ruhe und Sanftmütigkeit und Liebe. Ich merke, dass ich auf dem Weg der Vergebung bin und es macht mich frei. Von allem was mir nicht mehr dient und was zu mir einfach nicht mehr passt! Ich fühle mich mehr wie ich selbst.

Am liebsten würde ich jedem dieses Erlebnis weiterempfehlen, aber letztlich muss und darf jeder für sich selbst entscheiden, ob er bereit ist für diese Transformation. Mich hat Ayahuasca gerufen, aber man muss auch hinhören wollen. Daher kann ich für mich sagen, dass Ayahuasca bei mir zum perfekten Zeitpunkt in mein Leben kam. Jeder einzelne wird für sich wissen, wann und ob der richtige Zeitpunkt für ihn gekommen ist.

Und die Pflanze ruft mich schon wieder. Ich weiß, dass es nicht meine letzte Zeremonie war. Es warten noch viele weiter Erkenntnisse und Erlebnisse und Befreiung und Schatten auf mich. Es gibt noch vieles in mir, das gesehen und angenommen werden darf. Und Ayahuasca hat mir die Augen geöffnet und mich gerufen mich selbst zu entdecken. Ich weiß nach der ersten Zeremonie immer noch nicht ganz genau wer ich bin und warum ich hier bin. Aber ich finde diese Antworten in mir und Mama Aya hilft mir diese Antworten zu finden. Danke danke danke!!!

Erfahrungsbericht von Manuela (November 2021): „Ein Meilenstein auf dem Weg der Transformation“

Eine Rezension zu schreiben „über Produkte“ ist mir immer leicht gefallen, sodass der Leser weiß „taugt oder taugt nicht“ , eine positiv negativ Liste, fertig. So einfach ist das hier nicht. Wer soll wann, warum, hierher kommen? Was will der Adressat nun wissen?

So eine Reise ist immer sehr subjektiv – wie ist also meine Beurteilung, Erfahrung zu verstehen? Das Retreat hat „etwas in mir ausgelöst“. Dass ich dort war, war eine unglaubliche Sinneserfahrung, eine Bereicherung. Ich habe meinen Körper gespürt, sehr stark sogar wahrnehmen können. In meinem Geist passierte auch so unglaublich viel, meinen Energiekörper habe ich wahrgenommen als ich mit anderen Menschen in Resonanz ging oder nicht – ich spürte Blockaden anderer Menschen, ich spürte meine eigenen Blockaden (wenn man an Chakren/Energiezentren denkt) – unterstützt hat mich – beim „Tiefgang“ dann schließlich eine Pflanze – aber es war nicht nur dieser eine Abend, das möchte ich betonen, es ist nicht so, wie beim Alkohol, er wirkt sobald man ihn trinkt – alles, was auf dem Retreat stattfand, in genau der Abfolge wirkte zusammen – also „alles machte etwas mit mir“, zeremonieller Ablauf, Musik, Gespräche, Ruhe – und klar, natürlich dann auch die Einnahme des Gebräus.

Die Wirkung ist sehr vielschichtig und ist in weltlichen Worten unfassbar schwer zu erklären.

Mit den Themen, die meinen innersten Kern ausmachen (die Sinnfragen, wer bin ich, was kann ich, wozu kann ich auf dieser Welt beitragen) kam ich schon vorher in Berührung, seit Jahren beschäftige ich mich mit mir selbst, als Teil des Ganzen (ich als Berufstätige, als Mutter, als ehrenamtliche Helferin, als Teil der Gesellschaft, als Demokratin, als Freigeist, als Patientin, als Heilende, als Partnerin, als Sportlerin usw. usw.und immer die Frage, was muss ich tun, damit ich anderen helfen kann, wie kann ich mich verändern, damit es mir selbst besser geht und andere auch Freude empfinden…)

Zum Ayahuasca retreat bin ich gekommen, weil es „Dinge gibt“, die so sehr in meinem Unterbewusstsein „stattfinden“, dass ich den Impuls hatte, „sie hervorzuholen“ – und ich wollte diese Themen bewusst nicht im „herkömmlichen System“ (Ärzte, Therapeuten, Psychologen) denn dort wird alles mit dem Kopf gedacht, besprochen. Wir Menschen sind mehr als nur Gehirn und Körperfunktionen. Das ist meine Überzeugung und alles kann der Mensch nicht erklären, auch wenn er das immer gerne so hätte. Da ich auch so ein Kopfmensch bin, dachte ich, schalte doch diesen mal aus und gib dich „dem Gefühl“ hin, höre auf „dein Inneres“ und kucke dann, WIE es weitergeht, es geht immer weiter…und genau so war es ja dann auch.

Was könnte also sinnvoller sein, als Riten zu benutzen, die bereits vor tausenden von Jahren von Menschen genutzt wurden. Damals gab es noch keine Schulmedizin

Und so fuhr ich also zu dem Wochenende, mit dem Impuls zur ,Aufarbeitung“ meiner Themen. Jeder Mensch hat bekanntlich „sein Päckchen“ zu tragen, in welcher Form auch immer. Ich persönlich habe mir von dem Wochenende nur erhofft, meinen Themen zu begegnen, oder diejenigen Themen klarer zu sehen, die mir bereits bekannt waren, mehr aber auch nicht.

Denn mir ist klar, wenn ich zu einen Schulmediziner ginge, kann der auch nicht gleich „mein aua wegzaubern“ oder wenn ich zu einem Psychotherapeuten gehe, verschreibt er mir auch nicht unbedingt gleich Psychopharmaka und schwupp sind meine Themen verschwunden. Heilen, „lost soul parts wiederfinden“, ganz werden, sich transformieren, ein anderer Mensch sein wollen als man gestern war, das alles dauert und da ist ganz viel eigene Arbeit erforderlich. Das, war mir klar, wird das retreat möglicherweise nicht leisten können, dass ich am Sonntag heimfahre und juhu, der ultimativemenschliche upgrade, wie beim Software download von der „nächsthöheren Version“. Wir sind halt Mensch, keine Maschine. Jeder weiß es…

Daher hatte ich zunächst „keine Erwartungen“ an das retreat – zumal ich auch selbst erst eine Dosierung dersAyahuasca Gebräu für mich finden musste, die mit meinem Körper, Geist, Seele verträglich war. Bei jedem Menschen wirkt alles unterschiedlich. Wir sind alle einzigartig. Und so habe ich mich auf die Reise eingelassen und versucht, für alles so offen wie möglich zu sein.

Kurzum: die Reise zum retreat hat sich für mich in jeder Hinsicht gelohnt und für mich bestand die Reise auch nicht „nur“ aus den 3 Tagen. Die Zeremonien, Meditationen, die gemeinsamen Essen, Zeit alleine oder miteinander, das sharing am Ende, die „Vor-/Nachsorge“ und das eigene „Nachbearbeiten“ (verdauen, ausscheiden, verinnerlichen, lösen uvm.) Tage später, waren für mich sehr besonders, eine großartige Reise im Außen und im Innen.

Während der Ayahuasca Zeremonie hatte ich „nur“ körperliche Auswirkungen, d.h. die Reinigung des Körpers mithilfe der Pflanze fand für mich hauptsächlich über Ausscheidung statt. Trotz starker Übelkeit und Kreislauf Sc hwankungen, kaltem Schweiß konnte ich mich nicht übergeben. Die Vermutung liegt nahe, dass mein Körper mir signalisierte, „ich bin für dich da, helfe dich zu entgiften“, vor 2 Jahren hatte ich eine gravierende Notfall-/Darmoperation, ich hatte ein Klinik Trauma, Schmerzen, Ängste dass ich mit 40 Jahren inkontinent bleibe. Mein Körper war damals „nicht zuverlässig“ , ich hatte unglaubliche Angst vor meinem eigenen Körper, weil er eben nicht „gehorchte“. Im retreat hatte ich erst wieder die aufkommende Angst, ob mein Körper mich wieder im Stich lassen würde, inwieweit ich mich auf ihn verlassen könnte, aber nach Einnahme von Ayahuasca hatte ich ja mental gar keine Wahl mehr musste mich „hingeben“ , musste mich dem Universum anvertrauen, wie man so sagt und so tat ich dies, in der Hoffnung, dass alles seinen Sinn hat für mich. Ich wusste, es sind Menschen da, die mir helfen würden.

Und so kann ich sagen: die Betreuung des Teams war für mich einer der wesentlichsten Bausteine des retreats. Es geht um DAS GANZE – die Pflanze ist eines und sie ist das Essentiellste am Retreat. Aber alles DRUMHERUM gehört dazu.

Um sich rundherum wohlzufühlen, sich seelisch öffnen zu können, bedarf es größtmöglicher Sensibilität der Beteiligten. Diese Achtsamkeit, ich sage es bewusst, diese „bedingungslose Liebe“ des Teams, diese konnte ich spüren!! Im Herzen, in meiner Seele, energetisch. Ich kann dies zu 300% bestätigen – wissenschaftlich beweisen kann ich gar nichts. Brauche ich aber nicht. Das Gefühl geliebt zu werden, Menschen um sich zu haben, die an meiner Heilwerdung, an meinem körperlichen Wohlergehen Interesse haben, und dies aktiv fördern, das ist für mich der Sinn des Lebens. Dafür DANKE!

Es hätte für mich kein besseres Team geben können von Anfang bis Ende der Reise. In meinen „schwersten Stunden“ war außerdem ein besonderer „(Schutz)Engel“ für mich da. Ich habe mich blind auf alle und auf mich selbst verlassen. Ich wurde gehalten und hielt mich auch selbst. Diese Reise hat mir unglaublich viel Kraft und Selbstliebe „geschenkt“. Noch jetzt schüttelt es mich, wenn ich zurückdenke. Ich möchte weiter an Kakao Zeremonien teilnehmen und Ayahuasca wird für mich wieder ein Thema sein. Hier gibt es „keinen Plan“. Wenn es Zeit ist, werde ich wieder teilnehmen.

Danke an alle Team Mitglieder! Mein Herz ist „aufgefüllt“ – ich arbeite an meinem Themen, liebevoll und geduldig.

ps, aus Unachtsamkeit/Schludrigkeit habe ich mich nicht an eure Diät Empfehlungen gehalten, nach dem retreat sorgsam mit mir umzugehen. So habe ich gleich wieder viele Tassen Kaffee getrunken oder auch Süßes gegessen, das sind alte Gewohnheiten. DAs mache ich so nicht mehr. Mein Körper hat mir auch entsprechende Signale gegeben, dass er nicht einverstanden war! 🙂

Erfahrungsbericht von Ines (Oktober 2021): „Das krasseste, mutigste und intensivste, was ich bisher gemacht habe“

Guten Morgen lieber Christian,

mir kam jetzt gerade der Impuls, meinen Bericht zu schreiben:

Mein Erfahrungsbericht mit Ayahuasca – „das krasseste, mutigste und intensivste, was ich bisher gemacht habe.“

Meine Erfahrung mit Ayahuasca hat schon vor dem eigentlichen Retreat gestartet. Nämlich in der Form, dass die Pflanze mich gerufen hat.

Im Juni/Juli wurde ich auf Ayahuasca aufmerksam. Ich habe meiner besten Freundin davon erzählt und sie meinte, ja, kennt sie, die Pflanze kommt aus Peru.

Ich hab gespürt, dass ich Ayahuasca dieses Jahr will und dafür nicht nach Peru fliegen will.

Also hab ich ohne zu wissen, was das eigentlich ist und mit mir macht, gegoogled, ob es das auch in Deutschland gibt. So bin ich auf das Retreat von Christian aufmerksam geworden.

Ich hab mich nicht informiert sondern geschaut, wann das stattfindet: 01.-03.10.2021 und hab das dann gleich mal in meinen Kalender im iPhone notiert; ohne zu buchen.

Dann hab ich das vergessen.

3 Wochen vor dem Retreat ist mir dann aufgefallen, dass ich das in meinen Kalender eingetragen hatte.

Dann hab ich mit mir selbst das Commitment geschlossen: „Wenn 3 Wochen vor dem Retreat noch ein Platz frei ist, dann buche ich das.“

Gesagt getan – ich habs gebucht…zu dem Zeitpunkt wusste ich auch noch nicht, was mich erwartet.

Bis ich dann meiner anderen besten Freundin davon erzählt habe, die hat dann gegoogled und mir mal erzählt, was mich grob erwarten kann.

Ich dachte: „Ja, wird schon passen ich wurde ja von der Pflanze gerufen. Also ich zieh das jetzt durch.“

Wir wurden dann alle in eine Telegram-Gruppe aufgenommen, damit wir uns im Vorfeld (ca. 20 TeilnehmerInnen) schon mal kennenlernen…das war sehr gut.

Gleichzeitig hab ich das zum Anlass genommen, mal zu schauen, was mich auf dem Retreat überhaupt erwartet und hab mir den Zeitplan des Retreats durchgelesen…danach hab ich nur gedacht „Mist, was mache ich dort?“…so mitten in der Nacht Ayahuasca; so wenig zu essen; ohje und die Erfahrungsberichte…hab ich eigentlich den Verstand verloren mich dort anzumelden?!“..das waren so Gedanken, die mir hochgekommen sind. Egal: Ich wurde gerufen von der Pflanze.

Also bin ich da dann hin.

Die Ankunft war einladend und man hat schon diese besondere Energie in dem Haus gespürt.

Für mich war von Anfang an klar, dass, wenn ich das mache, dann komplett Social Detox. Also hab ich mein Handy bei Ankunft in Flugmodus und erst am Sonntagnachmittag kurz vor Abfahrt wieder aus dem Spind rausgeholt; das war die BESTE Entscheidung und kann ich nur jedem empfehlen (vorher natürlich alle sozialen Kontakte informieren, dass die sich keine Sorgen machen).

So dann war ich da und wir sollten alle unsere Intention sagen, warum wir hier sind.

Bei mir war das relativ kurz: „Ich wurde gerufen und will weiter gehen, weitere Wunder im Leben von Kids und Teens und in meinem eigenen Leben kreieren.“

(Anmerkung: Ich bin Kinder- und Lerncoach; wobei ich unter „Lernen“ lebenslanges Lernen verstehe; über die Schule hinaus).

Dann war die Kakao-Zeremonie; Kakao war lecker; Zeremonie weiß ich nichts; ich bin eingeschlafen. 😃

(Anmerkung: Ich habe im Zeremonie-Raum übernachtet und es war super; auch hier totale Komfortzonenerweiterung, weil ich und Matratzenlager; das war früher auf Kinder-Geburtstagen aber nicht mit 33 Jahren – aber auch das kann ich jedem nur empfehlen; die Matratzen und Decken sowie Kissen sind super bequem)

Nächster Tag; Vorbereitung Ayahuasca…und ab da wurde ich schon nervös.

Zumal ich dann wusste, dass das Ziel der Pflanze ist, dass ich mich übergebe. (Ich hab mich als Kind das letzte Mal übergeben; seitdem nicht mehr, weil ich es maximal eklig finde).

Ich dachte: „Ja, ich kann mir ja manifestieren, dass ich mich nicht übergeben muss.“

Gleichzeitig wirkt die Pflanze erst so richtig tief anscheinend, wenn man sich übergibt..also irgendwie wollte ich ja auch die Tiefenreinigung mitnehmen….

Egal die Situation am Samstagabend (also direkt vor der Zeremonie) war awkward: Normalerweise bereite ich mich Samstagabends nicht aufs Übergeben vor…und die Gespräche, die ich führe handeln auch nicht davon 😃 naja…gleichzeitig haben mir die Gespräche mit Einzelnen super geholfen..einer hat zu mir gesagt: „Komm wir lassen jetzt unser altes Leben sterben und gebären uns selbst neu, und du schaffst das.“

Und dann kam es mir: „Ich hatte im Juni/Juli aufgeschrieben: „Um mein neues Leben zu leben, muss ich mein altes Leben loslassen.“ MAGIC

Also gut, ich hab mich auf den Prozess eingelassen…Ich hab 1 Drink genommen, 2 Drinks…nichts gemerkt…beim 3. Drink hab ich dann bisschen was gemerkt..eine andere hat noch einen 4. Drink genommen und da hab ich in meinem Körper gemerkt, ne den brauche ich nicht.

Dann hat sich erstmal alles gedreht (wie früher nach einer Faschings-Party, wenn man etwas zu viel getrunken hat). Da kam mir der Impuls: „Deine Schwingung wird gerade erhöht und du wirst neu ausgerichtet.“..und irgendwie auch die von anderen Menschen..zumindest hab ich das gespürt…Ich dachte: „Super, funktioniert auch ohne Übergeben.“ Tja, falsch gedacht….dann ging es los…und es war furchtbar. Ich wollte nur noch sterben. Ich hab mich so schwach gefühlt, wie noch nie in meinem Leben. Und ich kann gar nicht in Worte ausdrücken WIE DANKBAR ich Christian und dem gesamten Team bin, dass sie mich so durch den Prozess begleitet haben.

Was mir geholfen hat: „Ich bin gekommen, um zu bleiben. Ich habe hier eine Aufgabe auf diesem Planeten. Die Energie meiner Freunde, die wussten, was ich da mache und ich gespürt hab, dass die an mich denken. Ich wurde von dieser Pflanze gerufen. Es ist eine Heilpflanze, das heißt, die zeigt mir nur das und bringt mich auch nur so weit, wie ich es ertragen kann.“

Krass war auch: Ein Lied hat mir besonders gefallen „Cuatro Vientos“ und eine Woche nach dem Retreat fällt mir auf, dass ich das in meiner Spotify-Playlist hatte und schon kannte..also die Pflanze macht ihre Arbeit auch vorher. Der Rest der Musik hat mich teilweise echt genervt…aber auch das ist Teil des Prozesses…die Musik als unangenehm zu empfinden…

Mein eigentlicher Prozess hat zeitlich relativ spät begonnen. Andere haben sich bereits 20 min nach dem ersten Drink übergeben. Bei mir war es, so wurde mir am Sonntag gesagt, 4 Uhr nachts.

Demnach war ich am Sonntag super schwach. Ich war wütend auf mich, weil ich dachte, „Wann hört das endlich auf. Warum hab ich das überhaupt gemacht?!“ und ich hatte auch Angst, dass das gar nicht mehr aufhört….

Das Sharing hab ich deshalb nur so am Rande mitbekommen.

Ich musste mehrmals rausgehen…mir haben dann die Worte von Christian sehr geholfen: „Ines, bei mir war das genauso und jetzt hab ich ein Retreat gegründet damit.“ Joel meinte nur: „Ines, du bist sehr stark, gib deinem Körper die Zeit und vertraue.“ Das hab ich gemacht und irgendwann hab ich einfach nur geweint..und das war so reinigend und heilsam…nicht krampfhaft. Die Tränen sind einfach geflossen und es war wundervoll…und ich wurde dabei gehalten von wundervollen Menschen.

Und deshalb gehen ebenfalls besondere Dankeschön an: Zwei wunderbare Männer, die mich gehalten und durch den Prozesse getragen haben (am Abend davor, am Sonntag und sogar noch im Zug)

Und meine 2 Freundinnen, die ich hier kennengelernt habe und mich ebenfalls durch den Prozess getragen und gehalten haben und mit denen ich immer noch nahezu täglich im Austausch bin. 😊

An- und Abreise war bei mir mit dem Zug. Ich hätte Sonntag nicht Autofahren können. Wäre ich Auto gefahren, dann wäre ich eine Nacht länger geblieben (das wurde ich auch gefragt von Christian und dem gesamten Team). Da habe ich gemerkt, dass ich hier genau richtig war – hier steht Vor- und Nachsorge mit auf dem Programm..und auch jetzt sind wir in regelmäßigem Austausch…manchmal wirkt die Pflanze erst viel später und Monate später kommen noch Erkenntnisse.

Am Sonntagabend hab ich das erste Mal, dann mittlerweile ausgehungert, in Stuttgart was gegessen (davor wollte und konnte ich nichts essen): Butterbrezel, Berliner und Schoko-Donut. Das tat gut und ich hab’s in mir behalten.

Auch da dachte ich mir, wenn ich Lust drauf hab, dann wird das auch passen (war als Kind ja auch schon so, wenn es mir schlecht war.)

Meine Entscheidung am Sonntag-Abend: „Ok, ich war mutig, hab losgelassen, aber so mies, wie es mir ging – NIE WIEDER Ayahuasca! Von Energie der Neugeburt hab ich noch nichts gemerkt gehabt.

Zu der einen Freundin hab ich gesagt: „Ok, wenn es das gebraucht hat, dass wir uns kennenlernen (hat sich angefühlt, als würden wir uns ewig kennen), dann hatte es immerhin diesen Sinn.“

Montag hatte ich mir freigenommen und auch das kann ich jedem nur empfehlen, weil da wirkt die Pflanze noch nach…und auch Tage später noch…aber hier eben besonders intensiv.

Am Montagmorgen hab ich mich immer noch schwach gefühlt…und gleichzeitig so sicher, stabil und offen wie noch nie. Als hätte ich wie ein Käfig um mich herum aufgebrochen.

Es war einfach nur MAGISCH und jetzt 2 Wochen nach dem Retreat: ES IST UNBESCHREIBLICH SCHÖN!

Mir geht es so gut wie noch nie in meinem Leben! Ich hab noch mehr Energie…alles sprudelt so durch mich durch. Ich erlebe das Leben intensiver…und ganz ehrlich: Mir ging es davor schon echt super – aber das ist next level! 😊

Dass ich so eine Erfüllung und so viel Liebe mir selbst gegenüber spüren kann, hätte ich nie für möglich gehalten.

Also in Summe: Es war die krasseste, intensivste und verrückteste Erfahrung, die ich gemacht habe. Gleichzeitig bin ich dankbar, dass diese Pflanze mich gerufen hat, weil ich hab wundervolle Menschen kennengelernt und ich hab mich selbst vermutlich so weit nach vorne katapultiert, wie es ohne Pflanze vielleicht auch geklappt hätte – aber nicht so schnell und intensiv.

Kann ich Ayahuasca weiterempfehlen?: Das muss und darf jeder für sich selbst entscheiden. Bei mir war es so, dass ich ja gar nicht anders konnte, als dorthin zu gehen; Ayahuasca hat mich gerufen. Daher kann ich für mich sagen, dass Ayahuasca bei mir zum perfekten Zeitpunkt mit den perfekten Menschen in mein Leben kam.

Kann ich das Retreat weiterempfehlen?: Aus tiefstem Herzen – JA!

Würde ich es nochmal machen?: Das kann ich jetzt noch nicht sagen, weil ich das Gefühl habe, dass die Pflanze noch wirkt oder sie mich dazu gebracht hat ohne sie zu wirken. Let’s see.

Ich wäre auf jeden Fall offener dafür als am Sonntag nach dem Retreat.

Erfahrungsbericht von Pun (August 2021): „Eine heilende Erfahrung, die ich nie vergessen werde“

Am letzten Wochenende im August 2021 habe ich an einem Ayahuasca-Retreat teilgenommen. Es ist eine Erfahrung, die ich nie vergessen werde.

In der Nacht der Zeremonie, nachdem ich das erste Glas getrunken hatte, gab es keine Wirkung. Aber der Geschmack war so ähnlich wie die chinesische Medizin, die ich als Kind getrunken habe. Nach 1,5 Stunden trank ich das zweite Glas. Nach dem 2. Glas hatte ich das Gefühl, dass die Körpertemperatur ein wenig höher war, aber immer noch keine Wirkung. Also habe ich das 3. Glas getrunken, und dann kam alles.

Ich musste mich immer wieder heftig übergeben und fing an, all die verdrängten Kindheitserinnerungen zu sehen. Einige waren sehr gute Erinnerungen, wie ich geliebt und umsorgt wurde. Andere waren schlechte Erinnerungen, Scham, Angst, Missbrauch durch meine geisteskranke Mutter (die sich 2004 umbrachte). Es scheint mir, dass Ayahuasca ein Bewusstsein hat, sie wollte meine Seele und meinen Körper reinigen und den ganzen Schmerz (von meinem Entwicklungstrauma) so weit wie möglich herausnehmen. Ich spürte während des Erbrechens eine Menge körperlicher und emotionaler Schmerzen, sie sagte mir, dass ich durch all diese Prozesse gehen müsse. Nach einiger Zeit tauchten die letzten Erinnerungen auf – ich sah mich selbst im Mutterleib meiner Mutter, ich fühlte mich dort so sicher und geborgen. In diesem Moment wusste ich, dass ich geboren wurde, um geliebt zu werden, nicht um gehasst zu werden. Nachdem ich 1-2 Minuten dort verbracht hatte, wurde ich in eine spirituelle Dimension versetzt, in der ich vor meiner Empfängnis war. Dort sah ich Gott, und ich führte ein Gespräch mit ihm darüber, warum ich in dieses Leben komme und so viel leide. Ich habe geweint. Für mich war der ganze Prozess fast wie eine Nahtoderfahrung.

Ich hatte auch starke Visionen. Ich hörte die Musik von Björk, die außerhalb des Zeremonienraums spielte. Zuerst dachte ich, alle würden sie hören, aber es stellte sich heraus, dass es nur ich war. Es ist diese Musik: „Alles ist voller Liebe“.

Die Wirkung auf mich war super stark, die Zeremonie begann um 21 Uhr, und ich musste mich bis 5 Uhr morgens übergeben. Am nächsten Morgen konnte ich immer noch nicht stabil gehen, während alle anderen Teilnehmer mehr oder weniger nach 2 Uhr morgens wieder „normal“ waren. Ich denke, die Wirkung ist proportional zum Grad meines Traumas. Ich habe über Nacht 1-2 kg abgenommen. Ich bin auch den Teammitgliedern Mary und Leire sehr dankbar, die die ganze Zeit neben mir saßen und sich um mich kümmerten, so dass ich die ganze Erfahrung überleben konnte.

Nachdem alles vorbei ist, fühle ich mich mehr mit der bedingungslosen Liebe verbunden und komme mehr zur Ruhe, wo ich bin. Meine Kindheit war insgesamt gar nicht so schlimm, wie ich mich jetzt erinnere. Ich fange an, weniger zu fragen „warum ich?“, sondern konzentriere mich mehr darauf, was ich auf meinem Heilungsweg am besten tun kann. Ich würde gerne nächstes Jahr wieder an diesem Retreat teilnehmen.

Erfahrungsbericht von Anja (September 2021): „Eines der schönsten Wochenenden

Ich schwärme immer noch von dem Wochenende, welches von Anfang bis Ende so erfüllend war. Für mich war es schon toll und besonders, so viele liebevolle und ehrliche Menschen zu treffen. Aber das ganze Drumherum hat es perfekt gemacht. Das Haus hatte für mich eine sehr gute Aura, es fühlte sich schon nach ganz kurzer Zeit wie Nach-Hause-Kommen an.

Die Kakao Zeremonie hat bei mir das Herz noch mehr aktiviert und geöffnet, und mir hat er auch sehr gut geschmeckt. Der erste Abend war sehr angenehm zum „runter“ kommen und um sich zu erden. Ich war schon etwas aufgeregt, danach war ich vollkommen in meiner Mitte.

Am nächsten Abend dann die Aya-Zeremonie. Es war wirklich mystisch, aber ich bin mir sehr sicher und geborgen vorgekommen. Bei Fragen oder Hilfsgesuchen sind Mary und Christian sofort da. Die wirklich atemberaubende Musik von Joel ist fast noch wichtiger als die Pflanze, so war mein Eindruck. Auch hier spürt man ganz genau, was er macht, und ich habe mich gut aufgehoben gefühlt. Ich kann es nur jedem empfehlen, der noch zweifelt. Ich empfand es als sehr lohnend.

Ich persönlich hatte an dem Tag keine Vision oder Ähnliches, aber es verändert sich grade so viel nach dem Wochenende. Es öffnen sich Türen, Ansichten und Gefühle festigen sich. Ich habe den Eindruck, dass ich jetzt fester im Leben steh als vor der Zeremonie.

Ich bin allen (auch allen Teilnehmern) sehr dankbar, ich kann jetzt schon sagen, das es mein Leben verändert hat. Wie schön, dass ich Euch alle kennenlernen durfte :-*

Erfahrungsbericht von Marco (August 2021): „Die Pflanze weiß, was du brauchst

Lass alle Erwartungen los. Es wird ohnehin anders als du denkst, es wird tiefer, größer, konfrontativer als du dir vorstellen kannst – wenn du es dir vorstellen könntest, bräuchtest du die Erfahrung nicht.

Für mich war es aufschlussreicher und nachhaltiger als ich für möglich gehalten hätte: Der Kakao am ersten Abend ließ mich fliegen, das Ayahuasca am zweiten Abend ließ mich abstürzen (auf eine gute Art, die ich dringend gebraucht habe). Es war eine Erfahrung, die mir Demut und Hingabe beigebracht hat und es war genau die Erfahrung, die ich gebraucht habe, um zu verstehen, was es bedeutet, das Ego loszulassen, jede Kontrolle loszulassen, sich ganz hinzugeben und ohne Widerstand das Leben so zu lieben, wie es wirklich ist – in ständigem Wandel und wohlwollend. Die Pflanze(n) haben mir die Gesichter meiner Ängste gezeigt, mit denen ich mich nicht genug auseinandersetze, mir meine Schwächen gezeigt (u.a. Kontrollsucht, kindliches starkes Ego, mangelndes Vertrauen in Menschen/ ins Universum). So denke ich, dass die Pflanze jedem exakt die Erfahrung beschert, die er/sie gerade braucht.

Der wichtigste Teil des Wochenendes waren jedoch die Menschen, zu einigen wird man lange Kontakt pflegen. Diese Menschen zu treffen hat mir gezeigt, dass dieser spirituelle Weg es Wert ist, gegangen zu werden, kaum sonst habe ich in so kurzer Zeit mit so vielen unterschiedlichen Menschen so interessante Gespräche geführt, so viel über mich und das Menschsein gelernt. Und mir wurde auch klar, dass ich mich nicht zu sehr sorgen brauche, welche Teile oder Personen meines sonstigen Alltags ich womöglich gehen lassen muss.

Danke Christian, Mary, Lorena, Joel.

Erfahrungsbericht von Giorgo (August 2021): „Vorgedrungen zu meinem Kern

Wie die Jungfrau zum Kinde, so bin ich zum Ayahuasca Retreat gekommen. Über eine Trauma-Dokumentation. Allgemeiner Einblick 2 Minuten.

Ich wusste gar nichts. Hatte keine Erwartungen. Einzig getrieben von meinem Lebenssinn, mich von meinen ganzen Beschränkungen, Glaubensmustern und Prägungen zu befreien und zu meinem Wesenskern vorzudringen. Und ich kann jetzt schon sagen, diese Reise hat sich gelohnt.

Es war keine Reise, wie ich mir das vorstelle, wenn ich das Wort „Reise“ höre. In meinem Kopf waren Bilder von sanfter Meditation begleitet von Engelsmusik und visuellen Reisen. Aber es kam anders! Bei mir war es alles andere als sanft. Verbunden mit körperlichen und seelischen Schmerz, der gefühlt eine Ewigkeit lang dauerte.

Doch am Ende hat es sich richtig gelohnt. Diese Reise hat mich tatsächlich in meinen Kern geführt. Dort konnte ich einiges körperlich und seelisch erfahren. Diese Reise hat mich geöffnet, mich weicher gemacht. Mein Herz geöffnet. Ich habe viel geweint. Ja, ich weine sogar danach im Alltag. Diese Erfahrung hat sich auf jeden Fall gelohnt. Wer sich auf den Weg in sein Inneres machen möchte, der ist bei Ayahuasca genau richtig.

Und wenn Du ein familiäres Umfeld dafür willst, mit Menschen, die sich um Dich kümmern, dann bist Du bei Christian und Mary genau richtig.

Ich wünsche auch Euch eine tiefe Reise und viele Erkenntnisse.

Danke Christian, Danke Mary, Lorena und Joel.

Erfahrungsbericht von Andrea (August 2021): „Die Zeremonie war für mich ein Einblick in mein tiefstes Inneres

Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll…

Ich habe so viele liebe Seelen kennengelernt und habe das ganze Wochenende voll und ganz ich selbst sein können.

Die Ayahuasca-Zeremonie war für mich eine totale Konfrontation mit meiner eigenen Dunkelheit. Ich durfte Gefühle spüren und zulassen, die ich mir immer verwehrt hatte. Die meiste Zeit in meinem Leben fühlte ich mich selbst schuldig und schwach im Hinblick auf die Situationen, in denen meine körperlichen und emotionalen Grenzen überschritten wurden. Ich durfte in der Zeremonie lernen, dass mein inneres Kind nicht nur aufgrund der Menschen, die mich verletzten und missbrauchten, so leidet. Nein, gerade Ich selbst füge meinem inneren Kind so viel Leid zu. Ich selbst befahl meinem inneren Kind, immer wieder weiter herunterzuschlucken. Während meiner Reise schrie mich mein inneres Kind an und war so unendlich wütend. Ich habe all die Wut gefühlt, auf mich selbst und andere, die ich mir nie erlaubt hatte. Mein inneres Kind musste wortwörtlich nicht mehr runterschlucken. Ich habe Joels Präsenz die ganze Zeit über gefühlt. Ihn während dieser Reise dabei zu haben, war unendlich hilfreich. Als ich später in der Nacht aufgewacht bin, konnte ich nicht anders als loszuweinen. Ich war so stolz auf mich selbst und so dankbar, diese unterdrückten intensiven und schweren Gefühle gespürt zu haben. Mein inneres Kind hatte endlich wieder eine Stimme.

Auch an das Sharing am Tag danach denke ich oft. Es war in jeder Hinsicht heilsam.

Danke <3

Erfahrungsbericht von Isabelle (Juli 2021): „Loslassen

Ich kann meine Dankbarkeit und mein Glück kaum in Worte fassen. Es hat seit dem Wochenende in mir und dann auch in meinem außen eine Transformation stattgefunden, die ich so niemals gesehen oder erwartet hätte. Ich liebe meine (Lebens)Reise wieder, mit allen Höhen und Tiefen – und konnte eine Balance zwischen dem, was mein Schatten nahm, und dem, was mein Licht geben kann, gefunden.

Ich bin euch so dankbar. Dieses Gefühl ist so wunderschön. Mehr davon! Mehr loslassen, mehr Glück, Kohäsion, Synchronität, Transformation, Heilung, Vergebung, Erleichterung und Liebe!

Danke und ganz viel Umarmung

Erfahrungsbericht von Vero (Juli 2021): „So viel Liebe und positive Energie ❤️“

Bevor ich meine Reise hier antrat, wollte ich auf meinen Körper und meine Seele hören um zu schauen, ob ich auch zu 100% bereit für dieses neue Abenteuer war. Ich erhielte so viele Zeichen, dass ich realisierte, dass der Zeitpunkt für diese Zeremonie genau richtig war.

Die Tage mit dem gesamten Team und allen anderen war unbeschreiblich schön. Man spürte bereits zu Beginn eine so starke, liebevolle und positive Energie, dass mich das bereits sehr gerührt hatte. Auch nach der ganzen Erfahrung mit der Pflanze spüre ich, dass wir alle so viel mehr verbunden miteinander sind und wir alle eins sind.

Außerdem erhielt ich direkt paar Tage nach der Zeremonie unendliche Zeichen vom Universum, die mich auf den richtigen Weg bringen. So viele tolle Dinge geschehen seitdem! Ich glaube ein Außenstehender würde mir alles gar nicht glauben, was mir an Wunder passieren. Ich bin so unendlich dankbar! Fühlt euch alle ganz arg gedrückt. ❤❤❤❤

Ich würde mich sehr freuen eines Tages wieder alle wunderbaren Seelen zu sehen. ☀

Erfahrungsbericht von Erhan (Juni 2021): Für mich war es ein Transformationsprozess

Die Anstrengung und Anspannung der kompletten Woche ließ nach, als ich rechts in den Viehdrift einbog und das Retreat Haus sah. Es war dort meine zweite Ankunft. 5 Wochen zuvor hatte ich mit gemischten Gefühlen das Haus betreten und es mit noch gemischteren an dem Sonntag verlassen. Jetzt war es ein angenehmes, fast schon familiäres Gefühl, durch die Tür zu gehen und bekannte Gesichter zu sehen. Obwohl ich Aneta, Christian, Mary, Joel, Hans uns Patrick 5 Wochen lang nicht gesehen und gehört habe, erfüllte es mein Herz mit Wärme, sie zu sehen und zu umarmen. Ich konnte mit allen Sinnen wahrnehmen, dass sie das Gleiche fühlten.

Alte Gewohnheiten

Nach dem Einräumen der Taschen in die Spinde „reservierte“ ich meine Matratze im Zeremonieraum. Hinten links. Wie beim letzten Mal. Einige Sekunden blieb ich vor der Matratze stehen. Schaute sie mir an. Da ich den Ablauf des Wochenendes vom Retreat davor kannte, war es für mich nicht nur eine gewöhnliche Matratze. Es war ein Schiff, das auf seinen Kapitän wartete, um in einen weiten, ungewissen Ozean aufzubrechen. Wenn man dieses Schiff betritt und den Anker löst, wird es dich durch ein Meer der Gefühle treiben. Das wusste ich. „Auf diesem Schiff wirst Du fühlen, leiden, lachen, weinen, abtauchen, um wieder aufzusteigen und aufsteigen, um mit voller Wucht auf den Boden der Tatsachen zu landen“, dachte ich mir.

Das Zusammentreffen

Mit der Zeit waren fast alle Teilnehmer angekommen und man hatte Zeit, sich mit einigen im Garten zu unterhalten. Das Wetter spielte am gesamten Wochenende mit. Das Leuchten und die Wärme der Sonne spiegelten, im Nachhinein gesehen, das gesamte Wochenende mit all seinen Teilnehmern wider.
Danach ging es für alle ins Haus zur ersten gemeinsamen Mediation und zur Kennenlernrunde. Vielen konnte man die Anspannung im Gesicht ablesen. Die Gedanken, die in mir hochkamen, als ich vor meiner Matratze stand, hatten fast alle in diesem Moment. „Der Aufbruch in einen Ozean, mit der Ungewissheit, was einen erwartet.“ Das wusste ich. Das sah ich und das spürte ich. Die gemeinsame, geführte Mediation war wieder sehr intensiv (The eye of the storm). In diesen Minuten existierte weder Zeit noch Raum. Ich war allein. Niemand war in dem Raum. Nur ich. Das war das erste „Runterkommen“ nach einer anstrengenden Woche.
Nachdem die Teilnehmer langsam ihre Augen öffneten und zu sich kamen, strahlten alle eine angenehme Entspannung aus. Die Veranstalter (ich nenne bewusst keinen Namen, da ich nicht weiß, wessen Idee das war) haben diese erste Meditation sehr gut platziert, da es für mich die Basis des gesamten Wochenendes ist/war.

Erste Eindrücke und Inspirationen

In der Kennenlernrunde hat jeder einige Sätze über sich erzählt. Wer man ist, woher man kommt, was die Intention für das Wochenende und was die größte Freude im Leben ist. Für mich sind Kennenlernrunden generell sehr interessant. In diesem Fall waren es mehr als zwei Dutzend wildfremde Menschen, die in einer Runde saßen und bereit waren, sich zu öffnen. Jeder Einzelne ist ein Buch mit einer so individuellen Geschichte, die es kein zweites Mal gibt und dieses Buch öffnet sich und liest einige Zeilen, vielleicht auch einen kleinen Absatz aus sich selbst vor. Man bekommt einen winzig kleinen Einblick in die tiefe Welt eines anderen. Nachdem die Runde zu Ende war, ist mir eine Sache klar geworden: hier spielte nichts eine Rolle. Kein Alter, kein Geschlecht, keine Hautfarbe, keine Nationalität, keine Sprache. Hier saßen keine materiellen Körper zusammen. Das waren alles Seelen, die auf der Suche waren. Jede Seele hat seinen eigenen Weg und jeder Weg wirft seine eigenen Fragen auf.
In dieser Kennenlernrunde erhielt ich meine ersten Inspirationen und Lektionen, von denen ich einige in mein Leben integrieren möchte und werde. Danke Gülay.

Kakao-Zeremonie

Am Abend versammelten wir uns im Zeremonieraum, wo es sich jeder auf seinem zuvor reservierten Platz gemütlich machte. Joel hatte seine Instrumente bereits aufgebaut und bereitgestellt. Hans (im Glück) saß, wie beim letzten Mal auch, zu Joels Rechten. Es war damals ein unbeschreibliches Gefühl ihn zu beobachten, wie er sich im Einklang mit der Musik in einen Zustand des Flows versetzen konnte. Die Musik wurde zu Hans und Hans wurde zur Musik. Auf diesen Anblick freute ich mich.

Aneta und Mary schenkten den Kakao ein und jeder Teilnehmer konnte seine Tasse abholen. Der Kakao wurde zeremoniell und in voller Dankbarkeit an die Pflanze übergeben und entgegengenommen. Nach einigen Momenten der Stille und des in sich Gehens tranken wir alle zusammen das bittere, ungewöhnlich schmeckende Getränk. Ich kannte den Geschmack vom letzten Mal. Noch nie zuvor hatte ich reinen, hochdosierten Kakao getrunken. Die Geschmacksknospen waren gewöhnt an die mit Industriezucker vollgepumpte Variante, die, wie Christian das so schön formulierte, mit Industriemilch gestreckt wird. Dieser Geschmack war der Geschmack der Reinheit. Eine Reinheit, die ich in meinem Alltag in dieser Form nicht kannte. Ich habe versucht jedem Schluck des Getränks meine volle Aufmerksamkeit und mein volles Bewusstsein zu schenken. Bei jedem Schluck habe ich mir vorgestellt, wie der bittere Geschmack über die Sinneszellen der Geschmacksknospen in Form eines Signals an das Gehirn weitergeleitet wird und wie das Gehirn dieses Signal decodiert und mir mitteilt, dass da soeben etwas Bitteres auf meinem Zungenrücken getanzt hat. Es wurde philosophisch. Wer war ich? Wer nahm den Geschmack wahr? Konnte meine Seele schmecken? Was war Geschmack? Welche Rolle spielte der Verstand, der sich aus meinen Erfahrungen nährte? Existierte Geschmack wirklich? Was ist Existenz? Welche Funktion hatte Existenz, wenn es darum ging, dass Botenstoffe elektrische Impulse auslösen, wodurch Nervenzellen dem Gehirn mitteilen, wie etwas schmeckt? Solche und andere Gedanken kreisten durch meinen Kopf, bis mich Joels Musik abholte. Ich nenne es Musik, weil ich kein anderes Wort kenne, das das beschreiben könnte, was dieser Mann mit seinen Instrumenten zaubert. Im türkischen heißt Musik = müzik. Es gibt auch das Wort Ezgi. Das bedeutet so viel wie: eine Tonreihe, die bestimmten Regeln unterliegt und im Ohr einen angenehmen Klang hervorruft. Dann gibt es noch das Wort nağme = ein wunderschöner und harmonischer Klang. Das alles beschreibt Joels Musik. Hans hatte einen sehr interessanten Ansatz, als er sagte: „Erst ist da ein Gefühl, ein Gedanke. Dieses Gefühl erzeugt einen Klang. Mehrere Klänge erzeugen eine Melodie. Die Melodie vergeht, es bleibt die Emotion.“ Ich sage dazu: „Es war nicht Joels Musik, die wir hörten. Es war Joels Seele, die zu uns sprach“.

Die Vorbereitung

Am nächsten Morgen wachte ich gegen 9 Uhr auf. 5 Stunden hatte ich am Stück geschlafen. Ununterbrochen. Das war ungewöhnlich. Ich fühlte mich gut.
Zum Frühstück gab es Haferbrei. Mit genug Zimt und diversen Sirupsorten bekommt man das sogar ganz gut runter.
Ausgeschlafen und gut gestärkt verbrachte ich die freie Zeit im Garten bei tollstem Sonnenschein. Einige machten es sich auf den Sonnenliegen gemütlich, andere wiederum saßen in entspannter Runde bei einer Tasse Tee in den eingerichteten Sitzecken und plauderten, manch einer meditierte, ein anderer machte Yoga oder lag einfach nur auf der Wiese, um die warmen Sonnenstrahlen in die Zellen eindringen zu lassen. Es waren nicht alle im Garten. Ich vermutete, dass einige den naheliegenden Wald für einen Spaziergang aufgesucht hatten. Das hatte ich beim letzten Mal auch gemacht. Im Garten konnte man im Mai-Retreat nicht sitzen. Es war nass und kühl.

Ich saß mit dem Gesicht zur Sonne, hatte meine Beine ausgestreckt, trank meinen Yogi-Tee und war vertieft in tiefgründige Zeilen von Eckhart Tolle. Irgendwann kam Hans zu mir. Mit seinem freundlich markanten Blick schaute er mich an und fragte: „Warum bist Du so unter Strom?“
Das Gespräch, dass auf diese Einleitung folgte war tiefgründiger als Tolle’s Gedanken. Hans ist jemand, dem man sich öffnen kann. Ein Freund, ein Vater, ein Onkel, ein Mentor. Seine Art zuzuhören, zu interpretieren und die Dinge objektiv zu bewerten ist einmalig. Er hat mir durch dieses Gespräch die Möglichkeit gegeben, Dinge aus einer ganz anderen Perspektive zu betrachten. Es machte Sinn. Es war so einfach. Ich habe viele Bücher gelesen, viele Seminare besucht. Diese Unterhaltung bereicherte mich mehr als alle Bücher und Seminare zusammen.  Hans strahlt eine enorme Ruhe und Kraft aus. Seine Lebenserfahrung spiegelt sich in seiner Eloquenz und seinem ruhigen Wesen wieder. Er ist ein Dieter Lange Typ. Es erfüllt mich mit Dankbarkeit, solch einen Menschen kennengelernt zu haben.

Die Eye-Challenge

Nach einer kurzen Meditationsrunde im Garten, in der alle Teilnehmer Hand in Hand einen Kreis bildeten, startete die Eye-Challenge. Eine Übung, bei der man sich für zwei Minuten ununterbrochen in die Augen schauen musste. 22 Teilnehmer. Jeder gegen jeden. Über 40 Minuten Augenkontakt. Harte Kost.
Diese Challenge war schon bei meinem ersten Retreat eines der Highlights des gesamten Wochenendes. Auch dieses Mal sollte es so sein.
In Gesprächen schaut man einem in die Augen. In der Psychologie redet man von Unsicherheit, wenn eine Person einer anderen, während eines Gesprächs nicht direkt in die Augen schauen kann und seinen Blick abwendet.
Das hier war was anderes. Es war kein Gespräch, kein Dialog, kein „schau mir in die Augen Kleines“. Es war eine kosmische Verbindung zweier Seelen. Nicht umsonst sagt man, dass die Augen der Spiegel der Seele sind. Seien wir mal ehrlich. Wann schauen sich 2 Menschen im Alltag bewusst 2 Minuten lang intensiv in die Augen.
Die Challenge fiel einigen Teilnehmer sehr schwer. Sowohl im Mai, als auch jetzt gab es welche, die abbrechen mussten.
Diese Übung empfand ich auch dieses Mal als sehr intensiv. Wie im Mai, habe ich auch dieses Mal in vielen Augen mich selbst gesehen. Teilweise habe ich meine eigenen Gesichtszüge in den Gesichtern anderer gesehen und habe erkannt, wie ähnlich sich alle doch waren.
Ich schätze mich nicht als einen feinfühligen Menschen ein, aber während dieser Übung hatte ich das Gefühl, in die Seelen der Menschen hineinzuschauen. Ich habe Kraft gespürt, Liebe, Unsicherheit, Angst. Manche hatten eine enorme Vibration, die sich vor meinen Augen klar und deutlich zeigte.
Bei einigen flossen Tränen. Auch bei mir… als ich meiner Nichte, die mit 18 Jahren bei diesem Retreat teilnahm, in die Augen schaute. Wir hatten so viel Zeit miteinander verbracht. Sie ist in meinen Armen groß geworden. Wir haben uns stundenlang über die banalsten und gleichzeitig tiefgründigsten Themen unterhalten: Heisenbergesche Unschärferelation, Quantenverschränkung, Gesetze in der subatomaren Welt, Kunst, Kultur, Musik, Familie, Freunde, die unendlichen Tiefen des Mikro- und Makrokosmos, Sinn und Unsinn des Lebens, uvm. In diesem Moment aber, als ich ihr in die Augen schaute, erkannte ich etwas. Etwas, wozu ich in den letzten 18 Jahren nicht in der Lage war, es zu sehen. Dann brach ich in Tränen aus. Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal so geweint habe.
Ich muss zugeben, nachdem es vorbei war, fühlte ich mich platt und ausgelaugt.

EFT (Emotionale Freedom Technique)

Nach dem gemeinsamen Essen versammelten wir uns erneut im Zeremonieraum und Aneta zeigte uns die Prinzipien der Klopftechnik (EFT). Ich rate jedem, sich mit diesem Thema zu beschäftigen. Ich hatte meine ersten Erfahrungen mit EFT in 2016 mit einem Coach aus Wiesbaden. Auch wenn es mir damals am Anfang wie Humbug erschien, erkannte ich recht schnell die Tiefenwirkung dieser unglaublichen Methode. Im Prinzip geht es darum, dass es zu Blockaden im Fluss der Lebensenergie (Chi) kommen kann. Diese Lebensenergie fließt durch Bahnen, den sogenannten Meridianen. In der TCM sagt man, dass Krankheiten, Ängste und negative Glaubensmuster durch diese Blockaden ausgelöst werden.
Aneta zeigte uns mit ihrer einzigartig ruhigen Art, wie diese Technik umzusetzen ist.

Ayahuasca

Nach einer zweistündigen Ruhephase war es so weit. Jeder nahm gespannt seinen Platz auf dem Schiff… der Matratze ein. Die Medizin, die fast den ganzen Tag lang gekocht und zubereitet wurde, stand in Flaschen abgefüllt auf dem Boden vor Joels Sitzplatz. Nach einer kurzen Einführung und der Beantwortung einiger Fragen war es an der Zeit, dass sich jeder seine „Portion“ abholen durfte. Man spürte die Anspannung im dem mit Kerzen durchleuchteten Raum. Wie bei dem Kakao auch, war ich der erste, der sich seine Medizin holen durfte. Das hatte keinen besonderen Grund. Wir hatten lediglich hinten links angefangen.

Jeder hielt sein gefülltes Glas in der Hand und sprach innerlich für sich seine Dankbarkeit an den Spirit der Pflanze, an Gott, an das Universum, an das EINE alles umgebende aus. Ich rezitierte innerlich die Sure an-Nas aus dem Koran. Eine unglaublich mächtige Sure, bei der es darum geht, um Schutz zu beten: Schutz vor den Jinn (negative Frequenzen), Schutz vor Menschen, Schutz vor dem eigenen Ego. Es war sehr leise im Zeremonieraum. Christian gab das Go und alle tranken die Medizin. Manche nippten daran, andere wiederum tranken es in einem Schluck. Es schmeckte bitter. Aber das spielte keine Rolle. Es ging nicht darum, dass die   Geschmacksrezeptoren Tango tanzten, sondern die Seele. Danach nahm jeder die für sich gemütlichste Position ein. Liegend, im Schneidersitz sitzend, die Beine ausgestreckt oder sich unter der Decke verkriechend.

Joel fing an zu spielen. Auf den unterschiedlichsten Instrumenten erzeugte er die unterschiedlichsten Töne, Klänge und Frequenzen. Ich hatte teilweise das Gefühl, dass die Frequenzen mich durchbohrten, in mich eindrangen und mich innerlich zusammenfügten und gleichzeitig auseinanderrissen. Die ganze Nacht über hatte er das Tempo so sehr im Griff, dass ich mir sicher war, dass dieser Mann ganz genau wusste, wann er welche Klänge, welche Musik, welches Instrument in welcher Intensität einsetzen musste. Ein Highlight war auch diese Mal das Meeresrauschen. Das war sehr intensiv.

Nach einiger Zeit hörte man die ersten Teilnehmer, die anfingen, sich in die zuvor aufgestellten Eimer zu übergeben. Deren Prozess hatte begonnen.
Die erste Stunde versuchte ich meinen Verstand auszuschalten und mich nur dem Spirit und der Musik hinzugeben. Verstand ausschalten…, dass ich nicht lache. So weit war ich noch nicht. Im türkischen gibt es eine Redewendung. Man benutzt es, wenn der Kopf ständig in Gedanken ist. Man sagt, dass in diesem Kopf 40 Füchse umherschwirren, deren Schwänze sich nicht berühren. Eins hatte ich aber im Gegensatz zur vorherigen Session geschafft: ich war frei von Erwartungen.

Bei dem Retreat im Mai überkam mich auch nach einiger Zeit die Übelkeit. Da war etwas in mir, das unbedingt raus wollte. Ich habe damals lange dagegen angekämpft. Das verhinderte, dass ich in den Prozess richtig reinkam. Irgendwann ging es nicht mehr. Mein Ego war jedoch zu stolz, sich vor allen anderen zu übergeben. Also ging ich auf wackeligen Beinen auf die Toilette. Dort wurde die Reinigung vollzogen. Dieses Mal hatte ich mir fest vorgenommen, es nicht zurückzuhalten. Ich war bereit es zu akzeptieren. Nach ca. einer Stunde merkte ich, dass sich mein Magen drehte. Fast zeitgleich rief Christian zur zweiten Runde auf. Für die, die wollten. Ich holte mir mein zweites Glas. Beim letzten Mal hatte ich 2 und 3/4 Gläser getrunken. Dieses Mal schaffte ich es gerade Mal, aus dem zweiten Glas 1/4 zu trinken. Es ging nicht mehr. Es wollte einfach nicht runter. Es war ok für mich. Es sollte so sein. Ich akzeptierte es. Kurze Zeit später konnte ich die Übelkeit nicht mehr zurückhalten. Auch dieses Mal war mein Ego zu stark und flüsterte mir ein, dass ich mich nicht vor den ganzen Menschen übergeben kann. Also taumelte ich wieder zur Toilette. Es dauerte recht lange, bis ich wieder im Zeremonieraum ankam und mich endlich meinem Prozess widmen konnte.

Es fing damit an, dass ich mich in der Schwerelosigkeit des Universums befand. Es war kein Fallen. Denn Fallen bedeutet, aus der Ist- Perspektive in die Tiefe zu fallen. Im Universum gibt es kein unten und kein oben. Deswegen würde ich es als „gleiten durch die Sterne“ bezeichnen.
Plötzlich sah ich Gesichter. Hunderte, vielleicht Tausende. Keines der Gesichter kannte ich. Manche habe ich aus der objektiven Perspektive betrachtet, manche waren unmittelbar bei mir, schauten aber weg, manche wiederum schauten mich an. Ein Gesicht ging in ein anderes über und verwandelte sich regelrecht vor meinem geistigen Auge. Danach sah ich mich selbst. Ich schaute mir selbst ins Gesicht. In mein jetziges, dann mein jugendliches, dann wieder das Jetzige.

Einige Bekannte hatten mir von ihren Ayahuasca Erfahrungen erzählt. Ich konnte nie verstehen, was sie mit „sehen“ oder „gesehen“ meinten. War es wie in einem luziden Traum? Manches kann man nicht erklären. Manches muss man (er)leben. Kann man einem Menschen, der noch nie in seinem Leben gehungert hat, das Gefühl von Hunger beschreiben? Der Zuhörer wird höchstens antworten, dass er es sich vorstellen kann. Aber um den Hunger zu verstehen und zu fühlen, muss man hungern. So verhielt es sich mit dem „Sehen“. Ich bin jetzt in der Lage zu verstehen, was „sehen“ bedeutet. Ich habe es selbst erlebt. Ich habe es selbst gesehen. Und ich bin nicht in der Lage, es jemanden zu beschreiben, der selbst nicht gesehen hat.
Als nächstes tauchte ein Koala am Horizont auf. Das habe ich im Nachhinein über den Koala gefunden:
„Der häufig schlafende Koala weist uns darauf hin, eine Ruhepause einzulegen und aus der Stille neue Kraft zu schöpfen. Das Krafttier Koala lehrt uns Entschleunigung, Gelassenheit und Ruhe.
Der Koala will Ruhe in dein Leben bringen.
„Entspanne dich.“
„Ruh dich aus.“
„Lass dich nicht von anderen oder von dir selbst aus der Ruhe bringen.“
Der Koala sagt dir auch, dass manche Dinge sich im Schlaf erledigen können. Zu viele Gedanken und zu viele Aktionen – bzw. Perfektionismus – machen die Sache oft nicht besser.
Komme runter – oder in diesem Falle: klettere rauf zum Koala – und nimm dir Zeit für Dinge, die DIR gut tun.
Mach sie ganz bewusst. Sei dabei ganz gegenwärtig. Achte auf deine Sinneswahrnehmung. Mache eins nach dem anderen: „One thing at a time“.
Konzentriere dich immer wieder auf das, was du hörst und was du riechst. Lass dich auf deine Sinne ein.“
Interessanterweise hat mir Hans den Nachmittag im Garten genau diese Sachen mit auf den Weg gegeben. Von einem Koala war da aber nicht die Rede. Das ist die Kraft der Pflanze. Ich war überwältigt.

Irgendwann machte ich kurz meine Augen auf, schaute nach Links zu meiner Nichte. Sie war nicht da. Einige Minuten vergingen. Sie kam nicht. Ich machte mir Gedanken und kam nicht mehr in meinen Prozess rein. Ich ging, um nach ihr zu schauen. Im Flur traf ich Mary und Aneta. Sie sagten mir, dass meine Nichte unten auf Toilette sei und niemanden bei sich haben wollte. Ich ging zu ihr. Sie machte ihre Reinigung durch. Sie war fix und fertig. In dem Moment kam ich schlagartig zu mir. Meine wackeligen Beine fühlten sich plötzlich wie feste Säulen an. Schlagartig wurde mir eins klar: „Dein Prozess ist für heute durch“.
Die nächsten Stunden verbrachte ich mit ihr. Eine Zeit lang war Gülay mit dabei, um mich zu unterstützen. Ich fühlte mit meiner Nichte mit und war gleichzeitig so stolz auf sie, dass sie mit ihren 18 Jahren den Mut aufgebracht hatte, diesen Weg einzuschlagen. Bis morgens 4 Uhr war ich bei ihr, um sie auf Toilette zu bringen und ihr Wasser zu holen. Ich war froh, dass sie irgendwann eingeschlafen ist. Ich war platt. Ich konnte meine Augen nicht offenhalten.

Abschied

Im Vergleich zum letzten Mal, fühlte ich mich am nächsten Morgen sehr vital und lebendig. Nach dem letzten gemeinsamen Frühstück trafen sich alle wieder im Zeremoniraum zum Sharing. Ich empfand das Sharing der einzelnen Teilnehmer als sehr individuell. Kein Erlebnis gleichte dem anderen. Bei Einigen hörte man die Enttäuschung raus, weil sie nichts „gesehen“ hatten. Andere wiederum fanden Fragen auf Antworten, die sie teilweise jahrelang in sich trugen. Wieder andere hatten viele und tiefgründige Visionen.

Ayahuasca gibt dir genau das, was Du in der jetzigen Lebensphase und in diesem Moment brauchst. Wenn Du dich übergibst, dann soll es so sein. Wenn Du nichts siehst, dann soll es so sein. Ayahuasca ist keine Haushaltsinitiative. Es ist nichts, was man „mal nimmt“, in der Hoffnung zur Erleuchtung zu gelangen. Es ist nichts, was man mal aus Neugier probiert, um mitzureden. Alles ist ein Prozess. Wenn man den Weg der Transformation eingeschlagen hat, ist es eine Medizin, die in einer bestimmten Phase deine Fragen beantwortet. Die Antworten werden dir nicht auf einem goldenen Teller serviert. Die Pflanze spricht in Bildern, Metaphern und Synchronizitäten zu dir. Die Interpretation erfolgt intuitiv. Irgendwann verstehst Du, was die Pflanze dir sagen will oder warum sie nicht zu dir spricht. Wobei es meiner Meinung falsch ist zu denken, dass sie nicht zu einem spricht. Denn auch in der Kommunikation zwischen zwei Menschen bekommt man meistens die wichtigsten Antworten dann, wenn dein Gegenüber einfach nur schweigt. Wie heißt es so schön: „Schweigen ist Gold“. Man muss vorbereitet sein. Man muss seelisch und mental vorbereitet und bereit sein. Ein Samen der gesät wird, braucht Zeit, um zu wachsen. Man kann nicht mehr Wasser dazugeben oder an der ersten Knospe ziehen, um den Wachstumsprozess zu beschleunigen. Es wird wachsen und gedeihen, in der Zeit, die notwendig ist, um die Blüte zu seiner vollen Entfaltung zu bringen.

Was habe ich aus diesem Wochenende mitgenommen?

– Die Pflanze hat wieder einmal genau die Menschen zusammengebracht, die zusammenkommen mussten

– Fixiere dich nicht nur auf einen Moment (das Trinken der Medizin), sondern beachte ganz bewusst das Vorher und das Nachher. Wen lernst Du kennen, was fühlst Du, welche Gespräche finden statt, welche Zeichen erkennst Du?

– Freue dich nicht zu sehr auf einen Augenblick in der Hoffnung, eine bestimmte Sache zu erleben. Der Moment wird kommen und Du wirst etwas ganz anderes erleben und lernen, als das, was Du dir vorgestellt hast. Ich bin mir sicher, dass ich an diesem Wochenende nicht für mich da war. Ich musste da sein, damit jemand anderes seine Reise beginnen kann.

– Lebe im hier und jetzt. Denn alles hat seinen Sinn und Zweck im hier und jetzt. Lasse dich nicht von deinem Ego verleiten. Dein Ego braucht die Vergangenheit und die Zukunft, um zu existieren. Die Zukunft ist jedoch nur eine Projektion deines Verstandes und der Zeitraum zwischen jetzt und der Zukunft möchte gefüllt werden. Gefüllt mit Hoffnungen, Ängsten, Bedenken und Vorstellungen.

– Beachte dich selbst und finde deine innere Mitte.

– Der Weg der Spiritualität soll die Kraft und den Einfluss deines Egos minimieren. Ich dachte immer, man muss sein Ego „töten“. Nun denke ich anders. Ich vergleiche es mit einem Flugzeug, der zwei Flügel braucht, um zu fliegen. Erkenne die Tücken und die List deines Egos. Erkenne es, um es zu kontrollieren. Denn Du brauchst dein Ego und dein Sein, um auf Kurs zu bleiben.

– Achte darauf, dass Du bei dem Versuch, dein (materielles) Ego zu kontrollieren, nicht in die Falle tappst, ein spirituelles Ego aufzubauen.

Ich fühle eine enorme Dankbarkeit gegenüber allen, die ich an diesem magischen Wochenende kennenlernen durfte und bin mir sicher, dass sich unsere Wege irgendwann, irgendwo kreuzen werden.

Vielen Dank an,

Christian, der diese Session ins Leben gerufen hat
Aneta, die unsichtbare Hand
Mary, für deine liebevolle Art
Joel, der mit seiner Seele zu uns sprach
und jedem einzelnen, der Teil dieses Retreats war. Ich durfte von jedem einzelnen etwas lernen.

Erfahrungsbericht von Ayla (Juni 2021): Das Team ist einfach zauberhaft!

Nachdem ich nun schon zweimal an diesem wundervollen, lehrreichen und bereichernden Retreat teilgenommen habe, möchte ich hier meine Erfahrungen mit
euch teilen.

Das Team, welches euch an einem Wochenende begleitet, ist einfach zauberhaft ich habe mich sofort dazu gehörig, aufgenommen und als Familienmitglied gefühlt,
allein mit diesen lieben Seelen kann ich jedem die Erfahrung ans Herz legen in diese Welt einzutauchen.

Hier nochmal Herzensdank an euch liebes Ayahuasca-Team Deutschland ❤️.

Zur Location und der Verpflegung gibt es allerdings keine ganzen 5 Sterne, ist aber natürlich meine ganz persönliche und körperliche Erfahrung, mir war es im
Retreat-Raum zu eng und zu dunkel ich hätte mir mehr Platz und Licht/Kerzen gewünscht und da ich auf Linsen reagiere, habe ich mich das zweite Mal mit
Mittagessen selbst versorgt, man lernt immer dazu.

Eine Erfahrung nach Aya beinhaltet, einen großartigen Vergebungsprozess der über zwei Wochen andauerte. Den ich kaum beschreiben kann, jede Nacht träume
ich von Geschehnissen und Menschen an die ich seit Jahrzehnten nicht mehr gedacht habe und von den Erlebnissen ich „nichts mehr“ wusste. Jeden Morgen bin ich
auf ein neues geflasht und geschockt wach geworden, was noch in mir war/ist und war jedes Mal ein Stück freier und geheilter. Ebenso teilte mir mein Körper
mit, das wir nicht richtig im Gleichgewicht sind, ich habe wieder mit Sport angefangen, achte nun ganz bewusst auf meinen Dopaminspiegel und meine Erdung.
Himmlisch wie sich nur durch ein paar Kleinigkeiten das Leben nochmal grandioser anfühlt. Und nach allem was ich schon ausprobiert habe auf meinem Weg, kann ich
nur sagen ohne Aya hätte ich es nicht so schnell geschafft, ich persönlich kann sagen, dass jedes Mal mir Jahre an Entwicklung geschenkt wurden.

Für viele Suchende, nach Heilung wünschende, sich mit Erleuchtung Befassende –  ist dies ein wirklich einfacher und schneller Weg dorthin zu gelangen. Bevor ich
mich dazu entschloss habe ich viele Berichte solcher Art gelesen und muss gestehen, konnte es kaum glauben und bin so tief dankbar, das ich diese Erfahrung
machen durfte. Und das wundervolle Team, dies in einer so herzlichen familiären Atmosphäre ermöglichte.

Hier noch ein riesen Dank an Joel, seine Musik hat mich sooo tief im Herzen berührt. 🙏

Wünsche euch ebenso wundervolle Eingebungen und Befreiungen.

Fühlt euch geliebt.
Ayla ☀️❤️

Erfahrungsbericht von Patrick (Juni 2021): Immer wieder wundervoll und voller Wunder

Eigentlich könnte ich hier über meine Erfahrungen tagelang schreiben und einen Roman verfassen, was ein Wochenende mit einem macht, wenn man sich auf einen Retreat mit Christian, Mary, Aneta und Joél begibt.

Aber um es „kurz“ zu halten, schreibe ich nur einige wenige Sachen. Man wird sehr herzlich und freundlich empfangen – nicht nur vom Team, auch von den anderen Gästen und Heilungs-Suchenden.

Die Kakao-Zeremonie ist für mich immer sehr intensiv. Nie hätte ich geglaubt, dass man auch hier schon kleine Visionen haben kann. Aber sie ist sehr herzöffnend und beruhigend mit der wundervollen Musik von Joél (der mit nichts von dieser Welt vergleichbar ist, wenn man ihm ein Instrument gibt).
Inzwischen war ich drei mal dabei und es ist jedes mal ein wundervolles Erlebnis, welches mich in Demut, Dankbarkeit und tiefe Verbundenheit hüllt, wenn man mit tollen Menschen eine Ayahuasca-Zeremonie durchlebt. Meine Visionen waren sehr tiefgründig, zielstrebig und ich kann sagen, dass ich nach dem ersten Retreat ein komplett anderer Mensch bin, da dieses Erlebnis am intensivsten war, welches mich tagelang danach sehr beschäftigt hat und auch immer noch tut. Tatsächlich hat sich seither viel in meinem Leben getan, ohne dass ich wirklich aktiv etwas dafür tue. Eine Wirkung, die auch noch länger anhält und im Alltag Einzug findet, hätte ich nie erwartet geschweige denn für möglich gehalten. Es ist sehr faszinierend, was für Knoten sich in meinem Leben gelöst haben.

Bei meinem zweiten Besuch konnte ich mich selbst aufgrund privater Umstände nicht wirklich auf das Wochenende einstimmen – die Visionen sind dennoch nicht ausgeblieben. Aber ich fand die Dankbarkeit sehr schön, die mir entgegengebracht wurde für Erlebnisse, die andere Leute hatten, denen ich helfen konnte, sich richtig einzulassen und einzustimmen.
Mein dritter Besuch ist jetzt 2 Tage her.

Ich hatte sehr klare Visionen, sehr deutliche Messages, wieder ein sehr intensives Wochenende. Nun beginnt die Arbeit und ich muss es umsetzen und in meine Persönlichkeit integrieren, um ein besserer Mensch zu werden. Denn darum geht es – sich selbst entwickeln, sich selbst heilen und alte Lasten loslassen können, damit Platz für neue, schöne Sachen geschaffen wird.
Für mich hat es mit sehr viel Übergeben angefangen, alte Erlebnisse „auszuspucken“, loslassen und damit abschließen zu können, gefolgt von klaren und deutlichen Visionen.

Seit meinem ersten Retreat ist mein Leben ruhiger geworden, ich bin entspannter, und kann negative Dinge aus der Vergangenheit anders sehen und dadurch anders bewerten.

Wer also seelische Heilung für sich selbst wünscht und vielleicht auch alte negative Verhaltensmuster aufbrechen möchte, dem kann ich nur empfehlen Christian und sein tolles Team zu besuchen und ein Wochenende zu erleben. Es ist wirklich ein Erlebnis und nichts, was man „mal macht“.
Ich bedanke mich an dieser Stelle für alle, die es bis hierher geschafft haben zu lesen – danke!

Und ich bedanke mich für alle wundervollen Menschen, die ich auf meinen Retreats kennenlernen durfte. Hier sind tolle Freundschaften entstanden, die ich nicht mehr missen möchte.

Liebe Grüße,
Patrick

Erfahrungsbericht von Christian (Mai 2021): Ich war direkt von der offenen und herzlichen Art von Christian und seinem Team begeistert

Mein ganzer Körper und mein Geist hat sich schon im Vorfeld auf das Wochenende vorbereitet.

Als es am Freitag dann endlich losging, war ich direkt von der offenen und herzlichen Art von Christian und seinem Team begeistert. Es gab leckeres veganes Essen und man konnte sich schön mit den Menschen aus der Gruppe durch Meditation, dem gemeinsamen Austausch von Intensionen und den Gruppenspielen verbinden. Eine tolle Energie hat uns umgeben und das ganze Retreat zu einem magischen Ort für geistige und körperliche Heilung und Entwicklung verwandelt. Es hat sich toll angefühlt, umgeben von Gleichgesinnten zu sein.

Die Kakao Zeremonie am Freitagabend war etwas ganz besonderes für mich. Nie hatte ich geglaubt dass Kakao eine so herzöffnende und spirituelle Wirkung haben kann.

Joel, der Klangheiler hat zusammen mit Christian und seinem Team für eine tolle Atmosphäre und Entspannung gesorgt. Ayahuasca hat mir gezeigt, dass ich meine inneren Dämonen akzeptieren und annehmen darf. Kindheitliche Traumata, die mein Leben unbewusst beeinflusst haben, dürfen nun aus anderen Blickwinkeln betrachtet werden und auch angenommen werden. Ich spüre, wie nach und nach immer mehr Ausgeglichenheit und innere Balance vorherrschend sind und ich auch mithilfe der Pflanze eine tiefere Verbindung zu mir selbst und somit auch zu anderen Menschen aufbauen darf.

Der Erfahrungsaustausch am Sonntag war sehr spannend, da jeder aus seiner eigenen Perspektive gesprochen hat und seine Erlebnisse dargestellt hat. Unglaublich wieviel Kraft in uns Allen schlummert und erweckt werden möchte.

Ich selbst werde beim nächsten Termin wieder mit dabei sein und tiefer eintauchen 🙂

Ich kann das Ayahuasca Retreat von ganzem Herzen für jeden empfehlen, der sich mit sich selbst tiefer vernetzen und bewusster Leben möchte.

Danke an das ganze Ayahuasca-in-Deutschland Team.

Erfahrungsbericht von Tina (Mai 2021): Ich wurde wundervoll empfangen und in der Zeremonie mit viel Herz begleitet!

Hallo liebes Ayahuasca-Deutschland Team,

ich bin super Dankbar, dass ich meine erste Ayahuasca Erfahrung mit euch machen durfte.

Denn um ehrlich zu sein hatte ich sehr Angst davor und habe es mir lange überlegt, ob es auch wirklich das richtige für mich ist. Ich hatte nicht nur eine starke emotionale Heilung, sondern wurde auch wundervoll von euch empfangen und in die Zeremonie mit viel Herz begleitet. Das Team, die Gruppe und das Umfeld waren wundervoll und sehr heilsam. Deswegen habe ich mich auch direkt für die zweite Zeremonie entschieden. Um tiefer und intensiver mit meinen persönlichen Themen zu arbeiten. Ich würde es jedem, der persönlich weiter wachsen, seine Traumata und alte aufhaltende Glaubenssätze auflösen möchte, weiterempfehlen.

Freue mich schon euch bald wiederzusehen.

LG Tina

Erfahrungsbericht von Tina (Mai 2021): Die Wirkung war mächtig und sanft zugleich

Das Retreat mit Ayahuasca-in-Deutschland war eine wundervolle Erfahrung. Am Freitagabend begann es mit einer Vorstellungsrunde und einem Teller schmackhafter Suppe. Jeder war ein wenig nervös. Danach gingen wir in den Zeremonie-Raum, wo die Kakao-Zeremonie startete. Zuerst fand ich es schwierig, mich zu entspannen und der schamanischen Musik von Joel zu lauschen. Aber mit der Zeit bemerkte ich, dass ich anfing zu weinen. Darüber war ich überrascht, denn ich hätte nicht gedacht, dass Kakao und Musik eine so starke Wirkung auf mich ausüben. Die Klänge führten mich auf eine besondere Reise. Nach der Zeremonie empfand ich tiefen Frieden und Glück. Ich wusste, dass eine Art von Heilung in mir stattgefunden hatte.

Am Samstagmorgen fiel mir auf, dass meine Anspannung von Freitagabend völlig verschwunden war. Nach dem Frühstück machte ich mit einigen anderen aus der Gruppe einen Spaziergang im Wald. Ich genoss den Aufenthalt in der Natur.

Kurz vor Sonnenuntergang bereitete ich meinen Geist für die beginnende Ayahuasca-Zeremonie vor. Die Zeremonie begann mit einer tiefen Meditation. Nachdem wir unseren Ayahuasca-Tee zu uns genommen hatten, fing Joel an, seine Musik zu spielen. Meine Nervosität habe ich komplett abgelegt. Zum Ayahuasca-Team empfand ich totales Vertrauen und genoss die angenehme Atmosphäre mit den anderen Teilnehmenden. Dieses Mal fiel es mir leicht, in die Musik einzutauchen und mich von ihr mitnehmen zu lassen. Die Wirkung der heiligen Steppenraute war mächtig und sanft zugleich. Als ich nach der Zeremonie zurück in meinem Zimmer war, schrieb ich ein paar Schlüsselwörter auf, die mir nach meiner Erfahrung mit Ayahuasca in den Sinn kamen. Das half mir, die Botschaft der Heilpflanze zu begreifen. Alles handelte vom Thema Selbstvertrauen.

Nach dem Frühstück am Sonntagmorgen war es Zeit, unsere Erfahrungen mit Ayahuasca in der Gruppe zu teilen. Diesen letzten Teil des Retreats mochte ich ganz besonders. Während jeder seine Geschichte erzählte, wurde das Gemeinschaftsgefühl verstärkt. Nachdem ich von meiner Erfahrung sprach, spürte ich, wie mich ein starkes Gefühl von Verwandlung überkam. Diese Veränderung empfinde ich noch viele Wochen später. Daher bin ich dem Team von Ayahuasca-in-Deutschland so dankbar für diese Gelegenheit zur Heilung.

Erfahrungsbericht von Christina (Mai 2021): Ich bekam Ruhe, Stille und Gelassenheit

Ich hatte das Glück Teil einer guten Gruppe zu sein mit einer schönen herzlichen Energie. Wir haben uns alle sofort verstanden und wohl gefühlt. Ich glaube, der jüngste Teilnehmer war 20 und der älteste über 70 – habe aber nicht näher nachgefragt. Es war schön in einen Austausch mit gleichgesinnten zu gehen (sei es, dass wir meditiert haben gemeinsam und Musik ausgetauscht haben etc.) Die Resonanz der einzelnen Übungen und Zeremonien war von Person zu Person unterschiedlich. Mir haben die Übungen im Garten, die Musik und der Austausch mit den Teilnehmern am besten gefallen. Ich weiß noch, dass ich am Sonntagmorgen erst ein wenig enttäuscht war, da ich mir eine Erleuchtung mit schillernden Farben wie im TV vorgestellt habe, im Endeffekt aber nur sehr müde war und mich leider sehr stark übergeben hatte. Aber am Morgen beim Meditieren kam der große aha Effekt, eine Ruhe, Stille und Gelassenheit. Der Effekt wirkt auch eher subtil und über einen längeren Zeitraum.

Ich konnte mich danach von einem sehr toxischen Elternhaus befreien. (wo mir all die Jahre der Mut zu gefehlt hat, da ich Angst hatte komplett alleine zu sein). Die Erfahrung mit der Gruppe hat mich gelehrt, dass wir uns in den anderen widerspiegeln, viele Leute unglaubliche Lasten tragen und wir die Heilung in uns selber und im Austausch mit anderen finden können. Ich freue mich den ein oder anderen Teilnehmer wiederzusehen. Und das wichtigste the plant has its own plan with you. 🙂

Erfahrungsbericht von Christian (Mai 2021): Ich war direkt von der offenen und herzlichen Art von Christian und seinem Team begeistert

Mein ganzer Körper und mein Geist hat sich schon im Vorfeld auf das Wochenende vorbereitet.

Als es am Freitag dann endlich losging, war ich direkt von der offenen und herzlichen Art von Christian und seinem Team begeistert. Es gab leckeres veganes Essen und man konnte sich schön mit den Menschen aus der Gruppe durch Meditation, dem gemeinsamen Austausch von Intensionen und den Gruppenspielen verbinden. Eine tolle Energie hat uns umgeben und das ganze Retreat zu einem magischen Ort für geistige und körperliche Heilung und Entwicklung verwandelt. Es hat sich toll angefühlt, umgeben von Gleichgesinnten zu sein.

Die Kakao Zeremonie am Freitagabend war etwas ganz besonderes für mich. Nie hatte ich geglaubt dass Kakao eine so herzöffnende und spirituelle Wirkung haben kann.

Joel, der Klangheiler hat zusammen mit Christian und seinem Team für eine tolle Atmosphäre und Entspannung gesorgt. Ayahuasca hat mir gezeigt, dass ich meine inneren Dämonen akzeptieren und annehmen darf. Kindheitliche Traumata, die mein Leben unbewusst beeinflusst haben, dürfen nun aus anderen Blickwinkeln betrachtet werden und auch angenommen werden. Ich spüre, wie nach und nach immer mehr Ausgeglichenheit und innere Balance vorherrschend sind und ich auch mithilfe der Pflanze eine tiefere Verbindung zu mir selbst und somit auch zu anderen Menschen aufbauen darf.

Der Erfahrungsaustausch am Sonntag war sehr spannend, da jeder aus seiner eigenen Perspektive gesprochen hat und seine Erlebnisse dargestellt hat. Unglaublich wieviel Kraft in uns Allen schlummert und erweckt werden möchte.

Ich selbst werde beim nächsten Termin wieder mit dabei sein und tiefer eintauchen 🙂

Ich kann das Ayahuasca Retreat von ganzem Herzen für jeden empfehlen, der sich mit sich selbst tiefer vernetzen und bewusster Leben möchte.

Danke an das ganze Ayahuasca-in-Deutschland Team.

Erfahrungsbericht von Tina (Mai 2021): Ich wurde wundervoll empfangen und in der Zeremonie mit viel Herz begleitet!

Hallo liebes Ayahuasca-Deutschland Team,

ich bin super Dankbar, dass ich meine erste Ayahuasca Erfahrung mit euch machen durfte.

Denn um ehrlich zu sein hatte ich sehr Angst davor und habe es mir lange überlegt, ob es auch wirklich das richtige für mich ist. Ich hatte nicht nur eine starke emotionale Heilung, sondern wurde auch wundervoll von euch empfangen und in die Zeremonie mit viel Herz begleitet. Das Team, die Gruppe und das Umfeld waren wundervoll und sehr heilsam. Deswegen habe ich mich auch direkt für die zweite Zeremonie entschieden. Um tiefer und intensiver mit meinen persönlichen Themen zu arbeiten. Ich würde es jedem, der persönlich weiter wachsen, seine Traumata und alte aufhaltende Glaubenssätze auflösen möchte, weiterempfehlen.

Freue mich schon euch bald wiederzusehen.

LG Tina

Erfahrungsbericht von Tina (Mai 2021): Die Wirkung war mächtig und sanft zugleich

Das Retreat mit Ayahuasca-in-Deutschland war eine wundervolle Erfahrung. Am Freitagabend begann es mit einer Vorstellungsrunde und einem Teller schmackhafter Suppe. Jeder war ein wenig nervös. Danach gingen wir in den Zeremonie-Raum, wo die Kakao-Zeremonie startete. Zuerst fand ich es schwierig, mich zu entspannen und der schamanischen Musik von Joel zu lauschen. Aber mit der Zeit bemerkte ich, dass ich anfing zu weinen. Darüber war ich überrascht, denn ich hätte nicht gedacht, dass Kakao und Musik eine so starke Wirkung auf mich ausüben. Die Klänge führten mich auf eine besondere Reise. Nach der Zeremonie empfand ich tiefen Frieden und Glück. Ich wusste, dass eine Art von Heilung in mir stattgefunden hatte.

Am Samstagmorgen fiel mir auf, dass meine Anspannung von Freitagabend völlig verschwunden war. Nach dem Frühstück machte ich mit einigen anderen aus der Gruppe einen Spaziergang im Wald. Ich genoss den Aufenthalt in der Natur.

Kurz vor Sonnenuntergang bereitete ich meinen Geist für die beginnende Ayahuasca-Zeremonie vor. Die Zeremonie begann mit einer tiefen Meditation. Nachdem wir unseren Ayahuasca-Tee zu uns genommen hatten, fing Joel an, seine Musik zu spielen. Meine Nervosität habe ich komplett abgelegt. Zum Ayahuasca-Team empfand ich totales Vertrauen und genoss die angenehme Atmosphäre mit den anderen Teilnehmenden. Dieses Mal fiel es mir leicht, in die Musik einzutauchen und mich von ihr mitnehmen zu lassen. Die Wirkung der heiligen Steppenraute war mächtig und sanft zugleich. Als ich nach der Zeremonie zurück in meinem Zimmer war, schrieb ich ein paar Schlüsselwörter auf, die mir nach meiner Erfahrung mit Ayahuasca in den Sinn kamen. Das half mir, die Botschaft der Heilpflanze zu begreifen. Alles handelte vom Thema Selbstvertrauen.

Nach dem Frühstück am Sonntagmorgen war es Zeit, unsere Erfahrungen mit Ayahuasca in der Gruppe zu teilen. Diesen letzten Teil des Retreats mochte ich ganz besonders. Während jeder seine Geschichte erzählte, wurde das Gemeinschaftsgefühl verstärkt. Nachdem ich von meiner Erfahrung sprach, spürte ich, wie mich ein starkes Gefühl von Verwandlung überkam. Diese Veränderung empfinde ich noch viele Wochen später. Daher bin ich dem Team von Ayahuasca-in-Deutschland so dankbar für diese Gelegenheit zur Heilung.

Erfahrungsbericht von Martin (März 2021): Ich freue mich auf das neue Leben

Hey Freunde, es hat sich seit dem Wochenende viel getan.

Ich fühle mich allgemein viel freier und die Blockaden, die ich beseitigen wollte, sind weg.

Ich stehe regelmäßig zwischen 03:00 und 4:00 Uhr auf und zelebriere mein Leben.

Es ist wunderschön, dass ich nun mit solch einer Klarheit durch meinen Tag gehe, es fühlt sich so an, als ob ich fließe.

Es ist genau, wie ich es mir vorgestellt habe; und alles, was ich während der Zeremonie gesehen habe, kommt jetzt in mein Leben.

Es ist fantastisch, danke an jeden für diese einzigartige Erfahrung, denn ich habe mindestens genauso viel von jedem von euch an Eindrücken erfahren dürfen ❤️

Ich freue mich auf das neue Leben!

D A N K E

Erfahrungsbericht von Norbert (Februar 2021): Ich komme gerne wieder!

Meine Erfahrungen mit Ayahuasca-in-Deutschland waren sehr positiv. Der Kontakt war von Anfang an unkompliziert und freundlich. Vor allem hat mich gefreut, dass meine spontane Teilnahme gelungen ist. Außerdem wurde ich vom Team am Bahnhof in Siegburg abgeholt und später auch wieder dorthin gebracht.

Im Haus angekommen, war sofort eine gute Atmosphäre zu spüren. Auch beim Vorstellen haben alle offen von sich erzählt, ohne eine Fassade aufzubauen. Das hat viel Vertrauen untereinander geschaffen. Ich hatte das Gefühl, in einer freundschaftlichen Gruppe gelandet zu sein. Ebenso hat das Team von Ayahuasca-in-Deutschland einen sehr sympathischen Eindruck bei mir hinterlassen.

Der erste Abend mit der Kakao-Zeremonie war eine großartige Erfahrung, vor allem in Verbindung mit der Klangschalentherapie und der Musik von Joel. Das Ganze war entspannend und hat mich vollkommen weg vom Alltag geholt. Dazu verspürte ich eine selten erlebte Ruhe.

Am zweiten Tag fand die langersehnte Ayahuasca-Zeremonie statt. Zur Vorbereitung praktizierten wir gemeinsam Yoga und meditierten. So sorgten wir für ein entspanntes Gefühl im Körper und Geist. Abends tranken wir in Runde den Ayahuasca-Tee und begaben uns auf die Reise zu unserem Inneren. Hier macht jeder seine persönliche und individuelle Erfahrung mit Ayahuasca. Ich empfehle, es einmal selbst auszuprobieren.

Am nächsten Morgen teilten wir offen unsere Erlebnisse und Erfahrungen, die wir mit Ayahuasca gemacht hatten, miteinander. Es war ein großartiges Team, eine tolle Gruppe und eine intensive Reise. Gerne komme ich wieder. Ein großes Dankeschön an alle!

Erfahrungsbericht von Aneta (Oktober 2020): Erlebe eine starke Energie mit wundervollen Menschen

Ich habe viel über pflanzliche Methoden der Heilung gehört und war lange Zeit skeptisch, ob ich es wirklich probieren möchte. Manche Psychedelika sind als Droge dargestellt und mystifiziert. Nach der positiven Erfahrung mit der syrischen Steppenraute bin ich anderer Meinung.

In letzter Zeit fühlte ich mich wie stecken geblieben. Daher entschloss ich mich eine Zeremonie mit Ayahuasca mitzumachen. Mein Erlebnis ist sehr schwer in Worte zu fassen. Aber definitiv brauchst du keine Angst davor zu haben. Jede Person macht ihre eigene Reise mit der Pflanze.

Die Zeremonie war wundervoll organisiert. Jede Person hat eine Matratze, ein Yoga-Kissen, ein Kissen und eine Decke bekommen. Joel hat uns den ganzen Abend musikalisch begleitet. Er verzauberte mich mit seiner Musik. Die Kakao-Zeremonie war eine besonders herzöffnende Erfahrung. Ich erlebte eine starke Energie mit großartigen Menschen und einem lieben Team während dieses wundervollen Ayahuasca-Retreats.

Tanjas Erfahrungen mit Ayahuasca als sensibler Mensch (Januar 2021)

Jeder hat irgendwann im Leben ein Ereignis, welches kaum allein zu verarbeiten ist. Wie es der Fall ist, unterdrücken wir unseren Schmerz und versuchen unsere Erinnerungen daran zu vergessen. Wenn das Ereignis nicht verarbeitet wird, begleitet es uns lange. Du entscheidest dich, ob du dein Leben verändern und mehr Freude erleben möchtest. Genau so war es bei mir. Dank eines Zufalls habe ich zum ersten Mal an einer Ayahuasca-Zeremonie teilgenommen. Da ich kaum Informationen hatte, las ich mehr über die Wirkungen und Nebenwirkungen von Ayahuasca. Während und nach den Zeremonien war Christians Team immer für mich da.

Schon am ersten Abend nach dem Kennenlernen herrschte diese harmonische und friedvolle Atmosphäre. Die großartige Stimmung wurde durch die Kakao-Zeremonie noch erhöht. Nette Menschen, aromatischer Kakao, unvergessliche und tief berührende Klänge von Joel versetzten mich in eine Welt voller Frieden mit mir selbst. Es war schön, die Zeit danach zusammen zu verbringen. Am zweiten Abend war ich sehr aufgeregt. Das Team und andere Teilnehmer haben mich beruhigt und nahmen viel Rücksicht. Bei mir brauchte Ayahuasca etwas länger, um zu wirken. Zwei Wochen nach dem Retreat habe ich fast jeden Tag geweint. Es kam alles hoch, was ich vorher unterdrückt hatte. Auch meine Wahrnehmung war geschärfter. Besonders auditive und gustatorische Sinne sind bis heute viel stärker ausgeprägt. Früher trank ich viel Koffein und mochte Wein und Sekt. Seit dem Retreat-Wochenende trinke ich nur eine Tasse Kaffee am Tag und konsumiere kaum alkoholische Getränke. Als sehr sensibler Mensch neigte ich zu leichten Depressionen. Nach meiner Erfahrung mit Ayahuasca treten diese nicht mehr auf. Herzlichen Dank an das Team und alle Teilnehmer. Es hat viel Spaß gemacht mit euch!

Erfahrungsbericht von Anna (Oktober 2020): Mein Erlebnis war etwas ganz Besonderes

Ich möchte dem Team von Ayahuasca-in-Deutschland von Herzen danken. Ich habe mich während des gesamten Wochenendes liebevoll umsorgt gefühlt. Beide Zeremonien waren unglaublich magisch! Während der Kakao-Zeremonie habe ich mich vollends mit der Kraft meines Herzens verbunden. Dabei habe ich eine unglaubliche Verbindung und Liebe gespürt. Ich hatte bereits Vorerfahrungen mit Ayahuasca, aber diese besondere zweite Zeremonie hat mich wirklich tief berührt und transformiert. Durch die bezaubernden und heilenden Klänge des Klangheilers Joel war dieses Retreat etwas ganz Spezielles.

Allen, die an persönlicher Weiterentwicklung und spirituellem Wachstum interessiert sind, möchte ich eine Teilnahme am Retreat empfehlen. Ich hatte eine unglaubliche Erfahrung mit Ayahuasca und dem Team von Christian.

Lorena und ihre einzigartige Erfahrungen mit Ayahuasca in Deutschland (Oktober 2020)

Das Wochenende in St. Augustin war sehr schön. Ich habe bereits Erfahrungen mit Ayahuasca gesammelt, aber die Zeremonie in Deutschland war etwas ganz Spezielles. Joel und Gabriela begleiteten uns beide Nächte mit Livemusik. Die Musik war sehr berührend und hat eine besondere Atmosphäre geschaffen. Dies hat meine Erfahrung noch vertieft. Das ganze Team von Ayahuasca-in-Deutschland war sehr gastfreundlich und hat mich ehrlich willkommen geheißen und unterstützt. Auch die anderen Teilnehmer waren offen und freundlich. Unsere Gruppe stellte sich aus Menschen mit vielen unterschiedlichen Hintergründen zusammen, die sich untereinander gut ergänzten. Ich bin vom Projekt so begeistert, dass ich beschlossen habe, mich zukünftig einzubringen und das Team zu unterstützen. Noch mal ein herzliches Dankeschön an Christian, der diesen wunderschönen Raum erschaffen hat.

Daniels Erfahrung mit Ayahuasca (Oktober 2020): „Ich war total beeindruckt!“

Meine Erfahrungen im Oktober 2020 mit Ayahuasca-in-Deutschland waren sehr positiv. Nachdem ich in den letzten Jahren eine schmerzhafte Scheidung verdauen musste, habe ich mich verschiedenen spirituellen Traditionen zugewandt. Ich habe ein Meditations-Retreat gemacht und Yogakurse besucht. Nachdem ich die Doku „Ayahuasca – Vine of the Soul“ auf YouTube gesehen habe, war für mich klar, dass ich gerne meine Erfahrung mit der Heilpflanze Ayahuasca machen möchte. Zu meiner großen Freude fand ich diese Zeremonie in Deutschland.

Zu Beginn war ich besorgt, was für Menschen ebenfalls am Ayahuasca-Retreat teilnehmen würden. Es stellte sich heraus, dass die Teilnehmenden sehr durchmischt waren und sich wunderbar ergänzten. Das Kennenlerngespräch in der Gruppe war einer der Höhepunkte, was ich an psychologisch-spirituellem Austausch bisher erfahren habe. Das Gespräch erinnerte an eine Gruppentherapie, wo jeder Teilnehmer aufrichtig seine Gründe für seine Teilnahme genannt hat. Alle teilten sehr offen, tiefgründig und emotional die Spannungen und Konflikte in ihrem Leben. Viele nannten den Verlust von Lebensfreude, Spiralen von negativen Überzeugungen oder belastende Familienbeziehungen als Grund. Von da an war mir klar, dass es eine interessante und ernsthafte Erfahrung wird.

Nach dem Abendessen bereiteten wir uns auf die erste Nacht mit der Kakao-Zeremonie vor. Die Stimmung war anfangs sehr gespannt. Als ich endlich die dampfende Tasse in der Hand hielt, die intensiv nach roher Kakaomasse duftete, dachte ich an den Rat meines Freundes. Dieser empfahl mir, mich vor dem Genuss bei der Heilpflanze zu bedanken. Nach dem Trinken des Kakaos wurde ich von einem tiefen Gefühl der Dankbarkeit überflutet. Ich begann augenblicklich zu weinen. Ich dachte an meine Kindheit und Jugend. Wie glücklich sie gewesen war. Ich war dankbar, bereits so ein schönes Leben gehabt zu haben. Für mich war es eine längst vergessene Erfahrung, mich vorbehaltlos positiv meiner Vergangenheit zuzuwenden. Alles wertzuschätzen, was war. Selbst hier zu liegen, in dem unbeschreiblichen Luxus einer solchen geborgenen Selbsterfahrung. Der Rest der Nacht war ein angenehmes Gefühlsbad: warm und dunkelrot im Kerzenschein zu der wunderbaren südamerikanischer Livemusik von Joel. Die Musik hat mich auf der Reise mit Ayahuasca begleitet und geleitet.

Am Samstag habe ich viel geschlafen und mich erholt. Abends saßen wir in freudiger Erwartung zusammen. Die Spannung war groß, aber gleichzeitig fühlte es sich an, als wären wir alle für einen Grund zusammengekommen. Als jeder die schwarze aromatische Flüssigkeit im Becher hatte, dankten wir Ayahuasca für alles, was sie für uns bereithält und bereits getan hat. Die Nacht verlief wider Erwarten ereignislos. Nach einer Stunde fing mein Körper an, warm zu werden und in ein fließendes Gefühl überzugehen. Ich lehnte mich zurück und lauschte der melodischen und sinnlichen Musik von Joel. Immer noch dachte ich an das Gefühl von Dankbarkeit und ich empfand große Geborgenheit. Ich lag da und wurde mir bewusst, wie gut es mir ging. Klar hat es in meinem Leben ein paar Schwierigkeiten gegeben. Allein im letzten Jahr, erinnerte ich mich, wie oft ich noch Weinkrämpfe gehabt hatte, nachdem meine Frau mich verlassen hatte. Selbst wenn ich wusste, dass sie recht hatte.

Ich fühlte mich prächtig und spürte, wie Ayahuasca warm und beständig aus dem Magen heraus in meinen ganzen Körper floss. Alles wurde tiefgehend gereinigt. Ich empfand Erleichterung. „Du bist stark und selbstbewusst“, schien Ayahuasca mir zuzuflüstern. Ich war beeindruckt. Es heißt, die Heilpflanze sagt jedem, was er wissen muss. Den Rest des Abends verbrachte ich in einem angenehmen Rausch. Die Nacht schien mich daran zu erinnern, dass ich gut bin, so wie ich bin. Ich darf mir viel mehr vertrauen. In den Wochen nach dem Retreat sind noch einige Sachen passiert und viel hat sich gelöst.

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